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Primarstufe

Klassenstufe 1/2

Mensch und Welt

Ich – Du – Wir

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Primarstufe

Klassenstufe 1/2 – Mensch und Welt

Ich – Du – Wir

Von Gott geliebt – in Vielfalt gemeinsam stark

Die Unterrichtseinheit führt Kinder an die Themen Selbstwahrnehmung, Gottesbezug und Gemeinschaft heran. Ausgangspunkt ist die Erfahrung: Ich bin einmalig. Aufbauend darauf entdecken die Kinder: Ich bin von Gott gewollt und geliebt. Schließlich erweitern sie den Blick auf das Miteinander: Wir sind verschieden – und das ist gut so. Die Einheit arbeitet mit Bildern, Symbolen, Ritualen, Liedern und Geschichten.

Die Unterrichtseinheit lässt sich mit den Einheiten für den Anfangsunterricht („Die ersten Unterrichtsstunden„) verknüpfen oder kombiniert einsetzen: „In Gottes Händen geborgen“ oder Jesus segnet die Kinder“.

Didaktische Perspektiven

Die Unterrichtseinheit greift Grundprinzipien eines altersgerechten Religionsunterrichts auf: Lernprozesse sollen vom Erleben und Staunen der Kinder ausgehen, an ihre Lebenswelt anknüpfen und mit biblischen Botschaften in Beziehung gesetzt werden. Didaktisch steht die Verbindung von Selbst- und Gotteserfahrung im Zentrum: Die Kinder entdecken sich selbst als einmalig und geliebt und erfahren, dass diese Erkenntnis in Gemeinschaft erlebbar wird.

Ein zentrales Ziel ist die Förderung von emotionaler und sozialer Kompetenz. Berufsanfänger sollten besonders auf eine Atmosphäre der Geborgenheit achten. Rituale wie das Anzünden einer Kerze, einfache Gebete oder kurze Lieder schaffen Struktur und Sicherheit. Für den Unterricht bedeutet das: weniger Inhaltstiefe, dafür klare Rituale, überschaubare Aufgaben und Wiederholungen, die den Lernprozess verankern. Wichtig ist, das Vertrauen der Kinder zu stärken und ihre Aussagen ernst zu nehmen – auch wenn sie theologisch „ungewohnt“ klingen. Das gemeinsame Nachdenken über Gott („Theologisieren mit Kindern“) soll offen und wertschätzend gestaltet werden.

Berufsanfänger sollten zudem beachten, dass religiöse Themen im Anfangsunterricht vor allem in symbolischer und erfahrungsorientierter Form vermittelt werden. Konkrete Handlungen, Bilder, Musik und Geschichten unterstützen die Deutung religiöser Erfahrungen. Entscheidend ist nicht die Wissensvermittlung, sondern die Erfahrungsbildung: Kinder sollen sich angenommen fühlen, Fragen stellen dürfen und erleben, dass Religion Orientierung und Halt geben kann.

Pädagogisch-didaktische Leitgedanken:

Der Unterricht zielt darauf, Kinder in ihrer Identitätsentwicklung zu unterstützen und ihre sozialen wie emotionalen Kompetenzen zu fördern. Die Schülerinnen und Schüler lernen, ihre Stärken wahrzunehmen, Gefühle zu erkennen und diese auszudrücken. In wertschätzenden Begegnungen erfahren sie, dass Unterschiedlichkeit selbstverständlich und bereichernd ist. Spielerische, kreative und sinnlich erfahrbare Lernformen fördern dabei Selbst- und Fremdwahrnehmung. Lernprozesse sind handlungsorientiert, partizipativ und bieten Raum für individuelle Ausdrucksformen. Rituale und Wiederholungen geben den Kindern Sicherheit und Orientierung, schaffen Vertrauen und fördern Gemeinschaft.

Lebensweltbezug der Kinder:

Die Kinder der ersten Klasse befinden sich an einem wichtigen Übergang zwischen Kindergarten und Schule. Sie erleben neue soziale Strukturen, Regeln und Beziehungen. Themen wie „Wer bin ich?“, „Wie sehen mich andere?“ und „Wie gehöre ich zur Gruppe?“ sind für sie existenziell bedeutsam. Durch die Einheit werden diese Fragen aufgegriffen und auf die Glaubenserfahrung übertragen: Jeder Mensch ist einzigartig und von Gott geliebt. So wird das Selbst- und Gemeinschaftsbewusstsein in der neuen Lebenswelt Schule gestärkt.

Theologischer Kern:

Die Einheit gründet auf der biblischen Zusage: Jeder Mensch ist von Gott geschaffen, gewollt und geliebt (Ps 139; Jes 43,1). Diese Liebe gilt unabhängig von Leistung oder äußerer Erscheinung. Sie stiftet Würde und Identität. Daraus folgt: Verschiedenheit ist kein Makel, sondern Ausdruck göttlicher Schöpfungsvielfalt. Gemeinschaft gelingt, wenn Kinder lernen, sich selbst und andere als von Gott geliebte Geschöpfe zu sehen. Die religiöse Dimension verbindet sich mit den Erfahrungen des Alltags: Annahme, Vertrauen, Geborgenheit und Zusammenhalt.

Methodische Hinweise

Diese Unterrichtseinheit lebt von der Verbindung aus emotionalem, sozialem und religiösem Lernen. Kinder am Schulanfang bringen vielfältige Vorerfahrungen aus Familie, Kindergarten und Gemeinde mit, erleben aber nun eine neue Gemeinschaft, die Orientierung und Sicherheit braucht. Der Religionsunterricht eröffnet einen geschützten Raum, in dem Kinder über sich, ihre Gefühle und ihre Erfahrungen mit anderen sprechen können. Dabei entdecken sie, dass sie einmalig sind und von Gott geliebt werden.

Differenzierungsmöglichkeiten:

Kinder dieser Altersgruppe lernen auf sehr unterschiedlichen Entwicklungsstufen. Differenzierung bedeutet hier nicht primär Leistungsunterschiede auszugleichen, sondern jedem Kind individuelle Ausdrucksmöglichkeiten zu geben. Aufgaben werden offen angelegt: Manche Kinder äußern sich lieber mündlich oder gestisch, andere zeichnen, schreiben oder gestalten. Auch Zeit, Tempo und Gruppengröße können flexibel angepasst werden. Rituale und Wiederholungen schaffen Struktur für Kinder mit Förderbedarf oder unsicheren sprachlichen Fähigkeiten.

Symbolarbeit:

Symbole wie die Spiegel-Schatzkiste („Ich bin wertvoll“), das Seil der Gemeinschaft („Wir gehören zusammen“) oder gestaltete Händeabdrücke („Ich bin geborgen“) sind zentrale methodische Elemente. Sie ermöglichen den Kindern, Glaubensaussagen mit konkreten Erfahrungen zu verbinden. In der Schatzkiste entdecken sie ihr Spiegelbild als Zeichen ihrer Einzigartigkeit. Das Seil symbolisiert Halt und Zusammenhalt, die Handabdrücke machen Gottes Nähe sichtbar. Solche Symbole helfen, Unsichtbares sichtbar zu machen und über das eigene Erleben zu sprechen.

Gespräch & Reflexion:

Gespräche nehmen einen großen Raum ein. Kinder erzählen von sich, beschreiben Gefühle und reagieren aufeinander. Lehrkräfte moderieren und deuten behutsam, ohne zu bewerten. So entsteht eine Kultur des Zuhörens und der Wertschätzung. Fragen wie „Wann fühlst du dich geliebt?“ oder „Was macht dich besonders?“ regen zum Nachdenken an. Rituale am Ende jeder Stunde – etwa ein Segensspruch oder ein Lied – bündeln die Gedanken und Gefühle der Kinder und geben ihnen spirituelle Resonanz.

Kreative Gestaltung & Bewegung:

Kinder lernen mit Kopf, Herz und Hand. Sie gestalten Selbstporträts, legen Gemeinschaftsbilder oder formen Figuren. Bewegungsspiele, rhythmische Lieder und kleine Rollenspiele helfen, sich selbst und andere wahrzunehmen. So wird religiöses Lernen leiblich erfahrbar und fördert die Verbindung von Denken und Fühlen.

Rituale & Struktur:

Wiederkehrende Rituale wie das Anzünden einer Kerze, das Singen eines Begrüßungslieds oder ein gemeinsames Gebet geben Halt. Sie bilden eine Brücke zwischen Alltag und Glauben. Rituale wirken gemeinschaftsbildend und laden Kinder zur inneren Beteiligung ein, unabhängig von ihrer religiösen Vorprägung.

Ganzheitlicher Ansatz:

Die Unterrichtseinheit folgt einem ganzheitlichen Lernverständnis, das die Kinder in ihrer gesamten Persönlichkeit anspricht. Durch Wahrnehmen, Erleben, Gestalten und Sprechen erfahren sie, dass jeder Mensch wertvoll ist und dass Verschiedenheit ein Geschenk sein kann. So verbinden sich religiöse, emotionale und soziale Lernprozesse zu einem intensiven Gemeinschaftserlebnis.

Verlaufsübersicht

Zu Beginn kommen die Kinder im Kreis an. Eine Kerze wird entzündet, ein kurzer Willkommensruf („Schön, dass du da bist, [Name]!“) geht reihum. Ein leichtes Begrüßungslied schafft Vertrautheit. Anschließend führt die Lehrkraft in die Stunde ein: „Heute entdecken wir, was uns besonders macht.“ Als erster Impuls wandert die Spiegel-Schatzkiste stumm von Kind zu Kind. Jedes Kind wirft einen Blick hinein. Danach folgt die Gesprächsphase: Die Kinder beschreiben, was sie gesehen und gefühlt haben („Ich habe mich gesehen … das fühlte sich … an“). Die Lehrkraft spiegelt wertschätzend und macht die Deutung explizit: „Du bist einmalig – dich gibt es nur ein einziges Mal.“

Im nächsten Schritt wählen die Kinder aus vorbereiteten Bildkarten einfache Gefühlsbilder (freudig, stolz, ruhig, traurig, aufgeregt). Wer möchte, zeigt sein Kärtchen und sagt einen Satz dazu. So entsteht behutsam eine gemeinsame Sprache für Gefühle. Die Erarbeitungsphase schließt an: Jedes Kind gestaltet die erste Seite seines Ich‑Buchs: ein Selbstporträt mit Namen und einer Farbspur für die aktuelle Stimmung. Kinder, die noch unsicher sind, erhalten Schablonen oder dürfen ihr Portrait legen (Wolle, Knöpfe, Stifte) und fotografieren lassen. Währenddessen geht die Lehrkraft wertschätzend durch die Reihen, stellt kurze, offene Fragen („Was an dir magst du heute besonders?“) und dokumentiert Stichworte für die Abschlussrunde.

Zur Sicherung werden einige Ich‑Bücher im Kreis gezeigt. Ausgewählte Kinder formulieren einen „Ich‑Satz“: „Ich bin … und das ist gut so.“ Abschließend fasst die Lehrkraft die Botschaft in einfacher religiöser Sprache zusammen: „Gott sagt Ja zu dir. Er kennt dich und freut sich an dir.“ Ein kurzer Segensspruch mit Gesten („Gott, behüte mich – Kopf; Herz; Hände“) beschließt die Stunde. Materialien werden gemeinsam geordnet, die Ich‑Bücher bleiben in einer Klassenkiste.

Der Einstieg knüpft an: Kerze, ein ruhiger Liedruf und eine kurze Erinnerung („Was habt ihr letzte Stunde über euch gelernt?“). Danach folgt ein erzählerischer Bildimpuls aus einem Bilderbuch über Selbstannahme (z. B. „Die kleine Hummel Bommel – Du bist du“ oder „Das kleine Ich‑bin‑ich“). Die Bilder werden langsam gezeigt; an zwei bis drei Stellen wird innegehalten: „Was denkt die Figur jetzt? Kennst du so ein Gefühl?“ Die Kinder deuten, die Lehrkraft sammelt und verdichtet: Geliebt‑Sein ist unabhängig von Können oder Aussehen.

Im theologischen Gespräch überträgt die Lehrkraft die Erfahrung in eine kindgerechte Gottesrede: „Wir glauben: Gott sagt zu jedem Menschen ‘Du bist mir wichtig’.“ Wer mag, nennt Situationen, in denen er sich angenommen fühlt (z. B. beim Trösten, beim Spielen, zu Hause). Für Kinder mit wenig Sprache stehen Symbolkarten bereit (Herz, Haus, Hand). Die Erarbeitungsphase setzt die Botschaft handelnd um: Jedes Kind macht zwei Handabdrücke. In den ersten schreibt oder malt es „Das bin ich – so bin ich gut“ (ein Wort, eine Farbe, ein Symbol). In den zweiten „Das tut mir gut“ (z. B. lachen, spielen, Ruhe). Kinder, die nicht schreiben möchten, arbeiten mit Piktogrammen oder diktieren der Lehrkraft Wörter.

Zur Sicherung gestaltet die Klasse aus den zweiten Abdrücken eine „Wand der guten Dinge“. Die Lehrkraft verknüpft die Ergebnisse sprachlich mit der Gotteszusage („Gott hält dich in seiner Hand – du bist geborgen“). Ein einfacher Dankimpuls folgt: In die Mitte wird ein Tuch gelegt; Kinder legen leise ein Kärtchen mit einem Dank-Wort darauf. Optionaler Verweis (ohne Durchführung): Wer die Segenszusage Jesu vertiefen möchte, kann in einer separaten Einheit auf „Jesus segnet die Kinder“ zurückgreifen. Der Abschluss erfolgt mit einem ruhigen Lied („Gottes Liebe ist so wunderbar“) und einem kurzen Segenswort.

Ankommen mit Kerze und einem Kreisband/Seil: Die Kinder halten das Seil leicht unter Spannung – spürbar: „Wir gehören zusammen.“ Ein kurzes Bewegungsspiel zeigt Unterschiedlichkeit: Auf Ansage bewegen sich die Kinder „so, wie es zu mir passt“ (leise/laut, langsam/schnell, groß/klein) und stoppen auf ein Klangsignal. In der Gesprächsphase benennen sie, was sie gesehen haben: „Alle machen es anders – und doch spielen wir zusammen.“

Ein kurzer Bilderbuchimpuls („Irgendwie Anders“ o. ä.) oder eine Bildfolge mit Kontrasten (groß/klein, leise/laut, bunt/schlicht) leitet zur Erarbeitung über. Kinder sammeln „Worin wir uns unterscheiden“ (Haar, Sprache, Lieblingsdinge, Können) und „Was uns verbindet“ (Klasse, Regeln, Hilfsbereitschaft, Lachen). Anschließend arbeiten Kleingruppen an einem Gemeinschaftsposter: Jedes Kind gestaltet eine eigene Figur/Hand, die in der Mitte zu einem Kreis gelegt und aufgeklebt wird. Verbundlinien (Wolle) zeigen: „Hier helfen wir einander“, „Hier spielen wir gern zusammen“. Kinder, die feinmotorisch Unterstützung brauchen, erhalten vorgezeichnete Schablonen oder dürfen ihre Figur aus vorbereiteten Formen legen; ein Foto ersetzt dann das Ausschneiden.

In der Sicherung präsentieren die Gruppen ihr Poster. Die Lehrkraft moderiert wertschätzend und macht die Botschaft explizit: „Verschiedenheit macht unsere Gemeinschaft stark.“ Als Abschlussritual steht die Klasse am Seil; jede/r sagt – oder zeigt mit einem Symbolkärtchen – einen Satz, der gut für die Gemeinschaft ist („Ich höre zu“/„Ich helfe“/„Ich frage nach“). Ein Segensspruch mit Bewegungen für alle („Gott segne unsere Augen – dass wir einander sehen. Unsere Ohren – dass wir einander hören. Unsere Hände – dass wir einander helfen.“) beendet die Einheit. Das Poster bleibt sichtbar im Klassenraum und erinnert an die vereinbarten Haltungen.

Sicherung & Evaluation

Lernaufgaben

Die Lernaufgaben sind so gestaltet, dass sie emotionales, soziales und religiöses Lernen miteinander verbinden. Im Mittelpunkt stehen das Wahrnehmen, Gestalten und Reflektieren der eigenen Person und der Gemeinschaft.

  • Erfahrungsbezogene Aufgaben:
    Die Kinder erleben über Symbole und Rituale (Spiegel-Schatzkiste, Seil der Gemeinschaft, Handabdrücke) zentrale Aussagen des Glaubens. Sie erkennen sich selbst als wertvoll und entdecken, wie Beziehungen Halt und Vertrauen schenken.

  • Gestalterische Aufgaben:
    Im Ich‑Buch, auf Gebetskarten und im Gemeinschaftsposter setzen die Kinder ihre Selbst- und Gotteserfahrungen kreativ um. Zeichnen, Malen, Schneiden, Kleben und Schreiben werden als Ausdruck religiöser Erfahrung genutzt.

