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Primarstufe

Klassenstufe 1/2

Die ersten Unterrichtsstunden

Jesus segnet die Kinder

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Klassenstufe 1/2 – Einschulung & Beginn – Die ersten Unterrichtsstunden

Jesus segnet die Kinder

Angenommensein erfahren

Diese Unterrichtseinheit führt die Kinder der ersten Klasse behutsam an den Religionsunterricht heran. Im Mittelpunkt steht die biblische Geschichte „Jesus segnet die Kinder“, die ihnen erfahrbar macht, dass jedes Kind von Gott gesehen, angenommen und gesegnet ist. Über Symbole wie die Hand und den Segen erfahren sie, dass Gottes Zuwendung spürbar und tröstend sein kann. Rituale, Gebete und kreative Gestaltungen schaffen Geborgenheit, fördern Vertrauen und laden dazu ein, Gemeinschaft zu erleben und über Nähe, Wertschätzung und Glauben zu sprechen.

Didaktische Perspektiven

Diese Einheit knüpft an die unmittelbare Lebenswelt der Kinder an, die sich am Beginn ihrer Schulzeit in einer neuen Gemeinschaft zurechtfinden müssen. Sie erleben, dass Ankommen, Angenommensein und Vertrauen zentrale Themen sind, die auch in der biblischen Erzählung „Jesus segnet die Kinder“ (Mk 10,13–16) aufleuchten. Die Kinder entdecken in der Geschichte ein Bild dafür, dass Gott jeden Menschen liebt und dass Zuwendung, Nähe und Anerkennung Zeichen dieser Liebe sind. Durch Rituale, Symbole, Lieder und kreative Aufgaben erfahren sie, wie Glaube spürbar werden kann – in Gesten des Segens, in Worten der Ermutigung und in gemeinschaftlichem Tun.

  • Pädagogisch-didaktische Leitgedanken:
    Die Einheit ist auf ganzheitliches, erfahrungsorientiertes Lernen angelegt. Kinder sollen mit Kopf, Herz und Hand lernen und Religion als etwas erleben, das ihr Leben berührt. Dabei steht die Schaffung einer Atmosphäre des Vertrauens im Vordergrund. Die Lehrkraft wird zur Begleiterin, die den Kindern durch Rituale und symbolische Handlungen (z. B. Segensgeste, Handbild) Sicherheit und Orientierung bietet. Zentral ist die Förderung personaler und sozialer Kompetenzen: achtsamer Umgang miteinander, gegenseitige Unterstützung und die Wahrnehmung, dass jeder Mensch ein Geschenk Gottes ist.

  • Lebensweltbezug der Kinder:
    Die Kinder befinden sich in einer Übergangsphase, in der sie neue Erfahrungen mit Gemeinschaft, Regeln und Rollen machen. Sie suchen Geborgenheit und Sicherheit in einer noch unbekannten Umgebung. Die Geschichte von der Kindersegnung bietet einen kindgerechten Spiegel für diese Erfahrungen, indem Jesus den Kindern mit offener Zuwendung begegnet und sie ernst nimmt. Diese Erfahrung wird in der Einheit konkretisiert: durch gemeinsames Gestalten, Erzählen, Beten und Singen, bei denen jedes Kind spürt – ich bin gesehen, ich bin wertvoll.

  • Theologischer Kern:
    Der theologische Mittelpunkt dieser Einheit ist die Zusage der bedingungslosen Liebe Gottes, die sich in Jesus Christus zeigt. In der Kindersegnung wird sichtbar, dass Gott besonders den Kleinen, Schwachen und oft Übersehenen Zuwendung schenkt. Die Segensgeste Jesu ist Ausdruck seiner frohen Botschaft: Gott will das Leben der Menschen heil und ganz machen. Der Segen wird als Zeichen gedeutet, dass Gott die Menschen begleitet, stärkt und behütet. Diese Botschaft soll die Kinder ermutigen, Vertrauen in Gott und in sich selbst zu entwickeln und in der Gemeinschaft Halt zu finden.

Methodisch Hinweise

Die methodische Gestaltung dieser Einheit ist darauf ausgerichtet, den Kindern einen emotionalen, sicheren und sinnlich erfahrbaren Einstieg in den Religionsunterricht zu ermöglichen. Dazu werden die Stunden bewusst rhythmisiert (Ritual – Erzählung – Gestaltung – Besinnung) und durch klar strukturierte Übergänge getragen. Die Kinder erleben die Geschichte nicht nur kognitiv, sondern handelnd, fühlend und gestaltend – etwa durch dialogisches Erzählen mit Bildimpulsen, Symbolarbeit an der „Hand“ und das gemeinsame Vollziehen von Segensgesten. Dadurch werden Kopf, Herz und Hand gleichermaßen angesprochen und die Inhalte in eigenes Tun überführt. Die Methoden fördern die aktive Teilnahme, stärken die Klassengemeinschaft (z. B. Religionsdecke, Partner‑Segensworte) und lassen die religiösen Symbole – insbesondere den Segen und die Hand – als lebendige Glaubenserfahrung erfahrbar werden. Differenzierungsbausteine (Satzstarter, Wahlaufgaben, vorgeschnittene Formen), kurze Stillphasen sowie wertschätzendes Feedback sichern Verständnis und Teilhabe aller Kinder.

  • Differenzierungsmöglichkeiten:
    Die Methoden ermöglichen flexible Zugänge auf unterschiedlichen Lernniveaus. Kinder mit sprachlichen oder motorischen Schwierigkeiten erhalten visuelle und praktische Unterstützung (z. B. Satzstarter, vorgezeichnete Formen). Leistungsstärkere Kinder können eigene Segensworte oder Gebete formulieren. Unterschiedliche Sozialformen – Einzel-, Partner- und Gruppenarbeit – fördern Selbstständigkeit und soziales Lernen. Auch vielfältige Ausdrucksformen (Malen, Basteln, Sprechen, Singen, Bewegen) ermöglichen individuelle Teilhabe und Differenzierung.

  • Stille und Gebet:
    Momente der Stille, einfache Gebete oder kurze Dankesworte helfen, das Erlebte zu verinnerlichen. Diese Momente unterstützen die Kinder dabei, zur Ruhe zu kommen und das Geschehen nachklingen zu lassen. Die Lehrkraft gestaltet Stillephasen kindgerecht und führt sie schrittweise ein.

