ru-digital

rudi.Guide

Primarstufe

Klassenstufe 1/2

Die ersten Unterrichtsstunden

In Gottes Händen geborgen

rudi.Guide

Primarstufe

Klassenstufe 1/2 – Einschulung & Beginn – Die ersten Unterrichtsstunden

In Gottes Händen geborgen

Ankommen im Religionsunterricht

Diese Einheit führt die Kinder der 1. Klasse behutsam in den Religionsunterricht ein. Im Mittelpunkt steht das Erleben von Gemeinschaft, Geborgenheit und dem Gefühl, von Gott angenommen zu sein. Über Symbole wie die Hand, das Licht und die gemeinsame „Religionsdecke“ erfahren die Kinder, dass sie mit ihrem Namen und ihrer Einzigartigkeit von Gott gesehen und begleitet werden. Rituale, Geschichten und Lieder schaffen Vertrautheit und laden ein, über Vertrauen, Freundschaft und Gottes Nähe zu sprechen.

Didaktische Perspektiven

Die didaktische Perspektive zielt darauf, den theologischen Kern der Zusage „Ich habe dich bei deinem Namen gerufen“ in erfahrbare Lernmomente zu übersetzen. Der Unterricht öffnet einen Raum, in dem die Kinder über symbolische Handlungen und gemeinsames Tun ihre eigene Bedeutung und Würde im Licht des Glaubens entdecken können. Nicht Belehrung, sondern Resonanz ist das Ziel: die Kinder sollen spüren, dass ihre Einzigartigkeit und Zugehörigkeit ein Abbild des göttlichen Rufes sind. Die Lernwege sind dabei dialogisch und mehrsinnig angelegt – Wort, Bewegung, Symbol, Lied und Stille greifen ineinander, um die religiöse Dimension des Angenommenseins erfahrbar zu machen.

Pädagogisch-didaktische Leitgedanken:
  • Kinder werden individuell wahrgenommen und in ihrer Persönlichkeit gestärkt.

  • Religiöse Bildung geschieht über handelndes, emotionales und symbolisches Lernen.

  • Rituale, Lieder und gemeinsames Gestalten fördern Struktur, Sicherheit und Gemeinschaftsgefühl.

  • Die Lehrkraft schafft einen Raum des Vertrauens, in dem Fragen und Zweifel erlaubt sind.

  • Im Sinne des Beutelsbacher Konsenses: keine Überwältigung, sondern Ermutigung zur eigenen Deutung und zum offenen Gespräch über Glaubenserfahrungen.

Lebensweltbezug der Kinder:

  • Erstklässler erleben viele neue Situationen, Veränderungen und Unsicherheiten.

  • Sie suchen Geborgenheit, Orientierung und ein Gefühl der Zugehörigkeit.

  • Der Religionsunterricht bietet Raum, diese Bedürfnisse aufzugreifen und sie mit der Erfahrung von Gottes Nähe zu verbinden.

Theologischer Kern:
  • Zentrale Bibelstellen: Jes 43,1 und Jes 49,16 („Ich habe dich bei deinem Namen gerufen, du gehörst mir.“).

  • Gott wird als einer erfahrbar, der jeden Menschen kennt, annimmt und begleitet.

  • Das Symbol der Hand steht für Schutz, Vertrauen, Beziehung und Segen.

  • Theologische Leitidee: In Gottes Händen geborgen sein heißt, sich als wertvoll und geliebt zu erfahren.

Methodische Hinweise

Der Unterricht ist so angelegt, dass die Kinder durch ritualisierte Abläufe, Symbolhandlungen und gemeinsames Gestalten in eine Atmosphäre von Vertrauen und Geborgenheit hineinwachsen. Kreisgespräche, kreatives Arbeiten und musikalische Elemente fördern Partizipation und Ausdrucksfähigkeit.

Erzählen, Stille und Bewegung werden rhythmisch kombiniert, sodass Wahrnehmen, Deuten, Gestalten und gemeinsames Teilen organisch ineinandergreifen.

Differenzierung:

  • Offene Aufgabenformate ermöglichen individuelle Zugänge. Kinder können malen, gestalten oder erzählen.
  • Unterschiedliche Sozialformen (Einzel‑, Partner‑, Gruppenarbeit) fördern Teilhabe aller Lernenden.

Rhythmus:

  • Jede Stunde beginnt und endet mit einem Ritual, das den thematischen Rahmen („Gott kennt mich beim Namen“) stärkt.
  • Der Methodenwechsel folgt der Abfolge von Wahrnehmen – Deuten – Gestalten – Teilen.
  • Die Einheit lebt von Ritualen, Symbolarbeit und gemeinschaftlichem Handeln. Daher werden Methoden bevorzugt, die sinnlich, dialogisch und kooperativ sind (Kreisgespräch, Legematerial, kreatives Gestalten).

  • Rituale wie das Anzünden einer Kerze oder das Begrüßungslied schaffen Struktur und Geborgenheit. Sie dienen als wiederkehrende Elemente für Sicherheit und Orientierung.