  • Sprachliche Aufgaben:
    Gespräche, kleine Erzählungen und das gemeinsame Formulieren von Dank- und Segenssätzen fördern Ausdrucksfähigkeit, Sprachbewusstsein und Empathie.

  • Reflexive Aufgaben:
    In der Reflexion äußern Kinder Gefühle, beschreiben Unterschiede und Gemeinsamkeiten und erkennen, dass Verschiedenheit zur Gemeinschaft gehört.

Weitere Formen der Sicherung

Neben Gesprächen und kreativen Produkten dienen Rituale und Präsentationen der inhaltlichen Sicherung. Die Ich‑Bücher dokumentieren die individuelle Entwicklung und können regelmäßig ergänzt werden. Gemeinschaftsposter oder Klassencollagen bleiben im Klassenraum sichtbar und erinnern an die Lernerfahrungen. Wiederkehrende Lieder, Segensrituale und Gesprächsformate sichern zentrale Inhalte emotional ab. Lehrkräfte können kurze Beobachtungsnotizen oder Kinderstatements schriftlich festhalten, um Lernfortschritte sichtbar zu machen.

Evaluation

Die Evaluation erfolgt prozessbegleitend und ganzheitlich. Wichtige Beobachtungs-schwerpunkte sind:

  • Beteiligung und Ausdrucksfreude in Gesprächsphasen, Liedern und Spielen.

  • Fähigkeit zur Selbstwahrnehmung („Was kann ich gut?“) und Perspektivübernahme („Was mag ich an anderen?“).

  • Umgang mit Verschiedenheit, Empathie und kooperativem Verhalten.

  • Ausdruck religiöser Deutungen („Gott hat mich lieb“, „Wir gehören zusammen“) in Sprache, Symbolen und Handlungen.Die Rückmeldung erfolgt wertschätzend und dialogisch: durch Gespräche, gemeinsame Reflexionen oder kleine Feedback‑Rituale („Das habe ich gelernt“, „Das möchte ich noch üben“).

Insgesamt orientiert sich die Leistungsbewertung nicht an Ergebnissen, sondern am Prozess des Wahrnehmens, Deutens und Gestaltens. So wird der individuelle Lernweg jedes Kindes sichtbar und anerkannt.

  • Gestalterisch: Ich-Buch, Gemeinschaftsposter, Gebetskarte

  • Reflexiv: Gespräch über Gefühle und Erfahrungen („Wie fühlt es sich an, wenn jemand mich mag?“)

  • Selbsteinschätzung: Kinder benennen, was sie an sich mögen / was sie in anderen schätzen

  • Lehrerbeobachtung: Partizipation, Empathiefähigkeit, Umgang mit Vielfalt

Materialien & Medien

Arbeitsblätter und Gestaltungsvorlagen

In Anlehnung an die Projektdateien stehen ergänzende Arbeitsblätter und Gestaltungsvorlagen zur Verfügung, die den kreativen und reflektierenden Teil der Einheit unterstützen. Dazu gehören:

  • Vorlagen für das Ich‑Buch: Seiten mit Rahmen und Überschriften wie „Das bin ich“, „Das mag ich“, „So fühle ich mich heute“.

  • Puzzleteil-Vorlagen: zum Ausmalen und Ausschneiden, die später zu einem Klassenpuzzle zusammengefügt werden („Wir gehören zusammen“).

  • Gefühlskarten: bebilderte Karten mit Gesichtsausdrücken oder Symbolen zur Unterstützung von Gesprächs- und Reflexionsphasen.

  • Gemeinschaftsposter-Vorlage: große Umrisszeichnung eines Kreises oder Baumes, in den Kinder ihre Figuren oder Hände einkleben.

  • Segenskarten: kleine Karten mit Segenssprüchen oder leeren Feldern für eigene Formulierungen.

Medien und Material

Diese Materialien dienen der Strukturierung der Unterrichtsphasen, unterstützen Differenzierung und fördern die aktive Beteiligung aller Kinder. Sie können aus den Vorlagen in den Projektdateien übernommen oder selbst auf Basis der beschriebenen Aufgaben gestaltet werden.

Symbole und Rituale:
  • Spiegel-Schatzkiste mit Spiegelboden als Symbol für die Einmaligkeit jedes Kindes.

  • Kerze (ggf. elektrische Variante) und Feuerzeug, Klangschale oder Glockenspiel für den Beginn und Abschluss jeder Stunde.

  • Kreisband oder Seil als Symbol für Zusammenhalt und Gemeinschaft.

  • Bunte Tücher (rot, gold, blau) als Gestaltungselemente für Bodenbilder und die Mitte im Stuhlkreis.

  • Symbolkarten (Herz, Hand, Haus, Sonne) zur Visualisierung von Gefühlen und Gottesbezug.

Bilderbücher und Erzählmaterialien:
  • „Das kleine Ich-bin-ich“ (Mira Lobe / Susi Weigel)

  • „Die kleine Hummel Bommel – Du bist du“ (Britta Sabbag & Maite Kelly)

  • „Irgendwie Anders“ (Kathryn Cave / Chris Riddell)

  • Kamishibai oder Bilderbuchkino zur Darstellung der Geschichten.

  • Bildkarten oder Illustrationen zur Gesprächsanbahnung und Reflexion.

Gestaltungsmaterialien:
  • Tonpapier, Plakatkarton, Zeichenpapier in DIN A4 und DIN A3.

  • Wachsmalstifte, Buntstifte, Filzstifte, Wasserfarben.

  • Scheren, Kleber, Pinsel, Feuchttücher.

  • Wolle, Knöpfe, Stoffreste, Naturmaterialien für Collagen.

  • Materialien für Handabdrücke (Fingerfarben, Stempelkissen).
  • Vorlagen für Figuren, Hände, Formen zum Ausschneiden.

Musik und Bewegung:
  • Lieder: „Einfach spitze, dass du da bist“, „Gottes Liebe ist so wunderbar“, „Wenn einer sagt: Ich mag dich, du“.

  • Instrumente: Trommel, Rasseln, Klanghölzer, Triangel (zur Liedbegleitung und als Signalgeber).

  • CD-/Bluetooth-Lautsprecher oder Musikanlage für Audioeinspielungen.

Gesprächs- und Reflexionsmaterialien:
  • Gefühlskarten / Emotionsbilder (freudig, traurig, stolz, ruhig, ängstlich etc.)

  • Dankkarten, Segenskarten oder Holzherzen zum Ablegen in der Mitte.

  • Große Plakatflächen oder Pinnwandpapier für Sammelphasen („Was uns verbindet“).

  • Notizzettel und Stifte für kurze Kinderstatements oder Segenswünsche.

Präsentations- und Dokumentationsmaterialien:
  • Portfolio- oder Sammelmappe für Ich‑Bücher.

  • Digitale Dokumentenkamera oder Tablet zum Zeigen von Schülerarbeiten oder Bildern.

  • Fotoapparat (mit Elternfreigabe) zur Dokumentation gemeinsamer Aktionen.

  • Aufbewahrungsbox für Klassenarbeiten und Symbole (Kerze, Tücher, Seil).

Medienunterstützung und Raumgestaltung:
  • Beamer oder Visualizer für Bilderbuchkinos und Liedtexte.

  • Flexibel gestaltbarer Stuhlkreis und Bodenfläche für Rituale und Bewegungsspiele.

  • Präsentationstafel oder Magnettafel für Bilder, Namenskarten, Gemeinschaftsposter.

Passende Materialien aus der ru-digital Mediendatenbank

Lehrplanbezüge & Kompetenzen

Bezüge zum katholischen Religionsunterricht bzw. zu den entsprechenden Unterrichten in den jeweiligen Bundesländern.

Baden-Württemberg

Die Unterrichtseinheit „Einzigartig und verbunden – gemeinsam wertvoll sein (Ich–Du–Wir)“ entspricht inhaltlich und kompetenzorientiert dem Bildungsplan 2016 für die Grundschule – Katholische Religionslehre. Sie greift besonders die Bereiche „Mensch“, „Welt und Verantwortung“ sowie „Gott“ in den Klassen 1/2 auf. Im Themenfeld „Mensch“ heißt es, die Schülerinnen und Schüler sollen „über eigene Gefühle, Gedanken und Fähigkeiten sowie über die anderer und über menschliche Grunderfahrungen ins Gespräch kommen“ und „beschreiben, dass aus christlicher Sicht alle Menschen von Gott geschaffen, gewollt und geliebt sind“. Genau dies realisiert die Einheit, indem Kinder ihre Einmaligkeit wahrnehmen, Gefühle ausdrücken und erfahren, dass sie – wie Ps 139 oder Jes 43 bezeugen – von Gott geliebt und angenommen sind.

Durch Rituale, Symbolhandlungen (Kerze, Hand, Spiegel, Seil) und gemeinsame Lieder wird die prozessbezogene Kompetenz „Wahrnehmen und Darstellen“ gefördert, indem Kinder religiös bedeutsame Phänomene erkennen und beschreiben. Der Bereich „Deuten“ wird erreicht, wenn sie religiöse Sprache (z. B. Segenssätze) verstehen und auf ihr eigenes Leben beziehen. In Gesprächsphasen und Ritualen üben sie die Kompetenz „Kommunizieren“, da sie „respektvoll miteinander umgehen und über religiöse Fragen sprechen“. Das kreative Gestalten von Ich-Büchern, Handabdrücken und Gemeinschaftspostern fördert „Gestalten“, also die Fähigkeit, „religiöse Ausdrucksformen und Fragen der Lebensgestaltung zu reflektieren sowie fachspezifische Methoden anzuwenden“.

Inhaltlich entspricht die Einheit auch dem Bereich „Welt und Verantwortung“, in dem die Kinder lernen, „aus dem christlichen Menschenbild Folgen für ein achtsames Miteinander abzuleiten“ und „Beispiele aufzuzeigen, wie Menschen anderen Menschen achtsam begegnen können (Nächstenliebe)“. Diese Haltung prägt alle drei Doppelstunden, insbesondere das gemeinsame Arbeiten am Gemeinschaftsposter. Die Einheit erfüllt zudem die Leitperspektive „Bildung für Toleranz und Akzeptanz von Vielfalt“ (BTV), indem Verschiedenheit als Geschenk Gottes erfahren und als Grundlage gelingender Gemeinschaft reflektiert wird.

Quelle: Ministerium für Kultus, Jugend und Sport Baden-Württemberg: Bildungsplan 2016 – Katholische Religionslehre Grundschule.

Bayern

Die Unterrichtseinheit „Einzigartig und verbunden – gemeinsam wertvoll sein (Ich–Du–Wir)“ findet im LehrplanPLUS Grundschule – Katholische Religionslehre für die Jahrgangsstufen 1/2 eine direkte Entsprechung im Lernbereich 1: Jeder Mensch – einmalig und gemeinschaftsbezogen. Die Kompetenzerwartungen beschreiben, dass Kinder „ihren Körper, ihre Fähigkeiten und Gefühle wahrnehmen und sich ihrer Individualität bewusst“ werden, „sich als Teil einer Gruppe begreifen“, „Interesse und Offenheit füreinander zeigen“ und „in kreativer Weise die christliche Grundüberzeugung zum Ausdruck bringen, dass Gott jeden Menschen annimmt und liebt, wie er ist“. Genau diese Grundgedanken realisiert die Einheit, indem sie Kinder dazu anleitet, sich selbst als einmalig wahrzunehmen und zugleich als wertvollen Teil einer Gemeinschaft zu erfahren. In Gesprächen, Ritualen und Symbolhandlungen lernen sie, Verschiedenheit wertzuschätzen und Gemeinschaft als Geschenk zu begreifen.

Inhaltlich verankert die Einheit zentrale Aspekte des Lernbereichs: Einzigartigkeit und Eigenständigkeit jedes Menschen, Verschiedenheit der Menschen in Familie, Freizeit und Schule, wechselseitige Bedeutung von Einzelnen und Gemeinschaft, achtsames Zusammenleben und biblische Motive der bedingungslosen Liebe Gottes zu den Menschen (z. B. Jes 49,16; Ps 139,3). Damit wird der biblische Zuspruch „Ich bin von Gott gewollt und geliebt“ konkret erfahrbar.

Darüber hinaus greift die Einheit Elemente aus weiteren Lernbereichen auf: Aus Lernbereich 4 – Ausdrucksformen des Glaubens an Gott übernimmt sie die Arbeit mit religiösen Symbolen (Herz, Hand, Licht, Segen), aus Lernbereich 8 – In der Gemeinde leben die Dimension der Gemeinschaft als Ausdruck des Glaubens. Prozessbezogen fördert die Einheit die Kompetenzen Wahrnehmen und Deuten (eigene Erfahrungen und biblische Aussagen verbinden), Kommunizieren (religiöse Sprache im Gespräch verwenden) und Gestalten (Symbole, Lieder, Gebete kreativ ausdrücken).

Quelle: Bayerisches Staatsministerium für Unterricht und Kultus: LehrplanPLUS Grundschule – Katholische Religionslehre, Jahrgangsstufen 1/2.

Berlin

Die Unterrichtseinheit „Einzigartig und verbunden – gemeinsam wertvoll sein (Ich–Du–Wir)“ orientiert sich inhaltlich an den Zielsetzungen des Rahmenplans Katholische Religion Grundschule für Berlin (in Übereinstimmung mit der MV-Fassung). Für die Jahrgangsstufen 1/2 nennt der Plan als zentrale Ziele: Kinder sollen Symbole kennen, erfahren und deuten lernen, sie als Ausdruck verdichteter Glaubens- und Lebenserfahrungen verstehen und das eigene Leben in Symbolen ausdrücken können. Die Einheit greift dies konsequent auf, indem religiöse Symbole wie Licht, Herz, Hand und Weg als Ausdruck der Einmaligkeit und Verbundenheit thematisiert werden. Durch Rituale, Gebete und kreative Gestaltung (z. B. Ich-Buch, Handabdrücke, Segenskarten) erleben die Kinder, dass Gottes Zuwendung erfahrbar und Gemeinschaft Ausdruck gelebten Glaubens ist.

Die Kompetenzbereiche des Rahmenplans – Wahrnehmen, Deuten, Gestalten und Kommunizieren – werden eng miteinander verknüpft: Kinder bringen ihre Gefühle und Erfahrungen zur Sprache, deuten sie im Licht biblischer Zusagen (Ps 139; Jes 43,1) und gestalten symbolische Ausdrucksformen, die Identität und Gemeinschaft erfahrbar machen. Auch das Themenfeld „Glauben erschließen: Kirche“ ist berührt, da die Kinder Gemeinschaft als Ort des Glaubens erleben („Kirche ist dort, wo Menschen füreinander da sind“). Darüber hinaus erfüllt die Einheit fächerübergreifende Vorgaben des Rahmenplans wie Umgang miteinander, Anerkennung jeder einzelnen Person, Achtung des Schwächeren und Frieden leben, indem Verschiedenheit als Bereicherung wahrgenommen und Verantwortung füreinander eingeübt wird.

Quelle: Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und Familie Berlin: Rahmenplan Grundschule – Katholische Religion.

Brandenburg

Da Brandenburg gemeinsam mit Berlin, Mecklenburg-Vorpommern und Bremen den Rahmenplan Katholische Religion Grundschule erarbeitet hat, gelten die dort formulierten Inhalte und Kompetenzen auch hier. Die Unterrichtseinheit „Einzigartig und verbunden – gemeinsam wertvoll sein (Ich–Du–Wir)“ greift besonders die Themenfelder „Person – Mich gibt es nur einmal“ sowie „Familie – Schule – Miteinander leben“ aus dem Abschnitt Leben erfahren auf. Der Rahmenplan betont für die Jahrgangsstufen 1/2, dass Kinder sich als einmalig und von Gott gewollt erfahren, Verantwortung für sich und andere übernehmen und Gemeinschaft als Raum gelebten Glaubens erleben sollen. In diesen Bereichen heißt es, die Kinder „nehmen sich, ihr Leben, das Leben anderer und die Welt wahr und bringen ihre Erfahrungen anderen gegenüber zum Ausdruck“, sie „zeigen Einfühlungsvermögen, beteiligen sich an Gesprächen und Symbolhandlungen (Ritualen) des Religionsunterrichts mit eigenen Beiträgen“ und „drücken ihre mit Gott in Verbindung gebrachten Vorstellungen und Erfahrungen aus“.