  • Gespräch und Reflexion:
    Das Gespräch erfolgt dialogisch, offen und kindorientiert. Leitfragen wie „Wie fühlen sich die Kinder bei Jesus?“ oder „Wann war jemand gut zu dir?“ helfen, eine Brücke zwischen Bibel und Alltag zu schlagen. Gefühle und Erfahrungen werden benannt, Bilder oder Symbolkarten dienen als sprachliche Hilfen. So lernen die Kinder, ihre Emotionen mit religiöser Sprache zu verbinden.

  • Symbolarbeit:
    Das Symbol der Hand ist Leitmotiv der Einheit. Es wird in unterschiedlichen Formen aufgegriffen: in der Erzählung als Berührungsgeste Jesu, im kreativen Gestalten als eigenes Handbild und im Segen als Zeichen des Schutzes. Die Kinder erfahren: Die Hand kann segnen, helfen, trösten und halten. Durch diese symbolische Arbeit wird ein zentraler Glaubensinhalt – Gottes Nähe und Zuwendung – auf kindlicher Ebene konkretisiert.

  • Rituale und Gemeinschaft:
    Rituale wie das Entzünden einer Kerze, das Begrüßungslied und das Abschlussgebet geben Struktur und Sicherheit. Sie fördern Gemeinschaft und schaffen eine Atmosphäre der Achtsamkeit. Wiederkehrende Elemente wie die Religionsdecke oder die Segensgeste verankern das Erlebte emotional und geistig.

  • Kreative Gestaltung:
    Künstlerisch-praktische Phasen (z. B. das Gestalten einer Segenshand oder eines Handabdrucks) ermöglichen den Kindern, das Gehörte in eigenes Tun umzusetzen. Dabei steht nicht das ästhetische Ergebnis im Vordergrund, sondern der persönliche Ausdruck. Die Kinder erleben Selbstwirksamkeit, wenn sie sehen, dass ihre Hand ein Teil der Gemeinschaftsarbeit wird.

  • Musik und Bewegung:
    Lieder wie „Halte zu mir, guter Gott“ oder „Gott, dein guter Segen“ sind elementare Träger religiöser Erfahrung. Sie fördern emotionale Beteiligung, Sprachrhythmus und Erinnerung. Durch Bewegungsgesten zu den Liedern wird das Thema Segen körperlich erfahrbar gemacht.

Verlaufsübersicht

Diese erste Stunde ist bewusst als Ankommenssituation konzipiert. Sie beginnt mit einer persönlichen Begrüßung durch die Lehrkraft an der Tür. So spüren die Kinder von Beginn an: Ich bin willkommen. Im Kreis folgt das gemeinsame Ritual mit einer Mitte aus Tuch, Kerze und Symbolen, das durch das Lied „Halte zu mir, guter Gott“ eröffnet wird. Dieses Lied wird über die Einheit hinweg zum verbindenden Erkennungszeichen. Die Lehrkraft erzählt anschließend die Geschichte aus Mk 10, 13–16, wahlweise mithilfe von Bildern, Figuren oder einem Legebild. Im Erzählgespräch erschließen die Kinder, wie Jesus die Kinder willkommen heißt, sie segnet und ihnen Zuwendung schenkt. Die Lehrkraft greift typische Alltagserfahrungen auf („Wann war jemand nett zu dir?“), um den Transfer zur Lebenswelt herzustellen. In der anschließenden Gestaltungsphase malen oder zeichnen die Kinder ihre Hände auf Papier, schreiben oder stempeln ihren Namen hinein und dekorieren diese individuell. Die Hände werden auf einem großen Tuch zu einer Religionsdecke zusammengelegt, die in den kommenden Stunden wieder genutzt wird. Ein Abschlussritual mit Segenswort und Musik beendet die Stunde ruhig und wertschätzend.

Der Einstieg erfolgt durch Wiederholung des Liedes und einen kurzen Rückblick auf die letzte Stunde, bei dem die Religionsdecke in der Mitte liegt. Die Lehrkraft fragt: „Was bedeutet es, wenn jemand uns etwas Gutes wünscht oder die Hand auflegt?“ Damit wird das Thema Segen kindgerecht eingeführt. Anhand eines kurzen Rollenspiels oder Beispiels aus dem Alltag wird verdeutlicht, wie Segen Nähe und Trost schenkt. Danach experimentieren die Kinder mit Segensgesten: Hand auf Schulter, Kreuzzeichen oder Hände falten. Im anschließenden kreativen Teil gestalten sie eine Segenshand aus Papier oder Tonkarton und schreiben oder diktieren einen einfachen Segenswunsch hinein. Stärkere Kinder formulieren eigene Worte, andere nutzen vorbereitete Satzstarter („Gott, sei bei dir…“). Die Arbeiten werden in der Mitte präsentiert und können zu einer Segensgirlande zusammengefügt werden. Zum Abschluss singen die Kinder „Gott, dein guter Segen“ und segnen sich gegenseitig mit einer einfachen Geste oder einem freundlichen Wort. Diese Stunde festigt die inhaltliche Aussage: Gottes Liebe begleitet uns im Alltag und durch andere Menschen.

Die letzte Stunde der Einheit dient der Vertiefung und der bewussten Sicherung der Erfahrungen. Nach dem vertrauten Ritual (Kerze, Lied) tauschen sich die Kinder im Sitzkreis über Situationen aus, in denen sie sich willkommen und geborgen fühlen. Dabei werden die Erfahrungen aus der Kindersegnung auf ihr eigenes Leben bezogen: „Wie zeigt mir jemand, dass ich wichtig bin?“ „Wie kann ich anderen zeigen, dass sie wichtig sind?“ Anschließend zeigt die Lehrkraft das Bild „In Gottes Händen“ (Sieger Köder) oder eine eigene Visualisierung. Gemeinsam entdecken die Kinder Symbole des Schutzes und der Geborgenheit und deuten sie. In der Gestaltungsphase malen oder collagieren sie ihr eigenes Bild „In Gottes Hand geborgen“. Diese Produkte können als Andachtswand oder gemeinsames Klassenplakat präsentiert werden. Zum Abschluss der Einheit findet ein bewusstes Segensritual statt: Die Kinder stehen im Kreis, legen behutsam eine Hand auf die Schulter des Nachbarn und sprechen einen gemeinsam gelernten Segensspruch. Damit erfahren sie: Gottes Segen verbindet uns und begleitet uns in der Gemeinschaft.