  • Symbolarbeit (Hand, Licht, Name) verbindet kognitive, emotionale und handlungsorientierte Zugänge. Kinder gestalten, deuten und erleben die Zeichen aktiv.

  • Erzählmethoden (Bilderbuch, Kamishibai, freies Erzählen) eröffnen imaginative Räume, in denen die Kinder religiöse Sprache und biblische Inhalte intuitiv erschließen.

  • Phasen der Stille und Musik fördern Achtsamkeit und emotionale Vertiefung.

  • Methodenmix: Kreismethode – Stationenarbeit – kreative Werkstatt (Gestaltung der Religionsdecke) – gemeinsames Lied und Gebet.

Verlaufsübersicht

Die Kinder werden an der Tür persönlich begrüßt und mit einem Namenslied im Kreis willkommen geheißen. Nach einer kurzen Einführung und gemeinsamen Regeln lernen sie das Symbol der Hand kennen und entdecken, was Hände alles können. Im Mittelpunkt steht das Gestalten der „Religionsdecke“: Jedes Kind zeichnet seinen Handumriss auf ein Stofftuch und schreibt seinen Namen hinein. Dadurch entsteht ein gemeinsames Symbol der Zugehörigkeit und Geborgenheit. Der Abschluss mit Lied und Gespräch fördert das Gefühl, gesehen und angenommen zu sein.

Nach dem vertrauten Anfangsritual und einem kurzen Rückblick auf die Religionsdecke wird den Kindern die Geschichte „Der verlorene Namenszettel“ erzählt. In ruhiger Atmosphäre erleben sie, wie Lotta ihren Namen verliert und wiederfindet – und dass ihr Name Ausdruck von Geborgenheit und Gesehenwerden ist. Diese Erzählung bildet den emotionalen Zugang zum Bibelwort aus Jes 43,1: „Ich habe dich bei deinem Namen gerufen.“

Anschließend wird der Bibelvers langsam und in kindgerechter Sprache eingeführt. Gemeinsam deuten die Kinder, was es bedeutet, dass ein Name etwas ganz Persönliches ist – und dass jeder Mensch wertvoll und behütet ist.

In der Vertiefungsphase gestalten die Kinder eine Heftseite oder einen kleinen Zettel mit ihrem Namen und einem Symbol, das sie stark macht (Herz, Stern, Hand). Wer möchte, kann auch den Satz „Mein Name ist wertvoll“ ergänzen.

Ein gemeinsames Lied und ein kurzes Dankgebet („Danke, dass du mich kennst“) beschließen die Stunde. Die Religionsdecke bleibt sichtbar in der Mitte als Zeichen, dass alle Namen ihren Platz haben.

Im letzten Teil der Einheit wird die Klassenkerze eingeführt als Symbol für Gottes Licht und Nähe. In einem Segenskreis dürfen Kinder – freiwillig – eine Segensgeste empfangen oder weitergeben. Anschließend gestalten sie eine „Segenshand“ aus Papier oder Wachs und fügen sie der Religionsdecke hinzu. In einer Reflexionsrunde formulieren sie, wie sie sich in „Gottes Hand“ fühlen, und gestalten kleine Ich-Karten zur Erinnerung. Der Abschluss mit Lied, Gebet und dem Entzünden bzw. Auspusten der Kerze schließt den Zyklus und verweist auf die bleibende Zusage: Gott begleitet uns.

Sicherung & Evaluation

Zentrale Lernaufgabe(n):

Kinder gestalten ihre Hand auf dem Klassentuch als Symbol für Zugehörigkeit und Gottes Begleitung.

Mögliche Sicherungsprodukte:

  • Gemeinsame Religionsdecke
  • Heftseite mit Handumriss und Namensschriftzug

Materialien & Medien

  • Bibelstellen: Jes 43,1; Jes 49,16

  • Symbole: Hand, Licht, Kerze, Tuch, Namenskärtchen

  • Materialien: großes Stofftuch (für Religionsdecke), Stoffmalstifte oder Textilfarben, Papier und Tonpapier, Scheren, Kleber, Buntstifte, Wachshände oder Papierhände, Klammern zum Befestigen, ggf. Pappe für Plakatgestaltung

  • Gestaltungsmaterial: Legematerial (Tücher, Steine, Holzfiguren), Kerzenständer, evtl. Spiegel oder Fotoapparat für Dokumentation, Körbchen für Namenssymbole

  • Ergänzende Materialien: Portfolio- oder Reflexionskarten, Beobachtungsbogen für Lehrkraft, ggf. Foto der Religionsdecke als Erinnerung für Klassenzimmer

  • Erzähl- und Bildmaterial: Kamishibai-Bilderserie „In Gottes Hand geborgen“ (z. B. aus dem Don Bosco Verlag oder Herder Verlag, geeignet für die Einführung der Bibelstelle Jes 43,1 in Stunde 2 als visueller und erzählerischer Impuls), Kinderbibel oder Bilderbibel, Symbolkarten (Hand, Herz, Licht, Name)

  • Technische Hilfsmittel: Musikplayer, Lautsprecher oder Instrumente (Trommel, Klangschale) für Rituale und Lieder

  • Lieder und Musik: „Halte zu mir, guter Gott“, „Gottes Liebe ist so wunderbar“, „Vom Anfang bis zum Ende“, „Wo zwei oder drei in meinem Namen versammelt sind“

Passende Materialien aus der ru-digital Mediendatenbank

Lehrplanbezüge & Kompetenzen

Bezüge zum katholischen Religionsunterricht bzw. zu den entsprechenden Unterrichten in den jeweiligen Bundesländern.