Die Einheit realisiert diese Kompetenzen umfassend: Im Ich-Buch und den Gesprächen über Gefühle erkennen die Kinder ihre Individualität; durch Symbole wie Hand, Spiegel, Licht und Seil deuten sie ihre Beziehung zu Gott und anderen. Rituale, Segensgesten und gemeinsame Lieder fördern Sprach- und Symbolverständnis, das laut Rahmenplan zentrale Voraussetzung religiösen Lernens ist. Ebenso wird das Themenfeld „Umgang miteinander – Anerkennung jeder einzelnen Person, Achtung des Jüngeren, des Schwächeren“ aufgegriffen, indem die Klasse durch gemeinsame Regeln und wertschätzendes Verhalten ein soziales Lernfeld religiöser Gemeinschaft erfährt.

Quelle: Ministerium für Bildung, Jugend und Sport des Landes Brandenburg (Federführung); Rahmenplan Grundschule – Katholische Religion (Mecklenburg-Vorpommern-Fassung).

t.b.a.

Hamburg

Die Unterrichtseinheit „Einzigartig und verbunden – gemeinsam wertvoll sein (Ich–Du–Wir)“ knüpft inhaltlich eng an den Hamburger Bildungsplan Religion für die Grundschule (2022, i. d. F. 2025) an, der für alle Religionsgemeinschaften gemeinsam gilt und auch den katholischen Unterricht einschließt. Der Plan betont in seinen didaktischen Grundsätzen Schülerorientierung, Dialogorientierung und Authentizitätsorientierung: Kinder sollen ihre eigenen Erfahrungen mit religiösen Ausdrucksformen in Beziehung setzen, Vielfalt wahrnehmen und respektvoll miteinander umgehen.

Inhaltlich findet die Einheit ihre deutlichste Entsprechung im Themenbereich „Mensch – Wer bin ich, wer bist du?“ (1/2 1.3). Dort heißt es, die Schülerinnen und Schüler „nehmen sich und ihre Mitmenschen wahr, beschreiben ihr Verhalten und erfahren sich und andere als wertvoll und angenommen“. Sie fragen nach dem, was sie einmalig macht, und lernen, dass sie „geliebt und angenommen sind, wie sie sind“. Religiöse Quellen wie Psalm 139 oder das Gleichnis von Zachäus werden als Ausdruck göttlicher Zuwendung genannt. Diese Aussagen spiegeln sich unmittelbar in den Zielen der Einheit wider, in der Kinder ihre Einzigartigkeit entdecken, Selbst- und Fremdwahrnehmung üben und erfahren, dass Verschiedenheit bereichert.

Darüber hinaus greift die Einheit den Themenbereich „Verantwortung – Miteinander leben“ (1/2 1.4) auf, in dem Fragen wie „Wie kann unser Zusammenleben gelingen?“ und „Was ist wichtig in einer Freundschaft?“ leitend sind. Die Kinder lernen Regeln des Zusammenlebens zu entwickeln, Konflikte zu lösen und anderen zu helfen. Die Verbindung von Selbstwahrnehmung, Mitgefühl und Verantwortung bildet das pädagogische Zentrum der Einheit.

Kompetenzorientiert fördert die Sequenz alle drei fachlichen Bereiche des Plans:
Dialogkompetenz, indem Kinder über Gefühle und Glaubensfragen ins Gespräch kommen;
Urteilskompetenz, indem sie über Werte wie Respekt und Gemeinschaft reflektieren;
Orientierungskompetenz, indem sie aus biblischen Zuspruchtexten und Ritualen Orientierung für ihr Leben gewinnen.

Quelle: Freie und Hansestadt Hamburg – Behörde für Schule und Berufsbildung: Bildungsplan Grundschule Religion (2022, i. d. F. vom 01.08.2025).

Hessen

Die Unterrichtseinheit „Einzigartig und verbunden – gemeinsam wertvoll sein (Ich–Du–Wir)“ entspricht in hohem Maße den Zielsetzungen des Kerncurriculums Katholische Religion Primarstufe (2011) sowie den Leitlinien des hessischen Leitfadens zur Umsetzung. Das Curriculum formuliert vier zentrale Kompetenzbereiche: Wahrnehmungskompetenz, Deutungskompetenz, Partizipationskompetenz und Urteilskompetenz. Besonders in den Jahrgangsstufen 1/2 sollen Kinder lernen, religiöse Grunderfahrungen wahrzunehmen und zu deuten, über ihre Erlebnisse zu sprechen, Gefühle anderer nachzuempfinden und Ausdrucksformen des Glaubens kennenzulernen.

Die Einheit greift diese Schwerpunkte passgenau auf. In der Wahrnehmungskompetenz erfahren die Kinder sich selbst als einmalig und von Gott geliebt; sie „nehmen religiöse Grunderfahrungen und christliche Ausdrucksformen der Gottesbegegnung wahr, beschreiben und stellen sie dar“ – wie es das Curriculum fordert. In der Deutungskompetenz lernen sie, ihre Erfahrungen mit Zuspruchtexten wie Psalm 139 und Jes 43,1 in Beziehung zu setzen und zu deuten, „wie sich Glaube auf das Verhalten von Menschen auswirkt“. Gespräche über Freundschaft, Vertrauen und Verschiedenheit fördern Urteils- und Partizipationskompetenz, indem Kinder Einfühlungsvermögen zeigen, sich in die Perspektive anderer hineinversetzen und „aus dem christlichen Glauben Handlungsmöglichkeiten für ein gelingendes Miteinander ableiten“.

Inhaltlich deckt die Einheit die im Curriculum benannten Inhaltsfelder Mensch und Welt sowie Gott ab. Kinder erkennen sich als Geschöpf Gottes, reflektieren Beziehungen und üben durch Rituale und Symbole (Kerze, Hand, Herz, Segen) zentrale Ausdrucksformen des Glaubens. Das Portfolio „Ich-Buch“ und die „Wand der guten Dinge“ bilden praktische Umsetzungen des geforderten kompetenzorientierten Lernens, das Wahrnehmen, Deuten, Kommunizieren und Gestalten verbindet.

Quelle: Hessisches Kultusministerium: Kerncurriculum Katholische Religion Primarstufe (2011); Leitfaden Katholische Religion – Maßgebliche Orientierungstexte zum Kerncurriculum (Institut für Qualitätsentwicklung Wiesbaden).

Mecklenburg-Vorpommern

Die Unterrichtseinheit „Einzigartig und verbunden – gemeinsam wertvoll sein (Ich–Du–Wir)“ entspricht inhaltlich und methodisch den Vorgaben des Rahmenplans Katholische Religion Grundschule des Landes Mecklenburg-Vorpommern. Dieser Plan – entwickelt gemeinsam mit Berlin, Brandenburg und Bremen – betont in den Jahrgangsstufen 1/2 die Entwicklung personaler, sozialer, sachlicher und methodischer Kompetenzen als Einheit. Kinder sollen „sich, ihr Leben, das Leben anderer und die Welt wahrnehmen und ihre Erfahrungen anderen gegenüber zum Ausdruck bringen“, „Einfühlungsvermögen zeigen“, „sich an Gesprächen und Symbolhandlungen beteiligen“ und „ihre mit Gott in Verbindung gebrachten Vorstellungen und Erfahrungen ausdrücken“.

Genau diese Kompetenzen werden in der Einheit angebahnt: Die Kinder entdecken ihre Einmaligkeit (Ich-Buch, Spiegelkiste), deuten sie im Licht biblischer Zusagen (Ps 139 / Jes 43,1) und erleben Gemeinschaft in Ritualen, Symbolhandlungen und gestalteten Festmomenten. Damit erfüllt die Einheit die Standards des Themenfeldes „Person – Mich gibt es nur einmal“ sowie „Familie – Schule – Miteinander leben“, in denen Selbst- und Fremdwahrnehmung, Verantwortung und soziales Lernen als Glaubensdimensionen verstanden werden.

Ein besonderer Bezug besteht zum Abschnitt „Leben erschließen: Symbolverständnis“: Kinder sollen „Symbole kennen, erfahren und deuten lernen“ und „das eigene Leben in Symbolen ausdrücken können“. Symbole wie Licht, Herz, Hand oder Seil werden in der Einheit genutzt, um Einzigartigkeit, Liebe und Gemeinschaft erfahrbar zu machen. In der Ritualgestaltung („Gott segne unsere Hände …“) begegnen die Kinder der im Plan genannten Zielsetzung, „religiöse Ausdrucksformen aus der jüdisch-christlichen Tradition zu verstehen und handelnd zu übernehmen“.

Der Rahmenplan betont außerdem fächerübergreifendes Lernen und die Förderung von Kommunikations- und Gestaltungskompetenzen. Diese kommen in Gesprächsrunden, Liedern und kreativen Arbeitsformen der Einheit voll zum Tragen. Leistungsbewertung durch Beobachtung, Gespräch und gestalterische Produkte („Ich-Buch“, „Gemeinschaftsposter“) entspricht den im Plan geforderten offenen, prozessbezogenen Bewertungsformen.

Quelle: Ministerium für Bildung, Wissenschaft und Kultur Mecklenburg-Vorpommern: Rahmenplan Grundschule – Katholische Religion.

Die Unterrichtseinheit „Einzigartig und verbunden – gemeinsam wertvoll sein (Ich–Du–Wir)“ lässt sich unmittelbar dem Kerncurriculum Katholische Religion für die Grundschule (Anhörfassung 2019) zuordnen. Sie entspricht inhaltlich vor allem den Kompetenzbereichen „Nach dem Menschen fragen“ und „Nach Gott fragen“. Der Lehrplan betont, dass Schülerinnen und Schüler in den Jahrgängen 1/2 lernen sollen, „religiös bedeutsame Phänomene wahrzunehmen und zu beschreiben“, „religiös geprägte Sprache zu verstehen und zu deuten“, sowie „religiöse Ausdrucks- und Gestaltungsformen zu verwenden“.

Diese Vorgaben werden in der Einheit konsequent umgesetzt: Durch Rituale, Symbole und Gespräche (Kerze, Hand, Herz, Seil der Gemeinschaft) erfahren die Kinder ihre Einzigartigkeit und die Bedeutung von Gemeinschaft. Im Gespräch über Psalm 139 und Jes 43,1 entwickeln sie ein erstes Verständnis davon, dass sie von Gott gewollt und geliebt sind. Die Einheit eröffnet ihnen so den vom Curriculum geforderten Zugang zu existentiellen Fragen nach Identität, Geborgenheit und Miteinander.

Prozessbezogen werden alle Kompetenzdimensionen realisiert:
Wahrnehmen und Beschreiben: Kinder entdecken religiös bedeutsame Zeichen (Licht, Segen, Gemeinschaftsrituale) und beschreiben ihre Erfahrungen.
Deuten: Sie lernen, religiöse Sprache auf ihr Leben zu beziehen („Gott sagt Ja zu mir“).
Kommunizieren: In Gesprächskreisen und gemeinsamen Liedern üben sie respektvolles religiöses Sprechen.
Gestalten: Mit Ich-Büchern, Handabdrücken und Gemeinschaftspostern gestalten sie Ausdrucksformen des Glaubens.
Urteilen: Sie entwickeln altersangemessene Haltungen der Wertschätzung und des Mitgefühls – Ziel des Bereichs „Nach der Verantwortung des Menschen in der Welt fragen“.

Auch das Themenfeld „Nach dem Glauben und der Kirche fragen“ wird berührt, wenn Kinder Rituale, Feste und Symbole des Glaubens kennenlernen und deuten. Die Einheit unterstützt somit die intendierte ganzheitliche religiöse Bildung des niedersächsischen Curriculums, in dem Wahrnehmung, Deutung und Gestaltung religiöser Erfahrung als gleichwertige Lernprozesse verstanden werden.

Quelle: Niedersächsisches Kultusministerium: Kerncurriculum für die Grundschule – Katholische Religion (Anhörfassung 2019).

Die Unterrichtseinheit „Einzigartig und verbunden – gemeinsam wertvoll sein (Ich–Du–Wir)“ knüpft direkt an den Lehrplan Katholische Religionslehre für die Primarstufe (RdErl. 01.07.2021) an. Dieser Lehrplan benennt die Förderung der Selbstwahrnehmung, Empathie und religiösen Ausdrucksfähigkeit als zentrale Bildungsziele des katholischen Religionsunterrichts. Kinder sollen „ihre Selbstwahrnehmung schärfen“ und „Empathie gegenüber anderen entwickeln“, weil religiöse Bildung „die Würde jedes Menschen als von Gott geliebtes Geschöpf“ achtet.

Inhaltlich gehört die Einheit vor allem zum Bereich „Miteinander leben in Gottes Schöpfung“, der den biblischen Gedanken von der Schöpfung als Grundlage für Selbstannahme, Verantwortung und Gemeinschaft entfaltet. Der Lehrplan beschreibt, dass die Schülerinnen und Schüler in der Schuleingangsphase lernen, „ihre Einmaligkeit und Unverwechselbarkeit und die der anderen Menschen zu erkennen“ und zu „erfahren, dass sie von Gott und den Menschen angenommen sind“. Zugleich sollen sie „Verständnis, Offenheit und Toleranz gegenüber anderen entwickeln“. Diese Kompetenzerwartungen werden in der Einheit exemplarisch umgesetzt, wenn Kinder ihre eigenen Stärken benennen, Verschiedenheit wertschätzen und durch Rituale, Gespräche und Symbole erfahren, dass alle Teil einer von Gott gewollten Gemeinschaft sind.

Auch der Bereich „Die Frage nach Gott“ wird aufgegriffen, wenn die Kinder religiöse Symbole (Licht, Herz, Hand) kennenlernen und „deren Bedeutung erläutern und Bezüge zum eigenen Leben herstellen“. So wird der Kompetenzbereich religiöser Deutung (religiöse Sprache verstehen und verwenden) praktisch realisiert.

Prozessbezogen fördert die Einheit die zentralen Kompetenzen des Lehrplans:
Wahrnehmen und Deuten, indem Kinder religiös bedeutsame Zeichen erkennen und ihre Bedeutung erschließen,
Kommunizieren, indem sie ihre Erfahrungen und Gefühle im Gespräch austauschen,
Gestalten, durch kreative Ausdrucksformen (Ich-Buch, Handabdruck, Gemeinschaftsposter),
Urteilen, wenn sie über gerechtes und wertschätzendes Miteinander nachdenken.

Damit trägt die Unterrichtseinheit den übergreifenden Zielen des NRW-Lehrplans Rechnung, Kinder zu einem „reflektierten, empathischen und verantwortungsbewussten Glauben“ zu führen und ihre religiöse Sprachfähigkeit zu stärken.

Quelle: Ministerium für Schule und Bildung des Landes Nordrhein-Westfalen: Lehrplan Katholische Religionslehre – Primarstufe (RdErl. 01.07.2021).

Die Unterrichtseinheit „Einzigartig und verbunden – gemeinsam wertvoll sein (Ich–Du–Wir)“ korrespondiert inhaltlich eng mit dem Teilrahmenplan Katholische Religion Grundschule (2010), der auf den Kirchlichen Richtlinien zu Bildungsstandards für den katholischen Religionsunterricht in der Grundschule/Primarstufe (DBK 2006) basiert. Der Plan versteht Religion als „eigenständigen und unersetzbaren Modus der Weltbegegnung“, in dem Kinder lernen, Fragen nach sich selbst, nach Gott und nach gelingendem Miteinander wahrzunehmen und zu deuten.

Die Einheit knüpft vor allem an den Gegenstandsbereich „Mensch und Welt“ an, in dem Kinder die „Einmaligkeit jedes Menschen wahrnehmen und von der christlichen Botschaft her deuten“ sollen. Der Plan hebt hervor, dass Schülerinnen und Schüler erkennen, „dass jeder Mensch in den Augen Gottes einmalig und wertvoll ist“ und dass „aus dieser Würde Achtung und Verantwortung füreinander erwachsen“. Diese Leitidee bildet den Kern der Unterrichtseinheit, in der Kinder über Selbst- und Fremdwahrnehmung, Gefühle und Beziehungen reflektieren und so zu einer Haltung der Wertschätzung und Empathie gelangen.

Auch der Gegenstandsbereich „Die Frage nach Gott“ wird umgesetzt, da die Einheit biblische Zusagen (Ps 139; Jes 43,1) als Grundlage religiöser Selbstdeutung verwendet. Die Kinder lernen, Gottes Nähe in Symbolen, Ritualen und Gebeten zu entdecken und auszudrücken. Der Gegenstandsbereich „Kirche und Gemeinde“ wird berührt, wenn Gemeinschaft als Ort gelebten Glaubens erfahren wird – etwa im gemeinsamen Singen, Segnen oder Gestalten eines Gemeinschaftsposters.

