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Primarstufe

Klassenstufe 1/2

Frage nach Gott

Beten zu Gott – reden wie mit einem Freund

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Primarstufe

Klassenstufe 1/2 – Frage nach Gott

Beten zu Gott

– reden wie mit einem Freund

Die Einheit setzt bewusst alltagsnah an: Kinder kennen das Reden mit Freunden. Sie erzählen, bitten, danken, teilen Sorgen und Freude und erfahren, wie wohltuend es ist, wenn ihnen jemand zuhört. An diese vertrauten Erfahrungen knüpft die Einheit an und eröffnet von hier aus eine behutsame Deutungsperspektive: Auch mit Gott kann man reden. Gebet wird als eine mögliche Form dieses Redens mit Gott eingeführt, die Menschen hilft, ihr Leben vor Gott zur Sprache zu bringen.

In einer gemeinsamen Unterrichtsstunde lernen die Kinder grundlegende Formen des Gebets (danken – bitten – loben) kennen. Diese werden nicht abstrakt erklärt, sondern in eigenen Worten oder Bildern erprobt. In einem weiteren Schritt gestalten die Kinder ein persönliches Gebet als geschützte Mitteilung, das in einer Schatztruhe oder Gebetsbox aufbewahrt wird. Die Einheit schließt mit einem verbindenden Ritual, etwa einem Lied, einem kurzen gemeinsamen Gebetssatz oder einem Moment der Stille.

Methodisch ist die Einheit geprägt von Gespräch, Erzähl- und Symbolarbeit, kreativer Gestaltung (Malen und Schreiben), klaren Ritualen sowie der konsequenten Betonung freiwilliger Beteiligung.

Didaktische Perspektiven

Der Unterricht wird als aufbauender Lernprozess verstanden, der bei den vertrauten Erfahrungen der Kinder ansetzt und schrittweise neue Deutungsangebote eröffnet. Ausgangspunkt sind alltagsnahe Erlebnisse wie Freundschaft, Zuhören und Anvertrauen. Von dort aus werden die Kinder behutsam an die Frage herangeführt, wie Menschen auch mit Gott reden können und was Beten bedeutet.

Die Rolle der Lehrkraft ist dabei begleitend und eröffnend, nicht anleitend oder bewertend. Sie schafft Lerngelegenheiten, stellt Impulse bereit, gibt Sprache und Struktur und sorgt für einen geschützten Rahmen. Persönliche Beiträge der Kinder werden respektiert und nicht kommentiert oder beurteilt. Die Lehrkraft ermöglicht Wahlmöglichkeiten und signalisiert, dass Mitmachen erwünscht, aber niemals verpflichtend ist.

Zentral für die Einheit ist eine handlungsorientierte Ausrichtung. Beten wird nicht nur erklärt oder beschrieben, sondern in unterschiedlichen Ausdrucksformen erfahrbar gemacht: im Gespräch, im Malen oder Schreiben, im stillen Nachdenken, im gemeinsamen Ritual oder im Lied. Durch diese Vielfalt können Kinder auf ihrem jeweiligen Entwicklungsstand Zugänge finden und eigene Erfahrungen mit dem Thema machen.

Pädagogisch-didaktische Leitgedanken:

Die Einheit folgt einem religionspädagogischen Verständnis von Unterricht, in dem Glaubens- und Ausdrucksformen nicht eingeübt oder eingefordert, sondern erschlossen, gedeutet und erprobt werden. Gebet wird dabei nicht als Pflicht oder religiöse Leistung verstanden, sondern als Angebot, das Kindern helfen kann, Worte und Bilder für ihre inneren Erfahrungen zu finden.

Zentrale didaktische Leitgedanken sind Freiwilligkeit, Schutz und Offenheit. Niemand muss beten, religiöse Aussagen übernehmen oder persönliche Inhalte teilen. Persönliche Gebete werden respektiert und nicht bewertet. Diese Haltung schafft einen geschützten Raum, in dem Kinder Vertrauen entwickeln und sich – wenn sie möchten – auf das Thema einlassen können.

Die Einheit berücksichtigt bewusst die religiöse und weltanschauliche Vielfalt in der Lerngruppe. Unterschiedliche Vorerfahrungen, familiäre Prägungen oder auch Distanz zu religiösen Praktiken werden ernst genommen und wertschätzend einbezogen. Gebet wird als eine mögliche menschliche Ausdrucksform vorgestellt, nicht als verbindliche Praxis.

Methodisch wird auf kindgemäße Zugänge gesetzt: Gespräch, Symbolarbeit, kreatives Gestalten, Rituale und Stille. Diese Zugänge ermöglichen es Kindern, sich dem Thema auf unterschiedlichen Ebenen zu nähern – sprachlich, bildlich, emotional und handelnd.

Diese pädagogisch-didaktische Ausrichtung entspricht aktuellen religionspädagogischen Empfehlungen zum Beten in der Schule. Eine ausführliche Darstellung der pädagogischen Grundlagen, Chancen und Grenzen des Betens im Religionsunterricht der Klassen 1/2 findet sich hier: https://explore.ru-digital.de/guide/religionsunterricht/primarstufe-klassenstufe-1-2/gebete/

  • Die Kinder setzen sich mit eigenen Erfahrungen von Geborgenheit, Angst, Verlorensein und Vertrauen auseinander und bringen diese in Beziehung zu biblischen Bildern.

  • Sie drücken ihre Vorstellungen von Gott sprachlich, bildlich oder symbolisch aus (z. B. durch Malen, Gestalten, Erzählen oder Legen).

  • Sie hören biblische Geschichten (guter Hirte, verlorenes Schaf), versetzen sich in die handelnden Figuren hinein und deuten deren Erfahrungen.

  • Sie vergleichen eigene Gottesbilder mit denen anderer Kinder und lernen, Unterschiede auszuhalten und zu respektieren.

  • Sie entwickeln eigene Vergleiche („Gott ist wie …“) und erweitern so ihre religiöse Ausdrucksfähigkeit.

Lebensweltbezug der Kinder:

Der Zugang der Einheit orientiert sich konsequent an der Lebenswelt der Kinder. Kinder der Klassen 1/2 machen täglich Erfahrungen mit Freude, Dankbarkeit, Wünschen, Enttäuschungen, Streit, Angst und Stolz. Sie kennen Situationen, in denen sie jemandem etwas erzählen möchten, Hilfe brauchen oder sich mitteilen wollen. Ebenso haben sie Erfahrungen damit, wie gut es tut, wenn ihnen jemand zuhört, sie ernst nimmt und ihre Gefühle respektiert.

An diese Erfahrungen knüpft die Einheit bewusst an. Das Reden mit Freunden, Eltern oder vertrauten Bezugspersonen bildet die lebensweltliche Brücke zur Frage, ob und wie Menschen auch mit Gott reden können. Typische Alltagssituationen der Kinder – etwa aus Familie, Schule, Freundeskreis, Freizeit, Krankheit, Streit, dem Umgang mit Tieren oder besonderen Erlebnissen wie Ferien – werden aufgegriffen und in Beziehung zum Thema Gebet gesetzt.

Auf diese Weise wird Gebet nicht als etwas Fremdes oder Abgehobenes eingeführt, sondern als eine Ausdrucksform, die aus dem eigenen Erleben heraus verständlich wird. Die Kinder erfahren, dass ihre Gedanken, Gefühle und Fragen einen Platz haben und dass sie diese – in Worten oder Bildern – vor Gott bringen dürfen.

Theologischer Kern:

Der theologische Kern der Einheit liegt im Verständnis von Gebet als persönlicher Hinwendung des Menschen zu Gott. Menschen bringen im Gebet ihr Leben vor Gott: Freude und Dank, Sorgen und Bitten, Staunen und Lob. Gott wird dabei als Gegenüber verstanden, dem Menschen vertrauen und dem sie ihr Inneres mitteilen.

Gebet ist in diesem Verständnis nicht das bloße Aufsagen vorformulierter Texte, sondern ein lebendiges, vertrauensvolles Sprechen mit Gott. Diese Sichtweise wird auch von Papst Franziskus ausdrücklich betont. In einer Generalaudienz (28.09.2022) beschreibt er Gebet als ein Reden mit Gott, „wie mit einem Freund“, das von Vertrautheit, Spontaneität und innerer Freiheit geprägt ist. Echtes Gebet, so Franziskus, zeigt sich nicht in vielen Worten, sondern darin, das Herz zu öffnen und Gott nahe zu sein.

Für den Religionsunterricht ist diese Perspektive besonders bedeutsam: Sie unterstreicht, dass Gebet kein Leistungsakt ist und nicht an sprachliche oder religiöse Vorkenntnisse gebunden sein muss. Vielmehr dürfen Kinder Gott einfach, ehrlich und frei ansprechen – mit eigenen Worten, Gedanken oder Bildern. Freude, Vertrauen und innere Offenheit gelten dabei als Kennzeichen eines gelingenden Gebets.

Zugleich betont Papst Franziskus, dass Gott den Menschen zur Beziehung einlädt, ihn aber niemals zwingt. Diese Betonung von Freiwilligkeit und Freiheit bildet eine wichtige theologische Grundlage für den schulischen Religionsunterricht. Gebet wird als Angebot verstanden, das Orientierung, Hoffnung und Stärkung geben kann, ohne Druck auszuüben.

Der Vergleich „reden wie mit einem Freund“ wird in der Einheit bewusst analogisch verwendet: Er greift kindliche Beziehungserfahrungen auf und dient als pädagogische Brücke, ohne Gott mit einem menschlichen Freund gleichzusetzen. So bleibt der Zugang theologisch verantwortet und zugleich lebensnah.

Diese zusammengeführte theologische Grundlegung stützt die Ziele der Einheit, Kinder zu ermutigen, Gott in Dank, Bitte und Lob vertrauensvoll anzusprechen und Gebet als Ausdruck von Beziehung, Orientierung und Hoffnung kennenzulernen.

Methodische Hinweise

Die Einheit arbeitet mit einer lern- und erfahrungsorientierten Spirale, die den Kindern schrittweise Zugänge zum Thema Gebet eröffnet. Ausgangspunkt bilden eigene Erfahrungen der Kinder (1), etwa das Erzählen, Zuhören oder Anvertrauen im Alltag. Diese Erfahrungen werden gemeinsam gedeutet (2), indem sie in Beziehung zur Frage gesetzt werden, ob und wie Menschen mit Gott reden können. In einem nächsten Schritt folgt die Erprobung (3): Die Kinder probieren aus, Gott in Dank, Bitte und Lob mit eigenen Worten oder Bildern anzusprechen. Die Gestaltung (4) ermöglicht eine vertiefte Auseinandersetzung, etwa durch das Malen oder Schreiben persönlicher Gebete in einem geschützten Rahmen. Die Spirale schließt mit einem Ritual (5), das Gemeinschaft stiftet, Struktur gibt und den Lernprozess sinnlich und emotional abrundet.

Differenzierungsmöglichkeiten:

Die Einheit ist so angelegt, dass sie von Beginn an differenzierend wirkt und unterschiedliche Lernvoraussetzungen berücksichtigt. Differenzierung erfolgt nicht als Zusatzaufgabe, sondern als integraler Bestandteil der Lernangebote.

  • Sprachliche Differenzierung:
    Kinder können ihre Gedanken und Gebete in unterschiedlichen Ausdrucksformen formulieren. Neben dem Schreiben stehen Malen, Symbolkarten und mündliche Beiträge gleichwertig zur Verfügung. Satzstarter und eine Wortbank (z. B. „Danke für …“, „Bitte …“, „Ich finde gut, dass …“) unterstützen Kinder mit geringer Sprachkompetenz oder Deutsch als Zweitsprache. Bildantworten oder das Diktieren an einen Partner bzw. die Lehrkraft sind ausdrücklich möglich. Optional können Gebete auch eingesprochen werden.

  • Kognitive Differenzierung:
    Auf einer grundlegenden Ebene ordnen Kinder Beispiele den Gebetsformen Danken, Bitten und Loben zu. Darüber hinaus können stärkere Kinder ihre Zuordnung begründen oder eigene Beispiele entwickeln. Reflexionsfragen wie „Wann kann Beten helfen?“ oder „Warum danken Menschen?“ ermöglichen eine vertiefte Auseinandersetzung ohne zusätzlichen Leistungsdruck.

  • Soziale Differenzierung:
    Die Sozialformen sind variabel gestaltet. Kinder können allein arbeiten, wenn sie ihre Gedanken für sich behalten möchten, oder im Partner- bzw. Kleingruppensetting tätig werden (z. B. beim Zuhören, Sortieren oder Gestalten). Beiträge im Plenum sind stets freiwillig. Diese Offenheit unterstützt Kinder mit unterschiedlichem Bedürfnis nach Rückzug oder Austausch.

Symbolarbeit:

Symbolarbeit nimmt in dieser Einheit eine zentrale didaktische Funktion ein, da sie Kindern der Klassen 1/2 einen anschaulichen, emotional zugänglichen und sprachlich entlastenden Zugang zum Thema Gebet eröffnet. Symbole ermöglichen es, komplexe oder abstrakte Inhalte wie Dankbarkeit, Bitte oder Lob auf einer bildhaften Ebene zu erschließen und so kindgerecht zu deuten.

Zum Einsatz kommen bewusst reduzierte und klar verständliche Symbole, etwa ein Herz für Dank, offene oder gefaltete Hände für Bitten sowie Welt-, Sonnen- oder Naturmotive für Lob, Staunen und Gutfinden. Diese Symbole helfen den Kindern, eigene Gedanken und Gefühle zu ordnen und auszudrücken. Sie geben Orientierung, ohne Bedeutungen festzuschreiben, und unterstützen damit individuelle Zugänge.

Eine besondere Rolle spielen Sammel- und Schutzsymbole wie eine Schatztruhe oder eine Gebetsbox. Sie markieren sichtbar einen geschützten Raum für persönliche Gebete und machen erfahrbar, dass das, was Kinder Gott anvertrauen, wertvoll ist und mit Respekt behandelt wird. Optional kann auch das Bild einer Mauer eingesetzt werden, um das Anvertrauen symbolisch darzustellen.

Didaktisch wesentlich ist dabei die klare Haltung, dass Symbole keine Bewertungs- oder Kontrollinstrumente sind. Sie dienen als Einladung und Unterstützung, nicht als Maßstab für Richtigkeit. Es gibt kein richtig oder falsch. Die Kinder entscheiden selbst, welche Symbole sie wählen und welche Bedeutung sie ihnen beimessen. So wird Symbolarbeit zu einem offenen Lernangebot, das Selbsttätigkeit, Ausdrucksfreiheit und religiöse Sensibilität fördert.

Gespräch & Reflexion:

Gespräch und Reflexion bilden einen zentralen methodischen Bestandteil der Einheit. Sie eröffnen den Kindern die Möglichkeit, eigene Erfahrungen, Gedanken und Fragen einzubringen und diese gemeinsam zu bedenken. Dabei steht nicht die richtige Antwort im Vordergrund, sondern das Ernstnehmen kindlicher Perspektiven.

Gespräche finden überwiegend im Sitzkreis oder in überschaubaren Sozialformen statt und folgen klaren, gemeinsam vereinbarten Regeln. Dazu gehören das Ausredenlassen, ein respektvoller Umgang miteinander, das Unterlassen von Bewertungen sowie das ausdrücklich eingeräumte Recht, sich nicht zu äußern („Ich darf passen“). Diese Regeln schaffen Sicherheit und fördern eine vertrauensvolle Gesprächsatmosphäre.