Die Einheit „In Gottes Händen geborgen“ entspricht im Bildungsplan 2016 (Kath. Religion Grundschule) dem Lernbereich „Gott begleitet Menschen – ich bin von Gott gewollt“.
Kinder sollen erfahren, dass sie einmalig sind und dass Gott sie liebt und begleitet. Symbole wie Hand, Licht und Name veranschaulichen Gottes Schutz und Zuwendung.
Kompetenzen laut Bildungsplan:

  • religiöse Ausdrucksformen wahrnehmen und deuten (z. B. Segensgesten, Symbolik von Hand und Licht),

  • eigene Erfahrungen von Vertrauen, Schutz und Gemeinschaft zur Sprache bringen,

  • biblische Zusagen auf das eigene Leben beziehen (Jes 43,1),

  • im gemeinsamen Tun Ausdruck des Glaubens gestalten (z. B. Lied, Gebet, Ritual).
    → Die Einheit erfüllt vollständig die Einstiegskompetenzen „Gott – Ich – Gemeinschaft“ des BW-Plans.

Quelle:
Ministerium für Kultus, Jugend und Sport Baden-Württemberg: Bildungsplan 2016 – Katholische Religionslehre Grundschule.

Im LehrplanPLUS Katholische Religionslehre Grundschule greift die Einheit mehrere Lernbereiche auf:
„Jeder Mensch ist einmalig“, „Gott begleitet uns“ und „Wir feiern Gemeinschaft“.
Kinder deuten Symbole des Glaubens (Licht, Hand, Name) als Zeichen der Nähe Gottes und erfahren sich als von Gott gerufen und geborgen.
Kompetenzen:

  • wahrnehmen, dass jeder Mensch einmalig ist und von Gott geliebt wird,

  • anhand von Ritualen und Symbolen Ausdrucksformen des Glaubens verstehen,

    • im Gebet und Lied Vertrauen und Dankbarkeit ausdrücken.
      Die symbolische Gestaltung der Religionsdecke entspricht den geforderten performativen Lernwegen des LP PLUS.

Quelle:
Staatsinstitut für Schulqualität und Bildungsforschung (ISB): LehrplanPLUS Katholische Religionslehre Grundschule, 2019.

Der Rahmenplan Katholische Religion (Grundschule) legt für die Jahrgangsstufen 1/2 das Themenfeld „Symbolverständnis“ fest: „Nicht alles können Worte sagen – Manches will erfahren werden.“
Die Ziele: Symbole kennen, erfahren und deuten lernen; das eigene Leben in Symbolen ausdrücken können.
Inhalte: Hand, Licht, Herz, Weg, Wasser, Sonne usw.
→ Exakt dies realisiert deine Einheit: Die Kinder deuten Hand und Licht als Symbole der Geborgenheit Gottes.
Kompetenzen:

  • religiöse Symbolsprache verstehen und selbst anwenden,

  • Geborgenheit und Vertrauen als religiöse Erfahrung deuten,

  • in Ritualen und Zeichen (Kerze, Hand) Gemeinschaft erleben.
    Die Lernform der Religionsdecke entspricht dem Planabschnitt „Symbole sprechen zu uns – Symbole zeigen einen Weg“.

Quelle:

Ministerium für Bildung, Wissenschaft und Kultur´des Landes Mecklenburg-Vorpommern: Rahmenplan Katholischer Religionsunterricht – Grundschule, 2016.

Das Themenfeld „Symbolverständnis“ nennt die Leitidee: „Manches will erfahren werden – Symbole sprechen zu uns.“
Symbole (Licht, Wasser, Hand, Weg, Baum, Herz) sind als Lerngegenstand für Jahrgang 1/2 verbindlich.
Kinder sollen erleben, dass Symbole Ausdruck von Glaubenserfahrung sind und das eigene Leben deuten helfen.
Kompetenzen:

  • religiöse Symbole entdecken, deuten und kreativ gestalten,

  • Gemeinschaft als Raum von Vertrauen und Schutz erfahren,

  • biblische Geschichten als Ausdruck von Gottes Begleitung verstehen.
    → Deine Einheit trifft genau den geforderten Einstieg in das Symbolverständnis des länderübergreifenden Rahmenplans.

Quelle:
Ministerium für Bildung, Wissenschaft und Kultur´des Landes Mecklenburg-Vorpommern: Rahmenplan Katholische Religion – Grundschule.

t.b.a.

Im Rahmenplan Religion für alle (Primarstufe) werden Rituale, Gemeinschaft und Symbole als Zugänge genannt.
Kinder sollen in Ritualen Geborgenheit erleben, religiöse Ausdrucksformen gestalten und Verschiedenheit wertschätzen.
Deine Einheit (Namensritual, Segenskreis, Lichtsymbol) erfüllt die Kernziele des Hamburger Religionsunterrichts: Selbstwert, Gemeinschaft, Dialogfähigkeit.