Prozessbezogen werden laut Teilrahmenplan die Kompetenzen Wahrnehmen, Deuten, Kommunizieren und Gestalten gefördert. Kinder „bringen eigene religiöse Erfahrungen zur Sprache“, „deuten sie im Licht biblischer Botschaften“ und „gestalten sie in Symbolen, Gebeten und kreativen Ausdrucksformen“. Rituale wie die Segensgeste oder das gemeinsame Dankritual entsprechen den im Plan geforderten „ganzheitlich-dialogischen Lernwegen“.

Damit verwirklicht die Einheit zentrale Anliegen des rheinland-pfälzischen Religionsunterrichts: Kinder erfahren sich als von Gott geliebte und angenommene Personen, üben Verantwortung und Empathie im sozialen Miteinander ein und gestalten ihren Glauben symbolisch und gemeinschaftlich.

Quelle: Ministerium für Bildung, Wissenschaft, Jugend und Kultur Rheinland-Pfalz: Teilrahmenplan Katholische Religion Grundschule (2010).

Die Unterrichtseinheit „Einzigartig und verbunden – gemeinsam wertvoll sein (Ich–Du–Wir)“ steht in enger Verbindung mit dem Lehrplan Katholische Religion für die Grundschule im Saarland (Fassung 2006, gültig fortgeschrieben). Der Plan versteht Religionsunterricht als Hilfe zur Persönlichkeitsbildung und zur Einübung christlicher Grundhaltungen. Er gliedert sich in Themenfelder, die in den Jahrgangsstufen 1/2 grundlegende religiöse Erfahrungen erschließen sollen – vor allem die Themen „Mensch – ich bin einmalig und geliebt“, „Gemeinschaft – miteinander leben“ und „Gott – Freund und Begleiter“.

Die Einheit greift diese Inhalte vollständig auf: Kinder entdecken ihre Einmaligkeit als von Gott gewollte und geliebte Personen (Psalm 139; Jes 43, 1) und erleben Gemeinschaft als Ort von Vertrauen, Rücksicht und gegenseitiger Annahme. Symbolische Handlungen (Kerze, Hand, Herz, Seil), Lieder und Rituale machen die Beziehung zu Gott und zu anderen sinnlich erfahrbar – eine Umsetzung des im Lehrplan betonten Prinzips „ganzheitlichen, symbolischen Lernens“.

Prozessbezogen fördert die Einheit die im Lehrplan ausgewiesenen Kompetenzfelder:

  • Wahrnehmen und Darstellen – Kinder bringen ihre Erfahrungen, Gefühle und Vorstellungen zum Ausdruck.
  • Deuten – sie verbinden diese mit biblischen Bildern von Gottes Liebe.
  • Kommunizieren – sie hören einander zu, sprechen über Glaubensfragen und achten unterschiedliche Ausdrucksformen.
  • Gestalten – sie entwickeln eigene Ausdrucksformen des Glaubens in Lied, Gebet und Gestaltung (Ich-Buch, Gemeinschaftsposter).

Inhaltlich entspricht dies den Lernzielen, dass Kinder „ihre Einmaligkeit erkennen, sich in der Gemeinschaft aufgehoben wissen, Verantwortung füreinander übernehmen und erfahren, dass sie von Gott geliebt und begleitet werden“. Damit trägt die Einheit zur Erfüllung der saarländischen Leitziele „Identitätsbildung – Beziehungsfähigkeit – Verantwortung“ bei und bildet einen typischen Einstieg in den religiösen Anfangsunterricht der Klassen 1/2.

Quelle: Ministerium für Bildung und Kultur des Saarlandes: Lehrplan Grundschule – Katholische Religion (2006, fortgeschriebene Fassung).

Die Unterrichtseinheit „Einzigartig und verbunden – gemeinsam wertvoll sein (Ich–Du–Wir)“ korrespondiert unmittelbar mit den Zielen und Lernbereichen des Lehrplans Katholische Religion für die Grundschule im Freistaat Sachsen (Fassung 2019). Der Lehrplan betont, dass Schülerinnen und Schüler in der Schuleingangsphase (Klassen 1/2) grundlegende religiöse Erfahrungen erschließen sollen, die Identität, Gemeinschaft und Gottesbezug fördern. Unter dem Lernbereich „Menschsein in Beziehung“ wird als Ziel formuliert, dass Kinder „sich selbst und andere als einmalige Geschöpfe Gottes wahrnehmen“, „Gefühle und Erfahrungen zum Ausdruck bringen“ und „Verantwortung im Umgang miteinander übernehmen“.

Diese Ziele finden in der Einheit ihre praktische Umsetzung: Kinder entdecken ihre Einzigartigkeit (Ich-Buch, Spiegel-Schatzkiste), erfahren Zuspruch aus der Bibel (Ps 139; Jes 43,1) und erleben Gemeinschaft als Geschenk und Aufgabe (Seil der Gemeinschaft, Gemeinschaftsposter). Damit wird sowohl das personale als auch das soziale Lernen, wie es der Lehrplan fordert, exemplarisch realisiert.

Die Einheit greift außerdem Inhalte des Lernbereichs „Gott und die Welt entdecken“ auf, in dem Kinder „Gottes Nähe und Liebe in Symbolen, Geschichten und Ritualen erfahren“ und „Vertrauen als Grundhaltung des Glaubens“ kennenlernen. Die eingesetzten Symbole (Hand, Licht, Herz, Seil) und Rituale (Segen, Gebet, Lied) entsprechen den im Lehrplan hervorgehobenen Lernwegen „symbolisch, narrativ und ästhetisch“.

Prozessbezogen deckt die Einheit alle im Lehrplan genannten Kompetenzen ab:
Wahrnehmen und Darstellen: Kinder nehmen religiöse Erfahrungen bewusst wahr und bringen sie in Sprache, Bild und Handlung.
Deuten: Sie deuten ihre Erfahrungen im Licht biblischer Texte.
Kommunizieren: Sie sprechen über Glaubensfragen und hören einander wertschätzend zu.
Gestalten: Sie entwickeln eigene Ausdrucksformen des Glaubens.

Damit verwirklicht die Einheit die sächsischen Leitziele für den Religionsunterricht, Kinder „auf ihrem Weg zu einem verantworteten Glauben und zu einem respektvollen Miteinander“ zu begleiten und ihnen Räume zu eröffnen, in denen sie sich als von Gott geliebte und angenommene Personen erfahren können.

Quelle: Sächsisches Staatsministerium für Kultus: Lehrplan Grundschule – Katholische Religion (Fassung 2019).

Die Unterrichtseinheit „Einzigartig und verbunden – gemeinsam wertvoll sein (Ich–Du–Wir)“ entspricht den Leitlinien des Fachlehrplans Katholischer Religionsunterricht für die Grundschule in Sachsen-Anhalt (in Kraft seit 2007, Anpassung 2019). Das Fach zielt laut Lehrplan darauf, Kinder zu befähigen, religiöse Erfahrungen wahrzunehmen, zu deuten und in Beziehung zu ihrem Leben zu setzen. Der Unterricht soll die Schülerinnen und Schüler in ihrer Identitätsbildung unterstützen und sie anregen, Verantwortung für sich und andere zu übernehmen.

Die Einheit greift insbesondere die inhaltsbezogenen Kompetenzbereiche „Sinnangebote und Orientierungshilfen“, „Christliche Ethik“ sowie „Religiöse Sprache und Symbole“ auf. Im Bereich Sinnangebote und Orientierungshilfen sollen die Kinder „eigene und fremde Lebenssituationen wahrnehmen, beschreiben und beurteilen“ und „Antworten des Glaubens auf existentielle Fragen nach Sinn, Identität und Gemeinschaft kennenlernen“. Genau dies geschieht, wenn die Kinder in der Einheit ihre Einmaligkeit entdecken, über ihre Gefühle sprechen und die Erfahrung der Gemeinschaft deuten.

Im Bereich Christliche Ethik ist als Kompetenz formuliert, dass Kinder „an biblischen Geschichten Gottes Liebe zu den Menschen erkennen“ und „Gottes Liebe zu den Menschen als Grundlage für die Gestaltung zwischenmenschlicher Beziehungen verstehen“. Diese Vorgaben werden durch die Arbeit mit Psalm 139 und Jes 43,1 sowie die Gestaltung gemeinschaftsbildender Rituale und Symbole umgesetzt. Wenn Kinder Verantwortung füreinander übernehmen und Hilfsbereitschaft üben, wird zugleich die Kompetenz entwickelt, „friedliche Lösungen für Alltagskonflikte zu beschreiben“ und „Nächstenliebe als christliche Lebensorientierung zu verstehen“.

Im Bereich Religiöse Sprache und Symbole fordert der Lehrplan, dass Schülerinnen und Schüler „ausgewählte Sprachbilder und Symbole verstehen“ und „eigene Gottesvorstellungen äußern“ können. Dies geschieht in der Einheit durch symbolische Gestaltungen wie das Seil der Gemeinschaft, Handabdrücke und Segensworte. So wird religiöse Ausdrucksfähigkeit angebahnt und die Fähigkeit gefördert, „religiöse Zeichen zu erkennen und auf eigene Lebenssituationen zu beziehen“.

Die Einheit realisiert damit die prozessbezogenen Kompetenzen, die der Lehrplan als Endniveau für den Grundschulbereich beschreibt: Wahrnehmen und Darstellen, Deuten, Kommunizieren und Gestalten. Sie eröffnet Erfahrungsräume, in denen Kinder sich selbst und andere als von Gott geliebte Menschen wahrnehmen, biblische Texte deuten und diese Erfahrung in Sprache, Handlung und Symbol ausdrücken.

Quelle: Ministerium für Bildung des Landes Sachsen-Anhalt: Fachlehrplan Grundschule – Katholischer Religionsunterricht (in Kraft seit 2007, Anpassung 2019).

Die Unterrichtseinheit „Einzigartig und verbunden – gemeinsam wertvoll sein (Ich–Du–Wir)“ entspricht inhaltlich und kompetenzorientiert den Fachanforderungen Katholische Religion für die Primarstufe (2020) des Landes Schleswig-Holstein. Der Lehrplan beschreibt das Fach als bekenntnisgebunden und zugleich dialogisch offen, wobei Kinder lernen sollen, sich selbst und andere als Geschöpfe Gottes zu verstehen und Vielfalt als Reichtum zu begreifen.

Inhaltlich verortet sich die Einheit im Kompetenzbereich I: Mensch und Welt, der vorsieht, dass Schülerinnen und Schüler „ihre Eigenschaften, Fähigkeiten und Gefühle sowie Beziehungen, in denen sie leben, beschreiben“ und „erläutern, dass jeder Mensch einmalig und wertvoll ist und nach christlicher Überzeugung von Gott bedingungslos geliebt wird“. Diese Grundüberzeugung bildet den roten Faden der gesamten Unterrichtssequenz. In der Arbeit mit Psalm 139 und Jes 43,1 erfahren Kinder, dass sie von Gott angenommen sind, und setzen dies in Symbolen (Hand, Herz, Licht) kreativ um.

Zugleich erfüllt die Einheit die inhaltsbezogene Kompetenz M 6, die fordert, „biblische Weisungen für das Zusammenleben zu erläutern und Konsequenzen für das eigene Handeln“ zu ziehen. Durch Gesprächsformen, Klassendialoge und die Gestaltung gemeinsamer Rituale (Segensgeste, Gemeinschaftsposter) wird Verantwortung füreinander eingeübt.

Prozessbezogen deckt die Einheit alle im Lehrplan genannten Kompetenzbereiche ab:
Wahrnehmen und Darstellen: religiös bedeutsame Phänomene erkennen und beschreiben (eigene Gefühle, Symbole, Rituale),
Deuten: religiöse Sprache und Bilder verstehen und auf das eigene Leben beziehen,
Urteilen: Überzeugungen und Handlungen im Lichte christlicher Werte reflektieren,
Kommunizieren: respektvoll über Glaubensfragen sprechen und anderen zuhören,
Gestalten: religiöse Ausdrucksformen wie Gebete, Lieder und Symbole kreativ verwenden.

Thematisch bezieht sich die Einheit auf die Abschnitte „Mensch und Mitwelt“ sowie „Verantwortung für das Zusammenleben“, in denen Einmaligkeit, Gottebenbildlichkeit, Gefühle, Liebe und Mitgefühl ausdrücklich genannt sind. Durch die Verbindung von Selbstwahrnehmung, Gottesbezug und Gemeinschaft verwirklicht die Einheit das Leitbild des Lehrplans, Kinder zu „religionssensiblen, dialogfähigen und verantwortungsbewussten Menschen“ zu erziehen.

Quelle: Ministerium für Bildung, Wissenschaft und Kultur des Landes Schleswig-Holstein: Fachanforderungen Katholische Religion – Primarstufe (2020).

Die Unterrichtseinheit „Einzigartig und verbunden – gemeinsam wertvoll sein (Ich–Du–Wir)“ steht in enger Beziehung zum Lehrplan Katholische Religionslehre für die Grundschule im Freistaat Thüringen (2010). Der Lehrplan sieht den Religionsunterricht als Ort, an dem Kinder lernen, die religiöse Dimension ihres Lebens zu entdecken, ihre Erfahrungen zu deuten und verantwortungsvoll zu handeln. Für die Schuleingangsphase sind die Kompetenzfelder Selbst- und Sozialkompetenz, Methodenkompetenz sowie religiöse Wahrnehmungs-, kommunikative und Handlungskompetenz besonders betont.

Die Einheit greift zentrale Elemente des Lernbereichs 2.1 „Miteinander leben“ auf. Dort heißt es, Kinder sollen „über sich nachdenken und sich annehmen lernen“, „ein zunehmend realistisches Selbstbild aufbauen“, „unterschiedliche Erfahrungen im Zusammenleben mit anderen wahrnehmen und beschreiben“ und „Grundlagen für ein gelingendes Miteinander und Wege der Achtung und Toleranz bedenken sowie entsprechende Verhaltensweisen einüben“. Diese Kompetenzen werden in der Einheit konkretisiert, wenn Kinder über Gefühle sprechen, ihre Stärken und Unterschiede benennen, einander wahrnehmen und durch Rituale und Symbole Wertschätzung erfahren.

Gleichzeitig erfüllt die Einheit den Lernbereich 2.2 „Nach Gott fragen“, in dem Kinder „ihre Neugier in Fragen ausdrücken“ und „im Dialog mit anderen Gott als geheimnisvolle Wirklichkeit entdecken“ lernen. Die Arbeit mit Psalm 139 und Jes 43,1 sowie die symbolische Gestaltung (Kerze, Hand, Seil, Herz) führen Kinder an die Deutung heran, dass jeder Mensch von Gott gewollt und geliebt ist.

Prozessbezogen werden die im Lehrplan genannten Kompetenzen deutlich gefördert:
Religiöse Wahrnehmungskompetenz: Kinder entdecken ihre Begabungen und Grenzen, staunen über die Vielfalt des Lebens und erkennen religiöse Zeichen und Symbole.
Religiöse kommunikative Kompetenz: Sie bringen eigene Vorstellungen und Gefühle sprachlich und gestisch zum Ausdruck, hören einander zu und tauschen sich über Glaubenserfahrungen aus.
Religiöse Handlungskompetenz: Sie übernehmen Verantwortung für ein achtsames Miteinander und gestalten Rituale und Segenshandlungen als Ausdruck ihres Glaubens.

Damit erfüllt die Unterrichtseinheit zentrale Intentionen des Thüringer Lehrplans: Kinder werden befähigt, sich als einmalige Geschöpfe Gottes wahrzunehmen, in der Gemeinschaft Verantwortung zu übernehmen und ihren Glauben in Sprache, Handlung und Symbol zu leben.

Quelle: Thüringer Ministerium für Bildung, Wissenschaft und Kultur: Lehrplan Grundschule – Katholische Religionslehre (2010).

Die Unterrichtseinheit „Einzigartig und verbunden – gemeinsam wertvoll sein (Ich–Du–Wir)“ verwirklicht in besonderer Weise die Intentionen der Kirchlichen Richtlinien zu Bildungsstandards für den katholischen Religionsunterricht in der Grundschule / Primarstufe (Die deutschen Bischöfe Nr. 85, Bonn 2006). Diese Richtlinien formulieren das Ziel, dass Kinder „Religion als einen zentralen Bereich menschlicher Wirklichkeit und menschlicher Lebensvollzüge wahrnehmen und verstehen lernen“ und „wesentliche Inhalte des Glaubens sowie seine Orientierungsleistung für die menschliche Lebensgestaltung kennenlernen“.

