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Primarstufe

Klassenstufe 1/2

Biblische Botschaft

Noah und der Regenbogen: Hoffnung und Neuanfang

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Primarstufe

Klassenstufe 1/2 – Frage nach Gott

Noah und der Regenbogen

– Hoffnung und Neuanfang

Die Einheit verbindet die Noah-Erzählung (Sintflut) mit der Lebenswelt der Kinder: „Sturm in mir“ (Gefühle) kann zu „Sturm zwischen uns“ (Streit) werden. Die biblische Sintflut wird kindgerecht als starkes Bild für Chaos verstanden – ohne Katastrophen-Dramatisierung. Die Kinder lernen: In der Geschichte führt der Weg durch Chaos und Warten zu Schutz, Neuanfang und Hoffnung. Der Regenbogen wird als Zeichen gedeutet: Gott sagt Ja zum Leben – und Menschen können neu anfangen. Darauf aufbauend üben die Kinder Versöhnungsschritte für den Klassenalltag und gestalten eigene Hoffnungs- und Versöhnungszeichen (Regenbogenkarten / Klassenplakat).

Didaktische Perspektiven

Die Einheit folgt einem handlungs- und erfahrungsbezogenen Lernverständnis, das sich konsequent an der konkreten Stundenfolge orientiert: Kinder erschließen biblische Inhalte dann besonders gut, wenn sie von eigenen Erfahrungen ausgehen (Stunde 1: „Sturm in mir“), diese sprachlich und bildlich ordnen (Wetter-/Gefühlskarten, Satzstarter), und anschließend an einer klaren Lernspur weiterarbeiten (Tafelspur „Sturm in mir → Sturm zwischen uns → Sturm in der Welt“). Das Lernen in dieser Reihe ist daher bewusst visualisiert (Bildsequenzen statt Figuren/Bodenbild; T‑Charts; Merksätze) und schrittweise aufgebaut: erst benennen (Gefühl/Streit), dann erzählen (Bildfolge Noah/Sintflut), dann deuten (Sintflut als Chaosbild; Regenbogen als Zeichen), schließlich übertragen und einüben (Versöhnungsleiter, Rollenspiele, persönlicher Neuanfang‑Plan).

Die Rolle der Lehrkraft ist dabei durchgängig die einer klar strukturierenden Lernbegleitung: Sie setzt kurze Impulse (Bild/Clip, Geräuschimpuls), moderiert Gesprächsphasen so, dass sie kindgerecht und sicher bleiben, und sorgt für verlässliche Abläufe (Ankommen – Impuls – Arbeitsphase – Sicherung – kurze Reflexion). Sie stellt Sprachhilfen bereit (Satzstarter, Wortkarten, Erzählschienen) und ermöglicht Teilhabe über alternative Ausdrucksformen (malen, ankreuzen, ordnen, mündlich erzählen). Weil die Einheit ohne Feiern, Bodenbild oder Figuren auskommt, übernimmt die Lehrkraft zugleich die Aufgabe, die „Erzählwelt“ der Kinder über Bilder und klare Leitfragen aufzubauen und zu halten.

Wesentlich ist außerdem das Lernen in kleinen Übungszyklen: Was als „Hoffnungshelfer“ in Stunde 1 gesammelt wird, taucht in Stunde 3 als „Schutz im Chaos“ wieder auf; der Merksatz zum Regenbogen aus Stunde 4 wird in Stunde 5 handlungsorientiert zur Versöhnungsleiter weitergeführt; in Stunde 6 werden diese Elemente in der Werkstatt gesichert. So wird der rote Faden der Einheit nicht nur verstanden, sondern im Klassenalltag praktisch verfügbar.

Pädagogisch-didaktische Leitgedanken:

Die didaktische Grundlegung dieser Einheit orientiert sich konsequent an den Lern- und Entwicklungsbedingungen von Kindern der zweiten Klasse. Religiöses Lernen wird nicht als Vermittlung fertiger Antworten verstanden, sondern als begleiteter Such- und Deutungsprozess. Ausgangspunkt sind die Erfahrungen und Fragen der Kinder selbst. Ihre Wahrnehmungen, ihre Bilder und ihre sprachlichen Versuche bilden den Anfang des Lernweges.

Grundschulgerechtes Lernen zeigt sich in dieser Einheit besonders in der Subjektorientierung, der Anschaulichkeit und im dialogischen Arbeiten. Die Kinder erschließen religiöse Inhalte nicht abstrakt, sondern über konkrete Erfahrungen, Symbole und Geschichten. Licht, Fels oder tröstende Nähe werden zunächst als Erfahrungsräume wahrgenommen, bevor sie als religiöse Bilder verstanden werden. Durch Gespräch, Gestaltung und Vergleich erweitern die Kinder schrittweise ihre religiöse Sprachfähigkeit. Sie lernen, von spontanen Aussagen („Gott ist wie Licht“) zu begründeten Deutungen („Gott ist wie Licht, weil …“) zu gelangen.

Das spiralförmige Lernen wird bewusst aufgenommen: Erfahrungen aus Klasse 1 werden nicht ersetzt, sondern vertieft und erweitert. Ein bekanntes Prinzip – von Gott in Bildern zu sprechen – wird aufgegriffen und auf einer neuen Reflexionsebene weitergeführt. Die Kinder erkennen schließlich, dass viele Bilder von Gott sprechen, aber kein Bild Gott vollständig beschreiben kann.

Pädagogisch-didaktische Leitgedanken:

Die Einheit ist so angelegt, dass sie Kindern in Klasse 1/2 einen sicheren Lernraum bietet und zugleich religiöses Lernen als Deuten, Gestalten und Handeln ermöglicht. Die folgenden Leitgedanken prägen Planung und Durchführung – jeweils konkret bezogen auf die Stundenfolge dieser Reihe:

Sicherheit & Vertrauen (emotionaler Schutzraum): Die Sintflut wird nicht als Katastrophenspektakel inszeniert, sondern als Erzählbild für „großes Durcheinander“ erschlossen. Die Lehrkraft steuert Bilder und Sprache bewusst: keine drastischen Darstellungen, keine Detail-Schilderungen von Zerstörung, keine Angstszenarien. In den Stunden 2–3 liegt der Fokus deshalb auf dem Gegensatz „Draußen Chaos – drinnen Schutz“ und auf der Erfahrung: In schwierigen Zeiten helfen Regeln, Zusammenhalt und verlässliche Strukturen. Auch im Gespräch gilt: Kinder dürfen erzählen, müssen aber nicht; es gibt eine „Pass“-Möglichkeit, und die Lehrkraft achtet auf respektvolle Reaktionen der Gruppe.

Offenheit und klare Führung (Deutungen zulassen – nicht beliebig): Kinder dürfen eigene Ideen einbringen („Was bedeutet der Regenbogen für dich?“), gleichzeitig hält die Lehrkraft die zentrale Deutungsspur sichtbar: Regenbogen = Zeichen des Versprechens / Hoffnung / Neuanfang. Diese Balance wird methodisch unterstützt, indem offene Fragen (Bildgespräch, Hoffnungskarten) mit klaren Sicherungen kombiniert werden (Merksatz an der Tafel, AB 4 mit korrekt/unkorrekt-Aussagen, gemeinsame Zusammenfassung). So entsteht ein dialogischer Unterricht, in dem Kinderperspektiven Raum haben, ohne dass die Kernbotschaft der Einheit verloren geht.