Reflexion erfolgt kindgerecht und altersangemessen. Kurze Impulse wie „Was war leicht?“, „Was war neu?“ oder „Was hat gutgetan?“ helfen den Kindern, ihr Erleben zu ordnen, ohne sie zu überfordern. Reflexion kann mündlich, nonverbal (z. B. Daumenzeichen, Smiley-Karten) oder bildlich erfolgen. Auf diese Weise wird deutlich, dass unterschiedliche Zugänge und Ausdrucksweisen gleichwertig sind.

Durch die Verbindung von Gespräch und Reflexion lernen die Kinder, eigene Erfahrungen wahrzunehmen, anderen zuzuhören und Unterschiede auszuhalten. Zugleich unterstützt dieser methodische Zugang die Zielsetzung der Einheit, Gebet als etwas Persönliches, Sinnstiftendes und Stärkendes zu erschließen.

Kreative Gestaltung & Bewegung:

Kreative Gestaltung ist ein zentraler Zugang der Einheit, da sie Kindern ermöglicht, ihre Gedanken, Gefühle und Vorstellungen zum Thema Gebet nicht nur sprachlich, sondern auch bildlich und gestaltend auszudrücken. Gerade für Kinder der Klassen 1/2 stellt das Malen, Zeichnen oder Gestalten eine wichtige Möglichkeit dar, inneres Erleben sichtbar zu machen und zu vertiefen.

Malen und Schreiben werden dabei als gleichwertige Ausdrucksformen verstanden. Kinder können Gebete malen, Symbole gestalten oder kurze Sätze schreiben – je nach individuellem Entwicklungsstand, sprachlicher Kompetenz und persönlicher Vorliebe. Die kreative Arbeit erfolgt ohne Leistungsdruck und eröffnet Freiräume für individuelle Zugänge.

Der Aspekt Bewegung spielt in der Basiseinheit eine untergeordnete und bewusst reduzierte Rolle. Bewegung zeigt sich vor allem in ruhigen, ritualisierten Formen, etwa im gemeinsamen Sitzen oder Stehen im Kreis, im bewussten Einnehmen einer Gebetshaltung (z. B. gefaltete oder offene Hände) oder in kleinen Gesten beim Singen eines Liedes.

Diese Formen von Bewegung dienen nicht der motorischen Aktivierung, sondern der Sammlung, Fokussierung und inneren Ausrichtung. Insbesondere Gebetshaltungen können den Kindern helfen, aufmerksam zu werden, zur Ruhe zu kommen und das Beten auch körperlich als Haltung des Sich-Zuwendens zu erfahren.

Auf dynamische oder spielerische Bewegungselemente wird bewusst verzichtet, um den Charakter der Einheit als ruhigen, geschützten Lern- und Erfahrungsraum zu wahren. Bewegung wird somit als unterstützendes Element verstanden, das das Lernen strukturiert und vertieft, ohne den inhaltlichen Schwerpunkt zu verschieben.

Rituale & Struktur:

Rituale und eine klare äußere Struktur geben der Einheit Halt, Verlässlichkeit und Orientierung. Gerade beim Thema Gebet, das für viele Kinder persönlich, neu oder auch ungewohnt sein kann, sind wiederkehrende Formen wichtig. Sie schaffen Sicherheit und helfen den Kindern, sich innerlich einzulassen.

Rituale werden bewusst einfach und transparent gehalten. Dazu gehören wiederkehrende Elemente wie ein ruhiger Beginn oder Abschluss, ein gemeinsamer Sitz- oder Stehkreis, eine kurze Phase der Stille oder ein gemeinsamer Satz. Diese Rituale sind klar gerahmt und zeitlich begrenzt, sodass sie den Unterricht strukturieren, ohne ihn zu dominieren.

Ein zentrales Ritual der Einheit ist das Sammeln persönlicher Gebete in einer Schatztruhe oder Gebetsbox. Dieses Ritual verdeutlicht den Schutzgedanken: Das, was Kinder Gott anvertrauen, ist wertvoll und wird respektvoll behandelt. Die wiederkehrende Nutzung dieses Sammelortes stärkt Vertrauen und Verlässlichkeit.

Optional kann im Klassenraum eine Gebetsecke oder Stille-Ecke eingerichtet werden. Sie dient nicht als verpflichtender Gebetsort, sondern als freiwilliges Angebot für Momente der Ruhe, des Nachdenkens oder der Gestaltung. Auch hier gilt das Prinzip der Freiwilligkeit.

Die klare Struktur der Rituale unterstützt den Lernprozess, indem sie Übergänge markiert, Gemeinschaft erfahrbar macht und den Kindern hilft, zwischen Gespräch, Gestaltung und Sammlung zu wechseln. Rituale werden so zu tragenden Elementen der Einheit, die das Lernen vertiefen und dem Thema Gebet einen angemessenen Rahmen geben.

Verlaufsübersicht

Die Stunde beginnt mit einer kurzen, kindgerechten Erzählung, die das Thema Zuhören verdichtet und emotional erschließt. Erzählt wird von einem Kind, das mit einem unguten Gefühl in die Schule kommt und einem Freund begegnet, der sich Zeit nimmt, zuhört und nichts bewertet. Die Erzählung endet damit, dass sich das Kind nach dem Erzählen erleichtert fühlt. Die Geschichte wird ruhig vorgetragen und nicht sofort kommentiert.

Nach einem kurzen Moment der Stille kommen die Kinder im Sitzkreis ins Gespräch. Sie äußern, wie es der erzählten Figur ging, was der Freund getan hat und warum das Zuhören geholfen hat. Die Lehrkraft lenkt das Gespräch behutsam auf die Erfahrung: Zuhören bedeutet, da zu sein, Zeit zu haben und jemanden ernst zu nehmen.

Anschließend erproben die Kinder diese Erfahrung selbst in einer kurzen Partnerphase. Jeweils ein Kind erzählt von einem Erlebnis, während das andere aufmerksam zuhört, ohne zu unterbrechen. Danach werden die Rollen gewechselt. Die Partnerphase ist klar begrenzt und wird von der Lehrkraft begleitet.

Im anschließenden Austausch berichten die Kinder freiwillig von ihren Erfahrungen. Die Lehrkraft fasst zusammen, dass Zuhören Vertrauen schafft und guttut. Diese Erkenntnis wird gestalterisch vertieft, indem die Kinder ein Bild malen oder einen einfachen Satz ergänzen, der beschreibt, wie es sich anfühlt, wenn jemand zuhört.

Die Stunde endet mit einem ruhigen Abschlussritual, etwa einem stillen Moment oder einem gemeinsamen Satz. Ein kurzer Ausblick bereitet darauf vor, dass in der nächsten Stunde darüber nachgedacht wird, ob und wie Menschen auch mit Gott reden können.

Die Stunde beginnt erneut mit einer kurzen Erzählung, die an die Erfahrung des Zuhörens aus der vorherigen Stunde anknüpft und den Übergang zum Thema Gebet vorbereitet. Erzählt wird von einem Kind, das sich freut, Sorgen hat oder etwas Wichtiges erlebt und merkt, dass gerade niemand Zeit zum Zuhören hat. In der Geschichte erinnert sich das Kind daran, dass manche Menschen sagen: Man kann auch mit Gott reden. Das Kind versucht es, sagt leise, was es freut oder belastet, und spürt dabei Ruhe oder Erleichterung. Die Erzählung bleibt offen und wertend frei; sie wird ruhig vorgetragen und zunächst nicht gedeutet.

Nach einer kurzen Stille kommen die Kinder im Sitzkreis ins Gespräch. Sie äußern, was sie in der Geschichte wahrgenommen haben und wie es dem Kind ergangen ist. Daran anschließend wird gemeinsam überlegt, warum Menschen beten. Die Lehrkraft sammelt kindliche Antworten und macht deutlich: Viele Menschen beten, weil sie sich freuen, weil sie Hilfe brauchen, weil sie danken möchten oder weil sie jemanden brauchen, der zuhört. Beten wird dabei als Reden mit Gott beschrieben, das überall und jederzeit möglich ist.

In einer kurzen Gestaltungsphase halten die Kinder ihre Gedanken fest, indem sie ein Bild malen oder einen Satz ergänzen, etwa: „Menschen beten, weil …“ oder „Ich würde Gott sagen …“. Die Gestaltung dient der persönlichen Vertiefung; niemand muss sein Ergebnis vorstellen.

Die Stunde endet mit einem ruhigen Abschluss, zum Beispiel einem gemeinsamen Satz oder einem Moment der Stille. Abschließend wird der Ausblick gegeben, dass in der nächsten Stunde genauer angeschaut wird, was Menschen Gott sagen können – zum Beispiel Danke, Bitte oder Lob.

Die Stunde beginnt mit einer kurzen Erzählung, die unterschiedliche Situationen bündelt, in denen ein Kind etwas zu sagen hat. In der Geschichte erlebt das Kind am selben Tag etwas Schönes, etwas Schwieriges und etwas, das es staunen lässt. Es merkt, dass es dafür verschiedene Worte braucht: einmal ein Dankeschön, einmal eine Bitte um Hilfe und einmal ein Staunen darüber, wie schön oder gut etwas ist. Die Erzählung macht deutlich, dass all diese Gedanken ausgesprochen werden dürfen – auch im Reden mit Gott.

Im anschließenden Gespräch greifen die Kinder die Erzählung auf. Gemeinsam wird gesammelt, was das Kind alles sagen wollte und wie sich diese Aussagen unterscheiden. Die Lehrkraft führt behutsam die drei Grundformen des Gebets ein: danken, bitten und loben. Die Begriffe werden nicht abstrakt erklärt, sondern anhand kindlicher Beispiele konkretisiert.

In einer Gestaltungsphase wählen die Kinder selbst, wie sie sich ausdrücken möchten. Sie können ein Dank-, Bitte- oder Lobgebet malen oder schreiben; auch Mischformen sind möglich. Satzstarter und Symbole unterstützen die Kinder dabei. Niemand muss sein Gebet vorlesen oder erklären.

Zum Abschluss werden die Gebete – wenn die Kinder möchten – in einer Schatztruhe oder Gebetsbox gesammelt. Ein kurzer gemeinsamer Satz oder ein Moment der Stille schließt die Stunde ab. Die Kinder nehmen mit, dass sie Gott auf unterschiedliche Weise ansprechen dürfen: mit Dank, mit Bitten und mit Lob.

Die Stunde beginnt mit einer kurzen Erzählung, die das Thema Anvertrauen vertieft. Erzählt wird von einem Kind, das etwas erlebt hat, das es niemandem laut sagen möchte – vielleicht eine Sorge, eine Angst oder einen Wunsch. In der Geschichte findet das Kind einen ruhigen Moment und sagt leise das, was es beschäftigt. Es spürt, dass es gut tut, etwas nicht für sich zu behalten, sondern jemandem anzuvertrauen. Die Erzählung bleibt offen und ohne Bewertung.

Nach einem kurzen Moment der Stille sprechen die Kinder im Sitzkreis darüber, was dem Kind in der Geschichte geholfen haben könnte und warum es manchmal schwer ist, Dinge auszusprechen. Die Lehrkraft greift die Gedanken der Kinder auf und macht deutlich, dass viele Menschen Gott Dinge anvertrauen, die sehr persönlich sind, und dass solche Worte geschützt sein dürfen.

Anschließend gestalten die Kinder ein persönliches Gebet in Form eines Gebetszettels oder einer Zeichnung. Sie entscheiden selbst, ob sie danken, bitten oder etwas erzählen möchten. Niemand muss sein Gebet vorlesen oder zeigen. Die fertigen Zettel werden – wenn die Kinder es möchten – in einer Schatztruhe oder Gebetsbox gesammelt.

Die Stunde endet mit einem ruhigen Ritual, etwa einem gemeinsamen Satz oder einer kurzen Stille. Die Kinder erfahren, dass Gebete etwas Persönliches sind und dass das, was sie Gott anvertrauen, respektvoll und geschützt behandelt wird.

Die abschließende Stunde greift die Erfahrungen der vorherigen Stunden auf und führt sie in einem gemeinsamen Ritual zusammen. Zu Beginn erinnert eine kurze, ruhige Erzählung daran, was die Kinder in der Einheit entdeckt haben: dass Zuhören gut tut, dass Menschen mit Gott reden können und dass man Gott danken, um etwas bitten oder ihm etwas anvertrauen darf. Die Erzählung bündelt diese Erfahrungen, ohne neue Inhalte einzuführen.

Im anschließenden Gespräch benennen die Kinder, was ihnen aus den vergangenen Stunden besonders in Erinnerung geblieben ist. Die Lehrkraft hebt hervor, dass Beten auch gemeinsam geschehen kann und dass dabei jede und jeder in der Gemeinschaft Platz hat – unabhängig davon, ob man laut mitbetet, still ist oder nur zuhört.

Der Schwerpunkt der Stunde liegt auf dem gemeinsamen Beten als Ritual. Die Kinder singen gemeinsam ein einfaches Lied (z. B. „Lasst uns miteinander“). Daran schließt sich ein kurzer gemeinsamer Satz an, der von der Lehrkraft gesprochen oder von den Kindern ergänzt werden kann. Eine kurze Phase der Stille rundet das Ritual ab.

Die Stunde endet bewusst ruhig und gesammelt. Die Kinder erfahren, dass gemeinsames Beten Gemeinschaft stärken kann und dass es verschiedene Möglichkeiten gibt, daran teilzunehmen. Mit diesem Abschluss wird die Einheit abgeschlossen und in einen stimmigen, offenen Rahmen gestellt.

Anmerkungen für die Praxis

  • Freiwilligkeit sichtbar machen:
    In jeder Phase der Einheit sollte für die Kinder klar erkennbar sein, dass Mitmachen erwünscht, aber nicht verpflichtend ist. Formulierungen wie „Du darfst mitmachen – du darfst auch passen“ helfen, Druck zu vermeiden und Vertrauen aufzubauen. Auch das stille Zuhören oder das rein gestalterische Arbeiten ohne religiöse Sprache sind gleichwertige Beteiligungsformen.

  • Schutz für Gebetszettel:
    Persönliche Gebete dürfen niemals vorgelesen, kontrolliert oder kommentiert werden. Die Schatztruhe oder Gebetsbox ist als Schutzsymbol konsequent ernst zu nehmen. Lehrkräfte achten darauf, dass Gebetszettel respektvoll aufbewahrt werden und kein Kind sich erklären oder rechtfertigen muss.

  • Rituale kurz halten:
    Rituale entfalten ihre Wirkung besonders dann, wenn sie klar strukturiert, ruhig und zeitlich begrenzt sind. Kurze, wiederkehrende Rituale sind für Kinder der Klassen 1/2 hilfreicher als lange oder komplexe Formen. Weniger ist hier bewusst mehr.

  • Elternkommunikation (optional):
    Eine kurze Information an die Eltern kann hilfreich sein, insbesondere in heterogenen Lerngruppen. Darin kann erläutert werden, dass es in der Einheit um Sprach- und Ausdrucksformen, um Zuhören, Vertrauen und freiwillige religiöse Zugänge geht. Dies schafft Transparenz und stärkt das Vertrauen in den Religionsunterricht.