Im Mittelpunkt steht die Entwicklung grundlegender religiöser Kompetenzen, die sowohl personale als auch soziale und fachliche Dimensionen umfassen. Die Einheit fördert insbesondere:

Wahrnehmungskompetenz, indem Kinder ihre eigene Einmaligkeit, Gefühle und Erfahrungen im Licht des Glaubens wahrnehmen;
Deutungskompetenz, indem sie ihre Erlebnisse mit biblischen Aussagen – etwa Ps 139 und Jes 43,1 – in Beziehung setzen und so die Glaubensperspektive verstehen lernen;
Kommunikations- und Dialogkompetenz, indem sie in Ritualen, Gesprächen und Symbolhandlungen religiöse Ausdrucksformen teilen und aufeinander hören;
Gestaltungs- und Handlungskompetenz, indem sie Glaubenserfahrungen in symbolischer, kreativer und gemeinschaftlicher Weise ausdrücken (z. B. Ich-Buch, Gemeinschaftsposter, Segensrituale).

In den kirchlichen Richtlinien heißt es, Religionsunterricht solle Kinder zu „verantwortlichem Denken und Verhalten im Hinblick auf Religion und Glaube“ befähigen und sie anregen, „Wachheit für die großen Fragen nach dem Woher, Wohin und Wozu des menschlichen Lebens, Lebensfreude, Dankbarkeit, Sensibilität für das Leiden anderer, Hoffnung über den Tod hinaus und Wertschätzung des christlichen Glaubens“ zu entwickeln.

Diese Grundhaltungen werden in der Einheit konkret eingeübt: Kinder erfahren Annahme und Wertschätzung, üben Empathie und Mitverantwortung in der Gemeinschaft, und entdecken in symbolisch-ästhetischen Formen Gottes liebende Zuwendung. Damit erfüllt die Einheit das Kernanliegen der kirchlichen Richtlinien: den Glauben kindgerecht erfahrbar zu machen, religiöse Sprach- und Deutungsfähigkeit zu fördern und die personale Identität im Horizont der Gottesbeziehung zu stärken.

Quelle: Sekretariat der Deutschen Bischofskonferenz (Hrsg.): Kirchliche Richtlinien zu Bildungsstandards für den katholischen Religionsunterricht in der Grundschule/Primarstufe. (Die deutschen Bischöfe Nr. 85, Bonn 2006).

Anmerkungen:
* Die Zuordnung für die Bundesländer Mecklenburg-Vorpommern, Bremen, Berlin und Brandenburg basieren auf dem gemeinsam entwickelten Rahmenplan Grundschule – Katholische Religion, herausgegeben Ministerium für Bildung, Wissenschaft und Kultur des Landes Mecklenburg-Vorpommern.
** Mit dem Schuljahr 2025/2026 beginnt die schrittweise Einführung des christlichen Religionsunterrichts (CRU) in Niedersachsen, das noch nicht in Kraft getretene Kerncurriculum ist noch nicht bedacht!

Konfessionelle Kooperation

Bezüge zu exemplarischen Arbeitsplänen & -hilfen

Die Bezüge auf die Arbeitshilfen dienen dir zur Gestaltung von Religionsunterricht in konfessioneller Kooperation.

Die Beispielcurricula (Kl. 1/2) führen in UE 1 („Ich bin ich und du bist du – wir gehören zusammen“ / „Du bist einmalig – wir sind eine Gemeinschaft“) unmittelbar in Einmaligkeit, Gefühle (Angst/Geborgenheit) und Gemeinschaft ein und fordern explizit die Mitgestaltung spiritueller Elemente (Ritual, Gebet, Lied, Stille). Die Vorlage schließt daran an (Ritualführung, Symbolarbeit „Hand“, Segens-/Dankformen, Gemeinschaftsposter). Weitere Anknüpfungen ergeben sich in UE 3 „Menschen fragen nach Gott“ (Grundformen religiöser Sprache: Metapher/Symbol/Ritual; Gottesbilder „wie eine Hand, wie Licht“) und in den Jesus-Clustern (UE 5/14: „Menschen begegnen Jesus“ / „Unterwegs mit Jesus“, inkl. Kindersegnung). Abgebildet werden damit die inhaltsbezogenen Kompetenzen 3.1.1 (Einmaligkeit beschreiben; Erfahrungen erzählen; Würde/Annahme vor Gott) und 3.1.5 (Jesu Zuwendung zeigen), sowie pbK zu Wahrnehmen/Deuten religiöser Spuren, kreativer/ritualer Mitgestaltung und achtsamem Miteinander.

t.b.a.

t.b.a.

Der Arbeitsplan Klasse 1 setzt zu Beginn der Schuleingangsphase auf das Wahrnehmen der Einmaligkeit „von der christlichen Botschaft her“ sowie auf das Angenommensein durch Gott; im weiteren Verlauf folgen „elementare Ausdrucksformen der Gottesbeziehung“ (Rituale, Gebet, Segen) und die Jesus-Geschichten (u. a. Kindersegnung) als Profilthemen. Die Vorlage greift diese Linie mit Ich-Buch/Spiegel-Symbol, Gemeinschaftsposter/Seil der Gemeinschaft und Segens-/Dankritualen auf. Damit werden die prozessbezogenen Bereiche Hermeneutik (Zeichen/Geschichten deuten), Ausdruck (kreative Produkte, Rituale mitgestalten), Reflexion (Gefühle/Annahme sprachlich fassen) und Partizipation (Gemeinschaft strukturieren) bedient; inhaltsbezogen stehen „Mensch und Welt“, „Frage nach Gott“ sowie „Biblische Botschaft/Jesus Christus“ im Zentrum.

Die Strukturvorlage mit den Schwerpunkten Einmaligkeit – Angenommensein – Gemeinschaft verknüpft sich im saarländischen Koko-Entwurf in Klasse 1 direkt mit den Quartalsbausteinen „Ich bin einmalig – du bist einmalig“, Namens- und Wahrnehmungsübungen, „Was machen wir im Religionsunterricht?“ sowie frühen Jesus-Geschichten; zugleich werden Regeln des Miteinanders, Familien- und Gemeinschaftserfahrungen als Inhalte benannt. Anschlussstellen für Symbol-/Ritualarbeit (Kerze, Hand, Segensworte) sowie das Theologisieren über Gottesbilder sind ausgewiesen; spätere Vertiefungen („Abraham und Sara – Segnen und gesegnet werden“) lassen sich aus der Vorlage andocken. Kompetenzseitig werden u. a. gefordert und hier bedient: die Einmaligkeit des Menschen wahrnehmen; Grundregeln gelingenden Miteinanders anwenden; elementare religiöse Sprach- und Ausdrucksformen erkennen/nutzen; erzählen, wie Jesus Menschen begegnet; Gottesvorstellungen wahrnehmen und mitteilen; an religiösen/liturgischen Ausdrucksformen altersgemäß teilnehmen.

Bezüge zum evangelischen Religionsunterricht

Sie dienen dir und deinen Kolleg:innen als Hilfe zur Erstellung schuleigener Arbeitspläne für konfessionellen Religionsunterricht in Kooperation (bspw. in Nordrhein-Westfalen) und Unterricht in gemischt-konfessionellen Lerngruppen.

Die Einheit („Ich–Du–Wir / Einzigartig und verbunden – gemeinsam wertvoll sein“) passt in Klassen 1/2 vor allem zu den inhaltsbezogenen Bereichen Mensch, Jesus Christus, Religionen und zu einer gelebten Ritual-/Symbolpraxis. In 3.1.1 Mensch sollen Kinder „eigene Gefühle und Gedanken und die anderer wahrnehmen“, über Miteinander sprechen und „beschreiben, dass aus christlicher Sicht alle Menschen von Gott geschaffen, gewollt und geliebt sind“ – mit Leitfragen wie „Wie erfahren die Kinder, dass sie wertvoll, einzigartig und geliebt sind?“ (Stunde 1: Ich-Buch, Gefühlskarten; Stunde 3: Gemeinschaftsposter). Teilkompetenzen benennen ausdrücklich: (1) „beschreiben, was sie selbst und andere ausmacht“, (2) „von frohen und traurigen Erlebnissen erzählen“; vertieft wird (3) „beschreiben, dass für Gott jeder Mensch wertvoll, wichtig und einmalig ist (Ps 139; Jes 43,1)“ sowie (4) „an biblischen Texten aufzeigen, wie Gott Menschen liebt, annimmt und begleitet“ – das trägt den theologischen Kern der Einheit („Du bist einmalig und geliebt“) und verknüpft sich mit der optionalen Kindersegnungs-Perikope.
Im Bereich 3.1.5 Jesus Christus werden „biblische Geschichten vom Leben und Wirken Jesu“ erzählt und seine Zuwendung zu Menschen beschrieben – der Einbau von „Jesus segnet die Kinder“ sowie Segens-/Dankrituale ist hier inhaltlich deckungsgleich.
Die gelebte Ritual- und Symbolpraxis der Einheit (Kerze, Segenswort, Stille, Lieder; Hände-Symbolik) entspricht den Standards der Schuleingangsphase, wonach Kinder „Formen mitgestalten, in denen Menschen sich an Gott wenden (Vaterunser, Psalmen, Lied, Tanz, Stille)“ und „religiöse Rituale im Unterricht bzw. Feste und Feiern im Schuljahr mitgestalten“ – beides wird in deinen Stunden systematisch aufgebaut.
Die interreligiös offene Anlage (wertschätzende Sprache, niemand wird ausgeschlossen) spiegelt 3.1.7 Religionen: (1) Ausdrucksformen gelebter Religion im Lebensumfeld wahrnehmen/beschreiben, (2) Aspekte von Religion (z. B. Feste, Gebetspraxis) beschreiben, (3) Menschen anderer oder ohne Religionszugehörigkeit respektvoll begegnen – genau das leisten „offene“ Segens-/Dankformate, Symbolkarten und Gesprächsregeln.
Prozessbezogene Kompetenzen werden durchgängig gefördert: Wahrnehmen/Darstellen (Gefühle, Einzigartigkeit, Gemeinschaft sichtbar machen), Deuten (Symbole, Rituale, biblische Texte), Urteilen (Fragen nach Zugehörigkeit/Regeln wertschätzend verhandeln), Kommunizieren & dialogfähig sein (Gesprächskultur, Theologisieren mit Kindern), Gestalten & Handeln (Rituale, Andachts-/Segensformen, Klassenvereinbarungen). Diese fünf Kernprozesse werden im Bildungsplan als Zielrahmen für die Grundschule definiert – deine Methoden (Bilderbuch-Impulse, Bodenbild, Lieder, Segensgesten, kreatives Gestalten) bedienen sie exemplarisch.

Quelle: Ministerium für Kultus, Jugend und Sport Baden-Württemberg: Bildungsplan 2016 – Evangelische Religionslehre Grundschule, Stuttgart 2016.

Die Unterrichtseinheit „Ich–Du–Wir – Einzigartig und verbunden: gemeinsam wertvoll sein“ verknüpft sich in Bayern eng mit mehreren Lernbereichen des LehrplanPLUS Evangelische Religionslehre Grundschule 1/2.

Zentral ist der Lernbereich 9: Über mich und mein Leben nachdenken. Hier sollen Kinder erkennen, dass sie „einmalig und von Gott gewollt sind“, ihre Gefühle wahrnehmen, benennen und in Beziehung zu anderen setzen. Genau das leisten die Unterrichtsphasen zur Selbst- und Fremdwahrnehmung („Ich-Buch“, „Gefühlskarten“) und die Gespräche über Einzigartigkeit und Gemeinschaft. Die Kompetenzanforderung, „eigene Erfahrungen in Beziehung zu biblischen Texten zu bringen“ (z. B. Ps 139: „Du hast mich gebildet im Mutterleib“) wird in der theologischen Rahmung der Einheit (Gott liebt jeden Menschen) erfüllt.

Im Lernbereich 2: Jesus Christus – Gott wird Mensch erzählen Kinder biblische Geschichten und erkennen in Jesu Zuwendung zu den Menschen Zeichen von Annahme und Liebe. Die optionale Verbindung zur Geschichte „Jesus segnet die Kinder“ (Mk 10, 13–16) macht diese Dimension erfahrbar. Der Lehrplan formuliert dazu: „Die Schülerinnen und Schüler beschreiben, wie Jesus Menschen begegnet und was diese Begegnung für sie bedeutet.“ (ER 1/2 LB 2). Genau das geschieht in den Deutungen zu Segen, Nähe und Geborgenheit.

Der Lernbereich 3: Unsere Welt – Gottes Schöpfung betont, dass jedes Leben ein Geschenk ist, für das Menschen Verantwortung tragen. Kinder „beschreiben sich und andere als Teil der von Gott geschaffenen Welt“ und lernen, dass „Gott jeden Menschen in seiner Einmaligkeit liebt und begleitet“. In der Einheit erfahren die Kinder über Symbole wie Hand und Spiegel, dass sie Teil einer von Gott bejahten Schöpfung sind.

Der Lernbereich 5: Beten – mit Gott im Gespräch sein findet seine Entsprechung in den Ritualen (Kerze, Dank- und Segensgebet). Kinder üben, mit Gott in Kontakt zu treten und „Vertrauen und Dank im Gebet zum Ausdruck zu bringen“. Die Gestaltung der Segensworte am Ende jeder Stunde setzt dies exemplarisch um.

Auch der Lernbereich 7: Andere in ihrer Vielfalt wahrnehmen und Eigenes entdecken wird angesprochen: Kinder begegnen der Verschiedenheit in der Klasse wertschätzend und erleben, dass Unterschiedlichkeit Gottes Schöpfungsvielfalt widerspiegelt.

Schließlich verknüpft sich der Lernbereich 10: Mit anderen gut zusammenleben direkt mit Stunde 3 („Wir sind verschieden – und das ist gut so“): Kinder üben, „Verantwortung für das Miteinander zu übernehmen“, Regeln zu entwickeln und Gemeinschaft zu gestalten.

Prozessbezogene Kompetenzen des LehrplanPLUS werden umfassend gefördert:

  • Wahrnehmen und Deuten religiöser Erfahrungen in Sprache, Symbol und Handlung;

  • Gestalten und Feiern (Rituale, Segensworte, Lieder);

  • Kommunizieren und Reflektieren im Gespräch;

  • Verantwortlich handeln in Gemeinschaft.

Damit erfüllt die Einheit zentrale Zielsetzungen des bayerischen Lehrplans: Selbstwert stärken, Gottesbezug erfahrbar machen, Vielfalt als Reichtum deuten und gemeinsames Lernen in Geborgenheit fördern.

Quelle: Bayerisches Staatsministerium für Unterricht und Kultus: LehrplanPLUS Evangelische Religionslehre Grundschule 1/2

Die Unterrichtseinheit „Ich–Du–Wir – Einzigartig und verbunden: gemeinsam wertvoll sein“ knüpft im Rahmenlehrplan Evangelischer Religionsunterricht der EKBO (2. Auflage 2024) besonders an die Lebensfrage 1: „Fragen nach Sein und Werden“ und die Lebensfrage 3: „Fragen nach einem gelingenden Miteinander“ an.

In Lebensfrage 1 wird das Nachdenken über Identität und Schöpfung zentral:

„Wer bin ich? Wozu bin ich da?“
Schüler:innen sollen „sich selbst als Teil der Schöpfung entdecken (Ps 8; Ps 104; Ps 139)“ und erfahren, dass sie „einzigartige, mit einem Namen versehene Geschöpfe Gottes“ sind. (S. 27 f.) Die Einheit greift diese Perspektive vollständig auf: In den Stunden „Ich bin einmalig“ und „Ich bin von Gott geliebt“ erfahren Kinder über Symbole (Spiegel, Hand) ihre eigene Würde und Gottbezogenheit.

Die Lebensfrage 3 betont das soziale Lernen im Horizont christlicher Ethik: Kinder „entwickeln Maßstäbe für gelingendes Miteinander“ und üben Empathie, Achtung und Verantwortung. (S. 29) Diese Ziele werden in der dritten Stunde „Wir sind verschieden – und das ist gut so“ konkret umgesetzt, wenn Kinder Unterschiedlichkeit als Bereicherung erfahren und Regeln für Gemeinschaft formulieren.

Die Einheit spricht darüber hinaus mehrere fachbezogene Kompetenzbereiche des Rahmenlehrplans an:

  • Wahrnehmen und Deuten: Kinder nehmen religiöse Sprache, Symbole und Erfahrungen wahr und deuten sie im Gespräch (z. B. Handabdruck = Gottes Nähe).

  • Erzählen und Darstellen: Geschichten, Bilderbücher und biblische Erzählungen werden kreativ umgesetzt.

  • Urteilen und Kommunizieren: Kinder sprechen über Gefühle, Wertschätzung und das, was sie trägt; sie reflektieren, was ein gutes Miteinander ausmacht.