Quelle:
Freie und Hansestadt Hamburg, Behörde für Schule und Berufsbildung: Rahmenplan Religion für alle – Primarstufe, 2022.

Auch im hessischen Kerncurriculum wird zwischen allgemeinen Kompetenzbereichen (prozessbezogen) und Inhaltsfeldern (inhaltsbezogen) unterschieden. Diese Systematik bildet die Grundlage für die Beschreibung der Bildungsstandards und verdeutlicht, dass der Kompetenzerwerb stets im Zusammenspiel von Können, Wissen und Haltung erfolgt (Kerncurriculum Katholische Religion Primarstufe, 2011).

Die Einheit entspricht den Inhaltsfeldern Mensch und Welt, Gott und Jesus Christus. Kinder nehmen religiöse Grunderfahrungen wahr, deuten Ausdrucksformen der Gottesbegegnung und erkennen, dass Vertrauen auf Gottes Nähe Grundlage von Gemeinschaft und Selbstwert ist. Sie lernen, in Ritualen und Symbolen (Hand, Licht, Name) Gottes Begleitung zu erfahren und Ausdrucksformen des Glaubens zu gestalten.

Quelle:
Hessisches Kultusministerium: Kerncurriculum Katholische Religion Primarstufe, 2011.

Das Themenfeld „Symbolverständnis“ nennt die Leitidee: „Manches will erfahren werden – Symbole sprechen zu uns.“
Symbole (Licht, Wasser, Hand, Weg, Baum, Herz) sind als Lerngegenstand für Jahrgang 1/2 verbindlich.
Kinder sollen erleben, dass Symbole Ausdruck von Glaubenserfahrung sind und das eigene Leben deuten helfen.
Kompetenzen:

  • religiöse Symbole entdecken, deuten und kreativ gestalten,

  • Gemeinschaft als Raum von Vertrauen und Schutz erfahren,

  • biblische Geschichten als Ausdruck von Gottes Begleitung verstehen.
    → Deine Einheit trifft genau den geforderten Einstieg in das Symbolverständnis des länderübergreifenden Rahmenplans.

Quelle:
Ministerium für Bildung, Wissenschaft und Kultur´des Landes Mecklenburg-Vorpommern: Rahmenplan Katholische Religion – Grundschule.

Im Kerncurriculum (2015) bilden Wahrnehmen, Deuten, Gestalten und Kommunizieren den Rahmen.
Für Jg. 1/2: „elementare Zeichen, Symbole und Rituale des Glaubens kennenlernen und deuten“.
→ Deine Einheit greift diese Punkte auf, indem Kinder Zeichen (Hand/Licht) wahrnehmen, deuten und in gestaltendem Tun ausdrücken.
Kompetenzen:

  • religiöse Ausdrucksformen deuten,

  • eigene Erfahrungen ins Symbolische übersetzen,

  • an Ritualen teilnehmen und Gemeinschaft gestalten.

Quelle:
Niedersächsisches Kultusministerium: Kerncurriculum Katholische Religion – Grundschule, 2015.

Der Lehrplan Katholische Religionslehre Grundschule (2021) fordert in der Schuleingangsphase: „Die Schülerinnen und Schüler erkennen, dass jeder Mensch von Gott gewollt und geliebt ist. Sie erfahren Symbole und Rituale als Ausdruck der Nähe Gottes.“
Inhaltsfeld 1: Mensch sein in Beziehung zu Gott; Kompetenz:

  • anhand biblischer Texte und Zeichen (z. B. Licht, Hand, Wasser) ausdrücken, dass Gott Menschen begleitet,

  • Rituale und Gebete als Ausdruck des Glaubens gestalten.
    → Die Einheit erfüllt diese Kompetenzen vollständig: Jes 43,1, Segensritual, Hand-Symbol und Namensarbeit sind direkte Umsetzungen.

Ministerium für Schule und Bildung des Landes Nordrhein-Westfalen: Themenorientierter Lehrplan Katholische Religionslehre Primarstufe, 2021.

In Rheinland‑Pfalz sind die vier Kompetenzbereiche zugleich die prozessbezogenen Kompetenzen, während die sechs Gegenstandsbereiche den inhaltsbezogenen Kompetenzen entsprechen. Diese Systematik verbindet also die Kompetenzentwicklung mit den inhaltlichen Schwerpunkten des Faches und bildet den Rahmen für die Einheit (Teilrahmenplan Katholische Religion Grundschule, 2009).
Die Einheit setzt die allgemeine Zielvorgabe um, dass Kinder ihre Einzigartigkeit und ihr Angenommensein durch Gott erfahren und ausdrücken können. Sie knüpft an die Gegenstandsbereiche Mensch und Welt sowie Frage nach Gott an. Kinder deuten Symbole wie Hand, Licht und Name als Zeichen für Gottes Nähe und erfahren Gemeinschaft und Vertrauen als Dimension des Glaubens. Damit werden insbesondere die vier grundlegenden Kompetenzen gefördert:

  • Hermeneutisch: religiöse Zeichen und Symbole wahrnehmen und deuten,
  • Ausdruck: religiöse Erfahrungen gestalterisch ausdrücken,
  • Reflexion: über eigene Erfahrungen von Geborgenheit und Angenommensein nachdenken,
  • Partizipation: sich als Teil der Gemeinschaft erleben und verantwortungsvoll mitgestalten.