Sicherung & Evaluation

Lernaufgaben

  • Gestalte deine Hand mit deinem Namen und zeige: Ich bin einzigartig.

  • Male, wie Jesus die Kinder segnet – wie fühlt sich das an?

  • Gestalte eine Karte oder ein Bild mit einem Segenswunsch für jemanden.

Evaluation

  • Gespräch im Kreis: Wann hast du dich in dieser Stunde besonders wohl gefühlt?

  • Reflexionskarten (Sonne, Herz, Wolke) für Gesprächsphasen.

  • Beobachtung: Beteiligung, Ausdrucksfähigkeit, soziales Verhalten.

Weitere Formen der Sicherung

  • Portfolio oder Lerntagebuch: Die Kinder heften ihre gestalteten Arbeiten (Handbilder, Segenskarten) ein und ergänzen kleine Sätze oder Diktate über ihre Erfahrungen.

  • Galeriegang: Die fertigen Arbeiten werden ausgestellt, betrachtet und gewürdigt – Kinder erklären, was ihnen wichtig war.

  • Symbolische Sicherung: Die Religionsdecke oder das Legetuch mit allen Händen dient als bleibendes Symbol der Gemeinschaft.

  • Fotodokumentation: Fotos von Ritualen, Arbeitsphasen oder dem Segensmoment werden gesammelt und in der Klasse gezeigt.

  • Ritualisierte Sicherung: Wiederkehrende Lieder, Gebete oder Segenssprüche verankern die Inhalte emotional und kognitiv.

Materialien & Medien

Texte und biblische Grundlagen:

  • Kinderbibel oder Schulbibel mit der Geschichte „Jesus segnet die Kinder“ (Mk 10,13–16).

  • Ausdrucke oder Abschriften des Bibeltextes in kindgerechter Sprache.

  • Segensworte oder kurze Gebete („Gott behüte dich“, „Gott ist bei mir“) auf Karteikarten oder als Plakat.

Erzählmaterial:

  • Erzählfiguren (Jesus, Kinder, Erwachsene) oder Playmobil-/Holzfiguren.

  • Legebild auf Tuch (Jesus in der Mitte, Kinder um ihn herum, Hände-Symbole).

  • Kamishibai-Bildkarten oder großformatige Ausdrucke (falls vorhanden).

  • Alternativ: selbst gestaltete Bildfolgen oder Collagen aus Kinderzeichnungen.

Bildmaterial:

  • Kunstbild „In Gottes Händen“ (Sieger Köder) oder eine eigene Darstellung des Motivs.

  • Ausdrucke oder Projektionen mit Szenen aus der Kindersegnung.

  • Symbolbilder zu „Segen“, „Hand“, „Geborgenheit“.

  • Fotos aus der Unterrichtsarbeit (z. B. Religionsdecke, gestaltete Hände) zur Dokumentation.

Symbole und Ritualmaterial:

  • Stofftuch (Religionsdecke) als Basis für die Mitte.

  • Kerze, Kreuz, Klangschale oder Glocke.

  • Kleine Steine, Herzen oder Holzsymbole zur individuellen Beteiligung.

  • Segenskerze für gemeinschaftliche Rituale.

  • Hand-Symbole aus Tonkarton oder Filz als wiederkehrendes Zeichen der Einheit.

Gestaltungsmaterial:

  • Tonpapier, buntes Bastelpapier, Stoffreste, Wachsmalblöcke, Filz- und Buntstifte.

  • Scheren, Kleber, Klebestreifen, Locher, Fäden für Girlanden oder Collagen.

  • Vorgeschnittene Handformen für jüngere Kinder oder solche mit motorischen Einschränkungen.

  • Materialien zur Erweiterung: Glitzer, Aufkleber, Naturmaterialien (Blätter, Zweige) für Collagen.

Lieder und Musik:

  • Lieder: „Halte zu mir, guter Gott“, „Gott, dein guter Segen“, „Vom Anfang bis zum Ende“.

  • Liedblätter für die Kinder oder digitale Anzeige der Liedtexte.

  • Rhythmusinstrumente (Trommeln, Rasseln, Klanghölzer) zur Liedbegleitung.

  • Segensspruch oder musikalischer Segensruf für den Stundenabschluss.

Technische Hilfsmittel:

  • Beamer oder Dokumentenkamera zur Präsentation von Bildern oder Liedtexten.

  • Lautsprecher oder CD-/Musikplayer zur musikalischen Begleitung.

  • Tablet oder Kamera zur Fotodokumentation der Arbeitsergebnisse.

  • Optional: Laptop oder interaktive Tafel für digitale Präsentationen.

Ergänzende und organisatorische Materialien:

  • Aufbewahrungsmappe oder Portfolio für Kinderarbeiten.

  • Plakatkarton für Gemeinschaftsprodukte (z. B. Segenswand, Klassenregel).

  • kleine Schälchen mit Wasser oder Duftöl für symbolische Segenshandlungen.

  • Reflexionskarten (Sonne, Herz, Wolke) für Gesprächsphasen.

Passende Materialien aus der ru-digital Mediendatenbank

Lehrplanbezüge & Kompetenzen

Bezüge zum katholischen Religionsunterricht bzw. zu den entsprechenden Unterrichten in den jeweiligen Bundesländern.

 

Die Einheit setzt im Anfangsunterricht zentrale Zugänge des Bildungsplans 2016 um: Bibel/Jesus Christus (Mk 10,13–16), Frage nach Gott und religiöse Symbole/Rituale. Kinder wahrnehmen und deuten die Segensgeste und das Symbol „Hand“ als Zeichen von Nähe und Schutz Gottes; sie äußern eigene Erfahrungen von Angenommensein (Gespräch, Gebet, Lied) und gestalten religiöse Ausdrucksformen (Segenshand, Religionsdecke). Prozessbezogene Kompetenzen: religiöse Phänomene wahrnehmen/deuten, biblische Sprache verstehen, in Ritualen partizipieren und gemeinschaftliches Handeln mitgestalten.

Quelle:
Ministerium für Kultus, Jugend und Sport Baden-Württemberg: Bildungsplan 2016 – Katholische Religionslehre Grundschule.

 

 

Die Einheit verknüpft im LehrplanPLUS die Bereiche „Jesus Christus – Gott und Mensch“, „Frage nach Gott“ und „Gemeinschaft/Feiern“. Kinder erzählen die Geschichte von der Kindersegnung, deuten Segen/Hand als Ausdruck von Gottes Zuwendung, gestalten Segenssymbole und nehmen teil an Ritualen (Lied, Gebet, Segenskreis). Dadurch werden Selbstwert, Vertrauen und Wertschätzung in der Klassengemeinschaft gestärkt.