  • Teilhaben und Gestalten: Rituale, Lieder, Segensformen und Gemeinschaftsposter lassen Glauben handelnd erfahren. (vgl. Kap. 2.1–2.4)

Zudem entspricht die Einheit dem Grundverständnis des Faches: Der Religionsunterricht ist „Ort der Erstbegegnung mit Religion“, eröffnet „Räume für persönliche Gewissheitserfahrungen“ und zielt auf „ethisches Lernen“ und „interreligiöse Verständigung“ (S. 9–10). Kinder erleben in dieser Einheit Religion als Ausdruck von Annahme, Vertrauen und Gemeinschaft – genau im Sinne des EKBO-Rahmenlehrplans.

Quelle: Evangelische Kirche Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz (EKBO): Rahmenlehrplan für den Evangelischen Religionsunterricht in den Jahrgangsstufen 1 bis 10, 2. überarbeitete Auflage 2024, Berlin.

Die Einheit „Ich–Du–Wir – Einzigartig und verbunden: gemeinsam wertvoll sein“ knüpft an zwei zentrale Themenfelder an, die auch im brandenburgischen Religionsunterricht für die Jahrgangsstufen 1/2 leitend sind:

  1. Fragen nach Sein und Werden
    Kinder entdecken sich als Geschöpfe Gottes, die einmalig und geliebt sind. Der Rahmenlehrplan formuliert als Leitfrage:

    „Wer bin ich – und was bedeutet es, ein Mensch zu sein?“
    Dabei sollen Schülerinnen und Schüler erfahren, dass „jeder Mensch eine unverwechselbare Person ist, von Gott gewollt und bejaht (Ps 139)“.
    → Deine Stunden 1 und 2 („Ich bin einmalig“, „Ich bin von Gott geliebt und gewollt“) entsprechen diesem Ziel wörtlich. Durch Symbolarbeit (Spiegel, Hand), Gespräch und kreative Gestaltung lernen Kinder, ihre Einmaligkeit wahrzunehmen und mit der Zusage Gottes zu verbinden.

  2. Fragen nach einem gelingenden Miteinander
    Ziel ist, dass Kinder „Regeln des Zusammenlebens entdecken“, „Rücksicht und Achtsamkeit einüben“ und „Unterschiede als Bereicherung verstehen“.
    → Dies wird in deiner dritten Stunde („Wir sind verschieden – und das ist gut so“) handlungsorientiert umgesetzt: Kinder erleben Verschiedenheit, gestalten ein Gemeinschaftsposter und formulieren eigene Beiträge zu einem gelingenden Zusammenleben.

Kompetenzbereiche, die im brandenburgischen Religionsunterricht gemäß EKBO-Rahmenlehrplan angebahnt werden, deckt die Einheit umfassend ab:

  • Wahrnehmen und Deuten: Gefühle, Symbole und religiöse Ausdrucksformen werden wahrgenommen und gedeutet.

  • Erzählen und Darstellen: Eigene Erfahrungen und biblische Geschichten werden in Sprache, Bildern und Handlungen ausgedrückt.

  • Urteilen und Kommunizieren: Kinder tauschen sich über Werte, Gemeinschaft und Gottesbezug aus.

  • Teilhaben und Gestalten: Durch Rituale, Gebete und gemeinsames Tun gestalten sie Glaubenserfahrungen aktiv mit.

Der Unterricht entspricht somit vollständig der im Land Brandenburg gültigen Umsetzung des EKBO-Rahmenlehrplans für die Primarstufe: Er führt Kinder über Wahrnehmung und Symbolarbeit zu Selbstbewusstsein, Gottesvertrauen und sozialer Kompetenz – Grundziele des Faches Evangelische Religion in den Jahrgangsstufen 1 und 2.

Quelle: Evangelische Kirche Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz (EKBO): Rahmenlehrplan Evangelischer Religionsunterricht Jahrgangsstufen 1–10, 2. Auflage 2024 – Grundlage für den Religionsunterricht im Land Brandenburg.

Die Unterrichtseinheit „Ich–Du–Wir – Einzigartig und verbunden: gemeinsam wertvoll sein“ korrespondiert sehr eng mit dem Kerncurriculum Evangelische Religion für die Grundschule (2011) sowie dem ergänzenden Leitfaden Evangelische Religion Primarstufe (EKHN/EKKW). Sie trifft mehrere zentrale Kompetenzbereiche und Themenfelder, die in den Klassen 1/2 grundlegend eingeführt werden. Im hessischen Kerncurriculum finden sich für die Schuleingangsphase unter anderem die Themenfelder „Ich bin einmalig – von Gott geliebt“, „Jesus und die Kinder“ (Mk 10, 13–16), „Miteinander leben“ sowie „Feste und Rituale im Jahreslauf“. Genau diese Felder werden in der Unterrichtseinheit umgesetzt. In der ersten Stunde („Ich bin einmalig“) erfahren Kinder ihre Individualität und Einzigartigkeit. Dies deckt sich mit der Vorgabe, dass Schülerinnen und Schüler beschreiben, was sie selbst und andere ausmacht und dass jeder Mensch für Gott wichtig ist (Kerncurriculum 2011, S. 8). In der zweiten Stunde („Ich bin von Gott geliebt und gewollt“) wird das Vertrauen in Gottes Zuwendung vertieft – ausdrücklich ein Ziel des Themenfelds „Gott liebt und begleitet uns Menschen“. In der dritten Stunde („Wir sind verschieden – und das ist gut so“) verwirklicht sich das Themenfeld „Miteinander leben“: Kinder lernen, dass Verschiedenheit ein Reichtum ist, und üben Verantwortung und Rücksichtnahme ein. Biblisch ist der Bezug zur Kindersegnung Jesu (Mk 10, 13–16) zentral; diese Perikope wird im Kerncurriculum ausdrücklich als exemplarische Geschichte genannt, durch die Kinder erfahren, dass Jesus Menschen annimmt und ihnen Wert zuspricht. Rituale (Kerze, Segenswort, Gebet) und Feste (Dankrituale, Liedrufe) greifen das Themenfeld „Feste und Rituale“ auf: Kinder lernen Ausdrucksformen des Glaubens kennen und gestalten religiöse Rituale mit.

Das hessische Kerncurriculum unterscheidet vier Kompetenzdimensionen, die in dieser Einheit vollständig adressiert werden: Wahrnehmen und Darstellen – Kinder nehmen eigene Gefühle, Erlebnisse und Symbole wahr (Spiegel, Hand, Seil) und bringen sie in Ausdrucksformen (Bild, Wort, Bewegung); Deuten und Verstehen – sie deuten religiöse Zeichen (Segen, Gebet, Licht) als Zeichen von Gottes Zuwendung und beziehen sie auf ihr eigenes Leben; Urteilen und Entscheiden – sie reflektieren, was für Gemeinschaft wichtig ist, und entwickeln Maßstäbe für respektvollen Umgang; Gestalten und Handeln – sie gestalten Rituale, Segensformen und Gemeinschaftsposter aktiv mit, Religion wird handelnd erfahren. Diese Kompetenzentwicklung geschieht handlungsorientiert, dialogisch und symbolisch – genau in der vom Leitfaden empfohlenen Unterrichtsform.

Der Leitfaden Evangelische Religion Primarstufe (EKHN/EKKW, 2015) hebt hervor, dass Unterricht am Schulanfang an die Lebenswelt und Gefühlslage der Kinder anknüpfen, durch Rituale und Symbole Geborgenheit schaffen und die religiöse Dimension menschlicher Beziehungen (Ich–Du–Wir) erfahrbar machen soll. Die Einheit erfüllt diese Leitgedanken exemplarisch: Sie stärkt Selbstwahrnehmung und Gemeinschaft, vermittelt Geborgenheit durch Symbole und Rituale und führt Kinder theologisch elementar an den Gedanken der göttlichen Liebe und Würde jedes Menschen heran. In Hessen entspricht die Einheit somit den Vorgaben für die Schuleingangsphase des Faches Evangelische Religion in vollem Umfang. Sie realisiert die Themenfelder „Ich bin einmalig“, „Gott liebt uns“, „Jesus begegnet den Menschen“ und „Gemeinschaft leben“ auf prozess- wie inhaltsbezogener Ebene und folgt den didaktischen Leitprinzipien des hessischen Lehrplans: lebensweltorientiert, symbolisch, kommunikativ und inklusiv.

Quelle: Hessisches Kultusministerium: Kerncurriculum Evangelische Religion für die Grundschule, Wiesbaden 2011; Evangelische Kirche in Hessen und Nassau / Evangelische Kirche von Kurhessen-Waldeck: Leitfaden Evangelische Religion – Primarstufe, Darmstadt/Kassel 2015.

Die Unterrichtseinheit „Ich–Du–Wir – Einzigartig und verbunden: gemeinsam wertvoll sein“ weist eine enge inhaltliche und kompetenzorientierte Verbindung zum Rahmenplan Evangelische Religion Grundschule Mecklenburg-Vorpommern auf. Der Lehrplan betont für die Jahrgangsstufen 1 und 2 die Grundthemen „Ich bin einmalig“, „Miteinander leben“, „Vertrauen erfahren“ und „Feste feiern“. Genau diese Themenfelder werden in der Einheit umfassend aufgegriffen.

Im Themenbereich „Ich bin einmalig“ sollen Kinder sich selbst als besondere und von Gott geliebte Menschen wahrnehmen. Sie erfahren: „Ich bin von Gott geschaffen und gewollt“ (Ps 139; Jes 43,1) und lernen, die eigene Individualität zu deuten und wertzuschätzen. In der ersten Unterrichtsstunde („Ich bin einmalig“) erleben die Kinder durch die Symbolarbeit mit der Spiegel-Schatzkiste, dass sie einzigartig und wertvoll sind. Diese Erfahrung entspricht der Zielvorgabe des Lehrplans, wonach Schülerinnen und Schüler „eigene Gefühle wahrnehmen, beschreiben und deuten sowie erkennen, dass jeder Mensch für Gott wichtig ist“.

Das Themenfeld „Vertrauen erfahren“ wird in der zweiten Stunde („Ich bin von Gott geliebt und gewollt“) entfaltet. Die Kinder lernen, dass Gottes Liebe unabhängig von Leistung oder Aussehen gilt. Der Lehrplan benennt als Ziel, dass Kinder „erfahren, was es heißt, sich angenommen zu wissen und auf Gott zu vertrauen“. Die Gestaltung von Segensritualen, Liedern und Symbolhandlungen (Handabdruck, Gebet, Dankkarten) entspricht dem Rahmenplan-Anspruch, Religion leiblich und gemeinschaftlich erfahrbar zu machen.

In der dritten Stunde („Wir sind verschieden – und das ist gut so“) wird das Themenfeld „Miteinander leben“ konkretisiert. Der Rahmenplan fordert, dass Kinder „Unterschiede zwischen Menschen wahrnehmen und wertschätzen“ und „erfahren, dass Gemeinschaft Regeln, Vertrauen und Rücksicht erfordert“. Das in der Einheit gestaltete Gemeinschaftsposter, die Gesprächsphasen und Rituale fördern diese Zielsetzung und übersetzen sie in kindgerechtes Handeln.

Auch die Aspekte „Feste feiern“ und „Rituale gestalten“ werden berücksichtigt. Der Rahmenplan hebt hervor, dass Kinder „christliche Feste, Gebete und Rituale als Ausdruck des Glaubens erleben“ und „eigene Formen des Feierns und Dankens entwickeln“ sollen. Diese Intention wird durch das wiederkehrende Anzünden der Kerze, das Singen und die Segensgesten erfüllt.

Die Einheit bedient alle prozessbezogenen Kompetenzbereiche des Rahmenplans:
Kinder wahrnehmen, was sie und andere bewegt, und bringen Erfahrungen in Ausdrucksformen (Wahrnehmen und Gestalten). Sie deuten Symbole und religiöse Sprache (Deuten und Verstehen), kommunizieren über Gefühle, Gemeinschaft und Glauben (Kommunizieren und Reflektieren) und handeln im Sinne eines respektvollen Miteinanders (Gestalten und Handeln).

Durch den handlungsorientierten und erfahrungsbasierten Ansatz der Einheit werden Kinder in ihrer emotionalen, sozialen und religiösen Entwicklung gefördert. Sie lernen, sich selbst als von Gott geliebte Geschöpfe zu sehen und in einer vielfältigen Gemeinschaft Verantwortung zu übernehmen. Damit erfüllt die Einheit zentrale Intentionen des Rahmenplans: religiöses Lernen im Kontext von Vertrauen, Geborgenheit, Vielfalt und Wertschätzung.

Quelle: Ministerium für Bildung, Wissenschaft und Kultur Mecklenburg-Vorpommern: Rahmenplan Evangelische Religion Grundschule, Schwerin 2019.

Die Unterrichtseinheit „Ich–Du–Wir – Einzigartig und verbunden: gemeinsam wertvoll sein“ steht in enger Übereinstimmung mit dem Lehrplan Evangelische Religionslehre für die Primarstufe in Nordrhein-Westfalen (gültig ab 2021). Der Lehrplan betont für die Schuleingangsphase (Klassen 1/2) die Bedeutung von Erfahrungen, die Kinder mit sich selbst, mit anderen und mit Gott machen, und beschreibt das Lernen im Religionsunterricht als ein ganzheitliches, erfahrungsorientiertes und symbolisch-handlungsbezogenes Geschehen. Genau diese Leitgedanken prägen die Struktur der Unterrichtseinheit.

Im Inhaltsfeld 1: „Ich – Du – Wir“ wird als Ziel formuliert, dass Kinder „erkennen, dass jeder Mensch einmalig und von Gott gewollt ist“ und dass sie „Wertschätzung gegenüber sich selbst und anderen entwickeln“. Der Lehrplan benennt dazu als biblische Grundlage ausdrücklich die Geschichte von der Kindersegnung (Mk 10,13–16) und Psalm 139. Die Einheit greift diesen theologischen Kern auf, wenn Kinder erfahren: „Ich bin einmalig – von Gott geliebt – und Teil einer Gemeinschaft.“ Die Symbolarbeit (Spiegel, Handabdruck, Seil) und die Rituale (Kerze, Segenswort) machen die Zusage „Gott sagt Ja zu dir“ sinnlich erfahrbar.

Das Inhaltsfeld 2: „Gott – die Welt und ich“ erweitert diesen Zugang, indem Kinder die Schöpfung als Ausdruck göttlicher Liebe wahrnehmen. Der Lehrplan fordert hier, dass sie „erkennen, dass jeder Mensch ein Geschöpf Gottes ist und Verantwortung in der Gemeinschaft trägt“. In der Einheit geschieht dies, wenn Kinder lernen, dass Verschiedenheit Teil der Schöpfungsvielfalt ist („Wir sind verschieden – und das ist gut so“) und dass jedes Kind etwas zum Gelingen der Gemeinschaft beiträgt.

Im Inhaltsfeld 3: „Miteinander leben“ sollen Kinder „Wege des guten Zusammenlebens entdecken“ und „Regeln als Ausdruck gegenseitiger Achtung verstehen“. Diese Ziele werden in der dritten Unterrichtsstunde handlungsorientiert umgesetzt, wenn die Kinder ihr Gemeinschaftsposter gestalten, Gesprächsregeln entwickeln und die Erfahrung machen, dass Gemeinschaft auf Vertrauen, Rücksichtnahme und Hilfe beruht.

Darüber hinaus entspricht die Einheit den vom Lehrplan beschriebenen Gestaltungsprinzipien des evangelischen Religionsunterrichts:
Performativität: Kinder erfahren Glaubensinhalte in Handlung, Symbol und Ritual (Segenswort, Kerze, Lied).
Elementarisierung: Inhalte werden lebensweltlich und kindgerecht entfaltet (Gefühle, Identität, Gemeinschaft).
Partizipation: Kinder bringen eigene Erfahrungen ein und gestalten Lernprozesse aktiv mit.
Reflexivität: Sie lernen, über sich selbst und über religiöse Erfahrungen zu sprechen.

Die Einheit deckt die prozessbezogenen Kompetenzen ab, die am Ende der Schuleingangsphase erreicht sein sollen:
Kinder wahrnehmen und beschreiben religiöse Erfahrungen, Symbole und Ausdrucksformen; sie deuten biblische Geschichten (z. B. die Kindersegnung) als Zuspruch; sie kommunizieren über Glauben und Gemeinschaft; und sie handeln im Alltag verantwortungsvoll. Diese Kompetenzen bilden das Fundament für ein reflektiertes und gelebtes Glaubensverständnis.

Die inhaltlichen und methodischen Schwerpunkte der Einheit – Selbstannahme, Gottesbezug, Gemeinschaft und Verantwortung – spiegeln somit die Kernziele des Lehrplans: Kinder erfahren, dass sie von Gott geliebt sind, dass jeder Mensch Würde besitzt und dass das Zusammenleben in Vielfalt Ausdruck dieser göttlichen Liebe ist.

Quelle: Ministerium für Schule und Bildung des Landes Nordrhein-Westfalen: Lehrplan Evangelische Religionslehre für die Primarstufe, Düsseldorf 2021.