Quelle:
Bistum Speyer, Trier und Mainz / Ministerium für Bildung Rheinland-Pfalz: Teilrahmenplan Katholische Religion – Grundschule, 2009.

Der Lehrplan Katholische Religion Primarstufe (2011) benennt für Jg. 1/2: „Fragen nach Gott und dem Menschen“ und „Symbole und Sakramente“.
Kompetenzen:

  • Wahrnehmen von Symbolen als Ausdruck des Glaubens,

  • Erfahrungen von Geborgenheit deuten,

  • Rituale mitgestalten und deren Bedeutung verstehen.
    → Die Einheit ist ein idealer Einstieg in das Themenfeld „Gott begleitet Menschen“.

Quelle:
Ministerium für Bildung und Kultur des Saarlandes: Lehrplan Katholische Religion – Primarstufe, 2011.

Der Lehrplan Katholische Religion GS (2019) betont den elementaren Charakter des RU: Viele Kinder begegnen erstmals christlichem Glauben.
Ziele: Kinder entdecken im Dialog mit der Tradition die religiöse Dimension ihres Lebens.
Deine Einheit entspricht diesem Anliegen, da sie über Symbole und Rituale Zugänge zum Thema „Gott kennt mich“ eröffnet.
Kompetenzen:

  • eigene Erfahrungen wahrnehmen und deuten,

  • biblische Texte verstehen,

  • Symbole als Ausdruck von Beziehung zu Gott gestalten.

Quelle:
Sächsisches Staatsministerium für Kultus: Lehrplan Katholische Religion – Grundschule, 2019.

Der Lehrplan Kath. Religion Primarstufe betont religiöse Sprache und Symbole als Lernbereich.
Kinder lernen, Symbole zu deuten und auf ihr Leben zu beziehen.
Kompetenzen: Wahrnehmen, Deuten, Handeln in Gemeinschaft.
→ Symbolarbeit, Name, Segen und gemeinsame Rituale decken diese Kompetenzbereiche ab.

Quelle:
Ministerium für Bildung des Landes Sachsen-Anhalt: Lehrplan Katholische Religion – Primarstufe, 2011.

Die Fachanforderungen Kath. Religion (2020) nennen prozessbezogen Wahrnehmen, Deuten, Gestalten, Kommunizieren und inhaltsbezogen „religiöse Ausdrucksformen“ (z. B. Symbole, Rituale, Gebet).
Für die GS: Kinder erleben, dass sie von Gott gesehen und begleitet sind, und gestalten Symbole des Glaubens.
→ Lichtsymbolik, Handzeichen und Namensritual erfüllen diese Anforderungen exakt.

Quelle:
Ministerium für Bildung, Wissenschaft und Kultur Schleswig-Holstein: Fachanforderungen Katholische Religion Primarstufe, 2020.

Im Lehrplan Katholische Religion GS (2010) heißt es: „Ziel der Leistungseinschätzung ist es, jedem Schüler Könnenserfahrungen zu ermöglichen, um ein positives Selbstbild zu legen.“
Kinder sollen religiöse Zeichen und Symbole entdecken, deuten und eigene Erfahrungen einbringen.
Deine Einheit setzt das um: Sie stärkt Selbst- und Sozialkompetenz (Geborgenheit, Gemeinschaft) und vermittelt Symbolverständnis (Hand/Licht).

Quelle:
Thüringer Ministerium für Bildung, Wissenschaft und Kultur: Lehrplan Katholische Religion – Grundschule, 2010.

Die kirchlichen Richtlinien der Deutschen Bischofskonferenz (2006) konkretisieren den Kompetenzgedanken im Blick auf die Verbindung von Wissen, Können und Haltung im religiösen Lernen. Sie verstehen Kompetenzorientierung als aktiven, deutenden und gestalterischen Prozess, in dem Kinder Glaubenserfahrungen wahrnehmen, deuten und in gemeinschaftliches Handeln überführen. Für die Einheit „In Gottes Händen geborgen“ bedeutet das: Die Kinder erschließen die Zusage Gottes („Ich habe dich bei deinem Namen gerufen“) durch symbolisches Tun und gemeinsames Ritual als persönliche Glaubenserfahrung. So werden die Dimensionen Personalität, Kommunalität und Transzendenzbezug konkret – Kinder erleben sich als einmalig, getragen und zugehörig in einer Gemeinschaft, die im Vertrauen auf Gottes Nähe lebt.