Optionale Bausteine (Erweiterungsideen)

Die folgenden optionalen Bausteine dienen der Vertiefung, Erweiterung oder Differenzierung der Basiseinheit. Sie sind nicht verpflichtend, sondern können je nach Lerngruppe, Zeitrahmen, schulischem Kontext oder persönlichem Schwerpunkt der Lehrkraft ergänzend eingesetzt werden. Jeder Baustein ist so angelegt, dass er eigenständig verständlich und praxisnah umsetzbar ist.

  • Rollen- / Figurenperspektive als Einstieg
    Kinder versetzen sich in die Rolle einer erzählten Figur (z. B. ein Kind aus einer Geschichte, eine biblische Randfigur oder eine erfundene Figur). Aus dieser Perspektive überlegen sie, was die Figur denkt, fühlt oder sagen möchte. Dieser Zugang entlastet Kinder, die ungern Persönliches teilen, und eignet sich besonders für den Einstieg in Gespräche oder Gestaltungsphasen.

  • Gebetsecke / Stille-Ecke im Klassenraum
    Eine kleine, ruhig gestaltete Ecke (z. B. mit Tuch, Kerze/LED, Symbolen, Karten) bietet den Kindern einen freiwilligen Ort der Sammlung. Die Ecke kann während der Einheit oder darüber hinaus genutzt werden – zum Malen, Stillsein oder Ablegen eines Gedankens. Wichtig ist die klare Regel: Nutzung freiwillig, ohne Kontrolle.

  • Klassen-Gebetsmauer (Karton- oder Steinmauer)
    In Anlehnung an die Idee der Gebetsmauer schreiben oder malen Kinder Bitten, Dank oder Gedanken auf kleine Zettel und legen sie anonym in eine gestaltete Mauer (z. B. aus Kartons oder Holzklötzen). Die Mauer symbolisiert das Anvertrauen und eignet sich besonders für Projektphasen oder als zeitlich begrenztes Ritual.

  • Mini-Stationen „Gebet mit allen Sinnen“
    In 3–5 einfachen Stationen nähern sich die Kinder dem Thema Gebet über unterschiedliche Zugänge: Stille hören, Dankbares entdecken, Bitten formulieren, Gestalten mit Symbolen. Die Stationen ermöglichen Wahlfreiheit, Bewegung im Raum und eignen sich gut für Doppelstunden oder offene Lernformen.

  • Klagegebet (behutsam, v. a. Klasse 2)
    Dieser Baustein eröffnet Kindern die Möglichkeit, auch schwierige Gefühle vor Gott zu bringen (z. B. Traurigkeit, Angst, Wut). Er wird sehr vorsichtig eingeführt, mit offenen Satzanfängen („Ich bin traurig, weil …“) und klarer Freiwilligkeit. Persönliche Inhalte werden geschützt behandelt.

  • Gebetshaltungen als Ausdruck von Gefühlen
    Kinder lernen, dass Beten auch eine Körperhaltung haben kann. In ruhiger Atmosphäre probieren sie einfache Haltungen aus (offene Hände, gefaltete Hände, Sitzen, Stehen) und überlegen, welche Haltung zu Dank, Bitte oder Stille passt. Der Fokus liegt auf Wahrnehmung, nicht auf Vorgaben.

  • Interreligiöser Mini-Vergleich (wertschätzend)
    In vereinfachter Form lernen die Kinder kennen, dass Menschen in verschiedenen Religionen beten. Anhand von Bildern oder kurzen Steckbriefen (Ort – Haltung – Zeit) wird Vielfalt sichtbar gemacht. Ziel ist nicht Vergleich im Sinne von Bewertung, sondern Respekt und Offenheit.

  • Rhythmus: Singen – Satz – Stille
    Dieser Baustein eignet sich als wiederkehrendes Abschlussritual. Ein kurzes Lied oder eine Liedzeile, ein gemeinsamer Satz (z. B. Dank oder Bitte) und eine kurze Stille strukturieren den Unterricht und geben Halt. Die Teilnahme bleibt freiwillig.

  • Gebetswürfel als Wochenritual
    Ein Würfel mit einfachen Symbolen oder Worten (Danke, Bitte, Für andere, Stille, Lied, Staunen) wird zu Beginn oder am Ende einer Woche genutzt. Der Würfel bestimmt die Form des Rituals. Dieses Format ist spielerisch, niedrigschwellig und gut ritualisierbar.

  • Klassen-Gebetsbuch als Produkt
    Über die Einheit hinweg gestalten die Kinder Seiten für ein gemeinsames Buch (Bild, Wort, Symbol). Die Beiträge können anonym bleiben. Das Buch dokumentiert Lernprozesse, wertschätzt die Arbeit der Kinder und kann im Klassenraum ausliegen oder zum Abschluss gezeigt werden.

Sicherung & Evaluation

Lernaufgaben

Die Lernaufgaben der Einheit zielen darauf, die Kinder aktiv, persönlich und handlungsorientiert in den Lernprozess einzubeziehen.

  • Erfahrungen mit Zuhören wahrnehmen und beschreiben (erzählen, zeigen, malen).

  • Deuten, dass Menschen mit Gott reden können, ähnlich wie mit einer vertrauten Person.

  • Beispiele einfachen Gebetsformen den Kategorien Danken, Bitten und Loben zuordnen.

  • Ein eigenes Gebet freiwillig und geschützt in Wort oder Bild gestalten.

  • Gebet als persönliche und als gemeinschaftliche Ausdrucksform kennenlernen (Lied, kurzer Satz, Stille).

Sicherung

Die Sicherung der Lerninhalte erfolgt vielfältig und altersangemessen und verbindet individuelle mit gemeinsamen Lernprozessen.

  • Gemeinsames Tafelbild mit Symbolen zu Danke – Bitte – Lob als inhaltliche Orientierung.

  • Gestaltete Produkte (Gebetskarten, Bilder, Texte) als sichtbare Lernergebnisse.

  • Sammeln persönlicher Gebete in einer Schatztruhe oder Gebetsbox als Schutz- und Sicherungsritual.

  • Wiederkehrende Rituale (z. B. Lied, kurzer Satz, Stille) zur Strukturierung und Vertiefung.

Evaluation

Die Evaluation der Einheit ist prozessbegleitend, beobachtend und kindgerecht angelegt.

  • Beobachtung der Beteiligung an Gesprächen und der Einhaltung von Gesprächsregeln.

  • Wahrnehmung der Ausdrucksfähigkeit der Kinder in Wort, Bild oder Gestaltung.

  • Rückmeldung durch einfache Reflexionsformen (z. B. Daumenzeichen, Smiley-Karten).

  • Kurze Abschlussimpulse wie „Was nehme ich mir mit?“ – auch nonverbal möglich.

  • Verzicht auf Leistungsbewertung zugunsten von Ermutigung und wertschätzender Rückmeldung.

Materialien & Medien

Arbeitsblätter und Gestaltungsvorlagen

  • Stationsblatt/Infotext „Ein guter Freund kann zuhören“ – Einführung in das Thema Zuhören und Vertrauen als lebensweltliche Grundlage der Einheit.

  • Stationsblatt/Infotext „Warum beten wir?“ – Kindgerechter Impuls zur Frage, warum Menschen mit Gott reden und beten.

  • Sortierblatt „Gebete sortieren“ (Bitt-/Dankgebete) – Unterstützung beim Unterscheiden der Gebetsformen Danken und Bitten.

  • Gebetszettel/Vorlagen (Danke–Bitte–Gut finden) oder leere Karten – Gestaltung persönlicher Gebete in Wort oder Bild.

  • (optional) Vorlage „Gebetshaltungen“ / Bildkarten – Veranschaulichung ruhiger Gebetshaltungen als körperlicher Ausdruck von Sammlung.

  • (optional) Arbeitsblatt „Gebete“ mit Satzanfängen (Danke/Bitte/Gut finden) – Sprachliche Unterstützung für das Formulieren einfacher Gebete.

Medien und Material

  • Bildimpulse (Freundschaft/Zuhören; Gebetsmauer/Betende) – Visuelle Einstiege zur Anregung von Gespräch, Deutung und emotionalem Zugang.

  • Symbolkarten (Herz/Hände/Welt) – Unterstützung beim Einordnen der Gebetsformen Danken, Bitten und Loben.

  • Schatztruhe/Gebetsbox, Umschläge, kleine Zettel – Sammel- und Schutzmaterial für persönliche Gebete.

  • Kerze (LED) oder anderes Ruhe-Symbol – Zeichen für Sammlung, Stille und ritualisierte Übergänge.

  • Lied: „Lasst uns miteinander“ (Text/Melodie, ggf. Tanzanleitung) – Musikalisches Element zur Gestaltung gemeinsamer Rituale.

  • Stifte, Papier, ggf. Bastelmaterial (Tuch, Steine, Holzklötze) – Materialien für kreative Gestaltung und symbolisches Arbeiten.

Passende Materialien aus der ru-digital Mediendatenbank

Lehrplanbezüge & Kompetenzen

Bezüge zum katholischen Religionsunterricht bzw. zu den entsprechenden Unterrichten in den jeweiligen Bundesländern.

Die Einheit passt sehr gut zu den prozessbezogenen Kompetenzen, weil sie Kinder ihre eigenen Erfahrungen mit Zuhören, Vertrauen, Freude/Sorge und Bedürftigkeit wahrnehmen und ausdrücken lässt und diese lebensweltlich auf religiöse Praxis hin öffnet. Besonders wird „Wahrnehmen und Darstellen“ angebahnt, indem die Kinder religiös bedeutsame Phänomene aus ihrer Lebenswelt (Vertrauen, Geborgenheit, Angst, Dankbarkeit, Bitte) erkennen und beschreiben sowie grundlegende Ausdrucksformen religiösen Glaubens kennenlernen (z. B. Beten als Reden mit Gott). Ebenso wird „Deuten“ direkt getroffen, weil die Kinder Grundformen religiöser Sprache ganzheitlich erschließen – ausdrücklich gehören dazu im Bildungsplan u. a. Gebet, Stille und Ritual – und diese nicht nur benennen, sondern in eigenen Worten/Zeichen erproben (Danke–Bitte–Lob, kurze Stille, symbolgestützte Gestaltung). Für „Kommunizieren“ ist die Einheit sehr anschlussfähig, weil Gesprächsregeln, freiwilliges Mitteilen, respektvolles Zuhören und das Sprechen über religiöse Fragen (Warum beten Menschen? Was würde ich Gott sagen?) zentrale Lernschritte sind; zugleich werden Gefühle und Sichtweisen anderer wahrgenommen und geachtet (Pluralität/Freiwilligkeit). Die Kompetenz „Gestalten“ wird konsequent umgesetzt, da die Kinder religiöse Ausdrucksformen reflektiert gestalten (Gebetskarten, Gebetsbox/Schatztruhe als Schutzsymbol, gemeinsamer Abschluss mit Lied/Satz/Stille) und Erkenntnisse kreativ ausdrücken. Inhaltlich liegt eine klare Anbindung an die Standards im Bereich „Gott“ nahe: Der Bildungsplan regt an, Kinder zu erschließen, dass Menschen ihren Glauben als Beziehung zu Gott ausdrücken – auch in Lob, Bitte und Dank – und dass bildhafte Redeweisen kindgemäß aufgebaut werden (z. B. „Gott ist wie ein Freund“ als Brücke). Genau diese Deutungsperspektive trägt die Einheit („reden wie mit einem Freund“) und konkretisiert sie elementar in den drei Gebetsformen sowie im geschützten Anvertrauen. Zusätzlich stützt der Bereich „Mensch“ die Passung, weil die Einheit an Grunderfahrungen (Zuwendung, Vertrauen, Konflikt, Enttäuschung) anknüpft und die Kinder sprachfähig macht, was sie stärkt und was sie brauchen – als Voraussetzung, um Gebet als mögliche Deutung und Bewältigungsform kennenzulernen. Quelle: Ministerium für Kultus, Jugend und Sport Baden-Württemberg: Bildungsplan 2016 – Katholische Religionslehre Grundschule, Stuttgart 2016.

Die Einheit ist sehr gut anschlussfähig, weil sie zentrale Lernbereiche der Jahrgangsstufen 1/2 direkt trifft und zugleich altersgemäß umsetzt. Schon der Einstieg über Freundschaft, Zuhören und Anvertrauen knüpft an Lernbereich 1 „Jeder Mensch – einmalig und gemeinschaftsbezogen“ an: Die Kinder nehmen eigene Gefühle wahr, erleben sich als Teil der Gruppe und üben wertschätzende Kommunikation und Hilfsbereitschaft im Klassenverband (z. B. Zuhörübungen, Gesprächsregeln, „Pass“-Recht). Gleichzeitig wird die Perspektive eröffnet, dass Menschen Zuwendung und Vertrauen auch religiös deuten können (Gott nimmt den Menschen an; Gottes Zuneigung wird im menschlichen Leben erfahrbar, etwa durch Eltern/Freunde). Der Kern der Reihe liegt aber eindeutig in Lernbereich 4 „Ausdrucksformen des Glaubens an Gott – Beten und Handeln, Bilder und Symbole“: Genau hier fordert der Lehrplan, dass Kinder äußere Bedingungen und Grundhaltungen kennenlernen, „die Beten ermöglichen“ (z. B. still werden, hören, sich auf Gott ausrichten) – das setzt die Einheit konsequent über Rituale, Stillemomente und die klare Struktur „Singen – Satz – Stille“ um. Besonders passgenau ist, dass die Schülerinnen und Schüler laut Lehrplan Gedanken und Gefühle in einfachen Gebetsformen ausdrücken und Grundformen des Gebets unterscheiden; das leistet die Reihe mit den kindnahen Grundformen Dank – Bitte – Lob (inklusive Sortieraufgaben, Satzstarter, Symbolkarten) und der kreativen, freiwilligen Gestaltung eigener Gebete. Auch die Symbol- und Schutzidee (Gebetsbox/Schatztruhe) passt zum Kompetenzauftrag, Gegenstände/Zeichen mit Gedanken an Gott zu verbinden und religiöse Symbole/Handlungen zu erschließen. Optional lässt sich – je nach Lerngruppe – zudem der Anschluss an das im Lernbereich genannte Vaterunser als „Grundgebet einer vertrauensvollen Beziehung zu Gott“ vorbereiten (z. B. über einzelne Motive wie Vertrauen/Bitte), ohne den niederschwelligen, freiwilligen Charakter der Einheit zu verlieren. Quelle: Bayerisches Staatsministerium für Unterricht und Kultus: LehrplanPLUS Grundschule – Katholische Religionslehre Jahrgangsstufen 1/2 (Lehrplanauszüge, Stand 14.10.2025), München 2025.