Wertschätzung & Vielfalt (religiöse und biografische Sensibilität): In vielen Klassen lernen Kinder mit unterschiedlichen religiösen oder nichtreligiösen Hintergründen gemeinsam. Die Einheit formuliert daher einladend und nicht vereinnahmend: „Für Christen ist der Regenbogen ein Zeichen…“ – und zugleich dürfen Kinder ergänzen, welche Hoffnungszeichen sie aus ihrem Leben kennen. Auch biografische Unterschiede werden berücksichtigt: Konflikterfahrungen, Familienformen, mögliche Belastungen. Daher bleibt die Bearbeitung von Streit und Versöhnung grundsätzlich alltagsnah (Schulbeispiele) und vermeidet das Ausfragen persönlicher Geschichten. Die Versöhnungsleiter (Stunde 5) wird als Angebot und Übungsweg verstanden, nicht als moralischer Druck.

Kompetenzorientierung (vom Erzählen zum Handeln): Die Einheit führt die Kinder systematisch durch drei Lernschritte, die sich durch die Stundenfolge ziehen:

Erfassen und Erzählen: Bildfolge ordnen und die Geschichte in eigenen Worten wiedergeben (Stunden 2–3, Stationen in Stunde 6).

Deuten und Verstehen: Sintflut als Chaosbild, Arche als Schutzraum, Regenbogen als Zeichen (Stunden 3–4; AB 3/AB 4; Merksätze).

Übertragen und Anwenden: Hoffnung und Neuanfang werden in konkrete soziale Kompetenzen übersetzt (Versöhnungsleiter, Rollenspiele, persönlicher Neuanfang-Plan, Klassenplakat) – so wird religiöses Lernen im Alltag wirksam (Stunden 5–6).

Durch diese Leitgedanken wird die Reihe zugleich kindertheologisch anschlussfähig (Kinderfragen werden ernst genommen) und praktisch handhabbar (klare Struktur, kurze Impulse, sichtbare Lernspur „Sturm-Kette“, wiederkehrende Satzstarter).

Lebensweltbezug der Kinder:

Der Lebensweltbezug wird in dieser Einheit konsequent über die wiederkehrende Bildspur „Sturm“ aufgebaut und in jeder Stunde weitergeführt. Ausgangspunkt sind Situationen, die Kinder in Klasse 1/2 unmittelbar kennen: Streit um Stifte oder Plätze, „Du darfst nicht mitspielen“, Missverständnisse, schnelle Wut, Traurigkeit nach einem Konflikt, Unsicherheit beim Warten oder wenn etwas „zu viel“ wird. In Stunde 1 wird dies bewusst sprach- und bildgestützt aufgenommen (Wetterbilder/Emotionskarten) und als „Sturm in mir“ benannt. Von dort aus wird der Übergang in den sozialen Raum geöffnet: „Sturm zwischen uns“ – Kinder erkennen, dass Gefühle (Wut/Angst/Traurigkeit) Handlungen auslösen können (schimpfen, wegnehmen, ausschließen) und sammeln erste „Hoffnungshelfer“ (Stopp, Abstand, Hilfe holen, zuhören).

Diese alltagsnahe Spur bildet die Brücke zur Noahgeschichte: In Stunde 2 wird – ohne Straflogik – kindgerecht erklärt, dass die biblische Erzählung von einer Welt berichtet, in der zwischen Menschen vieles nicht gut war (Unrecht, Gewalt, Gemeinsein). Die Sintflut wird in Stunde 2–3 als starkes Erzählbild für „Sturm in der Welt“ und „großes Durcheinander“ erschlossen. Damit bleibt die Geschichte für Kinder anschlussfähig, ohne Angst zu erzeugen: Draußen ist Chaos, drinnen braucht es Schutz, Regeln und Zusammenhalt. In Stunde 4 wird der Lebensweltbezug über den Neuanfang vertieft: Kinder kennen die Erfahrung, dass nach Streit wieder Ruhe einkehren kann – genau hier setzt die Symbolarbeit an. Der Regenbogen wird als Zeichen gedeutet, das Hoffnung sichtbar macht („Es kann neu anfangen“).

Schließlich wird der Lebensweltbezug in Stunde 5 konkret handlungsorientiert: Die Kinder üben mit der Versöhnungsleiter genau das, was sie im Alltag brauchen, um nach Konflikten einen neuen Anfang zu finden. Die Regenbogen-Hoffnungskarten und das Klassenplakat („Unser Regenbogen-Weg zum Frieden“) dienen dabei nicht als Feierform, sondern als praktische Erinnerungsstützen im Klassenraum. So bleibt der Lebensweltbezug nicht beim Gespräch stehen, sondern führt zu einübbaren Strategien für ein friedlicheres Miteinander.

Theologischer / fachlicher Kern:

Die biblische Sintfluterzählung (Gen 6,5–9,17) gehört zur sogenannten Urgeschichte (Gen 1–11) und ist literarisch wie theologisch dicht komponiert: Sie erzählt in starken Bildern vom Umschlag einer bewohnbaren Welt in Chaos und vom Weg zurück zu einer erneuerten, lebensmöglichen Welt. Fachwissenschaftlich wird dabei häufig betont, dass die Erzählung nicht einfach „Wettergeschichte“ ist, sondern eine theologische Deutung von Gewalt, Unrecht und bedrohtem Leben: Zu Beginn steht die Diagnose, dass die Welt von Gewalt und Verderben geprägt ist (Gen 6,11–13), woraufhin die Flut als kontrollierte „Rückkehr des Chaos“ dargestellt wird. Die Arche wirkt in diesem Bild als „Kleinausgabe der Welt“: ein gegen die Chaoswasser geschützter Raum, in dem Leben bewahrt wird.

Zentral ist, dass die Erzählung nicht bei Gericht und Untergang stehen bleibt, sondern auf Zukunft hin geöffnet wird. Der Wendepunkt wird in Gen 8,1 markiert („Gott gedachte…“): Das Motiv des „Gedenkens“ trägt die Erzählung bis zum Schluss. In Gen 9,8–17 wird der Bund als universale Zusage Gottes beschrieben – ausdrücklich nicht nur mit Menschen, sondern „mit allem Fleisch“, also mit allen Lebewesen. Dieser Bund ist nach verbreiteter wissenschaftlicher Deutung ein Gnadengeschenk, nicht an Bedingungen geknüpft; er begründet die Stabilität der Lebenswelt nach der Flut.

Das Zeichen des Bundes ist der Regenbogen (Gen 9,12–17). Exegetisch wird der hebräische Begriff qešet häufig als „(Kampf-)Bogen“ mitgehört: Das Zeichen kann als Symbol verstanden werden, dass Gott seinen Bogen „ablegt“ bzw. die lebensvernichtende Eskalation für die Zukunft ausschließt. Wichtig ist außerdem die Textlogik des Zeichens: Der Regenbogen dient im Erzählzusammenhang nicht nur als „Schönwetter-Symbol“, sondern als sichtbare Erinnerung an Gottes Bund („Wenn der Bogen in den Wolken erscheint, werde ich ihn sehen und des Bundes gedenken“).