Die Unterrichtseinheit „Ich–Du–Wir – Einzigartig und verbunden: gemeinsam wertvoll sein“ lässt sich eng an den Teilrahmenplan Evangelische Religion für die Primarstufe in Rheinland-Pfalz (Trier, 2018) anschließen. Der Lehrplan stellt das Erleben der eigenen Person, die Begegnung mit anderen Menschen und den Bezug zu Gott in den Mittelpunkt und fördert religiöses Lernen als Zusammenspiel von Wahrnehmen, Erleben, Deuten und Gestalten – genau dies bildet den methodischen und inhaltlichen Kern der Unterrichtseinheit.

Im Kompetenzbereich „Religiöse Erfahrung und Identität“ sollen Kinder erfahren, „dass sie von Gott geschaffen, gewollt und geliebt sind“ (Ps 139; Jes 43,1). Sie lernen, „eigene Gefühle und Bedürfnisse wahrzunehmen“ und „Vertrauen in die eigene Einzigartigkeit und in die Zuwendung Gottes“ zu entwickeln. Die Einheit setzt dieses Ziel unmittelbar um: In der ersten Stunde („Ich bin einmalig“) und der zweiten („Ich bin von Gott geliebt und gewollt“) erfahren Kinder ihre Würde und Einmaligkeit in Beziehung zu Gott. Symbole wie Spiegel und Hand, sowie Rituale wie Segenssprüche und Lieder, konkretisieren die theologische Aussage des Lehrplans, dass jedes Leben Ausdruck göttlicher Schöpfung ist.

Das Themenfeld „Gemeinschaft und Verantwortung“ beschreibt als Lernziel, dass Kinder „die Bedeutung von Freundschaft, Zusammenhalt und gegenseitiger Achtung“ entdecken und „Wege des friedlichen Zusammenlebens in Vielfalt“ einüben. Diese Zielvorgabe deckt sich mit der dritten Unterrichtsstunde („Wir sind verschieden – und das ist gut so“): Kinder erleben Verschiedenheit als Reichtum, gestalten ein Gemeinschaftsposter und formulieren Regeln für ein gelingendes Miteinander. Damit werden zentrale Werte wie Empathie, Hilfsbereitschaft und gegenseitige Wertschätzung praktisch eingeübt.

Der Kompetenzbereich „Christlicher Glaube und biblische Überlieferung“ fordert, dass Schülerinnen und Schüler biblische Geschichten als Ausdruck von Gottes Liebe und Zuwendung deuten können. Die Einheit bezieht sich hier auf die Perikope von der Kindersegnung Jesu (Mk 10,13–16), die im Teilrahmenplan als exemplarische Erzählung genannt wird. Diese Geschichte vermittelt die Grunderfahrung: „Jesus nimmt Kinder an und segnet sie.“ Die Einheit führt Kinder über symbolische und emotionale Zugänge an diese Erfahrung heran und überträgt sie in die eigene Lebenswelt.

Auch das Gestalten von Ritualen und Feiern wird im Teilrahmenplan ausdrücklich betont: Kinder sollen „Gebet, Stille und Segen als Ausdrucksformen des Glaubens“ kennenlernen und mitgestalten. Die wiederkehrenden Elemente der Einheit – Kerze, Gebet, Lied, Segenswort – erfüllen diese Forderung und verankern religiöses Lernen in gemeinschaftlichen Erfahrungen.

Im Sinne der prozessbezogenen Kompetenzen des Teilrahmenplans übt die Einheit die vier Dimensionen religiösen Lernens: Wahrnehmen und Beschreiben (eigene Gefühle, Gemeinschaft, Symbole), Deuten und Verstehen (biblische Geschichten, Gottesbezug), Kommunizieren und Mitteilen (Gespräch über Glauben und Gemeinschaft) sowie Gestalten und Handeln (Feiern, Gestaltungen, Rituale). Damit trägt sie zur ganzheitlichen religiösen Bildung bei, wie sie im Lehrplan intendiert ist.

Die Einheit entspricht somit den Grundanliegen des rheinland-pfälzischen Religionsunterrichts: Kinder erfahren, dass sie als Geschöpfe Gottes wertvoll und einmalig sind, und lernen, in Achtung, Dankbarkeit und Solidarität miteinander zu leben. Durch ihre handlungsorientierte, symbolisch erfahrbare Struktur erfüllt sie die Anforderungen an einen elementaren, lebensnahen und inklusiven Religionsunterricht.

Quelle: Ministerium für Bildung Rheinland-Pfalz / Evangelische Kirche der Pfalz / Evangelische Kirche im Rheinland / Evangelische Kirche in Hessen und Nassau: Teilrahmenplan Evangelische Religion für die Primarstufe, Mainz 2018.

Die Unterrichtseinheit „Ich–Du–Wir – Einzigartig und verbunden: gemeinsam wertvoll sein“ steht in enger Verbindung mit dem Lehrplan Evangelische Religion für die Grundschule im Saarland (Ministerium für Bildung und Kultur, 2016). Der Lehrplan zielt in den Jahrgangsstufen 1 und 2 darauf, Kinder in ihrer Identitätsentwicklung zu begleiten, sie in ihren Beziehungen zu stärken und sie zu einem wertschätzenden Umgang miteinander anzuleiten. Dabei sollen sie religiöse Ausdrucksformen kennen und deuten lernen, um ihre Erfahrungen mit sich selbst, mit anderen und mit Gott zu erschließen. Genau diese Anliegen werden in der Unterrichtseinheit aufgegriffen.

Im Lernbereich 3 „Ich – Du – Wir“ heißt es, die Schülerinnen und Schüler sollen „sich selbst und andere als einmalig wahrnehmen und wertschätzen“ und „lernen, dass Gemeinschaft gelingt, wenn Menschen aufeinander achten und Verantwortung füreinander übernehmen“. Dieses Ziel wird in der gesamten Einheit handlungsorientiert umgesetzt. In der ersten Stunde („Ich bin einmalig“) entdecken Kinder ihre Einzigartigkeit, in der zweiten („Ich bin von Gott geliebt und gewollt“) erfahren sie sich als von Gott angenommen, und in der dritten („Wir sind verschieden – und das ist gut so“) erleben sie Gemeinschaft und Vielfalt als Bereicherung.

Biblisch-theologisch verankert ist die Einheit in der Geschichte von der Kindersegnung Jesu (Mk 10,13–16) und in Psalm 139, die im Lehrplan ausdrücklich als mögliche Bezugstexte genannt werden. Der Lehrplan formuliert, dass Kinder „biblische Erzählungen als Ausdruck von Gottes Liebe und Zuwendung deuten“ und „Beispiele aus dem Leben Jesu auf ihr eigenes Leben beziehen“ sollen. Die Einheit greift dies auf, indem sie die Zusage „Gott liebt dich“ mit symbolischen und emotionalen Lernformen erfahrbar macht (Spiegel, Hand, Licht, Segen).

Zugleich erfüllt die Unterrichtseinheit das Anliegen des Lernbereichs „Feste, Rituale und Gebet“, in dem Kinder „religiöse Zeichen, Gesten und Formen des Betens kennenlernen und in das Schulleben einbringen“ sollen. Die wiederkehrenden Elemente – Kerze, Gebet, Lied, Segenswort – schaffen genau die Ritualkultur, die der Lehrplan als wichtiges Element evangelischer Religionspraxis beschreibt.

Auch die im Lehrplan verankerten Querschnittsaufgaben wie „Förderung sozialer Kompetenz“, „Wertorientierung“ und „Interreligiöses Lernen“ werden durch die Einheit erfüllt. Kinder lernen, Verschiedenheit als Normalität anzuerkennen, sich gegenseitig zuzuhören, Verantwortung zu übernehmen und den Glauben anderer zu respektieren.

Bezogen auf die Kompetenzentwicklung fördert die Einheit alle im Lehrplan genannten Dimensionen:
Wahrnehmen und Beschreiben: Kinder nehmen eigene Gefühle und die der anderen wahr und bringen sie zum Ausdruck.
Deuten und Verstehen: Sie deuten religiöse Zeichen und Sprache (Segen, Gebet, Licht, Gemeinschaft) im Zusammenhang mit der biblischen Botschaft.
Gestalten und Handeln: Sie gestalten Rituale, Gemeinschaftsposter und Gebete aktiv mit.
Kommunizieren und Reflektieren: Sie sprechen über Glaubenserfahrungen, über das, was sie stärkt, und über Wege des guten Miteinanders.

Die Einheit entspricht somit in vollem Umfang den Intentionen des saarländischen Lehrplans: Sie fördert personale Identität, soziale Verantwortung und religiöse Ausdrucksfähigkeit. Kinder erleben Religion als Quelle von Wertschätzung, Vertrauen und Gemeinschaft.

Quelle: Ministerium für Bildung und Kultur des Saarlandes: Lehrplan Evangelische Religion für die Grundschule, Saarbrücken 2016.

Die Unterrichtseinheit „Ich–Du–Wir – Einzigartig und verbunden: gemeinsam wertvoll sein“ steht in enger Verbindung mit dem Lehrplan Evangelische Religion für die Grundschule im Freistaat Sachsen (aktuelle Fassung 2019, Staatsministerium für Kultus). Der Lehrplan beschreibt religiöses Lernen als Zusammenspiel von Wahrnehmen, Erfahren, Deuten, Gestalten und Kommunizieren. Diese fünf Dimensionen bilden das Fundament für den Aufbau von Glaubens- und Beziehungskompetenz – ein Ansatz, der sich in der gesamten Einheit wiederfindet.

Im Lernbereich „Mensch sein in Beziehung“ (Klassen 1/2) sollen Kinder erfahren, dass sie einmalig sind, dass jeder Mensch von Gott gewollt ist und dass Gemeinschaft von Achtung und Vertrauen lebt. Der Lehrplan benennt als Ziel, dass Schülerinnen und Schüler „eigene Stärken und Schwächen wahrnehmen“, „sich als Geschöpfe Gottes verstehen“ und „lernen, in Gemeinschaft Verantwortung zu übernehmen“. Diese Intentionen finden sich in den ersten beiden Stunden der Einheit („Ich bin einmalig“ und „Ich bin von Gott geliebt und gewollt“) wieder. Kinder erleben durch die Symbolarbeit mit Spiegel und Hand, dass sie wertvoll sind und in Gottes Hand geborgen.

Das theologische Zentrum der Einheit – die Erfahrung von Einzigartigkeit und Annahme – wird biblisch durch Psalm 139 („Du hast mich gebildet im Mutterleib“) und Jesaja 43,1 („Ich habe dich bei deinem Namen gerufen“) getragen. Der Lehrplan nennt diese Texte ausdrücklich als Beispiel für elementares theologisches Lernen in den Klassen 1/2. Auch die Perikope „Jesus segnet die Kinder“ (Mk 10,13–16) wird als exemplarische Erzählung zur Zuwendung Jesu erwähnt. Sie ist eine Kernstelle für die Aussage, dass „Gott jeden Menschen liebt, unabhängig von Leistung und Ansehen“.

In der dritten Stunde („Wir sind verschieden – und das ist gut so“) wird das Lernfeld „Miteinander leben“ konkret. Der Lehrplan formuliert hier als Ziel, dass Kinder „Regeln des Zusammenlebens entdecken“, „Hilfsbereitschaft und Rücksicht üben“ und „Unterschiede als Bereicherung erfahren“. Die Einheit setzt diese Vorgaben exemplarisch um, wenn Kinder ein Gemeinschaftsposter gestalten, sich gegenseitig wertschätzen und gemeinsam Regeln formulieren.

Auch der Bereich „Rituale und Ausdrucksformen des Glaubens“ wird erfüllt. Der sächsische Lehrplan betont, dass Kinder „Gebete, Segensgesten und Symbole des Glaubens kennenlernen und in Feiern einbringen“. Diese Aspekte prägen die Einheit in besonderer Weise: Kerze, Segenswort, Lieder und Gebetsrituale strukturieren den Unterricht und machen Religion leiblich erfahrbar.

In Bezug auf die Kompetenzentwicklung deckt die Einheit alle prozessbezogenen Dimensionen des Lehrplans ab:
Wahrnehmen und Beschreiben: Kinder nehmen eigene Gefühle, Einzigartigkeit und Gemeinschaftserfahrungen wahr und bringen sie zur Sprache.
Deuten und Verstehen: Sie deuten religiöse Symbole (Hand, Licht, Segen) und biblische Geschichten.
Gestalten und Handeln: Sie gestalten Rituale, Gebete und Gemeinschaftssymbole aktiv.
Kommunizieren und Reflektieren: Sie sprechen über Gott, Vertrauen, Zusammenhalt und Vielfalt.
Urteilen und Entscheiden: Sie überlegen, was Gemeinschaft stärkt und welche Haltung Wertschätzung ausdrückt.

Die Einheit entspricht damit vollständig dem Anliegen des sächsischen Lehrplans, Kinder am Schulanfang in ihrem Selbst- und Weltverständnis zu stärken, religiöse Ausdrucksformen zu erleben und ein Bewusstsein für die eigene Würde und die der anderen zu entwickeln.

Quelle: Sächsisches Staatsministerium für Kultus: Lehrplan Evangelische Religion für die Grundschule, Dresden 2019.

Die Unterrichtseinheit „Ich–Du–Wir – Einzigartig und verbunden: gemeinsam wertvoll sein“ korrespondiert in hohem Maße mit dem Lehrplan Evangelische Religion für die Grundschule in Sachsen-Anhalt (in Kraft seit 2007, überarbeitet 2019). Der Lehrplan versteht Religionsunterricht als einen Raum, in dem Kinder lernen, sich selbst und andere im Horizont des Glaubens wahrzunehmen, religiöse Ausdrucksformen zu verstehen und zu gestalten sowie Verantwortung in Gemeinschaft zu übernehmen – zentrale Anliegen, die in der Unterrichtseinheit umgesetzt werden.

Im Inhaltsbereich „Mensch sein – sich selbst und andere wahrnehmen“ (Klassen 1/2) sollen Kinder erfahren, dass sie einmalig, von Gott geschaffen und geliebt sind. Der Lehrplan nennt Psalm 139 („Du hast mich gebildet im Mutterleib“) und Jesaja 43,1 („Ich habe dich bei deinem Namen gerufen“) als exemplarische Bibeltexte. Ziel ist, dass Schülerinnen und Schüler „wahrnehmen, dass jeder Mensch unverwechselbar ist“, „dass Gott jeden Menschen liebt“ und „dass Gemeinschaft von gegenseitiger Achtung und Hilfe geprägt sein soll“. Diese Zielsetzungen werden in der Einheit unmittelbar verwirklicht: In den Stunden „Ich bin einmalig“ und „Ich bin von Gott geliebt und gewollt“ erleben Kinder ihre Einzigartigkeit, erfahren Gottes Zuwendung symbolisch (Hand, Spiegel, Segenswort) und lernen, sich selbst und andere wertzuschätzen.

Die dritte Unterrichtsstunde („Wir sind verschieden – und das ist gut so“) knüpft an den Inhaltsbereich „Gemeinschaft leben und gestalten“ an. Der Lehrplan fordert hier, dass Kinder „Unterschiede wahrnehmen und als Bereicherung verstehen“, „Regeln für ein gutes Miteinander entdecken“ und „Verantwortung füreinander übernehmen“. Diese Ziele werden mit dem Gemeinschaftsposter, Gesprächsphasen und Ritualen konkret umgesetzt.

Der Inhaltsbereich „Biblische Geschichten erzählen von Gott und den Menschen“ nennt ausdrücklich die Geschichte „Jesus segnet die Kinder“ (Mk 10,13–16) als Beispiel dafür, wie Kinder in biblischen Erzählungen Gottes Liebe und Annahme entdecken können. Die Einheit greift diese Perikope theologisch auf, indem sie das Vertrauen in Gottes Zuspruch in kindgerechte Rituale und Symbolhandlungen übersetzt.

Darüber hinaus erfüllt die Einheit die Anforderungen des Inhaltsbereichs „Religiöse Ausdrucksformen, Sprache und Symbole“. Der Lehrplan sieht vor, dass Kinder „religiöse Zeichen und Rituale als Ausdruck von Glauben erkennen“ und „selbst Formen des Betens und Dankens erproben“. Das Anzünden der Kerze, die Segenssprüche, Lieder und Gebete sind konkrete Umsetzungen dieser Kompetenzen.