Die Unterrichtseinheit weist eine sehr hohe Passung zum Berliner Rahmenplan auf, da sie konsequent vom Erfahrungs- und Lebensweltbezug der Kinder ausgeht und religiöse Deutungen behutsam eröffnet. Der Rahmenplan fordert für die Grundschule ausdrücklich, dass Kinder lernen, eigene Gefühle, Fragen, Hoffnungen und Ängste wahrzunehmen und zur Sprache zu bringen sowie religiöse Ausdrucksformen als mögliche Antwort auf diese Erfahrungen kennenzulernen. Genau dies geschieht in der Einheit durch den Ausgangspunkt „Reden mit einem Freund“, die Gesprächs- und Zuhörphasen sowie die freiwillige, geschützte Gestaltung persönlicher Gebete. Inhaltlich ist die Einheit klar dem Themenfeld „Mensch – Gott – Welt in Beziehung“ zuzuordnen: Die Kinder erschließen, dass Menschen ihr Leben vor Gott bringen und Gott als Gegenüber ansprechen, ohne zu einer bestimmten Glaubenspraxis verpflichtet zu werden. Der Rahmenplan betont die Bedeutung von Gebet, Stille und Ritualen als grundlegenden religiösen Ausdrucksformen; diese werden in der Einheit nicht nur thematisiert, sondern praktisch erprobt (Dank-, Bitt- und Lobgebete, Stillephasen, Abschlussritual). Kompetenzorientiert fördert die Einheit besonders die Bereiche Wahrnehmen und Beschreiben (religiöse Situationen erkennen, Gefühle benennen), Deuten (verstehen, warum Menschen beten und was Beten bedeuten kann) sowie Gestalten und Kommunizieren (eigene religiöse Ausdrucksformen entwickeln, anderen respektvoll zuhören, unterschiedliche Zugänge gelten lassen). Die starke Betonung von Freiwilligkeit, Schutz persönlicher Inhalte und religiöser Vielfalt entspricht zudem explizit den Berliner Vorgaben, religiöse Bildung offen, dialogisch und ohne Überforderung zu gestalten. Damit erfüllt die Einheit sowohl die inhaltlichen als auch die prozessbezogenen Anforderungen des Berliner Rahmenplans in besonderer Weise. Quelle: Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und Familie Berlin: Rahmenlehrplan Grundschule – Katholischer Religionsunterricht, Berlin 2015.

Die Unterrichtseinheit ist sehr gut anschlussfähig an die Vorgaben, da der Rahmenplan Religion für die Grundschule stark kompetenz-, erfahrungs- und kindorientiert angelegt ist. Inhaltlich lässt sich die Einheit klar dem Lernbereich „Nach Gott fragen – von Gott sprechen“ zuordnen. Dort wird gefordert, dass Kinder Gott als Gesprächspartner kennenlernen und erfahren, dass Menschen Gott im Gebet ansprechen – mit Dank, Bitte, Klage und Lob. Genau diese Grundformen werden in der Einheit altersgemäß eingeführt, nicht abstrakt, sondern ausgehend von den Erfahrungen der Kinder mit Erzählen, Zuhören und Anvertrauen. Der Vergleich „mit Gott reden wie mit einem Freund“ entspricht der im Rahmenplan vorgesehenen kindgemäßen, bildhaften Rede von Gott, die ausdrücklich als Brücke zwischen Lebenswelt und religiöser Deutung benannt wird. Kompetenzorientiert werden mehrere Bereiche angesprochen: Die Kinder nehmen religiöse Ausdrucksformen wahr und beschreiben sie, indem sie unterschiedliche Gebetsanlässe benennen und Beispiele sortieren; sie deuten religiöse Praxis, indem sie verstehen, warum Menschen beten und was Beten für das eigene Leben bedeuten kann; sie gestalten religiöse Ausdrucksformen, etwa durch das Malen oder Schreiben eigener Gebete, das Nutzen von Symbolen sowie das gemeinsame Abschlussritual; und sie kommunizieren respektvoll, indem sie zuhören, eigene Gedanken freiwillig mitteilen und die Verschiedenheit religiöser Zugänge akzeptieren. Besonders gut passt die Einheit zur im Rahmenplan hervorgehobenen Haltung der Freiwilligkeit und Offenheit: Gebet wird als Angebot vorgestellt, persönliche Inhalte werden geschützt (Gebetsbox), und religiöse Vielfalt wird ausdrücklich geachtet. Damit erfüllt die Einheit sowohl die inhaltlichen Vorgaben zum Themenfeld Gebet als auch die übergreifenden Kompetenzerwartungen des Rahmenplans. Quelle: Ministerium für Bildung, Wissenschaft und Kultur Mecklenburg-Vorpommern: Rahmenplan Grundschule – Katholischer Religionsunterricht, Schwerin 2019.

t.b.a.

Die Einheit passt in besonderer Weise zu den Hamburger Fachanforderungen, da diese den Religionsunterricht in der Grundschule konsequent als dialogischen, erfahrungsbezogenen und kompetenzorientierten Lernraum verstehen. Inhaltlich ist die Reihe eindeutig im Themenfeld „Nach Gott fragen und von Gott sprechen“ verortet. Die Fachanforderungen betonen, dass Kinder Gott als ansprechbares Gegenüber kennenlernen und erfahren sollen, dass Menschen mit Gott sprechen, ihm danken, ihn bitten und loben. Genau diese Perspektive wird in der Einheit kindgemäß umgesetzt, indem Gebet als persönliches Reden mit Gott eingeführt und in den Grundformen Dank, Bitte und Lob praktisch erprobt wird. Kompetenzbezogen fördert die Einheit vor allem die Bereiche Wahrnehmen und Deuten (religiöse Situationen und Ausdrucksformen erkennen, verstehen, warum Menschen beten), Kommunizieren (eigene Gedanken, Gefühle und religiöse Vorstellungen ausdrücken; anderen zuhören und Unterschiede respektieren) sowie Gestalten und Handeln (eigene Gebete kreativ entwickeln, Rituale erleben und mitgestalten). Die Fachanforderungen heben ausdrücklich hervor, dass religiöse Praxis im Unterricht nicht eingefordert, sondern erschlossen und reflektiert werden soll – genau dies leistet die Einheit durch ihre konsequente Betonung von Freiwilligkeit, Schutz persönlicher Gebete und Offenheit gegenüber religiöser Vielfalt. Auch der starke Lebensweltbezug (Freundschaft, Zuhören, Anvertrauen, Freude und Sorge) entspricht dem Hamburger Anspruch, religiöse Lernprozesse an den Erfahrungen der Kinder anzubinden und ihnen Deutungsspielräume zu eröffnen. Insgesamt erfüllt die Einheit die inhaltlichen und prozessbezogenen Kompetenzerwartungen der Fachanforderungen in hohem Maße. Quelle: Freie und Hansestadt Hamburg, Behörde für Schule und Berufsbildung: Fachanforderungen Katholische Religion Grundschule, Hamburg 2022.

Die Einheit weist eine sehr hohe Passung zu den hessischen Kerncurricula und Leitfäden für den katholischen Religionsunterricht in der Grundschule auf, da sie konsequent kompetenzorientiert, erfahrungsbezogen und dialogisch angelegt ist. Inhaltlich ist sie vor allem dem Inhaltsfeld „Nach Gott fragen – von Gott sprechen“ zuzuordnen. Dort wird ausdrücklich erwartet, dass Kinder Gott als persönliches Gegenüber kennenlernen und erfahren, dass Menschen mit Gott reden können – in Dank, Bitte, Lob und Klage. Genau diese Grundformen werden in der Einheit altersangemessen erschlossen und praktisch erprobt, ohne sie normativ einzufordern. Der hessische Lehrplan betont, dass Kinder religiöse Sprache in eigenen Worten entwickeln dürfen; dies wird durch offene Satzstarter, kreative Gestaltung und freiwillige Beiträge konsequent umgesetzt. Kompetenzbezogen fördert die Einheit insbesondere das Wahrnehmen und Beschreiben (eigene Gefühle, religiöse Situationen und Ausdrucksformen benennen), das Deuten (verstehen, warum Menschen beten und was Gebet für das Leben bedeuten kann) sowie das Gestalten und Kommunizieren (eigene religiöse Ausdrucksformen entwickeln, Rituale erleben, respektvoll zuhören und Vielfalt aushalten). Auch der im hessischen Leitfaden hervorgehobene Anspruch, religiöse Lernprozesse schutzsensibel und freiwillig zu gestalten, wird durch die Gebetsbox/Schatztruhe, das „Pass“-Recht und den Verzicht auf Bewertung persönlicher Gebete vorbildlich eingelöst. Darüber hinaus greift die Einheit das Inhaltsfeld „Menschsein in Beziehung“ auf, indem sie Erfahrungen von Vertrauen, Zuhören, Freude und Sorge als Ausgangspunkt religiöser Deutung nutzt. Insgesamt entspricht die Einheit in Zielsetzung, Inhalt und Methodik sehr klar den hessischen Vorgaben für einen kindgerechten, offenen Religionsunterricht in den Klassen 1/2. Quelle: Hessisches Kultusministerium: Kerncurriculum Katholische Religion Grundschule, Wiesbaden 2011; sowie Leitfaden Katholische Religion in der Grundschule, Wiesbaden 2010.

Die Unterrichtseinheit ist sehr gut an den Rahmenplan für den katholischen Religionsunterricht in der Grundschule anschlussfähig, da dieser ausdrücklich einen lebensweltlich orientierten, dialogischen und erfahrungsbezogenen Zugang fordert. Inhaltlich lässt sich die Einheit eindeutig dem Themenbereich „Nach Gott fragen – von Gott sprechen“ zuordnen. Der Rahmenplan sieht vor, dass Kinder Gott als ansprechbares Gegenüber kennenlernen und erfahren, dass Menschen mit Gott reden – im Gebet, in Stille und in Ritualen. Die Einheit greift diese Vorgabe konsequent auf, indem Gebet als persönliches Reden mit Gott erschlossen wird und die Grundformen Dank, Bitte und Lob altersgemäß eingeführt und erprobt werden. Kompetenzorientiert werden mehrere im Rahmenplan benannte Bereiche angesprochen: Die Kinder nehmen religiöse Ausdrucksformen wahr und beschreiben sie, indem sie Situationen des Betens benennen und Gebetsformen unterscheiden; sie deuten religiöse Praxis, indem sie verstehen, warum Menschen beten und was Beten für das eigene Leben bedeuten kann; sie gestalten religiöse Ausdrucksformen, indem sie eigene Gebete malen oder schreiben, Symbole nutzen und Rituale mitvollziehen; und sie kommunizieren respektvoll, indem sie zuhören, freiwillig eigene Gedanken teilen und unterschiedliche religiöse Zugänge achten. Besonders stimmig ist die konsequente Betonung von Freiwilligkeit, Schutz persönlicher Inhalte und Offenheit gegenüber religiöser Vielfalt, die im Rahmenplan ausdrücklich als Grundhaltung religiösen Lernens eingefordert wird. Auch der starke Bezug zu Grunderfahrungen wie Vertrauen, Zuhören, Freude und Sorge entspricht den inhaltlichen Leitlinien des Rahmenplans. Insgesamt erfüllt die Einheit die fachlichen Inhalte und die prozessbezogenen Kompetenzen des Landes in sehr hoher Weise. Quelle: Ministerium für Bildung, Wissenschaft und Kultur Mecklenburg-Vorpommern: Rahmenplan Grundschule – Katholischer Religionsunterricht, Schwerin 2019.

Die Unterrichtseinheit ist sehr gut mit dem niedersächsischen Kerncurriculum für den katholischen Religionsunterricht in der Grundschule kompatibel, da dieses einen konsequent kompetenzorientierten, erfahrungsbezogenen und dialogischen Religionsunterricht vorsieht. Inhaltlich ist die Einheit eindeutig im Kompetenzbereich „Nach Gott fragen – von Gott sprechen“ zu verorten. Das Kerncurriculum fordert, dass Kinder Gott als Gegenüber kennenlernen und erfahren, dass Menschen Gott im Gebet ansprechen – mit Dank, Bitte, Lob und Klage. Genau diese Grundformen werden in der Einheit kindgemäß erschlossen und praktisch erprobt, ohne normativen Druck. Kompetenzbezogen fördert die Einheit insbesondere die im Curriculum ausgewiesenen Teilkompetenzen des Wahrnehmens und Beschreibens (eigene Gefühle und religiöse Ausdrucksformen erkennen und benennen), des Deutens (verstehen, warum Menschen beten und welche Bedeutung Gebet haben kann) sowie des Gestaltens und Kommunizierens (eigene religiöse Ausdrucksformen entwickeln, Rituale erleben, anderen zuhören und unterschiedliche Zugänge respektieren). Die starke Betonung von Freiwilligkeit, Schutz persönlicher Gebete und Offenheit für religiöse Vielfalt entspricht ausdrücklich den didaktischen Grundsätzen des niedersächsischen Lehrplans, der religiöse Praxis als Angebot zur Auseinandersetzung versteht. Darüber hinaus knüpft die Einheit an den Kompetenzbereich „Menschsein in Gemeinschaft“ an, indem sie Erfahrungen von Vertrauen, Zuhören, Freude und Sorge als Ausgangspunkt religiöser Lernprozesse nutzt. Insgesamt erfüllt die Einheit die inhaltlichen Anforderungen und Kompetenzerwartungen des Kerncurriculums in hohem Maße. Quelle: Niedersächsisches Kultusministerium: Kerncurriculum Katholische Religion Grundschule, Hannover 2019.

Die Unterrichtseinheit ist sehr gut mit dem nordrhein-westfälischen Lehrplan für den katholischen Religionsunterricht in der Grundschule anschlussfähig, da dieser religiöses Lernen ausdrücklich kompetenzorientiert, lebensweltbezogen und erfahrungsnah versteht. Inhaltlich lässt sich die Einheit klar dem Inhaltsfeld „Fragen nach Gott – Gott begegnen“ zuordnen. Der Lehrplan sieht vor, dass Kinder Gott als ansprechbares Gegenüber kennenlernen und entdecken, dass Menschen mit Gott reden – im Gebet, in Stille und in gemeinschaftlichen Ritualen. Die Einheit greift diese Zielsetzung auf, indem sie Gebet als persönliches Reden mit Gott erschließt und die Grundformen Danken, Bitten und Loben kindgemäß einführt und erprobt. Kompetenzbezogen fördert die Einheit vor allem die prozessbezogenen Kompetenzen Wahrnehmen und Darstellen (eigene Gefühle, Erfahrungen und religiöse Ausdrucksformen benennen), Deuten (verstehen, warum Menschen beten und was Gebet bedeuten kann), Kommunizieren (über religiöse Fragen sprechen, anderen zuhören, unterschiedliche Sichtweisen respektieren) sowie Gestalten (eigene Gebete kreativ ausdrücken, Rituale mitvollziehen und mitgestalten). Besonders gut entspricht die Einheit dem im Lehrplan hervorgehobenen Anspruch, religiöse Praxis im Unterricht nicht einzuüben, sondern zu erschließen: Freiwilligkeit, Schutz persönlicher Gebete und Sensibilität für religiöse Vielfalt sind durchgehend leitend. Zusätzlich knüpft die Einheit an den Inhaltsbereich „Menschsein in Gemeinschaft“ an, indem Erfahrungen von Vertrauen, Zuhören, Freude und Sorge als Ausgangspunkt religiöser Deutung genutzt werden. Insgesamt erfüllt die Einheit die inhaltlichen Vorgaben und Kompetenzerwartungen des Landes Nordrhein-Westfalen in sehr hoher Weise. Quelle: Ministerium für Schule und Bildung des Landes Nordrhein-Westfalen: Lehrplan Katholische Religionslehre Grundschule, Düsseldorf 2021.