Zur Zukunftsgestaltung gehört in Gen 9,1–7 auch eine Neuordnung von Beziehungen und eine Begrenzung von Gewalt. Die Erzählung nimmt damit das Problem auf, das am Anfang als Auslöser genannt wurde (Gewalt/Verderben), und setzt Leitplanken für das Weiterleben: Schutz des Lebens, Achtung vor Blut/Leben und die Zuspitzung, dass Gewalt gegen Menschen das Bild Gottes verletzt (Gen 9,6 im Rückbezug auf Gen 1,26–27). In der Summe entwickelt die Sintfluterzählung so eine doppelte Perspektive: realistische Wahrnehmung menschlicher Gefährdung (Gewalt, Chaos) und eine zugleich starke Zusage Gottes für die Zukunft (Bund, Zeichen, Stabilität der Welt).

Didaktische Reduktion für Klasse 1/2: In der Primarstufe wird diese theologische Tiefenstruktur kindgerecht erschlossen, ohne zu dramatisieren. Der Fokus liegt auf dem Lernweg Sturm/Chaos – Schutz – Warten – Neuanfang – Zeichen – Versöhnung. Die Flut wird als Bild für „großes Durcheinander“ erzählt (nicht als Angst- oder Strafkulisse), die Arche als Schutzraum, der Regenbogen als Zeichen der Hoffnung. Zugleich ist es didaktisch zentral, keine einfache Kausalkette zu etablieren („Menschen streiten → Gott straft“). Kindgerecht ist vielmehr: Die Geschichte nimmt wahr, dass Unrecht die Welt zerstören kann – und erzählt, dass Gott das Leben bewahren und Zukunft eröffnen will.

Fachwissenschaftliche Grundlagen: WiBiLex-Artikel „Sintflut/Sintfluterzählung“ und „Noah“ (Deutsche Bibelgesellschaft); klassische Kommentare und Studien zur Urgeschichte und Fluterzählung, u. a. Claus Westermann, Genesis 1–11; Gerhard von Rad, Genesis; Gordon J. Wenham, Genesis 1–15; Erich Zenger, Gottes Bogen in den Wolken; sowie neuere kompositions- und redaktionsgeschichtliche Arbeiten (z. B. Rolf Rendtorff, Reinhard G. Kratz, Markus Witte; in WiBiLex bibliographisch ausgewiesen).

Methodische Hinweise

Die Einheit arbeitet mit einem bewusst klaren, wiederkehrenden Stundenrhythmus, damit Kinder in Klasse 1/2 jederzeit wissen, was als Nächstes kommt und worauf es ankommt. Jede Stunde folgt – mit kleinen Variationen – dem Muster Ankommen → kurzer Impuls → Arbeitsphase → Sicherung → kurze Reflexion. Diese Verlässlichkeit ist besonders wichtig, weil die Reihe ohne Bodenbild und Figuren auskommt und die „Erzählwelt“ deshalb über Struktur, Bilder und Sprache getragen wird.

Didaktisch ist die Reihe so aufgebaut, dass sie den Lernweg Sturm → Schutz → Neuanfang sichtbar macht: In Stunde 1 werden Erfahrungen der Kinder („Sturm in mir / Sturm zwischen uns“) aufgenommen; in Stunde 2–3 wird die Noahgeschichte über Bildimpulse erschlossen und die Sintflut als Chaosbild verstanden (Vorher–Nachher; Draußen–Drinnen); in Stunde 4 wird der Regenbogen als Zeichen gedeutet und durch eine Gestaltung (Hoffnungskarte) gesichert; in Stunde 5 folgt die handlungsorientierte Übertragung in den Alltag über die Versöhnungsleiter; in Stunde 6 werden alle Elemente in einer Werkstatt wiederholt und transferiert.

Methodisch prägen drei Prinzipien die Einheit:

  • Kurze Impulse statt langer Inputs: Bild/Clip, ein Standbild, eine kurze Beobachtungsfrage oder ein kurzer Geräuschimpuls reichen, um Aufmerksamkeit zu bündeln und die Arbeitsphase zu öffnen.
  • Viel Visualisierung: Die Lerninhalte werden über eine einheitliche Bildfolge, einfache Tafelbilder (Sturm‑Kette; Vorher–Nachher; Draußen–Drinnen; Versöhnungsleiter) und Symbole (Regenbogen) dauerhaft sichtbar gemacht. Das entlastet Sprache und hilft besonders bei heterogenen Lerngruppen.
  • Handlungsorientierung und Produktorientierung: Kinder sichern Inhalte über Tun: ordnen, kleben, ankreuzen, gestalten, spielen kurze Szenen und erstellen Produkte (Bildfolge‑Collage, Regenbogen‑Hoffnungskarte, Neuanfang‑Plan), die später wieder aufgegriffen werden.

Damit alle Kinder aktiv teilnehmen können, werden Satzstarter und Sprachgerüste konsequent eingesetzt (z. B. „Zuerst… Dann…“, „Der Regenbogen erinnert…“, „Ich fühle…“, „Stopp…“). Reflexionsmomente bleiben kurz und alltagsnah (z. B. ein Satz oder eine kleine Zeichnung als Exit‑Ticket), dienen aber in jeder Stunde der Rückbindung: Was habe ich verstanden? Was hilft mir beim Streit? Was bedeutet der Regenbogen? So entsteht eine praxisnahe, umsetzbare Verlaufsplanung, die die theologischen Kerngedanken der Noahgeschichte kindgerecht erschließt und in Versöhnungskompetenzen übersetzt.

Differenzierungsmöglichkeiten:

Die Einheit ist so angelegt, dass sie von Beginn an differenzierend wirkt und unterschiedliche Lernvoraussetzungen berücksichtigt. Differenzierung erfolgt nicht als Zusatzaufgabe, sondern als integraler Bestandteil der Lernangebote.

  • Sprachliche Differenzierung:
    Die sprachliche Unterstützung orientiert sich eng an den Aufgabenformaten der Reihe. In Stunde 1 (Gefühle/Streit) helfen Wetter- und Gefühlskarten sowie Satzstarter wie „Heute ist es in mir wie…“, „Ich werde stürmisch, wenn…“, „Mir hilft…“. In Stunde 2 (Bildfolge Teil 1) liegen Erzählschienen bereit: „Zuerst… Dann… Danach… Am Ende…“; alternativ können Kinder ihre Bildfolge ausschließlich mündlich erzählen oder einzelne Wörter unter Bilder schreiben (z. B. „Regen“, „Arche“, „Streit“). In Stunde 3 (T‑Chart „Draußen/Drinnen“) werden Wortkarten angeboten (Regen, Wasser, Chaos, warten, helfen, Regeln), sodass Kinder Begriffe auswählen statt frei formulieren. In Stunde 4 (Regenbogen-Deutung) unterstützen klare Auswahl-Sätze („Der Regenbogen bedeutet…“) und ein kurzer Merksatz an der Tafel die Sprachbildung. In Stunde 5 (Versöhnung) sichern feste Satzbausteine das Rollenspiel: „Stopp“, „Ich fühle…“, „Ich wollte…“, „Es tut mir leid…“, „Können wir neu anfangen?“. In Stunde 6 (Werkstatt) werden alle Stationen mit einem Mini-Sprachgerüst versehen (z. B. „Dieses Bild ist…“, „Der Regenbogen erinnert…“, „Ein Versöhnungsschritt ist…“).