Bezogen auf die prozessbezogenen Kompetenzen, wie sie im Lehrplan formuliert sind, fördert die Einheit in besonderer Weise:
Wahrnehmen und Beschreiben: Kinder nehmen eigene Gefühle und die anderer wahr, erkennen Symbole und deuten Erfahrungen religiös.
Deuten und Verstehen: Sie setzen ihre Erfahrungen mit biblischen Texten in Beziehung und erkennen in der Kindersegnung die Zuwendung Gottes.
Kommunizieren und Mitteilen: Sie sprechen über ihre Gefühle, ihre Gemeinschaft und ihren Glauben in kindgerechter Sprache.
Gestalten und Handeln: Sie beteiligen sich aktiv an Ritualen, Gebeten und kreativen Gestaltungen (Ich-Buch, Gemeinschaftsposter).
Urteilen und Entscheiden: Sie überlegen, was Gemeinschaft stärkt und wie man mit anderen respektvoll umgeht.

Damit erfüllt die Unterrichtseinheit die zentralen Intentionen des Lehrplans: Sie ermöglicht religiöses Lernen als personale, gemeinschaftliche und symbolisch erlebbare Erfahrung. Kinder werden in ihrem Selbstwert gestärkt, lernen Mitgefühl und entdecken den Glauben als Quelle von Geborgenheit und Orientierung.

Quelle: Ministerium für Bildung des Landes Sachsen-Anhalt: Lehrplan Evangelische Religion für die Grundschule, Magdeburg 2007 (aktualisierte Fassung 2019).

Die Unterrichtseinheit „Ich–Du–Wir – Einzigartig und verbunden: gemeinsam wertvoll sein“ steht in enger Übereinstimmung mit den Fachanforderungen Evangelische Religion für die Primarstufe in Schleswig-Holstein (Ministerium für Bildung, Wissenschaft und Kultur, 2020). Der Lehrplan beschreibt religiöses Lernen als einen Prozess, in dem Kinder „ihre Welt wahrnehmen, deuten und gestalten“ und „in Begegnung mit biblischen Texten und Symbolen Orientierung für das eigene Leben gewinnen“. Diese Grundhaltung prägt den Aufbau und die Zielrichtung der Unterrichtseinheit in besonderer Weise.

Im Kompetenzbereich „Wahrnehmen und Deuten“ sollen Kinder lernen, „sich selbst und andere als von Gott geliebte Geschöpfe wahrzunehmen“ und „Erfahrungen von Vertrauen, Geborgenheit und Gemeinschaft in religiöser Perspektive zu deuten“. Genau diese Ziele verwirklichen sich in den ersten beiden Unterrichtsstunden („Ich bin einmalig“ und „Ich bin von Gott geliebt und gewollt“). Kinder erfahren über Symbolhandlungen (Spiegel, Handabdruck), über biblische Bezüge (Ps 139; Jes 43,1) und über Rituale (Segen, Gebet), dass sie einzigartig und von Gott gewollt sind.

Der Kompetenzbereich „Kommunizieren und Teilhaben“ fordert, dass Kinder „miteinander über Erfahrungen, Fragen und Deutungen ins Gespräch kommen“ und „Formen religiöser Praxis kennenlernen und gestalten“. Diese Anforderungen werden in der Einheit in allen drei Stunden erfüllt: Kinder tauschen sich über Gefühle, Gemeinschaft und Verschiedenheit aus, gestalten Segensrituale, sprechen Gebete und entwickeln eigene Ausdrucksformen für Dank und Vertrauen. Die Einheit fördert so sowohl sprachlich-kommunikative als auch spirituelle Ausdrucksfähigkeit.

Im Kompetenzbereich „Gestalten und Handeln“ sollen Kinder „aus christlicher Perspektive Möglichkeiten entdecken, wie Gemeinschaft gelingen kann“. Der Lehrplan betont, dass „Vielfalt als Geschenk Gottes verstanden werden kann“. Diese Zielvorgabe findet in der dritten Unterrichtsstunde („Wir sind verschieden – und das ist gut so“) eine unmittelbare Umsetzung. Das Gestalten des Gemeinschaftsposters, das Entwickeln von Klassenregeln und das Erleben von Zusammenhalt machen erfahrbar, wie respektvolles Miteinander aus Wertschätzung und Verantwortung entsteht.

Die Einheit entspricht außerdem den im Lehrplan genannten inhaltlichen Schwerpunkten der Schuleingangsphase, insbesondere:
„Ich bin einmalig und von Gott geliebt“ – Kinder erfahren ihre Würde und lernen, diese auch anderen zuzuerkennen.
„Gemeinschaft erleben und gestalten“ – sie erfahren, was Vertrauen, Freundschaft und Zusammenhalt bedeuten.
„Gott begleitet mein Leben“ – sie erleben Segen, Gebet und Dank als Ausdruck von Beziehung zu Gott.

Die biblische Fundierung der Einheit (Kindersegnung Mk 10,13–16; Ps 139; Jes 43,1) entspricht der Vorgabe, dass biblische Erzählungen „Grundlagen religiöser Deutung menschlicher Erfahrungen“ sein sollen. In der Einheit werden diese Texte nicht nur erzählt, sondern in Symbolen, Ritualen und Liedern handelnd erschlossen – ein Ansatz, den die Fachanforderungen ausdrücklich als „performativ-partizipatives Lernen“ empfehlen.

In Bezug auf die Kompetenzentwicklung deckt die Einheit alle drei Hauptbereiche der Fachanforderungen ab:
Wahrnehmen und Deuten: Kinder erkennen religiöse Ausdrucksformen, Symbole und Sprache als Wege, das eigene Leben zu verstehen.
Kommunizieren und Teilhaben: Sie bringen ihre Erfahrungen in Gesprächen, Liedern und Gebeten ein.
Gestalten und Handeln: Sie übernehmen Verantwortung für Gemeinschaft und zeigen Empathie, Hilfsbereitschaft und Achtsamkeit.

Die Unterrichtseinheit verwirklicht damit die Grundintentionen des schleswig-holsteinischen Lehrplans: Sie führt Kinder über symbolische, emotionale und gemeinschaftliche Erfahrungen an das religiöse Lernen heran, stärkt ihre Identität und eröffnet ihnen Wege, Glauben und Leben in Beziehung zu setzen.

Quelle: Ministerium für Bildung, Wissenschaft und Kultur des Landes Schleswig-Holstein: Fachanforderungen Evangelische Religion – Primarstufe, Kiel 2020.

Die Unterrichtseinheit „Ich–Du–Wir – Einzigartig und verbunden: gemeinsam wertvoll sein“ knüpft eng an den Lehrplan Evangelische Religion für die Grundschule im Freistaat Thüringen (TMBJS, 2010) an. Dieser versteht den Religionsunterricht als Ort, an dem Kinder lernen, sich selbst und andere im Licht des Glaubens wahrzunehmen, religiöse Ausdrucksformen kennenzulernen und Vertrauen in sich, in andere und in Gott zu entwickeln – zentrale Ziele, die die Einheit exemplarisch umsetzt.

Im Lernbereich „Ich bin ein Mensch – von Gott geschaffen und geliebt“ (Klassen 1/2) sollen Kinder „erfahren, dass sie von Gott bejaht und angenommen sind“ und „lernen, dass jeder Mensch einmalig und wertvoll ist“. Diese Zielsetzung deckt sich vollständig mit der inhaltlichen Ausrichtung der ersten beiden Stunden („Ich bin einmalig“ und „Ich bin von Gott geliebt und gewollt“). Durch die Symbolarbeit mit Spiegel und Hand, durch Lieder, Segensworte und Gebete wird das theologische Grundmotiv des Lehrplans – die bejahende, schöpferische Liebe Gottes – für Kinder erfahrbar. Psalm 139 und Jesaja 43,1 werden im Lehrplan als geeignete Bibeltexte genannt, um diese Erfahrung zu vertiefen.

Die Geschichte „Jesus segnet die Kinder“ (Mk 10,13–16), die im Lehrplan als exemplarische Erzählung zur Zuwendung Jesu aufgeführt wird, ist ebenfalls Kernbestandteil der Einheit. Sie macht die Botschaft konkret, dass Jesus Kinder in ihrer Würde ernst nimmt und sie unter Gottes Segen stellt. Diese biblische Grundlage verbindet sich mit dem Anliegen des Thüringer Lehrplans, Kindern „eine Sprache des Glaubens“ zu eröffnen, die ihnen hilft, über Annahme, Vertrauen und Geborgenheit zu sprechen.

Im Lernbereich „Miteinander leben und Gemeinschaft gestalten“ heißt es, Kinder sollen „Freundschaft und Zusammenhalt erleben“, „Unterschiede als Bereicherung erkennen“ und „lernen, Verantwortung füreinander zu übernehmen“. Diese Vorgaben werden in der dritten Unterrichtsstunde („Wir sind verschieden – und das ist gut so“) konkret realisiert. Kinder entdecken Verschiedenheit als Stärke, gestalten ein Gemeinschaftsposter und erleben, dass Gemeinschaft von Rücksicht und Vertrauen lebt.

Der Lehrplan betont darüber hinaus, dass Kinder „Rituale, Gebete und Feste als Ausdruck gelebten Glaubens“ kennenlernen und „eigene Formen des Dankens und Segnens“ erproben sollen. Diese Aspekte werden in der gesamten Einheit durch das Anzünden der Kerze, Gebete, Lieder und Segensgesten erfüllt. Der Unterricht entspricht damit der didaktischen Leitlinie des Lehrplans, Religion im Grundschulalter „elementar, erfahrungsbezogen, symbolisch und gemeinschaftlich“ zu vermitteln.

Hinsichtlich der Kompetenzentwicklung fördert die Einheit alle vom Thüringer Lehrplan vorgesehenen Bereiche religiösen Lernens:
Wahrnehmen und Beschreiben: Kinder nehmen eigene und fremde Gefühle wahr, erkennen Einmaligkeit und Gemeinschaft.
Deuten und Verstehen: Sie deuten biblische Geschichten und religiöse Symbole (Hand, Licht, Segen) als Ausdruck göttlicher Liebe.
Gestalten und Handeln: Sie gestalten Rituale, Gebete und gemeinsame Symbole aktiv mit.
Kommunizieren und Mitteilen: Sie sprechen über Glaubenserfahrungen und über Wege des guten Miteinanders.
Urteilen und Entscheiden: Sie erkennen, was Vertrauen und Respekt im Zusammenleben bedeuten.

Die Einheit erfüllt somit die Grundanliegen des Thüringer Lehrplans: Sie stärkt Selbstwertgefühl, Gemeinschaftssinn und religiöse Ausdrucksfähigkeit, führt Kinder elementar in biblische Botschaften ein und lässt sie Religion als Quelle von Geborgenheit, Orientierung und Freude erleben.

Quelle: Thüringer Ministerium für Bildung, Wissenschaft und Kultur: Lehrplan Evangelische Religionslehre für die Grundschule, Erfurt 2010.

Heterogenität

Die Einheit ist so angelegt, dass alle Kinder unabhängig von ihren individuellen Voraussetzungen aktiv teilnehmen können. Unterschiede in Sprache, Wahrnehmung, Konzentration oder Motorik werden als Bereicherung der Gemeinschaft verstanden.

  • Religiöse Vielfalt: In vielen Klassen lernen Kinder mit unterschiedlichen religiösen Hintergründen oder konfessionsloser Zugehörigkeit gemeinsam. Diese Vielfalt wird in der Einheit bewusst als Bereicherung verstanden. Alle Kinder sind eingeladen, über ihre Erfahrungen, Feste, Rituale oder Familienbräuche zu sprechen, wenn sie das möchten. Dabei steht nicht das Vergleichen, sondern das gemeinsame Staunen über Unterschiede und Gemeinsamkeiten im Mittelpunkt. Lehrkräfte achten auf eine inklusive Sprache, die niemanden ausschließt (z. B. Formulierungen wie „Manche Menschen glauben …“ oder „Wir erzählen in unserer Religion …“). Rituale, Lieder und Gebete werden so gestaltet, dass sich alle Kinder beteiligen können – z. B. durch Haltungen, Symbole oder gemeinsame Gesten statt ausschließlich sprachliche Formeln. Unterschiede in religiösen Ausdrucksformen werden respektiert und als Anlass genommen, über Gemeinschaft, Toleranz und gegenseitige Achtung zu sprechen.

  • Sprachliche Vielfalt: Die Unterrichtssprache wird einfach, klar und bildhaft gestaltet. Neue Begriffe (z. B. „einmalig“, „geliebt“) werden über Bilder, Gesten oder Symbole erklärt. Kinder mit Deutsch als Zweitsprache erhalten visuelle Unterstützung durch Piktogramme und Bildkarten. Wiederholungen und kurze Sätze fördern das Sprachverständnis. Peer‑Learning und Partnerarbeit helfen, Sprachbarrieren zu überwinden.

  • Motorische Unterstützung: Bei feinmotorischen Aufgaben (Schneiden, Malen, Kleben) werden größere Materialien, vorgezeichnete Formen oder Schablonen angeboten. Alternativ können Kinder mit motorischen Einschränkungen ihre Ergebnisse legen oder fotografisch dokumentieren. Bewegungsspiele sind so konzipiert, dass sie auch im Sitzen oder mit geringer Mobilität möglich sind.

  • Kognitive Differenzierung: Die Aufgaben sind offen gestaltet und ermöglichen unterschiedliche Zugänge: Kinder können mündlich, gestalterisch oder schriftlich arbeiten. Fragen werden in verschiedenen Schwierigkeitsstufen gestellt (z. B. „Wie fühlst du dich?“ – „Wann fühlst du dich besonders geliebt?“). Zusatzimpulse bieten leistungsstarken Kindern vertiefende Aufgaben, während klare Strukturen und Rituale Orientierung für alle schaffen.

  • Emotionale und soziale Inklusion: Jedes Kind wird aktiv in Rituale und Gesprächsphasen einbezogen. Positive Rückmeldungen und eine wertschätzende Gesprächskultur stärken Selbstbewusstsein und Gruppenzugehörigkeit. Partner‑ und Gruppenarbeit fördern Empathie und gemeinsames Lernen. Rückzugsangebote (z. B. ein Ruhekissen oder Beobachterrolle) unterstützen Kinder mit emotionalem Förderbedarf.

  • Barrierearme Gestaltung: Alle Materialien sind übersichtlich und taktil erfahrbar gestaltet (z. B. dickes Papier, große Schriften, kontrastreiche Farben). Der Raum bietet Bewegungsfreiheit und barrierefreie Zugänge. Digitale Medien werden mit auditiver Unterstützung genutzt, sodass auch Kinder mit Seh‑ oder Hörbeeinträchtigungen teilnehmen können.

Interdisziplinäres Arbeiten

  • Deutsch: Im Religionsunterricht lernen die Kinder, über sich selbst und ihre Gefühle zu sprechen. Sie erweitern ihren Wortschatz zu Themen wie „Gefühle“, „Freundschaft“ und „Gemeinschaft“. Durch Gesprächsrunden, Erzählkreise und das gemeinsame Formulieren von Dank‑ oder Segenssätzen wird das mündliche Sprachhandeln gezielt geschult. Beim Gestalten der Ich‑Bücher und beim Präsentieren eigener Gedanken werden Lesefähigkeit und Schreibmotivation gestärkt.

  • Kunst/Werken: Die Kinder gestalten Selbstporträts, Collagen und Gemeinschaftsbilder, die ihr Selbstbild und ihre Wahrnehmung anderer ausdrücken. Dabei üben sie handwerkliche Fertigkeiten (Schneiden, Kleben, Malen) und erfahren, dass künstlerisches Gestalten ein Mittel zur Selbstreflexion und Kommunikation sein kann. Symbolische Ausdrucksformen – z. B. Farbe, Form, Material – werden im religiösen Kontext gedeutet und ästhetisch erlebbar gemacht.

  • Musik: Lieder und rhythmische Spiele fördern Sprache, Konzentration und emotionale Ausdrucksfähigkeit. Durch gemeinsames Singen („Einfach spitze, dass du da bist“, „Wenn einer sagt: Ich mag dich, du“) erleben Kinder Gemeinschaft und Zugehörigkeit. Musik dient auch als Ritual und als Medium, um Gefühle zu gestalten und zu teilen.

  • Sachunterricht: Im Themenfeld „Ich und meine Familie“ sowie „Zusammenleben in der Schule“ bietet die Einheit zahlreiche Anknüpfungspunkte. Kinder lernen, Beziehungen zu beschreiben, Verantwortung in der Gemeinschaft zu übernehmen und Unterschiede als Bereicherung wahrzunehmen. Gespräche über Herkunft, Familie und Freundschaft fördern interkulturelles Lernen und Empathie.

  • Sport und Bewegungserziehung: Bewegungsspiele und gemeinsame Aktionen (z. B. Kreisspiele, Seilübungen) stärken Körperbewusstsein, Kooperation und Rücksichtnahme. Die Kinder erfahren, dass Gemeinschaft durch Bewegung und Spiel erlebbar wird.