Die Unterrichtseinheit weist eine sehr hohe Passung zu den rheinland-pfälzischen Lehrplänen für den katholischen Religionsunterricht in der Grundschule auf, da diese religiöses Lernen als prozessorientiert, lebensnah und dialogisch verstehen. Inhaltlich lässt sich die Einheit klar dem Themenfeld „Nach Gott fragen – von Gott sprechen“ zuordnen. Der Lehrplan fordert, dass Kinder Gott als persönliches Gegenüber kennenlernen und erfahren, dass Menschen mit Gott reden können – insbesondere im Gebet. Die Einheit greift diese Zielsetzung auf, indem Gebet als persönliches Reden mit Gott eingeführt und in den Grundformen Dank, Bitte und Lob praktisch erprobt wird. Kompetenzbezogen werden vor allem die im Lehrplan benannten Kompetenzen Wahrnehmen und Beschreiben (eigene Gefühle, religiöse Situationen und Ausdrucksformen erkennen), Deuten (verstehen, warum Menschen beten und welche Bedeutung Gebet für das eigene Leben haben kann), Gestalten (eigene religiöse Ausdrucksformen entwickeln, Symbole nutzen, Rituale erleben) sowie Kommunizieren (eigene Gedanken freiwillig mitteilen, anderen zuhören, religiöse Vielfalt achten) gefördert. Besonders stimmig ist die konsequente Betonung von Freiwilligkeit, Schutz persönlicher Inhalte und Offenheit gegenüber unterschiedlichen religiösen Prägungen, die der rheinland-pfälzische Lehrplan ausdrücklich als Grundhaltung religiösen Lernens benennt. Darüber hinaus knüpft die Einheit an den Bereich „Mensch und Gemeinschaft“ an, indem Erfahrungen von Vertrauen, Zuhören, Freude und Sorge als Ausgangspunkt religiöser Deutung genutzt werden. Insgesamt erfüllt die Einheit sowohl die inhaltlichen als auch die kompetenzorientierten Vorgaben des Landes in hohem Maße. Quelle: Ministerium für Bildung Rheinland-Pfalz: Teilrahmenplan Katholische Religion Grundschule, Mainz 2010.

Die Unterrichtseinheit passt sehr gut zu den Vorgaben des saarländischen Lehrplans für den katholischen Religionsunterricht in der Grundschule, der religiöses Lernen ausdrücklich kindorientiert, erfahrungsbezogen und kompetenzorientiert versteht. Inhaltlich lässt sich die Einheit eindeutig dem Themenbereich „Nach Gott fragen – mit Gott sprechen“ zuordnen. Der Lehrplan sieht vor, dass Kinder entdecken, dass Menschen Gott als persönliches Gegenüber ansprechen und ihre Freude, ihre Sorgen und ihre Bitten im Gebet ausdrücken können. Genau dies wird in der Einheit altersgemäß umgesetzt, indem Gebet als Reden mit Gott in Anknüpfung an vertraute Beziehungserfahrungen (Freundschaft, Zuhören, Vertrauen) eingeführt und in den Grundformen Danken, Bitten und Loben konkret erfahrbar gemacht wird. Kompetenzbezogen fördert die Einheit insbesondere das Wahrnehmen und Ausdrücken eigener Gefühle und religiöser Erfahrungen, das Deuten religiöser Ausdrucksformen (Warum beten Menschen? Was kann Gebet bedeuten?) sowie das Gestalten und Kommunizieren, etwa durch das kreative Entwickeln eigener Gebete, den Umgang mit Symbolen und das respektvolle Zuhören im Gespräch. Der saarländische Lehrplan betont zudem, dass religiöse Praxis im Unterricht nicht verpflichtend, sondern als Angebot zur persönlichen Auseinandersetzung gestaltet werden soll; dieser Anspruch wird durch die konsequente Freiwilligkeit, den Schutz persönlicher Gebete (Gebetsbox) und den sensiblen Umgang mit religiöser Vielfalt sehr gut eingelöst. Darüber hinaus knüpft die Einheit an den Lernbereich „Menschsein in Gemeinschaft“ an, indem soziale Kompetenzen wie Zuhören, Vertrauen und Rücksichtnahme gefördert werden. Insgesamt entspricht die Einheit in Inhalt, Methodik und Haltung in hohem Maße den saarländischen Lehrplanvorgaben. Quelle: Ministerium für Bildung und Kultur Saarland: Lehrplan Katholische Religion Grundschule, Saarbrücken 2011.

Die Unterrichtseinheit ist sehr gut mit dem sächsischen Lehrplan für den katholischen Religionsunterricht in der Grundschule anschlussfähig, da dieser religiöses Lernen ausdrücklich als lebensweltlich fundierten, dialogischen und kompetenzorientierten Prozess beschreibt. Inhaltlich lässt sich die Einheit klar dem Themenbereich „Nach Gott fragen – mit Gott sprechen“ zuordnen. Der Lehrplan betont, dass Kinder Gott als ansprechbares Gegenüber kennenlernen und erfahren sollen, dass Menschen Gott im Gebet ihre Freude, ihren Dank, ihre Bitten und ihre Sorgen anvertrauen. Genau diese Zielsetzung wird in der Einheit konsequent umgesetzt, indem Gebet als persönliches Reden mit Gott erschlossen und in den Grundformen Danken, Bitten und Loben kindgemäß erprobt wird. Kompetenzbezogen fördert die Einheit vor allem das Wahrnehmen und Beschreiben (eigene Gefühle, religiöse Situationen und Ausdrucksformen benennen), das Deuten (verstehen, warum Menschen beten und was Gebet bedeuten kann), das Gestalten (eigene Gebete in Wort oder Bild entwickeln, Symbole nutzen, Rituale erleben) sowie das Kommunizieren (anderen zuhören, eigene Gedanken freiwillig mitteilen, unterschiedliche religiöse Zugänge respektieren). Besonders gut entspricht die Einheit dem sächsischen Anspruch, religiöse Bildung offen, schutzsensibel und ohne Leistungsdruck zu gestalten: Die konsequente Freiwilligkeit, das „Pass“-Recht und der Schutz persönlicher Gebete durch die Gebetsbox greifen diese Vorgaben direkt auf. Darüber hinaus knüpft die Einheit an den Lernbereich „Mensch und Gemeinschaft“ an, indem Erfahrungen von Vertrauen, Zuhören, Freude und Sorge als Ausgangspunkt religiöser Deutung genutzt werden. Insgesamt erfüllt die Einheit die inhaltlichen und kompetenzbezogenen Anforderungen des sächsischen Lehrplans in sehr hohem Maße. Quelle: Sächsisches Staatsministerium für Kultus: Lehrplan Katholische Religion Grundschule, Dresden 2019.

Die Unterrichtseinheit passt sehr gut zu den Vorgaben des Lehrplans für den katholischen Religionsunterricht in der Grundschule in Sachsen-Anhalt, der religiöses Lernen als lebensweltbezogenen, dialogischen und kompetenzorientierten Prozess versteht. Inhaltlich lässt sich die Einheit klar dem Lernbereich „Nach Gott fragen – von Gott sprechen“ zuordnen. Der Lehrplan betont, dass Kinder entdecken sollen, dass Menschen Gott als Gegenüber ansprechen und ihm im Gebet Freude, Dank, Bitten und Sorgen mitteilen. Genau diese Perspektive wird in der Einheit umgesetzt, indem Gebet als persönliches Reden mit Gott eingeführt und in den Grundformen Danken, Bitten und Loben altersgemäß erschlossen wird. Kompetenzbezogen werden insbesondere das Wahrnehmen und Beschreiben (eigene Gefühle, religiöse Situationen und Ausdrucksformen erkennen), das Deuten (verstehen, warum Menschen beten und welche Bedeutung Gebet für das eigene Leben haben kann), das Gestalten (eigene Gebete in Wort oder Bild entwickeln, Symbole nutzen, Rituale erleben) sowie das Kommunizieren (zuhören, eigene Gedanken freiwillig mitteilen, andere religiöse Sichtweisen respektieren) gefördert. Der Lehrplan Sachsen-Anhalt hebt zudem hervor, dass religiöse Praxis im Unterricht nicht verpflichtend, sondern als Angebot zur persönlichen Auseinandersetzung gestaltet werden soll; dieser Anspruch wird durch die konsequente Freiwilligkeit, den Schutz persönlicher Gebete (Gebetsbox/Schatztruhe) und den sensiblen Umgang mit religiöser Vielfalt überzeugend eingelöst. Darüber hinaus knüpft die Einheit an den Lernbereich „Menschsein in Gemeinschaft“ an, indem soziale Kompetenzen wie Zuhören, Vertrauen und Rücksichtnahme gezielt gefördert werden. Insgesamt entspricht die Einheit sowohl inhaltlich als auch kompetenzorientiert in hohem Maße den Vorgaben des Landes Sachsen-Anhalt. Quelle: Ministerium für Bildung des Landes Sachsen-Anhalt: Lehrplan Grundschule Katholischer Religionsunterricht, Magdeburg 2019.

Die Unterrichtseinheit ist sehr gut anschlussfähig an die Fachanforderungen für den katholischen Religionsunterricht in der Primarstufe, da diese einen kompetenzorientierten, erfahrungsbezogenen und dialogischen Zugang zum religiösen Lernen vorsehen. Inhaltlich lässt sich die Einheit klar dem Kompetenzbereich „Nach Gott fragen und von Gott sprechen“ zuordnen. Die Fachanforderungen betonen, dass Kinder Gott als ansprechbares Gegenüber kennenlernen und entdecken sollen, dass Menschen mit Gott reden – im Gebet, in Stille und in Ritualen. Genau dies wird in der Einheit umgesetzt, indem Gebet als persönliches Reden mit Gott erschlossen und in den Grundformen Danken, Bitten und Loben altersgemäß erprobt wird. Kompetenzbezogen werden insbesondere das Wahrnehmen und Beschreiben (eigene Gefühle, religiöse Situationen und Ausdrucksformen erkennen), das Deuten (verstehen, warum Menschen beten und welche Bedeutung Gebet haben kann), das Gestalten (eigene Gebete kreativ entwickeln, Symbole nutzen, Rituale erleben) sowie das Kommunizieren (zuhören, eigene Gedanken freiwillig mitteilen, unterschiedliche religiöse Zugänge respektieren) gefördert. Besonders gut entspricht die Einheit dem in Schleswig-Holstein hervorgehobenen Anspruch, religiöse Praxis im Unterricht nicht einzuüben, sondern zu erschließen und den Kindern Wahlmöglichkeiten zu eröffnen. Die konsequente Betonung von Freiwilligkeit, der Schutz persönlicher Gebete durch die Gebetsbox sowie die Berücksichtigung religiöser Vielfalt greifen die didaktischen Leitlinien der Fachanforderungen unmittelbar auf. Insgesamt erfüllt die Einheit die inhaltlichen und kompetenzorientierten Vorgaben des Landes Schleswig-Holstein in sehr hohem Maße. Quelle: Ministerium für Bildung, Wissenschaft und Kultur Schleswig-Holstein: Fachanforderungen Katholische Religion Primarstufe, Kiel 2020.

Die Unterrichtseinheit ist sehr gut mit dem Thüringer Lehrplan für den katholischen Religionsunterricht in der Grundschule anschlussfähig, da dieser religiöses Lernen als kindorientierten, erfahrungsbezogenen und kompetenzorientierten Prozess versteht. Inhaltlich lässt sich die Einheit klar dem Lernbereich „Nach Gott fragen – mit Gott sprechen“ zuordnen. Der Lehrplan sieht vor, dass Kinder entdecken, dass Menschen Gott als persönliches Gegenüber ansprechen und ihm im Gebet Freude, Dank, Bitten und Sorgen mitteilen können. Genau diese Zielsetzung wird in der Einheit umgesetzt, indem Gebet als persönliches Reden mit Gott in enger Anknüpfung an vertraute Beziehungserfahrungen (Freundschaft, Zuhören, Vertrauen) eingeführt und in den Grundformen Danken, Bitten und Loben kindgemäß erprobt wird. Kompetenzbezogen fördert die Einheit insbesondere das Wahrnehmen und Beschreiben (eigene Gefühle und religiöse Ausdrucksformen erkennen und benennen), das Deuten (verstehen, warum Menschen beten und welche Bedeutung Gebet für das eigene Leben haben kann), das Gestalten (eigene Gebete in Wort oder Bild entwickeln, Symbole nutzen, Rituale erleben) sowie das Kommunizieren (zuhören, eigene Gedanken freiwillig mitteilen, andere religiöse Sichtweisen respektieren). Der Thüringer Lehrplan betont zudem, dass religiöse Praxis im Unterricht freiwillig, schutzsensibel und ohne Leistungsdruck gestaltet werden soll; dieser Anspruch wird durch die Gebetsbox/Schatztruhe, das „Pass“-Recht und den wertschätzenden Umgang mit persönlichen Beiträgen konsequent eingelöst. Darüber hinaus knüpft die Einheit an den Lernbereich „Menschsein in Gemeinschaft“ an, indem soziale Kompetenzen wie Zuhören, Vertrauen und Rücksichtnahme gezielt gefördert werden. Insgesamt erfüllt die Einheit die inhaltlichen und kompetenzbezogenen Vorgaben des Landes Thüringen in sehr hoher Weise. Quelle: Thüringer Ministerium für Bildung, Jugend und Sport: Lehrplan Katholischer Religionsunterricht Grundschule, Erfurt 2010.

Die Unterrichtseinheit „Beten zu Gott – reden wie mit einem Freund“ entspricht in sehr hohem Maße den curricularen Bildungsstandards der Deutschen Bischofskonferenz (DBK) für den katholischen Religionsunterricht in der Grundschule, da sie sowohl die inhaltlichen Kompetenzbereiche als auch die prozessbezogenen Grunddimensionen religiösen Lernens elementar, kindgemäß und schutzsensibel umsetzt.

Inhaltlich ist die Einheit eindeutig dem Kompetenzbereich „Nach Gott fragen und von Gott sprechen“ zuzuordnen. Die Bildungsstandards betonen, dass Kinder Gott als personales Gegenüber kennenlernen und entdecken sollen, dass Menschen Gott im Gebet ansprechen. Die Einheit greift diese Vorgabe zentral auf, indem Gebet als Reden mit Gott erschlossen wird und nicht als auswendig gelernte Formel oder religiöse Pflicht. Besonders stimmig ist die Orientierung an den grundlegenden Gebetsformen Dank, Bitte und Lob, die in den Bildungsstandards ausdrücklich als elementare Ausdrucksformen des Glaubens benannt werden und die hier altersangemessen, erfahrungsbezogen und mit eigenen Worten der Kinder umgesetzt werden.

Kompetenzorientiert fördert die Einheit mehrere in den Bildungsstandards ausgewiesene Dimensionen religiöser Kompetenz:
Die Kinder nehmen religiöse Ausdrucksformen wahr und beschreiben sie, indem sie Situationen benennen, in denen Menschen beten, und Unterschiede zwischen Dank-, Bitt- und Lobgebeten erkennen. Sie deuten religiöse Praxis, indem sie verstehen, warum Menschen beten und welche Bedeutung Gebet für das eigene Leben haben kann (z. B. Trost, Stärkung, Vertrauen). Sie gestalten religiöse Ausdrucksformen, indem sie eigene Gebete in Wort oder Bild entwickeln, Symbole verwenden und Rituale miterleben. Zugleich wird die Fähigkeit zur Kommunikation über religiöse Fragen gestärkt, da die Kinder lernen, eigene Gedanken und Gefühle freiwillig auszudrücken, anderen zuzuhören und unterschiedliche Zugänge zu respektieren.