  • Kognitive Differenzierung:
    Die Aufgaben sind so gestuft, dass alle Kinder am gleichen Kern bleiben, aber unterschiedlich tief arbeiten können. Bei der Bildfolge (Stunden 2/6) erhalten einige Kinder 4 Schlüsselbilder (Unrecht/Noah/Arche/Regenbogen) und ordnen diese; andere arbeiten mit 8 Bildern und ergänzen pro Bild einen Satz. In Stunde 3 kann das T‑Chart auf Basisebene aus 2–3 Begriffen pro Spalte bestehen, während stärkere Kinder zusätzlich eine Transferzeile ergänzen („Bei uns schützt…“). In Stunde 4 gibt es eine Basisversion (Aussagen ankreuzen) und eine Erweiterung (ein eigener Deutungssatz: „Der Regenbogen ist ein Zeichen für… weil…“). In Stunde 5 kann die Versöhnungsleiter auf 3 Kernschritte reduziert werden (Stopp – Ich-Satz – Zuhören), während andere Kinder alle Schritte inklusive Wiedergutmachung planen und im Rollenspiel zeigen.

  • Soziale Differenzierung:
    Die Sozialformen werden so organisiert, dass Kinder je nach Bedürfnis kommunikativ oder eher still arbeiten können. In Stunden 1–4 kann die Beteiligung über Partneraustausch („Flüstergespräch“) vorbereitet werden, bevor einzelne Beiträge ins Plenum gehen. Für Stunde 2/3 eignet sich Rollenarbeit beim Ordnen/Arbeiten (Materialdienst, Kleberin, Erzählerin), damit jedes Kind eine klare Aufgabe hat. In Stunde 5 wird das Rollenspiel in Dreiergruppen angelegt (zwei spielen, eine Person beobachtet mit dem Auftrag „Welcher Schritt der Versöhnungsleiter hat geholfen?“) – so können schüchterne Kinder zunächst beobachten und später in eine kurze Rolle wechseln. In Stunde 6 sorgt die Stationenstruktur für Wahlmöglichkeiten: Kinder, die gern sprechen, übernehmen Erzählen/Präsentieren; Kinder, die ruhiger arbeiten, gestalten Hoffnungskarten oder ordnen Bilder. So werden Teilhabe und Schutz gleichermaßen gewährleistet.

  • Methodische Differenzierung:
    Neben sprachlicher, kognitiver und sozialer Differenzierung ist in dieser Einheit besonders hilfreich, die methodischen Zugänge bewusst zu variieren, damit Kinder entsprechend ihrer Lernwege zum Kern gelangen. Deshalb werden Inhalte mehrfach über unterschiedliche Kanäle angeboten: In Stunde 1 können Kinder Gefühle entweder im Gespräch oder über Bildwahl/Zeichnung ausdrücken; in Stunden 2–3 wird die Noahgeschichte über Bildimpulse erschlossen (statt Figuren), wahlweise als Video-Standbildfolge oder als gedruckte Bildkarten zum Ordnen. Das „Verstehen“ wird je nach Bedarf über Tafelspur, T‑Chart, AB oder eine kurze Kooperationsaufgabe gesichert. In Stunde 4 wird die Symboldeutung des Regenbogens sowohl über Auswahl-/Zuordnungsaufgaben (AB 4) als auch über ein kreatives Produkt (Hoffnungskarte) ermöglicht; bei manchen Lerngruppen kann zusätzlich ein kurzes Experiment (Licht/Prisma) als Staun-Impuls eingesetzt werden. In Stunde 5 können Versöhnungsschritte entweder im Rollenspiel geübt oder – wenn eine Gruppe dafür (noch) nicht bereit ist – zunächst über Bildsequenzen/„Was würdest du tun?“-Karten besprochen und anschließend schriftlich im Neuanfang-Plan gesichert werden. Die Werkstatt in Stunde 6 bietet schließlich mehrere methodische Wege nebeneinander (ordnen – erzählen – deuten – gestalten), sodass Kinder ihre Stärken nutzen können, ohne das gemeinsame Ziel aus dem Blick zu verlieren.

Kreative Gestaltung und Bewegung:

Kreative Gestaltung und Bewegung werden in dieser Einheit gezielt eingesetzt, um die zentralen Inhalte sichtbar (Produkte) und spürbar (Handeln/Körper) zu machen – ohne Bodenbild, ohne Figuren und ohne Feierformen. Gestaltung dient dabei nicht als „Deko“, sondern als Sicherung und als Erinnerungsstütze für den Klassenalltag.

Gestaltung (stundenbezogen): In Stunde 1 kann das Arbeitsblatt „Sturm in mir / Sturm zwischen uns“ bewusst mit einfachen Symbolen gestaltet werden (Wetterzeichen, Farben, kleine Bildzeichen), damit Kinder Gefühle ausdrücken können, auch wenn ihnen Worte fehlen. In Stunde 2 entsteht durch das Ordnen und Aufkleben der Bildfolge (Teil 1) bereits ein erstes Lernprodukt; in Stunde 3 wird das T‑Chart „Draußen/Drinnen“ als gestaltete Übersicht genutzt (Begriffe einkreisen, passende Symbole malen). Der gestalterische Schwerpunkt liegt in Stunde 4: Die Kinder erstellen eine Regenbogen‑Hoffnungskarte (A6) mit Satzstarter („Ich hoffe…“ / „Wenn wir Streit haben, will ich…“) und Bild. Optional wird daraus ein Klassen‑Regenbogen (Plakat oder Wandstreifen), in den die Karten oder Farbstreifen eingefügt werden – nicht als Ritual, sondern als sichtbare Lernspur („Unser Regenbogen‑Weg zum Frieden“). In Stunde 6 können ausgewählte Produkte (Bildfolge, Regenbogenkarte) noch einmal kurz präsentiert oder in einer Klassenmappe gesammelt werden.

Bewegung und handlungsorientierte Elemente: Bewegung wird kurz und funktional eingesetzt, um den Bedeutungsgehalt der Geschichte körperlich zu verankern: In Stunde 3 steht eine kooperative Mini‑Aufgabe im Zentrum (z. B. ein Blatt Papier gemeinsam „schützen“, ohne dass es herunterfällt – nur durch Absprachen). Diese Aufgabe spiegelt den Gedanken „Schutz im Chaos“ wider und passt zum T‑Chart „Draußen/Drinnen“. In Stunde 5 kommt Bewegung über die Rollenspiel‑Organisation hinein: Kinder wechseln Rollen (spielende Personen/Beobachter*in) und üben die Versöhnungsleiter in kurzer Szene – nicht lang, sondern in kleinen, wiederholbaren Sequenzen. Zusätzlich können kleine körperliche Stoppsignale eingeübt werden („Stopp‑Hand“, einen Schritt zurück, einmal tief atmen), damit der erste Schritt der Versöhnungsleiter im Alltag abrufbar wird.