Quelle:
Staatsinstitut für Schulqualität und Bildungsforschung (ISB): LehrplanPLUS Katholische Religionslehre Grundschule, 2019.

 

 

Im Berliner (bistumsbezogenen) Rahmenplan – basierend auf MV – trifft die Einheit das Themenfeld „Symbolverständnis“ (Hand, Licht, Wasser, Weg; „Was ist ein Symbol?“) und „Sprachverständnis“ (Bilder/Bildworte deuten). Kompetenzen: wahrnehmen (Rituale, Zeichen), deuten (Segen als Nähe Gottes), gestalten (Segenshand/Religionsdecke) und kommunizieren (erzählen, beten, singen). Mk 10 dient als biblischer Anker für Geborgenheit und Zugehörigkeit.

Quelle:

Ministerium für Bildung, Wissenschaft und Kultur´des Landes Mecklenburg-Vorpommern: Rahmenplan Katholischer Religionsunterricht – Grundschule, 2016.

 

Die Einheit operationalisiert im Anfangsunterricht „Symbolverständnis“ und „Sprachverständnis“: Kinder erfahren und deuten die Segensgeste Jesu (Mk 10) und das Symbol der Hand, gestalten Segensworte/-zeichen und erleben Gemeinschaft im Ritual. Kompetenzen: wahrnehmen – deuten – gestalten – teilen; Haltung: Achtung jedes Kindes als von Gott angenommen.

Quelle:
Ministerium für Bildung, Wissenschaft und Kultur´des Landes Mecklenburg-Vorpommern: Rahmenplan Katholische Religion – Grundschule.

t.b.a.

 

Im „Religion für alle“ werden Rituale, Symbole und gemeinschaftsbildende Vollzüge als Lernwege betont. Die Einheit verbindet biblische Erzählung (Mk 10), Segensritual und kreativen Ausdruck (Segenshand) – Kinder wahrnehmen/deuten religiöse Zeichen, gestalten Ausdrucksformen und praktizieren wertschätzendes Miteinander.

Quelle:
Freie und Hansestadt Hamburg, Behörde für Schule und Berufsbildung: Rahmenplan Religion für alle – Primarstufe, 2022.

 

Zuordnung zu den Kompetenzbereichen Wahrnehmung, Deutung, Partizipation, Urteil und zu den Inhaltsfeldern Jesus Christus, Gott, Bibel und Tradition. Das hessische Kerncurriculum betont, dass religiöses Lernen in der Verbindung von Wissen, Können und Haltung geschieht. Im Inhaltsfeld Jesus Christus lernen Kinder Jesus als Zeichen der Nähe und Liebe Gottes kennen; in Bibel und Tradition begegnen sie biblischen Erzählungen als Quellen des Glaubens. Die Einheit greift dies auf, indem Kinder erzählen und erschließen Mk 10,13–16, deuten die Segensgeste als Ausdruck göttlicher Zuwendung und verknüpfen sie mit eigenen Erfahrungen von Geborgenheit und Wertschätzung. In den prozessbezogenen Kompetenzen Wahrnehmen und Deuten erkennen sie religiöse Zeichen; durch Gestalten und Partizipation erleben sie gemeinschaftliches Handeln im Ritual. Zudem fördert die Einheit die Urteilskompetenz, indem Kinder reflektieren, was Wertschätzung, Annahme und gegenseitiger Respekt in der Gemeinschaft bedeuten. Sie leiten daraus einfache Regeln für ein friedliches Miteinander ab und erproben diese praktisch im Klassenverband.

Quelle:
Hessisches Kultusministerium: Kerncurriculum Katholische Religion Primarstufe, 2011.

Direkter Fit zu „Symbolverständnis“ (Hand/Licht/Segen; Symbole als Handlungs‑ und Orientierungsmuster) und „Sprachverständnis“ (Bildworte, Lieder, Gebet). Die Einheit ermöglicht praktisch‑gestalterische Leistungsnachweise (Segenshand, Religionsdecke) und verknüpft Rituale mit Bibelarbeit auf Elementarniveau.

Quelle:
Ministerium für Bildung, Wissenschaft und Kultur´des Landes Mecklenburg-Vorpommern: Rahmenplan Katholische Religion – Grundschule.

 

Anschluss an inhaltsbezogene Bereiche „Nach Jesus Christus fragen“, „Bibel – Umgang mit Texten“, „Religiöse Sprache und Symbole“; prozessbezogen wahrnehmen, deuten, gestalten, kommunizieren, urteilen. Kinder erzählen Mk 10, deuten Segensgesten, gestalten Symbole (Hand/Segenskarte) und teilhaben an Ritualen (Gebet/Lied), wodurch Gemeinschaft erfahrbar wird.

Quelle:
Niedersächsisches Kultusministerium: Kerncurriculum Katholische Religion – Grundschule, 2015.

 

In der Schuleingangsphase fordert der Lehrplan: „Von Gott geliebt und gewollt – Symbole und Rituale als Ausdruck der Nähe Gottes“. Die Einheit erschließt Mk 10, deutet Segen/Hand als Zeichen der Zuwendung, gestaltet Segensrituale und stärkt Regeln des Miteinanders (Wertschätzung/Teilhabe). Kompetenzen: wahrnehmen – deuten – gestalten – kommunizieren – handeln.

Ministerium für Schule und Bildung des Landes Nordrhein-Westfalen: Themenorientierter Lehrplan Katholische Religionslehre Primarstufe, 2021.

 

Im Teilrahmenplan wird die Entwicklung religiöser Kompetenz als Zusammenspiel der vier Grunddimensionen Hermeneutik, Ausdruck, Reflexion, Partizipation beschrieben. Diese werden mit den Gegenstandsbereichen Biblische Botschaft/Jesus, Frage nach Gott, Mensch und Welt sowie Kirche und Gemeinschaft verbunden. Der Plan betont, dass Kinder religiöse Erfahrungen deuten, symbolisch gestalten und im gemeinschaftlichen Handeln ausdrücken sollen.