Besonders deutlich entspricht die Einheit dem religionspädagogischen Grundverständnis der DBK, nach dem religiöse Praxis im Unterricht nicht eingeübt oder eingefordert, sondern erschlossen, gedeutet und erprobt werden soll. Die konsequente Betonung von Freiwilligkeit, der Schutz persönlicher Gebete (Gebetsbox/Schatztruhe), das „Pass“-Recht sowie der sensible Umgang mit religiöser und weltanschaulicher Vielfalt setzen diese Leitlinie mustergültig um. Gebet wird als Angebot vorgestellt, das Kindern helfen kann, Worte und Bilder für ihre inneren Erfahrungen zu finden.

Darüber hinaus greift die Einheit den Kompetenzbereich „Menschsein in Beziehung“ auf, der in den Bildungsstandards eng mit dem Gottesbezug verknüpft ist. Erfahrungen von Vertrauen, Zuhören, Anvertrauen, Freude und Sorge werden als Ausgangspunkt religiösen Lernens genutzt und eröffnen einen verstehenden Zugang zur Gottesbeziehung. Damit wird das in den Bildungsstandards betonte Zusammenspiel von Lebensdeutung, Glaubenssprache und persönlicher Erfahrung konkret umgesetzt.

Insgesamt erfüllt die Unterrichtseinheit die curricularen Bildungsstandards der Deutschen Bischofskonferenz in Inhalt, Kompetenzorientierung, Didaktik und Haltung in sehr hohem Maße und eignet sich besonders gut für die Klassenstufen 1/2, da sie elementare religiöse Kompetenzen aufbaut, ohne Kinder zu überfordern oder zu vereinnahmen.
Quelle: Sekretariat der Deutschen Bischofskonferenz: Curriculare Bildungsstandards für den katholischen Religionsunterricht in der Grundschule, Bonn 2016.

Anmerkungen:
* Die Zuordnung für die Bundesländer Mecklenburg-Vorpommern, Bremen, Berlin und Brandenburg basieren auf dem gemeinsam entwickelten Rahmenplan Grundschule – Katholische Religion, herausgegeben Ministerium für Bildung, Wissenschaft und Kultur des Landes Mecklenburg-Vorpommern.
** Mit dem Schuljahr 2025/2026 beginnt die schrittweise Einführung des christlichen Religionsunterrichts (CRU) in Niedersachsen, das noch nicht in Kraft getretene Kerncurriculum ist noch nicht bedacht!

Konfessionelle Kooperation

Bezüge zu exemplarischen Arbeitsplänen & -hilfen

Die Bezüge auf die Arbeitshilfen dienen dir zur Gestaltung von Religionsunterricht in konfessioneller Kooperation.

Für Baden-Württemberg ist die Passung sehr hoch, weil deine Reihe inhaltlich und kompetenzorientiert direkt in den Bereich „Mit Gott reden / beten“ hineinführt, der im konfessionell-kooperativen Beispielcurriculum für Klasse 1/2 ausdrücklich als eigene Unterrichtseinheit angelegt ist („UE 11: Mit Gott kann ich reden“). Inhaltlich dockt deine Leitfrage („Was können wir Gott sagen…?“) besonders klar an die Perspektive an, dass Kinder eigene Erfahrungen vor Gott zur Sprache bringen: Im Beispielcurriculum wird dies als inhaltsbezogene Kompetenz formuliert, dass Kinder ihre Erfahrungen als Lob, Bitte, Dank (und auch Klage) vor Gott bringen können. Genau diese Grundformen (danken – bitten – loben/staunen) strukturierst du in Stunde 3 und vertiefst sie über Schutzformate wie Gebetsbox/Schatztruhe (Stunde 4) sowie ein gemeinsames Ritual (Stunde 5). Damit entspricht die Reihe zugleich der Kompetenzlinie, spirituelle Elemente (Rituale, freie und überlieferte Gebete) reflektiert zu gestalten – was du methodisch durch Satzstarter, Symbole, Gestaltung (Wort/Bild), Stille und Lied konsequent umsetzt und durch Freiwilligkeit/Schutz didaktisch absicherst. Prozessbezogene Kompetenzen werden dabei breit bedient: Kinder nehmen religiöse Spuren und Ausdrucksformen in ihrer Lebenswelt wahr (Anknüpfung über Freundschaft, Zuhören, Gefühle und Alltagssituationen), sie erschließen Grundformen religiöser Sprache wie Gebet, Stille, Ritual, Musik und Symbol (z. B. Herz/Hände/Welt), und sie setzen Erfahrungen von Menschen mit Gott in Beziehung zu eigenen Erfahrungen (deutlich in den Erzählimpulsen und der Reflexion). Besonders stimmig ist auch deine Schwerpunktsetzung „Zuhören – Anvertrauen – Vertrauen“: Sie unterstützt die prozessbezogenen Kompetenzen, eigene Gedanken und Gefühle auszudrücken, anderen zuzuhören und Perspektiven zu übernehmen (Partner-Zuhörübung, Gesprächsregeln, „Pass“-Recht), und sie stärkt das im Koko-Kontext wichtige achtsame Miteinander. Konfessionell-kooperativ ist die Reihe außerdem gut anschlussfähig, weil das Beispielcurriculum betont, dass der gemeinsame Unterrichtsplan Gemeinsamkeiten stärkt und Unterschieden gerecht wird und die Planung im Team erfolgt – dein Vorgehen (Freiwilligkeit, keine Bewertung performativer Anteile, sensible Ritualgestaltung) passt genau zu dieser Grundanlage.

Quelle: Ministerium für Kultus, Jugend und Sport Baden-Württemberg: Konfessionelle Kooperation – Beispielcurriculum A für die Grundschule – Klassen 1/2, Stand 07.03.2024.

t.b.a.

t.b.a.

Für Rheinland-Pfalz zeigt die Unterrichtseinheit eine sehr hohe Passung zu den Vorgaben für den konfessionell kooperativen Religionsunterricht in der Grundschule, wie sie im vorliegenden Arbeitsplan/Entwurf zur konfessionellen Kooperation ausgewiesen sind. Der rheinland-pfälzische Ansatz legt besonderen Wert auf gemeinsame Lerngegenstände, eine kindorientierte Erschließung religiöser Praxis sowie auf eine didaktisch sensible Gestaltung religiöser Vollzüge im schulischen Kontext. Genau diese Grundlinien greift deine Einheit in konsequenter Weise auf.

Inhaltlich ist das Thema Gebet als Reden mit Gott klar im zentralen Gegenstandsbereich „Mensch – Gott – Welt“ verortet. Der Arbeitsplan benennt ausdrücklich, dass Kinder in den Klassen 1/2 erfahren sollen, dass Menschen sich Gott anvertrauen, ihm danken, um Hilfe bitten und ihr Leben vor Gott zur Sprache bringen. Deine Einheit setzt dies lebensweltlich um, indem sie vom Reden mit einem Freund, vom Zuhören und vom Anvertrauen ausgeht und Gebet als Beziehungs- und Vertrauensgeschehen erschließt. Besonders stimmig ist dabei, dass Gebet nicht funktionalisiert oder eingeübt wird, sondern als Deutungsangebot für kindliche Erfahrungen eröffnet wird.

Auf der Ebene der inhaltlichen Kompetenzen wird im rheinland-pfälzischen Konzept betont, dass Kinder Grundformen religiöser Praxis kennenlernen und deuten sollen. Die von dir herausgearbeiteten Formen Danken – Bitten – Loben entsprechen diesen Vorgaben unmittelbar. Durch die wiederholte Erprobung in unterschiedlichen Ausdrucksformen (Sprechen, Malen, Schreiben, Stille, Ritual, Lied) erfahren die Kinder Gebet als vielfältige Ausdrucksform, die nicht an bestimmte Worte oder Leistungen gebunden ist. Die Schatztruhe/Gebetsbox als Schutzsymbol greift dabei das im Arbeitsplan zentrale Anliegen auf, religiöse Praxis kindgerecht, freiwillig und geschützt zu gestalten.

Auch die prozessbezogenen Kompetenzen des rheinland-pfälzischen Arbeitsplans werden breit abgedeckt. Die Kinder lernen, eigene Gefühle, Wünsche und Erfahrungen wahrzunehmen und auszudrücken, sie hören anderen zu, respektieren unterschiedliche Sichtweisen und reflektieren ihr Tun in Gesprächs- und Reflexionsphasen. Besonders wichtig ist dabei die Fähigkeit, religiöse Sprache vorsichtig zu erproben, ohne sie übernehmen zu müssen – ein Kernanliegen des konfessionell kooperativen Religionsunterrichts in Rheinland-Pfalz, das deine Einheit durch das konsequente „Du darfst – du musst nicht“ didaktisch überzeugend umsetzt.

Konfessionell-kooperativ ist die Einheit sehr tragfähig, weil sie keine konfessionellen Sonderformen voraussetzt, sondern das gemeinsame christliche Grundverständnis von Gebet in den Mittelpunkt stellt. Zugleich bleibt sie offen für Kinder mit distanzierter oder nichtreligiöser Haltung. Damit entspricht sie dem Ziel des rheinland-pfälzischen Modells, einen Religionsunterricht zu gestalten, der gemeinsam verantwortet, pluralitätssensibel und dialogisch ist.

Quelle: Ministerium für Bildung Rheinland-Pfalz: Konfessionelle Kooperation im Religionsunterricht der Grundschule – Arbeitsplan / Vorarbeiten, Rheinland-Pfalz.

Für das Saarland weist die Unterrichtseinheit eine sehr hohe inhaltliche und kompetenzbezogene Passung zu den vorliegenden Vorarbeiten für einen Arbeitsplan zum konfessionell kooperativen Religionsunterricht in der Grundschule auf. Der saarländische Ansatz betont besonders stark den religionssensiblen, erfahrungsbezogenen und dialogischen Zugang zum Religionsunterricht sowie die gemeinsame Verantwortung beider Konfessionen für Lernprozesse, die Kinder in ihrer Lebenswelt ernst nehmen. Genau diese Grundorientierung prägt deine Einheit durchgängig.

Inhaltlich ist das Thema Gebet als Reden mit Gott klar im zentralen Bezugsfeld „Mensch und Gott / Religiöse Ausdrucksformen“ verortet. Die Vorarbeiten für das Saarland sehen für die Klassen 1/2 vor, dass Kinder entdecken, dass Menschen sich an Gott wenden, ihm danken, um Hilfe bitten und ihre Freude, Sorgen und Fragen vor Gott bringen. Deine Einheit greift diese Zielrichtung unmittelbar auf, indem sie Gebet als persönliche Mitteilung erschließt, die aus alltäglichen Erfahrungen von Freundschaft, Zuhören und Anvertrauen heraus verständlich wird. Besonders anschlussfähig ist dabei der Vergleich „reden wie mit einem Freund“, der im saarländischen Arbeitsplan ausdrücklich als kindgemäße Deutungshilfe für Beziehung zu Gott angelegt ist, ohne Gott zu vermenschlichen.

Auf der Ebene der inhaltlichen Kompetenzen entspricht die Einheit den saarländischen Vorgaben, nach denen Kinder Grundformen religiöser Praxis kennenlernen, unterscheiden und in eigenen Ausdrucksformen erproben sollen. Die klare Strukturierung der Reihe entlang der Formen Danken – Bitten – Loben sowie die Möglichkeit, diese Formen in Wort, Bild, Symbol oder Stille zu gestalten, erfüllt diese Erwartungen in besonders konsequenter Weise. Die Gestaltung persönlicher Gebetszettel und deren Aufbewahrung in einer Schatztruhe oder Gebetsbox greift zudem das saarländische Anliegen auf, religiöse Lernprozesse achtsam, geschützt und ohne Leistungsdruck zu gestalten.

Auch die prozessbezogenen Kompetenzen, die in den Vorarbeiten für das Saarland hervorgehoben werden, sind in der Einheit breit angelegt: Die Kinder nehmen eigene Gefühle und Erfahrungen wahr, bringen diese sprachlich oder kreativ zum Ausdruck, hören anderen zu, respektieren unterschiedliche Zugänge und reflektieren ihre Erfahrungen im Gespräch. Besonders bedeutsam ist die Förderung der Kompetenz, religiöse Sprache vorsichtig zu erproben, ohne sie übernehmen oder bekennen zu müssen. Diese Offenheit ist ein zentrales Merkmal des konfessionell kooperativen Religionsunterrichts im Saarland und wird in deiner Einheit durch das konsequente Prinzip der Freiwilligkeit und das „Pass“-Recht überzeugend umgesetzt.

Konfessionell-kooperativ ist die Einheit sehr gut tragfähig, da sie bewusst gemeinsame christliche Grundlagen (Gebet als Beziehungsgeschehen, Vertrauen, Anvertrauen) in den Mittelpunkt stellt und zugleich Raum für unterschiedliche konfessionelle, religiöse oder nichtreligiöse Hintergründe lässt. Die Betonung von Schutz, Offenheit und dialogischem Lernen entspricht dem saarländischen Ziel, Religionsunterricht als gemeinsamen Lernraum zu gestalten, in dem Kinder Orientierung finden können, ohne vereinnahmt zu werden.

Quelle: Ministerium für Bildung und Kultur des Saarlandes: Vorarbeiten für einen Arbeitsplan zum konfessionell kooperativen Religionsunterricht in der Grundschule, Saarland.

Bezüge zum evangelischen Religionsunterricht

Sie dienen dir und deinen Kolleg:innen als Hilfe zur Erstellung schuleigener Arbeitspläne für konfessionellen Religionsunterricht in Kooperation (bspw. in Nordrhein-Westfalen) und Unterricht in gemischt-konfessionellen Lerngruppen.

Die Unterrichtseinheit „Gott ist wie … – Bilder von Gott entdecken und gestalten“ passt sehr gut zum Bildungsplan Evangelische Religionslehre Grundschule in Baden-Württemberg für die Klassenstufen 1 und 2. Der Bildungsplan sieht ausdrücklich vor, dass Kinder in der Schuleingangsphase eigene Vorstellungen von Gott entwickeln, ausdrücken und miteinander ins Gespräch bringen. Die offene Leitfrage der Einheit sowie der bewertungsfreie Umgang mit unterschiedlichen Gottesbildern entsprechen genau diesem Ansatz. Kinder sollen lernen, dass Menschen Gott in Bildern und Vergleichen beschreiben und dass diese Bilder von persönlichen Erfahrungen geprägt sind.

Inhaltlich ist die Einheit klar im Themenbereich „Gott“ verankert. Der Bildungsplan benennt für Klasse 1/2 als Ziel, dass Kinder entdecken, dass Gott Menschen nahe ist und dass jeder Mensch für Gott wichtig ist. Das biblische Bild vom guten Hirten und vom verlorenen Schaf (Lk 15) ist dabei ausdrücklich als möglicher Zugang genannt. Die Arbeit mit Bodenbildern, Symbolen und Erzählungen unterstützt diese Inhalte in altersgemäßer Weise und macht biblische Bildsprache anschaulich erfahrbar.