Praktischer Hinweis: Für Klasse 1/2 bewähren sich kurze, klar begrenzte Bewegungsphasen (2–5 Minuten) mit eindeutiger Aufgabe und anschließender Rückbindung („Was hat geholfen, damit es sicher wurde?“ / „Welcher Versöhnungsschritt hat geholfen?“). So unterstützen Gestaltung und Bewegung den Lernweg der Einheit unmittelbar.

Symbolarbeit:

Die Symbolarbeit ist in dieser Einheit bewusst eng an die Stundenfolge gekoppelt und verzichtet auf Bodenbild oder Figuren. Der Regenbogen wird nicht „nur gebastelt“, sondern in drei klaren Schritten erschlossen, die sich in Stunde 4 bündeln und in Stunde 5–6 weiterwirken.

(1) Entdecken (Staunen und Wahrnehmen): Als Einstieg in Stunde 4 dient ein kurzer Bildimpuls (Regenbogenfoto, Regenbogen im Himmel nach einem Schauer) oder – wenn möglich – ein sehr einfaches Experiment (Taschenlampe + CD/Prisma; alternativ Wassernebel im Licht). Ziel ist nicht naturwissenschaftliche Vertiefung, sondern ein gemeinsames Staunen und präzises Wahrnehmen: Farben benennen, „Wann sieht man so etwas?“, „Was verändert sich nach dem Regen?“ Der Impuls bereitet die Deutungsarbeit vor und hilft besonders Kindern, die über Bilder leichter lernen.

(2) Deuten (Zeichen verstehen): Direkt im Anschluss klärt die Lehrkraft den Zeichenbegriff über einen Alltagsvergleich (Ampel/Verkehrszeichen/Klassensymbol): Ein Zeichen erinnert an etwas Wichtiges. Dann wird die Deutungsspur der Einheit gesichert: Der Regenbogen ist in der Noahgeschichte das Zeichen für Gottes Versprechen und für einen Neuanfang. Diese Deutung wird bewusst sprachlich reduziert und über AB 4 stabilisiert (Aussagen ankreuzen/zuordnen; Missverständnisse wie „Es gibt nie mehr Streit“ werden kindgerecht aufgefangen). Der Merksatz („Der Regenbogen erinnert: Gott sagt Ja zum Leben – wir können neu anfangen.“) bleibt sichtbar im Raum.

(3) Gestalten (Lernanker für Hoffnung und Versöhnung): Die Kinder gestalten in Stunde 4 eine Regenbogen-Hoffnungskarte (A6) mit einem Satzstarter („Ich hoffe…“ / „Wenn wir Streit haben, will ich…“) und einem Bild. Diese Karte ist kein Feier-Element, sondern ein Arbeits- und Erinnerungsprodukt: Sie wird in Stunde 5 als Brücke zur Versöhnungsleiter genutzt (Neu anfangen nach Streit) und in Stunde 6 in der Werkstatt erneut aufgegriffen (Station „Hoffnungskarte“ oder Präsentation eines Satzes). Optional entsteht ergänzend ein Klassenplakat („Unser Regenbogen-Weg zum Frieden“) aus Farbstreifen oder Karten – als sichtbare Strukturhilfe für den Alltag.

Materialeinsatz (konkret und sparsam): Für die Symbolarbeit genügen Ausdrucke/Bilder (Regenbogen, ggf. 1–2 passende Noah-Bilder), AB 4, Farbstreifen/Filzstifte, Schere/Kleber und Kartenpapier. Das optionale Experiment benötigt nur Alltagsmaterial (Taschenlampe + CD/Prisma). So bleibt die Symbolarbeit praxisnah, schnell vorbereitbar und zugleich inhaltlich tragfähig.

Gespräch & Reflexion:

Gespräch und Reflexion sind in dieser Einheit nicht „Zusatz“, sondern tragen den roten Faden Sturm → Schutz → Neuanfang durch alle Stunden. Damit Gespräche in Klasse 1/2 gelingen, werden sie konsequent kurz, klar strukturiert und freiwillig angelegt: Die Lehrkraft arbeitet mit einfachen Gesprächsregeln (ausreden lassen, leise Stimme, niemand wird ausgelacht) und bietet entlastende Formate wie Partner-Flüstergespräch oder „Zeigekarte“ (Sonne/Wolke/Sturm), bevor Beiträge ins Plenum gehen. In Stunde 1 dient das Gespräch dazu, Gefühle zu benennen („Sturm in mir“) und alltagsnahe Konfliktsituationen zu sammeln („Sturm zwischen uns“), ohne dass Kinder persönliche Geschichten erzählen müssen. In Stunde 2 werden Bildimpulse zunächst beschreibend besprochen („Was siehst du?“), erst danach deutend („Was war zwischen den Menschen? Was verändert sich?“), sodass die Brücke zur Sintflut als Chaosbild nachvollziehbar wird. In Stunde 3 wird die Reflexion über das T‑Chart „Draußen/Drinnen“ gebündelt: Die Kinder sprechen darüber, was im Chaos hilft und übertragen dies auf die Klasse („Was ist unser Schutz, wenn Streit ist?“). In Stunde 4 wird die Deutung des Regenbogens im Gespräch gesichert, indem die Klasse gemeinsam einen Merksatz formuliert und Missverständnisse (z. B. „nie mehr Streit“) klärt. In Stunde 5 wird nach kurzen Rollenspiel-Sequenzen jeweils mini-reflektiert („Welcher Schritt der Versöhnungsleiter hat geholfen?“), damit Versöhnung als Lernweg sichtbar wird. In Stunde 6 schließen die Werkstattstationen mit einem knappen Austausch ab.

Für die kindgerechte Reflexion werden wiederkehrende Satzstarter eingesetzt, die sich durch die Einheit ziehen: „Heute habe ich verstanden, dass…“, „Mir hat geholfen…“, „Ich hoffe…“, „Beim nächsten Streit probiere ich…“. Als schnelle, stressarme Form eignet sich am Stundenende ein Exit‑Ticket (Wort oder Bild), das zugleich der Lehrkraft Rückmeldung gibt. So bleibt Reflexion nah am Unterrichtsgeschehen und unterstützt die praktische Umsetzung der Einheit im Klassenalltag.

Gespräch & Reflexion:

Gespräch und Reflexion sind in dieser Einheit nicht „Zusatz“, sondern tragen den roten Faden Sturm → Schutz → Neuanfang durch alle Stunden. Damit Gespräche in Klasse 1/2 gelingen, werden sie konsequent kurz, klar strukturiert und freiwillig angelegt: Die Lehrkraft arbeitet mit einfachen Gesprächsregeln (ausreden lassen, leise Stimme, niemand wird ausgelacht) und bietet entlastende Formate wie Partner-Flüstergespräch oder „Zeigekarte“ (Sonne/Wolke/Sturm), bevor Beiträge ins Plenum gehen. In Stunde 1 dient das Gespräch dazu, Gefühle zu benennen („Sturm in mir“) und alltagsnahe Konfliktsituationen zu sammeln („Sturm zwischen uns“), ohne dass Kinder persönliche Geschichten erzählen müssen. In Stunde 2 werden Bildimpulse zunächst beschreibend besprochen („Was siehst du?“), erst danach deutend („Was war zwischen den Menschen? Was verändert sich?“), sodass die Brücke zur Sintflut als Chaosbild nachvollziehbar wird. In Stunde 3 wird die Reflexion über das T‑Chart „Draußen/Drinnen“ gebündelt: Die Kinder sprechen darüber, was im Chaos hilft und übertragen dies auf die Klasse („Was ist unser Schutz, wenn Streit ist?“). In Stunde 4 wird die Deutung des Regenbogens im Gespräch gesichert, indem die Klasse gemeinsam einen Merksatz formuliert und Missverständnisse (z. B. „nie mehr Streit“) klärt. In Stunde 5 wird nach kurzen Rollenspiel-Sequenzen jeweils mini-reflektiert („Welcher Schritt der Versöhnungsleiter hat geholfen?“), damit Versöhnung als Lernweg sichtbar wird. In Stunde 6 schließen die Werkstattstationen mit einem knappen Austausch ab.