Anmerkungen:
* Die Zuordnung für die Bundesländer Mecklenburg-Vorpommern, Bremen, Berlin und Brandenburg basieren auf dem gemeinsam entwickelten Rahmenplan Grundschule – Katholische Religion, herausgegeben Ministerium für Bildung, Wissenschaft und Kultur des Landes Mecklenburg-Vorpommern.
** Mit dem Schuljahr 2025/2026 beginnt die schrittweise Einführung des christlichen Religionsunterrichts (CRU) in Niedersachsen, das noch nicht in Kraft getretene Kerncurriculum ist noch nicht bedacht!

Konfessionelle Kooperation

Bezüge zu exemplarischen Arbeitsplänen & -hilfen

Die Bezüge auf die Arbeitshilfen dienen dir zur Gestaltung von Religionsunterricht in konfessioneller Kooperation.

Die Beispielcurricula für Koko GS (Kl. 1/2) weisen in UE 1 „Ich bin ich und du bist du – wir gehören zusammen“ Kompetenzerwartungen aus, die inhaltlich deckungsgleich sind: Einmaligkeit und Gemeinschaft beschreiben; von Erlebnissen wie Angst und Geborgenheit erzählen; aus biblischer Sicht die Wertschätzung und Einzigartigkeit jedes Menschen darstellen – ausdrücklich unter Nennung von Jes 43,1. Zugleich wird das reflektierte Gestalten spiritueller Elemente (Ritual, Gebet, Lied, Stille) betont, was durch Ankommens-, Licht- und Segensrituale erfüllt wird. Weitere Passpunkte ergeben sich in UE-Clustern zu Gottesbildern und Symbolsprache: Grundformen religiöser Sprache (Metapher, Symbol, Ritual) werden erschlossen; Hand- und Lichtsymbole fungieren als Zugänge zu Gottes Nähe. In den jesuanischen Bausteinen werden Zuwendung, Geborgenheit und Kindersegnung (Mk 10,13–16) als Lernanlässe genannt. Insgesamt werden damit pbK wie Wahrnehmen/Beschreiben religiöser Spuren, in Beziehung-Setzen biblischer Erfahrungen zum eigenen Leben, reflektierte Teilnahme an religiösen Ausdrucksformen sowie Mitgestaltung eines achtsamen Miteinanders abgedeckt.

t.b.a.

t.b.a.

Im Beispiel-Arbeitsplan Klasse 1 werden zu Beginn des Schuljahres die Deutung der Einmaligkeit jedes Menschen „von der christlichen Botschaft her“ sowie das Angenommensein durch Gott hervorgehoben; die Einheit greift dies über Namensritual, Gemeinschaftsaufbau sowie Symbolarbeit (Hand/Licht) auf. Im weiteren Verlauf werden „elementare Ausdrucksformen der Gottesbeziehung“ (Rituale, Gebet, Segen) sowie Gotteserfahrungen und Gottesbilder (u. a. Licht) akzentuiert – einschl. expliziter Bezüge zu Jes 43,1 und zur Kindersegnung (Mk 10,13–16). Dadurch werden die prozessbezogenen Bereiche Hermeneutik (Zeichen/Symbole deuten), Ausdruck (gestalterische Produkte wie Religionsdecke), Reflexion (persönliche Erfahrungen von Geborgenheit) und Partizipation (Gemeinschaft mitgestalten) vollständig aktiviert.

Die Einheit „In Gottes Händen geborgen“ korrespondiert im Anfangsunterricht mit den Quartalsvorschlägen zu Einmaligkeit, Namensarbeit, Ankommen im RU und gemeinschaftsbildenden Ritualen (z. B. „Ich bin einmalig – du bist einmalig“, „mein Name“, „Was machen wir im Religionsunterricht?“ sowie „Jesus und die Kinder“, Mk 10,13–16). Die vorgesehenen Symbol- und Ritualzugänge (Hand, Licht, Kerze; Segensgeste) unterstützen genau jene Inhalte und eröffnen zugleich Brücken zu späteren Bausteinen wie „Segnen und gesegnet werden“ (Abraham und Sara) und „Beten – Psalmworte“ (z. B. Ps 23). Prozess- und Inhaltskompetenzen werden damit in folgenden Facetten bedient: Einmaligkeit wahrnehmen; Regeln des gelingenden Miteinanders anwenden; elementare religiöse Ausdrucksformen erkennen und nutzen; Gottesvorstellungen wahrnehmen und mitteilen; biblische Zusagen und Erfahrungen (Geborgenheit/Vertrauen) mit dem eigenen Erleben verbinden; an religiösen/liturgischen Ausdrucksformen altersgemäß teilnehmen.

Bezüge zum evangelischen Religionsunterricht

Sie dienen dir und deinen Kolleg:innen als Hilfe zur Erstellung schuleigener Arbeitspläne für konfessionellen Religionsunterricht in Kooperation (bspw. in Nordrhein-Westfalen) und Unterricht in gemischt-konfessionellen Lerngruppen.