Kompetenzorientiert fördert die Einheit vor allem prozessbezogene Kompetenzen der Klassenstufe 1/2: Die Kinder nehmen eigene Gedanken und Gefühle wahr, bringen diese sprachlich oder gestalterisch zum Ausdruck, deuten biblische Bilder, hören einander zu und respektieren unterschiedliche religiöse Vorstellungen. Durch kreative Gestaltung, Gesprächskreise und Rituale werden zudem kommunikative, soziale und personale Kompetenzen angebahnt, wie sie der Bildungsplan für die Schuleingangsphase vorsieht.

Quelle:
Ministerium für Kultus, Jugend und Sport Baden-Württemberg: Bildungsplan 2016 – Evangelische Religionslehre Grundschule, Stuttgart 2016.

Die Unterrichtseinheit „Gott ist wie … – Bilder von Gott entdecken und gestalten“ passt sehr gut zum LehrplanPLUS Evangelische Religionslehre Grundschule für die Klassenstufen 1/2. Der Lehrplan betont ausdrücklich, dass Kinder in der Schuleingangsphase eigene Vorstellungen von Gott entwickeln und ausdrücken sollen. Genau hier setzt die Einheit an: Sie geht von kindlichen Erfahrungen aus und eröffnet einen offenen Gesprächsraum, in dem unterschiedliche Gottesbilder wertschätzend nebeneinander stehen dürfen.

Inhaltlich ist die Einheit klar im Lernbereich 1 „Nach Gott fragen – Gott begleitet“ verankert. Für Klasse 1/2 sieht der Lehrplan vor, dass Kinder eigene Bilder von Gott darstellen, biblische Sprachbilder vergleichen und in biblischen Geschichten Antworten auf die Frage nach Gottes Begleitung entdecken. Das Arbeiten mit dem Bild vom guten Hirten und der Geschichte vom verlorenen Schaf entspricht diesen Vorgaben sehr präzise: Kinder erfahren Gott als jemanden, der nahe ist, schützt, sucht und begleitet, und bringen diese Deutung mit eigenen Erfahrungen in Verbindung.

Kompetenzbezogen fördert die Einheit zentrale Erwartungen der Klassenstufe 1/2: Die Kinder bringen eigene Vorstellungen von Gott in unterschiedlichen Ausdrucksformen (Sprache, Bild, Symbol) zum Ausdruck, deuten biblische Bilder und setzen diese mit eigenen Erfahrungen in Beziehung. Darüber hinaus werden kommunikative und soziale Kompetenzen gestärkt, indem die Kinder einander zuhören, unterschiedliche Vorstellungen respektieren und im Gespräch über existentielle Fragen sprachfähig werden.

Quelle:
Bayerisches Staatsministerium für Unterricht und Kultus: LehrplanPLUS Grundschule – Evangelische Religionslehre (Jahrgangsstufen 1/2), München.

Die Unterrichtseinheit „Gott ist wie … – Bilder von Gott entdecken und gestalten“ ist sehr gut anschlussfähig an den Rahmenlehrplan Evangelischer Religionsunterricht Grundschule der Evangelischen Kirche Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz (EKBO) für die Klassenstufen 1/2. Der Berliner Lehrplan betont für die Schuleingangsphase ausdrücklich das Anknüpfen an kindliche Erfahrungen, Fragen und Deutungen sowie das offene Nachdenken über Gott, ohne Gottesvorstellungen festzuschreiben. Genau diesem religionspädagogischen Grundverständnis folgt die Einheit.

Inhaltlich lässt sich die Einheit klar dem Themenfeld „Nach Gott fragen – von Gott sprechen“ zuordnen. Für Klasse 1/2 sollen Kinder entdecken, dass Menschen unterschiedlich von Gott sprechen und dafür Bilder, Vergleiche und Geschichten nutzen. Die Arbeit mit der Formulierung „Gott ist wie …“ sowie die bewusste Offenheit für verschiedene Gottesbilder entspricht diesem Ansatz unmittelbar. Das biblische Bild vom guten Hirten und die Geschichte vom verlorenen Schaf sind dabei besonders geeignet, weil sie Gottes Nähe, Zuwendung und Sorge in kindgerechter Bildsprache erfahrbar machen.

Kompetenzbezogen unterstützt die Einheit zentrale Zielsetzungen des Berliner Lehrplans für die Klassenstufe 1/2: Die Kinder nehmen eigene religiöse Vorstellungen wahr, bringen diese sprachlich oder gestalterisch zum Ausdruck und lernen, biblische Bilder als Deutungsangebote zu verstehen. Im gemeinsamen Gespräch entwickeln sie zudem dialogische Kompetenzen, indem sie anderen zuhören, Unterschiede respektieren und erleben, dass religiöse Fragen offen bleiben dürfen. Damit fördert die Einheit sowohl personale als auch kommunikative und religionsbezogene Kompetenzen, wie sie für den evangelischen Religionsunterricht in Berlin grundlegend sind.

Quelle:
Evangelische Kirche Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz: Rahmenlehrplan Evangelischer Religionsunterricht Grundschule, Berlin.

Die Unterrichtseinheit „Gott ist wie … – Bilder von Gott entdecken und gestalten“ passt sehr gut zum Rahmenlehrplan Evangelischer Religionsunterricht Grundschule der Evangelischen Kirche Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz (EKBO) für die Klassenstufen 1/2 und ist damit in gleicher Weise für Brandenburg anschlussfähig. Der Lehrplan betont für die Schuleingangsphase ausdrücklich, dass religiöses Lernen bei den Erfahrungen, Fragen und Deutungen der Kinder ansetzt und Gottesvorstellungen nicht festgelegt, sondern als Suchbewegungen verstanden werden.

Inhaltlich ist die Einheit dem Themenbereich „Nach Gott fragen – von Gott sprechen“ zuzuordnen. Für Klasse 1/2 sollen Kinder wahrnehmen, dass Menschen unterschiedlich von Gott sprechen und dafür Bilder, Vergleiche und Geschichten verwenden. Die Leitfrage „Gott ist wie …“ sowie die bewusste Offenheit gegenüber vielfältigen Gottesbildern entsprechen diesem Anspruch unmittelbar. Das biblische Bild vom guten Hirten und die Geschichte vom verlorenen Schaf eröffnen dabei eine kindgerechte Deutung Gottes als zugewandt, sorgend und begleitend.

Kompetenzbezogen fördert die Einheit zentrale Zielsetzungen des Brandenburger Lehrplans für die Klassenstufe 1/2: Die Kinder nehmen eigene Vorstellungen von Gott wahr, bringen diese sprachlich, symbolisch oder gestalterisch zum Ausdruck und lernen, biblische Bilder als Deutungsangebote zu verstehen. In Gesprächskreisen entwickeln sie dialogische Kompetenzen, indem sie anderen zuhören, unterschiedliche Sichtweisen respektieren und erleben, dass religiöse Fragen offen bleiben dürfen. Damit stärkt die Einheit personale, kommunikative und religionsbezogene Kompetenzen, wie sie der evangelische Religionsunterricht in Brandenburg vorsieht.

Quelle:
Evangelische Kirche Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz: Rahmenlehrplan Evangelischer Religionsunterricht Grundschule, Berlin.

Die Unterrichtseinheit „Gott ist wie … – Bilder von Gott entdecken und gestalten“ ist sehr gut anschlussfähig an den Kerncurriculum Evangelische Religion Grundschule in Hessen für die Klassenstufen 1/2. Das hessische Kerncurriculum betont für die Schuleingangsphase, dass Kinder eigene Fragen nach Gott entwickeln, ihre Vorstellungen ausdrücken und dabei ernst genommen werden. Religiöses Lernen soll von den Erfahrungen, Gefühlen und Deutungen der Kinder ausgehen – genau dieses Prinzip prägt die gesamte Einheit.

Inhaltlich lässt sich die Einheit eindeutig dem Themenbereich „Nach Gott fragen – von Gott sprechen“ zuordnen. Für Klasse 1/2 sieht das Kerncurriculum vor, dass Kinder entdecken, dass Menschen Gott in Bildern und Geschichten beschreiben, und dass diese Bilder helfen, Erfahrungen wie Geborgenheit, Angst oder Vertrauen zu deuten. Das biblische Bild vom guten Hirten sowie die Geschichte vom verlorenen Schaf unterstützen diese Zielsetzung, indem Gott als jemand erfahrbar wird, der begleitet, schützt und niemanden vergisst.

Kompetenzbezogen fördert die Einheit zentrale Kompetenzen der Klassenstufe 1/2 im hessischen Kerncurriculum: Die Kinder nehmen eigene religiöse Vorstellungen wahr, bringen sie sprachlich oder gestalterisch zum Ausdruck und deuten biblische Bilder als Angebote, über Gott nachzudenken. In Gesprächskreisen entwickeln sie kommunikative und soziale Kompetenzen, indem sie anderen zuhören, unterschiedliche Vorstellungen respektieren und lernen, dass religiöse Fragen offen bleiben dürfen. Damit unterstützt die Einheit sowohl personale als auch dialogische Kompetenzen, wie sie für den evangelischen Religionsunterricht in Hessen grundlegend sind.

Quelle:
Hessisches Kultusministerium: Kerncurriculum Evangelische Religion Grundschule, Wiesbaden.

Die Unterrichtseinheit „Gott ist wie … – Bilder von Gott entdecken und gestalten“ passt sehr gut zum Rahmenplan Evangelische Religion Grundschule in Mecklenburg-Vorpommern für die Klassenstufen 1/2. Der Lehrplan betont für die Schuleingangsphase, dass religiöses Lernen von den Fragen, Erfahrungen und Deutungen der Kinder ausgeht und dass Gottesvorstellungen nicht vorgegeben, sondern gemeinsam entdeckt und bedacht werden. Die offene Leitfrage der Einheit entspricht diesem kindorientierten Zugang in besonderer Weise.

Inhaltlich ist die Einheit dem Lernbereich „Fragen nach Gott“ zuzuordnen. Für Klasse 1/2 sollen Kinder wahrnehmen, dass Menschen in Bildern und Geschichten von Gott sprechen und dass diese Bilder helfen, Erfahrungen wie Geborgenheit, Angst oder Vertrauen zu deuten. Das biblische Bild vom guten Hirten und die Geschichte vom verlorenen Schaf sind dabei besonders geeignet, da sie Gott als jemanden zeigen, der begleitet, schützt und niemanden verloren gibt – ein zentrales Motiv des Lehrplans.

Kompetenzbezogen fördert die Einheit grundlegende Kompetenzen der Klassenstufe 1/2: Die Kinder äußern eigene Vorstellungen von Gott, setzen sich mit biblischen Bildern auseinander und bringen ihre Gedanken sprachlich, kreativ oder symbolisch zum Ausdruck. In gemeinsamen Gesprächsphasen lernen sie zudem, anderen zuzuhören, unterschiedliche Sichtweisen zu respektieren und religiöse Fragen als offene Suchbewegungen zu verstehen. Damit unterstützt die Einheit personale, kommunikative und religionsbezogene Kompetenzen, wie sie im evangelischen Religionsunterricht in Mecklenburg-Vorpommern vorgesehen sind.

Quelle:
Ministerium für Bildung, Wissenschaft und Kultur Mecklenburg-Vorpommern: Rahmenplan Evangelische Religion Grundschule, Schwerin.

Die Unterrichtseinheit „Gott ist wie … – Bilder von Gott entdecken und gestalten“ passt sehr gut zum Lehrplan Evangelische Religionslehre Grundschule in Nordrhein-Westfalen für die Klassenstufen 1/2. Der Lehrplan betont für die Schuleingangsphase, dass Kinder eigene Erfahrungen mit grundlegenden religiösen Fragen verbinden und im Dialog mit biblischen Überlieferungen erste Deutungen von Gott entwickeln. Die offene Leitfrage der Einheit sowie der bewertungsfreie Umgang mit unterschiedlichen Gottesbildern entsprechen diesem dialogischen und kindorientierten Ansatz.

Inhaltlich ist die Einheit im Bereich „Die Frage nach Gott“ sowie im Zusammenhang mit biblischen Deutungsangeboten verortet. Für Klasse 1/2 sollen Kinder entdecken, dass Menschen in Bildern, Geschichten und Vergleichen von Gott sprechen, um Erfahrungen wie Geborgenheit, Angst oder Vertrauen zu verstehen. Das biblische Bild vom guten Hirten und die Geschichte vom verlorenen Schaf greifen diesen Anspruch auf, indem Gott als jemand erfahrbar wird, der sucht, begleitet und sich jedem Menschen zuwendet.

Kompetenzbezogen fördert die Einheit zentrale Kompetenzerwartungen der Klassenstufe 1/2 in NRW: Die Kinder nehmen eigene religiöse Vorstellungen wahr, bringen diese sprachlich oder kreativ zum Ausdruck und setzen biblische Bilder mit ihrer Lebenswelt in Beziehung. In Gesprächskreisen entwickeln sie zudem kommunikative und soziale Kompetenzen, indem sie anderen zuhören, unterschiedliche Sichtweisen respektieren und lernen, religiöse Fragen gemeinsam zu bedenken. Damit unterstützt die Einheit die im Lehrplan formulierten Ziele einer kindgemäßen religiösen Urteils- und Ausdrucksfähigkeit.

Quelle:
Ministerium für Schule und Bildung des Landes Nordrhein-Westfalen: Lehrplan für die Primarstufe – Evangelische Religionslehre, Düsseldorf.

Die Unterrichtseinheit „Gott ist wie … – Bilder von Gott entdecken und gestalten“ ist sehr gut anschlussfähig an den Teilrahmenplan Evangelische Religion Grundschule in Rheinland-Pfalz für die Klassenstufen 1/2. Der Lehrplan hebt für die Schuleingangsphase hervor, dass Kinder eigene Fragen nach Gott entwickeln und ihre Vorstellungen in Sprache, Bildern und Symbolen ausdrücken sollen. Religiöses Lernen wird dabei ausdrücklich als offener Prozess verstanden, der von den Erfahrungen und Deutungen der Kinder ausgeht.

Inhaltlich lässt sich die Einheit dem Themenbereich „Nach Gott fragen – von Gott sprechen“ zuordnen. Für Klasse 1/2 sollen Kinder entdecken, dass Menschen in Bildern und Geschichten von Gott sprechen, um Erfahrungen wie Geborgenheit, Angst oder Vertrauen zu deuten. Das biblische Bild vom guten Hirten und die Geschichte vom verlorenen Schaf unterstützen diese Zielsetzung, da sie Gott als jemanden zeigen, der begleitet, schützt und niemanden aufgibt.

Kompetenzbezogen fördert die Einheit zentrale Kompetenzen der Klassenstufe 1/2 in Rheinland-Pfalz: Die Kinder nehmen eigene religiöse Vorstellungen wahr, bringen diese kreativ oder sprachlich zum Ausdruck und lernen, biblische Bilder als Deutungsangebote zu verstehen. In Gesprächsphasen üben sie zudem, anderen zuzuhören, unterschiedliche Sichtweisen zu respektieren und religiöse Fragen gemeinsam zu bedenken. Damit unterstützt die Einheit die Entwicklung personaler, sozialer und religiöser Kompetenzen, wie sie der Lehrplan vorsieht.

Quelle:
Ministerium für Bildung Rheinland-Pfalz: Teilrahmenplan Evangelische Religion Grundschule, Mainz.