Für die kindgerechte Reflexion werden wiederkehrende Satzstarter eingesetzt, die sich durch die Einheit ziehen: „Heute habe ich verstanden, dass…“, „Mir hat geholfen…“, „Ich hoffe…“, „Beim nächsten Streit probiere ich…“. Als schnelle, stressarme Form eignet sich am Stundenende ein Exit‑Ticket (Wort oder Bild), das zugleich der Lehrkraft Rückmeldung gibt. So bleibt Reflexion nah am Unterrichtsgeschehen und unterstützt die praktische Umsetzung der Einheit im Klassenalltag.

Rituale & Struktur:

Auch wenn die Einheit ausdrücklich ohne Gottesdienst, Feier oder liturgische Elemente auskommt, braucht sie eine klare, wiedererkennbare Unterrichtsstruktur, die Kindern Sicherheit gibt und den roten Faden sichtbar hält. Deshalb arbeitet die Reihe mit einem festen Stundenrhythmus, der sich in jeder Stunde wiederholt: Ankommen (kurzer Einstieg/Signal, z. B. Wetterkarte), Impuls (Bild/Clip/kurzer Geräuschimpuls), Arbeitsphase (AB, Bildfolge, T‑Chart, Gestaltung), Sicherung (Merksatz/Tafelspur/Produkt zeigen) und kurzer Abschluss (Reflexionssatz oder Exit‑Ticket). Diese Struktur ersetzt ein „Ritual“ im engeren Sinn, weil sie verlässlich ist und die Kinder wissen lässt: So arbeiten wir heute – und so kommen wir zu einem Ergebnis.

Als durchgängiges, inhaltliches Strukturinstrument dient die „Sturm‑Kette“ als Tafelspur (Sturm in mir → Sturm zwischen uns → Sturm in der Welt → Schutz → Neuanfang → Regenbogen → Versöhnung). Sie wird in Stunde 1 eingeführt, in den Stunden 2–5 jeweils kurz aufgegriffen (ein Pfeil wird ergänzt oder ein Schritt wird markiert) und in Stunde 6 als Rückblick genutzt. So bleibt die Einheit auch ohne Bodenbild/Figuren anschaulich und zusammenhängend.

Für die Klassenführung sind zudem kleine, nicht‑liturgische Routinen hilfreich: klare Startsignale (z. B. „Wir zeigen Wetterkarten“), feste Materialplätze (Bildfolge‑Mappe, Hoffnungskarten‑Box), ein vereinbartes Wechselsignal in der Werkstatt (Stunde 6) und kurze Zeitfenster („2 Minuten Flüstergespräch, dann Plenum“). Diese Routinen unterstützen ruhiges Arbeiten, erleichtern Differenzierung und machen die Umsetzung der Verlaufsplanung in der Praxis deutlich einfacher.

Verlaufsübersicht

Die Stunde beginnt mit einem kurzen, kindgerechten Einstieg über Wetterbilder (Sonne/Wolke/Sturm): Die Kinder wählen ein Bild, das zu ihrem aktuellen Gefühl passt, und beschreiben – freiwillig und ohne Druck – „wie es in ihnen aussieht“. Daran schließt ein gelenktes Gespräch an: Wann wird es in mir „stürmisch“ (wütend, traurig, ängstlich, überfordert) und was passiert dann manchmal zwischen uns? Die Lehrkraft baut sichtbar die Brücke als Tafelspur: Sturm in mir → Sturm zwischen uns → Sturm in der Welt und sammelt mit den Kindern typische Streit-Auslöser und hilfreiche Stoppsignale. In der Arbeitsphase bearbeiten die Kinder ein einfaches Blatt mit zwei Feldern („Sturm in mir“ / „Sturm zwischen uns“): Sie malen oder schreiben ein Gefühl und eine typische Streit-Situation (z. B. wegnehmen, schimpfen, nicht teilen) und ergänzen darunter einen „Hoffnungshelfer“ (zuhören, Pause, Hilfe holen, Entschuldigung). Die Sicherung erfolgt über eine kurze gemeinsame Liste „Was hilft, damit Sturm kleiner wird?“ (3–4 Regeln), die als Vorbereitung für die Noahgeschichte in Stunde 2 dient.

Zu Beginn knüpft die Lehrkraft kurz an Stunde 1 an und zeigt nochmals die Tafelspur Sturm in mir → Sturm zwischen uns → Sturm in der Welt. Dann wird die Noahgeschichte mit einem Bildimpuls (einzelne Standbilder) oder einem kurzen Videoausschnitt eingeführt – bewusst nur bis zu dem Moment, in dem der Regen einsetzt. Entscheidend ist die kindgerechte Deutebrücke in wenigen Sätzen: „In der Geschichte wird erzählt: Zwischen den Menschen war vieles nicht gut. Es gab Streit und Unrecht. Das fühlt sich an wie ein großer Sturm. Gott will das Leben schützen – und Noah bekommt einen Weg gezeigt.“ Anschließend arbeitet die Klasse mit einem einfachen Tafelbild Vorher – Nachher: Vorher (zwischen Menschen): gemein sein, nicht teilen, nicht zuhören, weh tun; Nachher (in der Welt): alles durcheinander, Wasser steigt, Angst/Unsicherheit. In der Arbeitsphase erhalten die Kinder eine Bildfolge (Teil 1) mit 4 Bildern (Unrecht/Streit – Noah bekommt einen Auftrag – Arche wird gebaut – Regen beginnt/Wasser steigt). Die Kinder schneiden/ordnen/kleben die Bilder in Reihenfolge und sichern das Erzählen über Satzstarter (Kl. 1: „Zuerst… Dann… Am Ende…“; Kl. 2: 1 Satz pro Bild). Zum Schluss erfolgt eine kurze Sicherung im Plenum: Die Lehrkraft lässt 2–3 Kinder die Bildfolge nacherzählen und hält als Merksatz fest: „Die Sintflut beginnt: draußen ist Chaos – drinnen gibt es Schutz.“ So wird die Sintflut als Teil der Geschichte klar verortet, ohne sie dramatisch auszumalen.