Im Bildungsplan Evangelische Religionslehre Grundschule (2016) steht der Lernbereich „Gott begleitet Menschen – ich bin von Gott gewollt“ im Zentrum. Kinder erfahren, dass sie einzigartig sind und von Gott angenommen werden.
Deine Einheit greift diese Zielrichtung auf: In den Symbolen Hand, Licht und Name begegnen Kinder der Zusage Gottes, dass sie geborgen und gesegnet sind.
Kompetenzen: religiöse Ausdrucksformen wahrnehmen und deuten; persönliche Erfahrungen von Vertrauen und Schutz formulieren; biblische Zusagen (Jes 43,1) auf das eigene Leben beziehen; im Ritual und Lied Glauben ausdrücken.


Quelle: Ministerium für Kultus, Jugend und Sport Baden-Württemberg: Bildungsplan 2016 – Evangelische Religionslehre Grundschule, Stuttgart 2016.

Der LehrplanPLUS Evangelische Religionslehre Grundschule betont die individuelle Einzigartigkeit jedes Kindes und die Erfahrung, dass Gott Menschen begleitet. Deine Einheit verbindet diese Themen exemplarisch über Namens- und Segensrituale, das Symbol Hand und die biblische Zusage Jes 43,1.
Kompetenzen: Wahrnehmen, dass jeder Mensch von Gott geliebt ist; Symbole und Rituale als Ausdruck von Glauben deuten; in Gebet, Lied und Gestalt Vertrauen ausdrücken.


Quelle: Bayerisches Staatsministerium für Unterricht und Kultus: LehrplanPLUS – Evangelische Religionslehre Grundschule, München 2014 ff.

Der Rahmenlehrplan für die Jahrgänge 1/2 betont, dass Kinder Symbole kennen, erfahren und deuten sollen. Das Symbol der Hand und die Zusage Jes 43,1 führen sie in die Erfahrung göttlicher Nähe ein.
Kompetenzen: religiöse Symbole wahrnehmen und deuten; in Ritualen Gemeinschaft erleben; einfache Ausdrucksformen des Glaubens gestalten.


Quelle: Evangelische Kirche Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz (EKBO): Rahmenlehrplan Evangelischer Religionsunterricht Grundschule, Berlin 2015.

Auch der Rahmenlehrplan für Brandenburg (EKBO) legt in Jg. 1/2 das Themenfeld „Symbolverständnis“ zugrunde.
Deine Einheit realisiert dies über Hand- und Lichtsymbolik, gemeinsames Ritual und Segensgeste.
Kompetenzen: Wahrnehmen, Deuten, Gestalten, Kommunizieren – Symbole deuten und im Leben verorten.


Quelle: Evangelische Kirche Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz (EKBO): Rahmenlehrplan Evangelischer Religionsunterricht Grundschule, Potsdam 2015.

Das Kerncurriculum strukturiert Lernen über die Prozesse Wahrnehmen – Deuten – Gestalten – Handeln.
Kinder erleben in deiner Einheit Gottes Begleitung im Symbol Hand, deuten Jes 43,1, gestalten die Religionsdecke und handeln gemeinschaftlich.
Kompetenzen: religiöse Erfahrungen wahrnehmen, Symbole deuten, Ausdrucksformen des Glaubens gestalten, Gemeinschaft leben.

Quelle: Hessisches Kultusministerium: Kerncurriculum Evangelische Religion – Primarstufe, Wiesbaden 2011.

Der Rahmenplan hebt handlungsorientierte Symbolarbeit hervor. Kinder sollen Vertrauen, Gemeinschaft und Geborgenheit in Ritualen erfahren.
In deiner Einheit geschieht das durch Kerze, Segensgeste und Handsymbol.
Kompetenzen: religiöse Zeichen wahrnehmen und deuten; Rituale gestalten; Erfahrungen teilen.


Quelle: Ministerium für Bildung, Wissenschaft und Kultur Mecklenburg-Vorpommern: Rahmenplan Evangelische Religion Grundschule, Schwerin 2016.

Der Lehrplan (2021) legt fest: Kinder erfahren, dass sie von Gott gewollt und geliebt sind, und deuten Symbole als Ausdruck seiner Nähe.
Deine Einheit setzt das mit Hand, Licht, Name und Segensgeste um.
Kompetenzen: biblische Texte deuten; Rituale gestalten; Glaubenserfahrungen ausdrücken; Gemeinschaft erleben.


Quelle: Ministerium für Schule und Bildung des Landes Nordrhein-Westfalen: Lehrplan Evangelische Religionslehre Grundschule, Düsseldorf 2021.

Der Teilrahmenplan verbindet die Gegenstandsbereiche Mensch und Welt und Frage nach Gott mit den Kompetenzen Hermeneutik, Ausdruck, Reflexion, Partizipation.
Deine Einheit verknüpft Hand- und Lichtsymbolik mit der biblischen Zusage Jes 43,1 und gemeinsamer Gestaltung.
Kompetenzen: religiöse Zeichen deuten, Erfahrungen reflektieren, Ausdrucksformen gestalten, Gemeinschaft leben.


Quelle: Ministerium für Bildung, Wissenschaft, Jugend und Kultur Rheinland-Pfalz: Teilrahmenplan Evangelische Religion Grundschule, Mainz 2009.