Die Unterrichtseinheit „Gott ist wie … – Bilder von Gott entdecken und gestalten“ ist sehr gut anschlussfähig an den Lehrplan Evangelische Religion Grundschule im Saarland für die Klassenstufen 1/2. Der Lehrplan betont, dass Kinder im Religionsunterricht eigene Fragen nach Gott entwickeln, ihre Vorstellungen ernst genommen werden und religiöses Lernen von der Lebenswelt der Kinder ausgeht. Die offene Leitfrage der Einheit und der wertschätzende Umgang mit unterschiedlichen Gottesbildern entsprechen diesem kindorientierten Ansatz ausdrücklich.

Inhaltlich lässt sich die Einheit vor allem den Lernbereichen „Fragen nach Gott und der Welt“ sowie „Die Botschaft der Bibel“ zuordnen. Für Klasse 1/2 sollen Kinder entdecken, dass Menschen in Bildern und biblischen Geschichten von Gott sprechen, um Erfahrungen wie Vertrauen, Angst oder Geborgenheit zu deuten. Das biblische Bild vom guten Hirten und die Geschichte vom verlorenen Schaf sind hierfür besonders geeignet, da sie Gott als jemanden zeigen, der sucht, schützt und verlässlich für die Menschen da ist.

Kompetenzbezogen fördert die Einheit zentrale prozessorientierte Kompetenzen der Klassenstufe 1/2 im Saarland: Die Kinder nehmen religiöse Vorstellungen wahr, deuten biblische Geschichten, bringen eigene Gedanken sprachlich oder kreativ zum Ausdruck und lernen, unterschiedliche Sichtweisen zu respektieren. Durch Gesprächskreise, Symbolarbeit und kreative Gestaltung werden zudem kommunikative, soziale und personale Kompetenzen angebahnt, wie sie der Lehrplan für den evangelischen Religionsunterricht vorsieht.

Quelle:
Ministerium für Bildung und Kultur des Saarlandes: Lehrplan Evangelische Religion Grundschule, Saarbrücken.

Die Unterrichtseinheit „Gott ist wie … – Bilder von Gott entdecken und gestalten“ ist sehr gut anschlussfähig an den Lehrplan Evangelische Religion Grundschule in Sachsen für die Klassenstufen 1/2. Der sächsische Lehrplan betont für die Schuleingangsphase, dass Kinder eigene religiöse Vorstellungen entwickeln, ihre Fragen nach Gott äußern und dabei ernst genommen werden. Religiöses Lernen soll von den Erfahrungen und Deutungen der Kinder ausgehen und in einem offenen, dialogischen Prozess erfolgen – genau diesem Grundverständnis folgt die Einheit.

Inhaltlich lässt sich die Einheit vor allem dem Lernbereich „Fragen nach Gott und der Welt“ sowie dem Umgang mit biblischen Geschichten als Deutungsangeboten zuordnen. Für Klasse 1/2 sollen Kinder entdecken, dass Menschen Gott in Bildern und Geschichten beschreiben, um Erfahrungen wie Geborgenheit, Angst oder Vertrauen zu verstehen. Das biblische Bild vom guten Hirten und die Geschichte vom verlorenen Schaf unterstützen diese Zielsetzung, indem Gott als jemand erfahrbar wird, der begleitet, sucht und sich dem Einzelnen zuwendet.

Kompetenzbezogen fördert die Einheit zentrale Kompetenzen der Klassenstufe 1/2 in Sachsen: Die Kinder äußern eigene Vorstellungen von Gott, setzen sich mit biblischen Bildern auseinander und bringen ihre Gedanken sprachlich, kreativ oder symbolisch zum Ausdruck. In Gesprächskreisen lernen sie zudem, anderen zuzuhören, unterschiedliche Sichtweisen zu respektieren und religiöse Fragen als offene Suchbewegungen zu verstehen. Damit stärkt die Einheit personale, soziale und religionsbezogene Kompetenzen, wie sie im sächsischen Lehrplan für den evangelischen Religionsunterricht vorgesehen sind.

Quelle:
Sächsisches Staatsministerium für Kultus: Lehrplan Grundschule – Evangelische Religion, Dresden.

Die Unterrichtseinheit „Gott ist wie … – Bilder von Gott entdecken und gestalten“ ist sehr gut anschlussfähig an den Fachlehrplan Evangelischer Religionsunterricht Grundschule in Sachsen-Anhalt für die Klassenstufen 1/2. Der Lehrplan betont, dass Kinder religiöse Fragen ausgehend von ihren Erfahrungen entwickeln und eigene Vorstellungen von Gott ausdrücken sollen. Religiöses Lernen wird dabei als offener Prozess verstanden, in dem Deutungen angebahnt, aber nicht festgelegt werden – genau diesem Verständnis folgt die Einheit.

Inhaltlich ist die Einheit vor allem den Bereichen „Sinnangebote und Orientierungshilfen“ sowie „Arbeiten mit der Bibel / Erschließen biblischer Texte“ zuzuordnen. Für Klasse 1/2 sollen Kinder an biblischen Geschichten entdecken, wie Menschen Gott erfahren und ihm vertrauen, und diese Erfahrungen mit dem eigenen Leben in Beziehung setzen. Das biblische Bild vom guten Hirten und die Geschichte vom verlorenen Schaf verdeutlichen Gott als jemanden, der zuwendet, begleitet und niemanden aufgibt, und sind damit ein zentraler inhaltlicher Anknüpfungspunkt.

Kompetenzbezogen fördert die Einheit grundlegende prozessbezogene Kompetenzen der Klassenstufe 1/2 in Sachsen-Anhalt: Die Kinder nehmen religiöse Vorstellungen wahr, deuten biblische Bilder, bringen eigene Gedanken sprachlich oder kreativ zum Ausdruck und entwickeln erste religiöse Urteilsperspektiven. In Gesprächskreisen üben sie zudem, anderen zuzuhören, unterschiedliche Sichtweisen zu respektieren und religiöse Fragen gemeinsam zu bedenken. Damit unterstützt die Einheit personale, kommunikative und religionsbezogene Kompetenzen, wie sie der Fachlehrplan vorsieht.

Quelle:
Ministerium für Bildung des Landes Sachsen-Anhalt: Fachlehrplan Evangelischer Religionsunterricht Grundschule, Magdeburg.

Die Unterrichtseinheit „Gott ist wie … – Bilder von Gott entdecken und gestalten“ ist sehr gut anschlussfähig an die Fachanforderungen Evangelische Religion Primarstufe in Schleswig-Holstein für die Klassenstufen 1/2. Der Lehrplan legt für die Schuleingangsphase großen Wert darauf, dass Kinder eigene religiöse Vorstellungen entwickeln, ihre Fragen nach Gott äußern und diese in Sprache, Bildern und Symbolen ausdrücken. Religiöses Lernen wird dabei als offener, dialogischer Prozess verstanden – genau diesem Ansatz folgt die Einheit.

Inhaltlich lässt sich die Einheit dem Kompetenzbereich „Religiöse Deutung und Orientierung“ sowie dem Arbeiten mit biblischen Bildern und Geschichten zuordnen. Für Klasse 1/2 sollen Kinder entdecken, dass Menschen mithilfe von Bildern und Vergleichen von Gott sprechen, um Erfahrungen wie Geborgenheit, Angst oder Vertrauen zu deuten. Das biblische Bild vom guten Hirten und die Geschichte vom verlorenen Schaf sind hierfür besonders geeignet, da sie Gott als jemanden zeigen, der sorgt, sucht und begleitet.

Kompetenzbezogen fördert die Einheit zentrale prozessbezogene Kompetenzen der Klassenstufe 1/2 in Schleswig-Holstein: Die Kinder nehmen eigene religiöse Vorstellungen wahr, deuten biblische Bilder, bringen Gedanken kreativ oder sprachlich zum Ausdruck und lernen, unterschiedliche Sichtweisen zu respektieren. In Gesprächskreisen und Gestaltungsphasen werden zudem kommunikative, soziale und personale Kompetenzen angebahnt, wie sie die Fachanforderungen für den evangelischen Religionsunterricht vorsehen.

Quelle:
Ministerium für Bildung, Wissenschaft und Kultur des Landes Schleswig-Holstein: Fachanforderungen Evangelische Religion Primarstufe, Kiel 2020.

Die Unterrichtseinheit „Gott ist wie … – Bilder von Gott entdecken und gestalten“ ist sehr gut anschlussfähig an den Lehrplan Evangelische Religionslehre Grundschule in Thüringen für die Klassenstufen 1/2. Der thüringische Lehrplan betont, dass religiöses Lernen in der Grundschule von den Fragen der Kinder ausgeht und ihnen Raum gibt, eigene Vorstellungen von Gott zu entwickeln und zu reflektieren. Die offene Leitfrage der Einheit entspricht diesem kindorientierten und fragenden Zugang in besonderer Weise.

Inhaltlich lässt sich die Einheit vor allem dem Lernbereich 3 „Die Frage der Kinder nach Gott und den Menschen“ zuordnen. Für Klasse 1/2 sollen Kinder entdecken, dass Menschen Gott in Bildern, Vergleichen und biblischen Geschichten beschreiben, um Erfahrungen wie Geborgenheit, Angst oder Vertrauen zu deuten. Das biblische Bild vom guten Hirten und die Geschichte vom verlorenen Schaf unterstützen diese Zielsetzung, indem Gott als jemand erfahrbar wird, der begleitet, sucht und niemanden verloren gibt.

Kompetenzbezogen fördert die Einheit zentrale fachspezifische Kompetenzen der Klassenstufe 1/2 in Thüringen: Die Kinder nehmen eigene religiöse Vorstellungen wahr, bringen diese sprachlich oder gestalterisch zum Ausdruck und deuten biblische Bilder als Angebote zur Orientierung. In Gesprächskreisen entwickeln sie zudem Methoden-, Selbst- und Sozialkompetenzen, indem sie anderen zuhören, unterschiedliche Sichtweisen respektieren und religiöse Fragen gemeinsam bedenken. Damit unterstützt die Einheit die im Lehrplan formulierte Zielsetzung, Kinder zu einer ersten religiösen Orientierungsfähigkeit zu befähigen.

Quelle:
Thüringer Ministerium für Bildung, Wissenschaft und Kultur: Lehrplan für die Grundschule – Evangelische Religionslehre, Erfurt 2010.

Heterogenität

Die Einheit ist von ihrem Grundverständnis her inklusiv und offen angelegt. Sie trägt der Tatsache Rechnung, dass Kinder mit unterschiedlichen religiösen, sprachlichen, kognitiven, motorischen sowie emotional-sozialen Voraussetzungen am Religionsunterricht teilnehmen.

  • Religiöse Vielfalt: Die Einheit verwendet bewusst offene Formulierungen wie „Viele Menschen glauben …“ oder „Man kann …“. Gebet wird als Angebot vorgestellt, nicht als Erwartung. Die Teilnahme an Ritualen ist freiwillig; Kinder dürfen still sitzen, malen oder zuhören, ohne sich erklären zu müssen.

  • Sprachliche Vielfalt: Kinder erhalten vielfältige Ausdrucksmöglichkeiten. Neben dem Schreiben sind Malen, Symbole und mündliche Beiträge gleichwertig. Satzstarter, Wortbanken und Partnerhilfen unterstützen Kinder mit Deutsch als Zweitsprache oder geringer Sprachsicherheit. Kurze, klare Arbeitsaufträge entlasten zusätzlich.

  • Motorische Unterstützung: Für Kinder mit motorischen Einschränkungen werden Materialien angepasst, etwa durch dicke Stifte, vorgedruckte Karten oder Schablonen. Ausreichend Zeit für Gestaltungsphasen sowie alternative Ausdrucksformen (z. B. mündlich oder digital) ermöglichen Teilhabe.

  • Kognitive Differenzierung: Die Aufgabenstellungen sind offen gestaltet. Grundlegende Anforderungen (z. B. Zuordnen von Dank, Bitte, Lob) können durch vertiefende Aufgaben ergänzt werden, etwa durch Begründungen oder eigene Beispiele. So werden unterschiedliche Lernniveaus berücksichtigt.

  • Emotionale und soziale Inklusion: Da das Thema Gebet persönliche Gefühle berühren kann, wird ein geschützter Rahmen geschaffen. Persönliche Nachfragen unterbleiben, Beiträge sind freiwillig und ein „Pass“-Recht ist jederzeit möglich. Der respektvolle Umgang miteinander wird aktiv eingeübt.

  • Barrierearme Gestaltung: Die Einheit achtet auf klare Symbole, gut lesbare Schrift, übersichtliche Materialien und einen ruhigen, strukturierten Ablauf. So wird der Zugang für alle Kinder erleichtert und Überforderung vermieden.

Interdisziplinäres Arbeiten

  • Deutsch: Im Deutschunterricht knüpft die Einheit vor allem an das Erzählen, Zuhören und Sprechen an. Die Kinder bringen eigene Gedanken und Erfahrungen zu Gott sprachlich zum Ausdruck und hören den Beiträgen anderer aufmerksam zu. Beim Zuhören und Nacherzählen der biblischen Geschichten vom guten Hirten und vom verlorenen Schaf üben sie, Inhalte zu erfassen und in eigenen Worten wiederzugeben. Gleichzeitig erweitern sie ihren Wortschatz durch Begriffe wie suchen, finden, schützen oder begleiten und lernen, einfache Sätze und Satzanfänge wie „Gott ist wie …“ sinnvoll zu verwenden.

  • Kunst/Werken: Im Fach Kunst finden die Kinder vielfältige Möglichkeiten, ihre Gottesvorstellungen gestalterisch auszudrücken. Durch Malen, Basteln und das Arbeiten mit unterschiedlichen Materialien setzen sie Farben, Formen und Symbole bewusst ein. Gefühle und Gedanken, die sich sprachlich nur schwer ausdrücken lassen, können bildnerisch sichtbar werden. Zugleich lernen die Kinder, dass es unterschiedliche Gestaltungsergebnisse gibt, die gleichwertig nebeneinander stehen dürfen.

  • Musik: Musikalische Elemente unterstützen die emotionale Dimension der Einheit. Ruhige Lieder oder Instrumentalmusik können zur Einstimmung oder zum Abschluss einzelner Stunden beitragen und helfen den Kindern, zur Ruhe zu kommen. Durch das bewusste Wahrnehmen von Stimmungen – etwa ruhig, traurig oder froh – lernen die Kinder, Gefühle zu benennen und einzuordnen. Einfache Klanginstrumente können Rituale oder Erzählungen begleiten und das Erleben vertiefen.

  • Sachunterricht: Im Sachunterricht ergeben sich Anknüpfungspunkte durch die Beschäftigung mit Tieren und Natur. Die Kinder lernen Schafe als Lebewesen kennen und sprechen über ihre Bedürfnisse und ihre Lebensweise. Dadurch wird das biblische Hirtenbild mit Erfahrungen aus der realen Umwelt verbunden. Gespräche über Verantwortung für Tiere und Natur fördern ein achtsames und verantwortungsbewusstes Handeln.

  • Soziales Lernen: Das soziale Lernen ist eng mit dem Thema der Einheit verknüpft. Die Kinder sprechen über Gefühle wie Angst, Geborgenheit, Freude und Vertrauen und lernen, diese bei sich selbst und anderen wahrzunehmen. In Gesprächskreisen üben sie Zuhören, Ausredenlassen und einen respektvollen Umgang miteinander. Die gemeinsame Arbeit stärkt Empathie, Rücksichtnahme und das Bewusstsein für Gemeinsamkeiten und Unterschiede innerhalb der Klassengemeinschaft.