In der Einheit wird das konkret umgesetzt: Die Kinder erzählen und deuten die biblische Geschichte von der Kindersegnung (Mk 10, 13–16) und erkennen sie als Ausdruck göttlicher Zuwendung. Durch die Arbeit mit dem Symbol der Hand erfahren sie den Segen als Zeichen von Nähe und Schutz. In kreativen Aufgaben gestalten sie Segenssymbole und persönliche Segensworte (Ausdruckskompetenz), reflektieren über Erfahrungen von Angenommensein und Gemeinschaft (Reflexionskompetenz) und feiern diese im Ritual und Gebet (Partizipationskompetenz). Darüber hinaus übernehmen sie Verantwortung für das Miteinander in der Klasse (Hermeneutik im gelebten Handeln), indem sie Klassenregeln formulieren und achten. So wird das Anliegen des Teilrahmenplans, Glaubenssprache und Glaubenspraxis miteinander zu verbinden, exemplarisch verwirklicht.

Quelle:
Bistum Speyer, Trier und Mainz / Ministerium für Bildung Rheinland-Pfalz: Teilrahmenplan Katholische Religion – Grundschule, 2009.

 

Fokus auf religiöse Sprache/Symbole, Bibel/Jesus und Kirche/Glaubenspraxis. Die Einheit verbindet biblische Begegnung (Kindersegnung) mit Ritualkompetenz (Segen, Gebet) und kreativer Gestaltung (Segenshand). Beobachtbare Kompetenzen: wahrnehmen/deuten, gestalten/teilen, dialogisch handeln in der Gruppe.

Quelle:
Ministerium für Bildung und Kultur des Saarlandes: Lehrplan Katholische Religion – Primarstufe, 2011.

 

Der Lehrplan (GS 2019) betont elementare Erstbegegnungen mit Glaube und Bibel: symbol‑ und ritualgeleitete Einstiege, Bibelarbeit (Erzählen, Bildkarten), Gemeinschaftsbildung. Die Einheit führt in religiöse Sprache ein (Segenswort), deutet Zeichen (Hand/Segen) und ermöglicht Partizipation (Segenskreis, Lied, Gebet).

Quelle:
Sächsisches Staatsministerium für Kultus: Lehrplan Katholische Religion – Grundschule, 2019.

Schwerpunkte: Arbeiten mit der Bibel, religiöse Sprache und Symbole, Gemeinschaft und Kirche. Die Einheit bietet erzählen/deuten (Mk 10), gestalten (Segenssymbolik) und Ritualteilhabe (Gebet/Segenskreis) und fördert Haltungen wie Empathie und Wertschätzung.

Quelle:
Ministerium für Bildung des Landes Sachsen-Anhalt: Lehrplan Katholische Religion – Primarstufe, 2011.

 

Die Fachanforderungen (2020) verlangen prozessbezogen Wahrnehmen, Deuten, Gestalten, Kommunizieren und inhaltsbezogen u. a. „Jesus Christus“ sowie „religiöse Ausdrucksformen“. Deine Einheit setzt dies mit Mk 10, Segensritual, Symbol Hand und kreativem Ausdruck passgenau um; zugleich fördert sie Urteils‑ und Sozialkompetenzen (Achtung, Regeln des Miteinanders).

Quelle:
Ministerium für Bildung, Wissenschaft und Kultur Schleswig-Holstein: Fachanforderungen Katholische Religion Primarstufe, 2020.

 

Die Eingangsstufe zielt auf religiöse Wahrnehmungs‑ und Ausdruckskompetenz sowie Selbst‑/Sozialkompetenz. Die Einheit erschließt die Kindersegnung elementar, deutet Segen als Zusage Gottes und ermöglicht gelebte Vollzüge (Ritual, Gebet, Segenshand) als Könnenserfahrungen, die ein positives Selbstbild stützen.

Quelle:
Thüringer Ministerium für Bildung, Wissenschaft und Kultur: Lehrplan Katholische Religion – Grundschule, 2010.

Die Eingangsstufe zielt auf religiöse Wahrnehmungs‑ und Ausdruckskompetenz sowie Selbst‑/Sozialkompetenz. Die Einheit erschließt die Kindersegnung elementar, deutet Segen als Zusage Gottes und ermöglicht gelebte Vollzüge (Ritual, Gebet, Segenshand) als Könnenserfahrungen, die ein positives Selbstbild stützen.

Anmerkungen:
* Die Zuordnung für die Bundesländer Mecklenburg-Vorpommern, Bremen, Berlin und Brandenburg basieren auf dem gemeinsam entwickelten Rahmenplan Grundschule – Katholische Religion, herausgegeben Ministerium für Bildung, Wissenschaft und Kultur des Landes Mecklenburg-Vorpommern.
** Mit dem Schuljahr 2025/2026 beginnt die schrittweise Einführung des christlichen Religionsunterrichts (CRU) in Niedersachsen, das noch nicht in Kraft getretene Kerncurriculum ist noch nicht bedacht!

Konfessionelle Kooperation

Bezüge zu exemplarischen Arbeitsplänen & -hilfen

Die Bezüge auf die Arbeitshilfen dienen dir zur Gestaltung von Religionsunterricht in konfessioneller Kooperation.

In den Beispielcurricula Koko GS (Kl. 1/2) liegt die Einheit auf der Achse mehrerer UEs: In UE 14 „Unterwegs mit Jesus“ wird ausdrücklich gefordert, „aufzuzeigen, wie Jesus alle Menschen in die Liebe Gottes einschließt (Jesus segnet die Kinder, Mk 10,13–16)“, verbunden mit der Darstellung von Ausdrucksformen für Zuwendung, Geborgenheit und Vertrauen (Ritual, Gebet, Zeichen). Ebenso greift UE 5 „Menschen begegnen Jesus“ die Kompetenz auf, „an Geschichten zu zeigen, wie Menschen aus der Begegnung mit Jesus Zuversicht schöpfen (Mk 10,13–16 …)“. Für den Einstieg in Klasse 1 betonen UE 1/UE 1 (Curriculum B) Einmaligkeit, Gemeinschaft und das reflektierte Gestalten spiritueller Elemente (Ritual, Gebet, Lied, Stille); prozessbezogen werden u. a. Wahrnehmen religiöser Spuren, Grundformen religiöser Sprache (Symbol, Ritual), empathisches Deuten und die reflektierte Teilnahme an liturgischen Ausdrucksformen gefordert. Die geplanten Segens- und Hand-Symbole, das Ritual-Setting (Kerze, Gebet, Lied) und die kreative Sicherung (Segenshand/Religionsdecke) erfüllen diese pbK und die inhaltsbezogenen Kompetenzen zu Identität, Gottesbeziehung und „Jesu Zuwendung“.

t.b.a.
t.b.a.