Die Stunde startet mit einem kurzen Geräuschimpuls („Regen, Regen, Regen“ mit Fingern auf Tisch oder leise Regenmusik), der nach wenigen Sekunden bewusst abbricht: Stille. Die Lehrkraft benennt den Fokus: „Heute sind wir mitten in der Sintflut – in der Geschichte regnet es lange und alles ist durcheinander.“ Anschließend wird die Bildfolge aus Stunde 2 aufgenommen und um 1–2 passende Bilder ergänzt (Arche treibt auf dem Wasser; Regen/Chaos). Gemeinsam wird geklärt, dass die Sintflut in der Erzählung ein starkes Bild für Chaos und Unsicherheit ist. Um die Erfahrung kindgerecht zu fassen, arbeitet die Klasse mit einem klaren Tafelbild oder Arbeitsblatt als T-Chart: Draußen (Sintflut/Chaos) vs. Drinnen (Schutzraum/Arche). Die Kinder sammeln zunächst im Plenum Begriffe für „draußen“ (Regen, Wasser überall, unruhig, Angst, niemand weiß wie lange) und für „drinnen“ (zusammen, warten, helfen, teilen, Regeln). In der Arbeitsphase füllen die Kinder das T-Chart individuell aus: Klasse 1 malt Symbole/Emojis oder wählt aus Wortkarten; Klasse 2 ergänzt kurze Sätze mit Satzstartern („Draußen ist… / Drinnen hilft…“). Danach folgt eine kurze Transferphase zurück in den Klassenalltag: „Wenn es bei uns Streit gibt (Sturm zwischen uns), was ist dann unser Schutzraum?“ – die Kinder nennen konkrete Strategien (Stopp sagen, Abstand, Hilfe holen, zuhören, Entschuldigung vorbereiten). Als handlungsorientierte Übung setzen die Kinder dies in einer kleinen kooperativen Aufgabe um (z. B. in Gruppen ein Blatt Papier so „schützen“, dass es beim Pusten nicht herunterfällt – nur durch Absprachen und Zusammenarbeit). Die Sicherung erfolgt durch 2–3 zentrale Schutz-Regeln an der Tafel („Stopp – Zuhören – Hilfe holen“) und den Merksatz: „Im Chaos hilft: zusammenhalten und nicht aufgeben.“

Die Stunde knüpft an das „Warten im Chaos“ aus Stunde 3 an und macht den Übergang sichtbar: Die Lehrkraft zeigt das nächste Bild der Sequenz („Wasser geht zurück / Land kommt in Sicht“) und lässt die Kinder kurz beschreiben, was sie sehen: „Was ist jetzt anders als mitten in der Sintflut?“ (weniger Wasser, ruhiger, Land/Grün). Anschließend wird der Fokus auf Neuanfang gelegt: „In der Geschichte wird es nach dem Chaos wieder heller – es gibt einen neuen Anfang.“ Danach folgt die Symbolarbeit zum Regenbogen, ohne Feier- oder Ritualcharakter: Die Lehrkraft klärt mit einem kurzen Alltagsbezug, was ein Zeichen ist (z. B. Ampel, Verkehrszeichen, Klassensymbol) und betont: Ein Zeichen erinnert an etwas Wichtiges. Optional kann ein kurzer Staun-Impuls eingebaut werden (Regenbogenfoto oder ein Mini-Experiment mit Taschenlampe und CD/Prisma). In der Arbeitsphase bearbeiten die Kinder ein Deutungs-Arbeitsblatt (AB 4 „Regenbogen bedeutet…“) mit kindgerechten Aussagen zum Ankreuzen/Zuordnen (z. B. „Gott verspricht: Das Leben soll bleiben“, „Wir dürfen neu anfangen“, gegenüber Missverständnissen wie „Es gibt nie mehr Streit“). Die Ergebnisse werden im Plenum knapp gesichert: Die Klasse formuliert gemeinsam einen einfachen Merksatz („Der Regenbogen erinnert: Gott sagt Ja zum Leben – wir können neu anfangen.“), der an der Tafel bleibt. Abschließend gestalten die Kinder eine Regenbogen-Hoffnungskarte (A6): Sie wählen einen Satzstarter („Ich hoffe…“ oder „Wenn wir Streit haben, will ich…“) und ergänzen Bild oder Worte. Die Karten werden gesammelt (Klassenmappe/Regenbogenwand) und dienen als Lernanker für Stunde 5 (Versöhnung praktisch üben).

Die Stunde knüpft direkt an die Regenbogenkarten aus Stunde 4 an: Die Lehrkraft erinnert an den Merksatz („Der Regenbogen erinnert: Gott sagt Ja zum Leben – wir können neu anfangen.“) und überträgt ihn auf den Alltag: „Neu anfangen – wie geht das bei uns nach Streit?“ Als Einstieg dient ein kurzes Alltagsbild oder eine kurze Situationsbeschreibung (z. B. „Jemand nimmt einen Stift weg“, „Zwei wollen gleichzeitig vorne sitzen“, „Beim Spiel wird geschummelt“). Die Kinder benennen, woran man merkt, dass „Sturm zwischen uns“ entstanden ist. Anschließend entwickelt die Klasse gemeinsam – klar, Schritt für Schritt – eine Versöhnungsleiter an der Tafel, die als Handlungsplan hängen bleibt: 1) Stopp (ruhig werden, Abstand), 2) Ich-Satz („Ich bin… / Ich wollte…“), 3) Zuhören (ausreden lassen), 4) Entschuldigen (wenn ich verletzt habe), 5) Wiedergutmachen (eine kleine Handlung vereinbaren), 6) Neuanfang (gemeinsames Zeichen: Handschlag/Daumen hoch/„Okay, wir probieren es neu“). Damit alle Kinder sprachlich mitgehen können, legt die Lehrkraft Satzstarter bereit („Ich fühle…“, „Ich möchte…“, „Es tut mir leid…“, „Kannst du mir verzeihen?“, „Ich vergebe dir.“) und klärt: Verzeihen heißt nicht „alles vergessen“, sondern „wir versuchen es neu und fair“. In der Übungsphase arbeiten die Kinder paarweise oder in Dreiergruppen mit einfachen Szenenkarten: Zwei spielen die Szene kurz, eine Person beobachtet und achtet darauf, ob die Versöhnungsleiter genutzt wird (ggf. mit Beobachterkarte: „Welcher Schritt hat geholfen?“). Nach jeder kurzen Szene wird im Mini-Plenum (2–3 Beiträge) gesammelt, welcher Schritt besonders wichtig war. In der anschließenden Arbeitsphase füllen die Kinder AB 5 „Mein Neuanfang-Plan“ aus: Sie kreuzen an, welche Schritte sie schon gut können, und wählen einen Schritt aus, den sie in der nächsten Woche bewusst üben möchten (Kl. 1: ankreuzen + malen; Kl. 2: ankreuzen + 1–2 Sätze). Die Sicherung erfolgt durch eine kurze, konkrete Vereinbarung für die Klasse („Wenn Streit ist, probieren wir zuerst: Stopp – Ich-Satz – Zuhören“) und einen Rückbezug zum Regenbogen: „Der Regenbogen erinnert uns: Wir können neu anfangen – auch nach Streit.“

Sicherung & Evaluation

Lernaufgaben

Die Schüler:innen…

  • benennen Gefühle und Konfliktmuster (Sturm in mir/zwischen uns), indem sie anhand von Wetter-/Gefühlskarten eigene Zustände beschreiben und typische Konfliktauslöser aus dem Klassenalltag sammeln. Sie unterscheiden dabei zwischen dem, was in ihnen passiert (Wut, Angst, Traurigkeit) und dem, was daraus zwischen Kindern entstehen kann (Streit, Ausschließen, Wegnehmen) und formulieren erste „Hoffnungshelfer“ (z. B. Stopp, Abstand, Hilfe holen).