Der Lehrplan versteht Symbole und Rituale als elementare Ausdrucksformen religiösen Lernens.
In deiner Einheit erfahren Kinder im Namensritual, Segenskreis und der Religionsdecke das Angenommensein durch Gott.
Kompetenzen: Wahrnehmung und Deutung religiöser Erfahrungen (Geborgenheit, Vertrauen); Gestalten und Teilhaben an Ritualen; Kommunizieren über Gefühle und Gemeinschaft.

Quelle: Ministerium für Bildung und Kultur Saarland: Lehrplan Evangelische Religion Grundschule, Saarbrücken 2011.

Der Lehrplan (2019) zielt darauf, dass Kinder im Dialog mit biblischen Geschichten und Symbolen die religiöse Dimension ihres Lebens entdecken.
Die Einheit erschließt diese Dimension durch Handsymbol, Jes 43,1 und das gemeinsame Segensritual.
Kompetenzen: Wahrnehmen eigener Erfahrungen; Deuten biblischer Texte; Gestalten symbolischer Ausdrucksformen; Kommunizieren über Vertrauen und Segen.


Quelle: Sächsisches Staatsministerium für Kultus: Lehrplan Evangelische Religion Grundschule, Dresden 2019.

Der Fachlehrplan benennt die Kompetenzbereiche Wahrnehmen – Deuten – Kommunizieren – Gestalten und das Inhaltsfeld „Religiöse Sprache und Symbole“.
Kinder sollen religiöse Zeichen entdecken, gestalten und auf ihr Leben beziehen.
Die Einheit erfüllt das über Handsymbol, Kerze und Jes 43,1.


Quelle: Ministerium für Bildung Sachsen-Anhalt: Fachlehrplan Evangelische Religion Grundschule, Magdeburg 2019.

Die Fachanforderungen (2020) formulieren fünf prozessbezogene Bereiche: Wahrnehmen, Deuten, Urteilen, Kommunizieren, Gestalten.
Kinder sollen religiöse Ausdrucksformen (Symbole, Rituale, Gebete) wahrnehmen und gestalten.
Deine Einheit erfüllt dies über Symbolarbeit Hand/Licht, gemeinsame Gebete und Segensrituale.


Quelle: Ministerium für Bildung, Wissenschaft und Kultur Schleswig-Holstein: Fachanforderungen Evangelische Religion – Grundschule, Kiel 2020.

Der Lehrplan (2010) legt Wert auf Wahrnehmungs-, Kommunikations- und Handlungskompetenz.
Kinder sollen christliche Symbole entdecken und deuten, Feste und Feiern mitgestalten.
Deine Einheit ermöglicht dies über Lichtsymbolik, Namensritual und Segen.


Quelle: Thüringer Ministerium für Bildung, Jugend und Sport: Lehrplan Evangelische Religionslehre Grundschule, Erfurt 2010.

Heterogenität

Die Einheit ist so angelegt, dass alle Kinder unabhängig von ihren individuellen Voraussetzungen aktiv teilnehmen können. Unterschiede in Sprache, Wahrnehmung, Konzentration oder Motorik werden als Bereicherung der Gemeinschaft verstanden.

  • Sprachliche Vielfalt: Biblische Texte und Symbole werden mit Bildern, Gebärden oder einfachen Wortkarten unterstützt. Kinder können sich mündlich, gestalterisch oder über Bewegung ausdrücken.

  • Motorische Unterstützung: Materialien werden differenziert angeboten (z. B. größere Papierformate, Schablonen, dickere Stifte). Assistierende Kinder oder Lernbegleitungen helfen bei praktischen Aufgaben wie Schneiden oder Kleben.

  • Kognitive Differenzierung: Aufgaben können vereinfacht oder erweitert werden (z. B. vorgegebene Satzanfänge, zusätzliche Reflexionsfragen). Wiederholende Rituale und klare Struktur unterstützen Kinder mit Förderbedarf.

  • Emotionale und soziale Inklusion: Rituale, Kreisformen und gemeinsames Singen stärken das Zugehörigkeitsgefühl. Freiwilligkeit bei Gebet und Segensgesten bleibt zentral.

  • Barrierearme Gestaltung: Symbole, Lieder und Rituale sind multisensorisch aufgebaut, um Kinder mit unterschiedlichen Lernzugängen einzubeziehen.

Interdisziplinäres Arbeiten

  • Deutsch: Erzählung und Gespräch zur Bibelstelle fördern sprachliche Ausdrucksfähigkeit und Zuhörkompetenz; das Schreiben des eigenen Namens und kurzer Reflexionssätze verbindet religiöse Bildung mit Schriftspracherwerb.

  • Kunst/Werken: Gestaltung der Religionsdecke, Segenshände und Lichtsymbole stärkt feinmotorische Fähigkeiten und kreative Ausdrucksformen.

  • Musik: Gemeinsames Singen, rhythmisches Klatschen und der Einsatz einfacher Instrumente fördern musikalisches Empfinden, Rhythmusgefühl und Gruppenwahrnehmung.

  • Sachunterricht: Themen wie „Ich und meine Welt“, „Gemeinschaft“, „Gefühle“ oder „Licht und Schatten“ können aufgegriffen und mit religiösen Symbolen verknüpft werden.