Im Arbeitsplan für Klasse 1 erscheint die Kindersegnung (Mk 10,13–16) explizit im Themenzusammenhang „Zeit und Umwelt Jesu / Jesus-Geschichten“ (Quartal 3). Zugleich werden in Quartal 2 die „Bedeutung des Segens“, elementare Ausdrucksformen der Gottesbeziehung (Rituale, Gebet, Segen) sowie Gottesbilder (u. a. Licht) betont – Anschlüsse, die durch Segensrituale, Symbol Hand, gemeinsames Beten und Gestalten konkret eingelöst werden. Zu den prozessbezogenen Kompetenzbereichen (Hermeneutik, Ausdruck, Reflexion, Partizipation) leistet die Einheit Folgendes: biblische Geschichte hören und deuten (Hermeneutik), Segenssymbole/-worte gestalten (Ausdruck), Erfahrungen von Nähe/Annahme reflektieren (Reflexion) und die gemeinsame Mitte bzw. Rituale mitgestalten (Partizipation). Damit greifen die geforderten Gegenstandsbereiche „Biblische Botschaft/Jesus Christus“, „Mensch und Welt“ sowie „Frage nach Gott“ stimmig ineinander.

Die Einheit „Jesus segnet die Kinder“ (Mk 10,13–16) steht in direkter Linie zu den Anfangsthemen des saarländischen Koko-Entwurfs für Klasse 1: Im 1. Quartal sind „Jesus und die Kinder (Mk 10,13–16)“ sowie Ankommen, Namens- und Gemeinschaftsarbeit ausgewiesen. Inhaltlich korrespondieren die Erzählung von der Kindersegnung, Symbolarbeit Hand/Segen, Rituale, Gebet und die Gestaltung gemeinschaftlicher Mitte mit den Bausteinen „Was machen wir im Religionsunterricht?“ und den frühen Jesus-Geschichten. Kompetenzseitig werden u. a. gefordert und hier bedient: Einmaligkeit wahrnehmen; Regeln des gelingenden Miteinanders anwenden; elementare religiöse Sprach- und Ausdrucksformen erkennen und nutzen; erzählen, wie Jesus Menschen begegnet; biblische Erfahrungen (Zuwendung, Geborgenheit) mit eigenem Erleben in Beziehung setzen; an religiösen/liturgischen Ausdrucksformen altersgemäß teilnehmen. In späteren Quartalen verweisen „Segnen und gesegnet werden“ (Abraham/Sara) sowie das Theologisieren über Gottesnähe auf inhaltliche Vertiefungen, die die Einheit bereits anbahnt.

Bezüge zum evangelischen Religionsunterricht

Sie dienen dir und deinen Kolleg:innen als Hilfe zur Erstellung schuleigener Arbeitspläne für konfessionellen Religionsunterricht in Kooperation (bspw. in Nordrhein-Westfalen) und Unterricht in gemischt-konfessionellen Lerngruppen.

Die Einheit knüpft an die Bereiche Jesus Christus, Gott, Bibel/Tradition sowie religiöse Praxis (Rituale, Segen) an. Prozessbezogen werden Wahrnehmen & Darstellen, Deuten, Kommunizieren/Im Dialog sein sowie Gestalten & Handeln gefördert. Kinder deuten die Kindersegnung (Mk 10,13–16) als Ausdruck der Zuwendung Jesu, erleben religiöse Rituale (Kerze, Gebet, Segen) performativ und übertragen die Erfahrung des Angenommenseins auf die Klassengemeinschaft. Kompetenzerwartungen: biblische Geschichten erschließen und auf das eigene Leben beziehen, religiöse Symbole erkennen und gestalten, an einfachen liturgischen Formen partizipieren.


Quelle: Ministerium für Kultus, Jugend und Sport Baden-Württemberg: Bildungsplan 2016 – Evangelische Religionslehre Grundschule, Stuttgart 2016.

Im LehrplanPLUS Evangelische Religionslehre Grundschule wird die Einheit „Jesus segnet die Kinder – Ankommen und Angenommensein erfahren“ besonders in den Lernbereichen der Jahrgangsstufen 1 und 2 verortet, die den Schwerpunkt auf das Erleben von Gottes Zuwendung und die Begegnung mit Jesus Christus legen. Sie steht in engem Bezug zu den Themenfeldern „Gott begleitet uns“, „Jesus Christus – Gott wendet sich den Menschen zu“ und „Wir feiern Gemeinschaft“. Kinder erfahren in diesen Lernbereichen, dass Gott jeden Menschen liebt und begleitet, und sie lernen, biblische Geschichten als Ausdruck dieser Liebe zu deuten. Die Erzählung aus Markus 10, 13–16, in der Jesus die Kinder segnet, ist im Lehrplan ausdrücklich als exemplarische biblische Geschichte genannt und bildet eine zentrale Grundlage, um die Erfahrung des Angenommenseins durch Gott in der Lebenswelt der Kinder erfahrbar zu machen.

In deiner Unterrichtseinheit wird diese theologische Grundidee konkret umgesetzt: Kinder erleben in Ritualen, Gesten und Symbolen wie der Segensgeste, der Hand als Zeichen der Nähe und der Kerze als Symbol der Gegenwart Gottes, dass sie willkommen und geliebt sind. Durch das Erzählen, Singen und Gestalten erschließen sie die Bedeutung des Segens und lernen, wie Zuwendung und Wertschätzung in der Gemeinschaft sichtbar werden können. Damit werden die im LehrplanPLUS geforderten prozessbezogenen Kompetenzen in exemplarischer Weise gefördert. Kinder nehmen religiöse Ausdrucksformen wie Gebet, Lied und Segen bewusst wahr, deuten biblische Texte und Symbole im Hinblick auf Gottes Nähe, gestalten eigene Ausdrucksformen des Glaubens – etwa Segensworte oder Gebete – und kommunizieren über Erfahrungen des Getröstet- und Angenommenseins.

Darüber hinaus stärkt die Einheit die übergreifenden Bildungsziele des Lehrplans, indem sie personale und soziale Kompetenzen fördert: Die Kinder erleben Geborgenheit und Anerkennung, üben Achtsamkeit und Mitgefühl ein und erkennen, dass sie in einer Gemeinschaft getragen sind. Zugleich eröffnet die Einheit einen ersten Zugang zur religiösen Symbolsprache und zur rituellen Praxis des evangelischen Glaubens, wodurch Religion als etwas Lebendiges und Alltägliches erfahrbar wird.


Quelle: Bayerisches Staatsministerium für Unterricht und Kultus: LehrplanPLUS – Evangelische Religionslehre Grundschule, München 2014 ff.

Der Rahmenlehrplan Evangelischer Religionsunterricht (EKBO, für den konfessionellen RU am staatlichen RLP) betont die Kompetenzbereiche wahrnehmen & deuten, erzählen & darstellen, urteilen & kommunizieren sowie teilhaben & gestalten. Die Einheit ist passgenau: Kinder hören/erzählen die Kindersegnung, deuten Segen als Zeichen der Nähe Gottes, kommunizieren über Wertschätzung und Regeln des Miteinanders und gestalten Rituale und Symbole aktiv mit.


Quelle: Evangelische Kirche Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz (EKBO): Rahmenlehrplan Evangelischer Religionsunterricht Grundschule, Berlin 2015.

Für den evangelischen Religionsunterricht gilt ebenfalls der EKBO-Rahmen. Die Einheit adressiert die gleichen Kompetenzbereiche; zentral ist das gelingende Miteinander (Ankommen, Angenommensein) sowie das Deuten religiöser Zeichen (Segen) im Lebensweltbezug Schulanfang.


Quelle: Evangelische Kirche Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz (EKBO): Rahmenlehrplan Evangelischer Religionsunterricht Grundschule, Potsdam 2015.

Laut Kerncurriculum Evangelische Religion – Primarstufe (2011) umfassen die Kompetenzbereiche Wahrnehmungskompetenz, Deutungskompetenz, Ausdrucks‑/Gestaltungskompetenz, Urteilskompetenz und Partizipationskompetenz. Der ergänzende Leitfaden Evangelische Religion (Primarstufe) betont vier inhaltliche Schwerpunkte: Begegnung mit Jesus Christus, Frage nach Gott, Mensch und Welt sowie Bibel und kirchliche Gemeinschaft. Diese Einheit greift insbesondere den ersten Schwerpunkt – die Begegnung mit Jesus Christus als Ausdruck von Gottes Zuwendung – auf und verknüpft ihn mit der Symbolarbeit „Segen“. Die Kinder üben, religiöse Erfahrungen wahrzunehmen, zu deuten und im gemeinsamen Tun zu gestalten. Inhaltsfelder: Jesus Christus; Frage nach Gott; Bibel/Tradition; Mensch und Welt; Gemeinde. Die Einheit erschließt die Kindersegnung als Zeichen der Nähe Jesu und den Segen als religiöses Symbol; Kinder gestalten einfache religiöse Ausdrucksformen (Gebet, Segenswort), deuten Erfahrungen von Annahme und entwickeln Regeln wertschätzenden Miteinanders.

Quelle: Hessisches Kultusministerium: Kerncurriculum Evangelische Religion – Primarstufe, Wiesbaden 2011.

Der Rahmenplan fordert ein ganzheitliches, ritualgestütztes Lernen sowie das Erschließen biblischer Geschichten und Symbole. Die Einheit setzt dies durch Ankommensrituale, Erzählen (Mk 10), Symbolarbeit (Hand/Segen) und gestaltendes Tun um. Kompetenzen: religiöse Wahrnehmung, Deutung, Mitgestaltung religiöser Ausdrucksformen und soziales Handeln in der Gemeinschaft.


Quelle: Ministerium für Bildung, Wissenschaft und Kultur Mecklenburg-Vorpommern: Rahmenplan Evangelische Religion Grundschule, Schwerin 2016.

Der Lehrplan betont Korrelation von Lebenswelt und biblischer Überlieferung sowie performative/symboldidaktische Zugänge. Die Einheit entspricht den Kompetenzerwartungen, indem Kinder biblische Erzählungen verstehen und deuten, religiöse Rituale mitvollziehen (Lied, Gebet, Segen) und Konsequenzen für das Miteinander der Klasse formulieren.


Quelle: Ministerium für Schule und Bildung des Landes Nordrhein-Westfalen: Lehrplan Evangelische Religionslehre Grundschule, Düsseldorf 2021.

Fachliche Kompetenzbereiche: Hermeneutik (wahrnehmen–deuten), Ausdruck (gestalten–mitteilen), Reflexion (fragen–unterscheiden), Partizipation (sich einlassen–verantworten). Gegenstandsbereiche: Biblische Botschaft/Jesus Christus, Frage nach Gott, Mensch und Welt, Kirche & Gemeinde. Die Einheit nutzt Symbole (Hand, Segen), verknüpft Bibel und Lebenswelt und ermöglicht Mitgestaltung von Ritualen.


Quelle: Ministerium für Bildung, Wissenschaft, Jugend und Kultur Rheinland-Pfalz: Teilrahmenplan Evangelische Religion Grundschule, Mainz 2009.

Lernbereich „Jesus Christus“ fordert, dass Kinder beschreiben, wie Begegnungen mit Jesu Zuwendung Menschen verändern; Querverweise zu Gottesfrage, Bibel, verantwortlichem Handeln. Die Einheit realisiert dies über die Deutung der Kindersegnung, die Gestaltung von Segenssymbolen und die Ableitung einfacher Regeln eines respektvollen Miteinanders.

Quelle: Ministerium für Bildung und Kultur Saarland: Lehrplan Evangelische Religion Grundschule, Saarbrücken 2011.

Der Lehrplan (GS, Ev. Religion) betont verbindliche Lernziele zu Bibel, Jesus und Gott sowie ganzheitliches Lernen. Die Einheit erschließt die Kindersegnung, fördert Symbolverständnis (Segen, Hand), führt in Rituale ein und stärkt soziale Kompetenzen in der neuen Klassengemeinschaft.


Quelle: Sächsisches Staatsministerium für Kultus: Lehrplan Evangelische Religion Grundschule, Dresden 2019.

Prozesskompetenzen: religiös wahrnehmen, deuten, gestalten, urteilen; Inhaltsbereiche: Sinnangebote, christliche Traditionen, Bibeltexte erschließen, religiöse Sprache & Symbole. Die Einheit greift „von Gott angenommen sein“ auf, erschließt Mk 10, gestaltet religiöse Ausdrucksformen (Segensworte) und leitet zum verantwortlichen Handeln in der Klasse an.


Quelle: Ministerium für Bildung Sachsen-Anhalt: Fachlehrplan Evangelische Religion Grundschule, Magdeburg 2019.

Fachanforderungen verbinden prozessbezogene und inhaltsbezogene Kompetenzen; Leitlinien betonen Feste/Rituale und Teilhabe. Die Einheit setzt dies performativ (Segensgesten, Mitte, Lieder) und hermeneutisch (Deutung biblischer Erzählung im Lebensweltbezug Schuleingang) um; Kinder beteiligen sich gestaltend und reflektieren ihr Miteinander.


Quelle: Ministerium für Bildung, Wissenschaft und Kultur Schleswig-Holstein: Fachanforderungen Evangelische Religion – Grundschule, Kiel 2020.

 

Lernbereiche orientieren sich an Kinderfragen (Ich–Wir; Gott und die Menschen; Jesus). Der Lehrplan fordert entdeckendes, ritualgestütztes Lernen sowie soziales Lernen. Die Einheit stärkt Selbst‑ und Sozialkompetenz durch Ankommen/Segensrituale, erschließt Jesus als den, der Kinder ernst nimmt, und führt in religiöse Ausdrucksformen (Gebet, Segen, Lieder) ein.


Quelle: Thüringer Ministerium für Bildung, Jugend und Sport: Lehrplan Evangelische Religionslehre Grundschule, Erfurt 2010.

Heterogenität

Die Einheit ist so angelegt, dass alle Kinder unabhängig von ihren individuellen Voraussetzungen aktiv teilnehmen können. Unterschiede in Sprache, Wahrnehmung, Konzentration oder Motorik werden als Bereicherung der Gemeinschaft verstanden.

  • Sprachliche Vielfalt: Kinder mit unterschiedlichen sprachlichen Fähigkeiten werden gezielt durch visuelle und auditive Hilfen unterstützt. Bildkarten, Gesten und einfache Satzstrukturen erleichtern das Verstehen der Inhalte. Zentrale Begriffe wie „Segen“, „Jesus“ oder „Hand“ werden gemeinsam eingeführt und mit Beispielen veranschaulicht. Mehrsprachige Kinder dürfen Begriffe oder Segensworte in ihrer Muttersprache einbringen, was nicht nur ihre Identität stärkt, sondern auch die Vielfalt der Gruppe wertschätzt.

  • Motorische Unterstützung: Für Kinder mit feinmotorischen Einschränkungen stehen vorgeschnittene Formen, breitere Stifte oder stabilere Bastelmaterialien zur Verfügung. Auch größere Gesten – wie das Gestalten eines Handabdrucks oder die Arbeit mit Legeelementen – ermöglichen eine aktive Teilnahme. Bewegungspausen sowie körperlich erfahrbare Lernmomente, etwa durch Lied- oder Segensgesten, fördern die Aufmerksamkeit und binden Kinder mit unterschiedlichen motorischen Bedürfnissen gleichermaßen ein.

  • Kognitive Differenzierung: Die Aufgaben sind so angelegt, dass sie auf verschiedenen Niveaustufen bearbeitet werden können. Kinder mit größerem Unterstützungsbedarf erhalten klare Strukturierungshilfen wie Satzstarter, Bildfolgen oder Wiederholungen. Leistungsstärkere Kinder können ihre Gedanken in eigenen Segensworten oder kurzen Texten ausdrücken und reflektieren. Diese Differenzierung ermöglicht es, alle Kinder aktiv in die Lernprozesse einzubeziehen und individuell zu fordern und zu fördern.

  • Emotionale und soziale Inklusion: Rituale, klare Strukturen und positive Bestärkung schaffen Sicherheit und emotionale Stabilität. Partner- und Gruppenarbeiten fördern die gegenseitige Unterstützung und das Gefühl der Zugehörigkeit. Zurückhaltende Kinder können durch symbolische Handlungen wie das Entzünden einer Kerze oder das Mitgestalten der Mitte in das Unterrichtsgeschehen eingebunden werden. Der respektvolle Umgang miteinander und die bewusste Wahrnehmung der Gefühle anderer stehen im Zentrum dieser Einheit.

  • Barrierearme Gestaltung: Der Unterrichtsraum ist so gestaltet, dass er allen Kindern den Zugang erleichtert. Materialien sind gut sichtbar, kontrastreich und leicht zu handhaben. Texte und Bilder werden großformatig dargestellt oder vorgelesen. Akustische Elemente wie Musik oder Klangschale bieten alternative Zugänge. Auch die räumliche Anordnung berücksichtigt barrierefreie Bewegung und Nutzung von Hilfsmitteln. So wird eine Lernumgebung geschaffen, die Teilhabe, Selbstständigkeit und Wohlbefinden für alle Kinder ermöglicht.

Interdisziplinäres Arbeiten

  • Deutsch: Der Religionsunterricht bietet Sprechanlässe und Hörverstehenssituationen. Die Kinder erzählen die Bibelgeschichte mit eigenen Worten, üben aktives Zuhören und erweitern ihren Wortschatz durch Begriffe wie „segnen“, „behüten“ oder „Zuwendung“.

  • Kunst/Werken: Gestaltung der Handbilder und Segenssymbole kann im Kunstunterricht vertieft werden. Kinder lernen Farben und Formen gezielt zur Ausdruckssteigerung einzusetzen. Eine Ausstellung im Klassenraum fördert ästhetische Wahrnehmung und Selbstwirksamkeit.

  • Ethik / Werte und Normen: In gemeinsamen Projekten können Werte wie Respekt, Empathie und Toleranz vertieft werden. Die Kinder vergleichen religiöse Ausdrucksformen und reflektieren über den Wert von Anerkennung und Zugehörigkeit.

  • Musik: Wiederkehrende Lieder („Halte zu mir, guter Gott“) oder selbst erfundene Segensrufe können im Musikunterricht aufgegriffen und mit Instrumenten begleitet werden. So entsteht eine enge Verbindung zwischen Rhythmus, Sprache und religiöser Erfahrung.

  • Sachunterricht: Das Thema Gemeinschaft („Ich und die anderen“) lässt sich erweitern, indem Kinder über Freundschaft, Hilfsbereitschaft und Rücksichtnahme sprechen und dies mit den Aussagen der Kindersegnung verbinden.

  • Bewegung / Theater: Nachspielen der Szene als kleine Darstellung oder Rollenspiel fördert Ausdrucksfähigkeit, Körperbewusstsein und Empathie.