  • ordnen und erzählen die Noahgeschichte anhand einer Bildfolge, indem sie eine Bildsequenz (zunächst Teil 1, später vollständig) in die richtige Reihenfolge bringen, passende Satzstarter nutzen und die Erzählung in eigenen Worten wiedergeben. So wird die biblische Geschichte kindgerecht nachvollziehbar und die Erzählkompetenz gezielt aufgebaut.

  • beschreiben die Sintflut kindgerecht als „Chaosbild“ (draußen/drinnen), indem sie mit einem T‑Chart festhalten, wie „Chaos“ in der Geschichte aussieht (draußen: Regen, Wasser, Unruhe) und was im Inneren schützt (drinnen: zusammenhalten, warten, helfen, Regeln). Dadurch verstehen sie die Sintflut als starkes Bild für „großes Durcheinander“, ohne dass Katastrophenangst im Mittelpunkt steht.

  • deuten den Regenbogen als Zeichen der Hoffnung (Versprechen/Neuanfang), indem sie zwischen passenden Deutungen und Missverständnissen unterscheiden (z. B. „Zeichen für Gottes Versprechen“ statt „nie mehr Streit“) und einen eigenen Deutungssatz formulieren („Der Regenbogen erinnert…“). Die gestaltete Regenbogen-Hoffnungskarte macht diese Deutung als Lernprodukt sichtbar.

  • üben Versöhnungsschritte in Rollenspielen und übertragen sie auf die Klasse, indem sie die Versöhnungsleiter (Stopp – Ich‑Satz – Zuhören – Entschuldigen – Wiedergutmachen – Neuanfang) in kurzen Szenen anwenden, anschließend reflektieren, welcher Schritt geholfen hat, und einen persönlichen „Neuanfang‑Plan“ festhalten. So wird der Brückengedanke der Einheit („Neuanfang nach dem Sturm“) in konkretes Handeln im Klassenalltag übersetzt.

Sicherung

Die Sicherung der Lerninhalte erfolgt vielfältig und altersangemessen und verbindet individuelle mit gemeinsamen Lernprozessen.

  • Tafelbilder: Sturm-Kette; Vorher–Nachher; Draußen–Drinnen; Versöhnungsleiter – Die Tafelbilder sichern den Lernweg sichtbar über die ganze Reihe. Die Sturm-Kette wird in Stunde 1 aufgebaut und in jeder Stunde kurz aufgegriffen, sodass die Kinder den Zusammenhang (Gefühle → Streit → Chaosbild → Schutz → Neuanfang) wiedererkennen. Das Schema Vorher–Nachher in Stunde 2 hilft, den Auslöser der Erzählung (Unrecht/„Sturm zwischen Menschen“) und die Veränderung in der Welt (Sintflut/Chaosbild) zu ordnen. Das T‑Chart Draußen–Drinnen in Stunde 3 stabilisiert das Verständnis der Sintflut als „Chaosbild“ und macht Schutzfaktoren sichtbar. Die Versöhnungsleiter in Stunde 5 bleibt als Handlungsplan hängen und dient als unmittelbare Alltagshilfe bei Konflikten.

  • Produkte: Bildfolge-Collage, Regenbogenkarten, Klassenplakat „Unser Regenbogen-Weg zum Frieden“ – Die Lernprodukte sichern Inhalte über das Tun und bleiben als Erinnerungsanker verfügbar. Die Bildfolge-Collage (Stunden 2/6) zeigt die Erzählstruktur und ermöglicht Nacherzählung auch ohne Text. Die Regenbogenkarten (Stunde 4) verbinden Symboldeutung mit persönlichem Transfer („Ich hoffe…“ / „Wenn Streit ist, will ich…“) und können bei Bedarf im Klassenraum sichtbar gemacht oder in einer Mappe gesammelt werden. Das Klassenplakat bündelt die Karten bzw. Farbstreifen und verknüpft sie mit der Versöhnungsleiter: Es erinnert im Alltag daran, dass nach Streit ein Neuanfang möglich ist.

  • Kurze Reflexionsformate sichern das Lernen am Ende einer Stunde, ohne zu überfordern. Die Kinder halten mit einem Wort, einem Satzstarter oder einer kleinen Zeichnung fest, was sie verstanden haben (z. B. „Hoffnung ist…“, „Der Regenbogen erinnert…“, „Ein Versöhnungsschritt ist…“). Für die Lehrkraft dienen die Exit‑Tickets zugleich als schnelle Rückmeldung, welche Inhalte bereits sitzen und wo im nächsten Schritt noch Unterstützung nötig ist.

Evaluation

Die Evaluation der Einheit ist prozessbegleitend, beobachtend und kindgerecht angelegt.

  • Kann der Schüler / die Schülerin 3–5 Stationen der Geschichte in Reihenfolge wiedergeben? Die Lehrkraft beobachtet in Erzählrunden (Stunde 2) und besonders in der Werkstatt (Stunde 6), ob das Kind die Bildfolge sinnvoll ordnen und mit einfachen Satzstartern („Zuerst… Dann… Am Ende…“) nacherzählen kann. Dabei genügt in Klasse 1/2 eine grobe, stimmige Reihenfolge (Unrecht/Noah/Arche – Regen/Flut – Warten – Neuanfang – Regenbogen).

  • Kann es den Regenbogen in eigenen Worten deuten („Zeichen für…“)? Die Lehrkraft achtet in Stunde 4 (AB 4 und Sicherungsgespräch) darauf, ob das Kind zwischen passenden Deutungen und Missverständnissen unterscheiden kann und einen einfachen Deutungssatz formuliert (z. B. „Der Regenbogen erinnert an Gottes Versprechen“ oder „Der Regenbogen zeigt: Es kann neu anfangen“). Ergänzend kann die Regenbogenkarte als Produkt zeigen, ob die Deutung verstanden und persönlich übertragen wurde.

  • Nutzt es im Rollenspiel mindestens einen Versöhnungsschritt passend? In Stunde 5 wird beobachtet, ob das Kind in einer kurzen Konfliktszene mindestens einen Schritt der Versöhnungsleiter situationsangemessen einsetzt (z. B. „Stopp“ zeigen, einen Ich‑Satz sagen, zuhören, sich entschuldigen). Wichtig ist hier weniger „perfektes Spielen“ als erkennbares Anwenden eines hilfreichen Schrittes.

  • Zeigt es Transfer: „Wenn Streit ist, hilft…“ (mind. ein Helfer) Die Lehrkraft prüft, ob das Kind den Brückengedanken der Einheit in den Alltag übertragen kann: Es nennt mindestens einen konkreten Helfer/Schutzfaktor (z. B. Abstand nehmen, Hilfe holen, zuhören, Entschuldigung) oder trägt ihn im Neuanfang‑Plan (AB 5) ein. In Stunde 6 können Exit‑Tickets („Einen Versöhnungsschritt, den ich kann…“) als kurze Rückmeldung dienen.

Materialien & Medien

Arbeitsblätter und Gestaltungsvorlagen

  • AB 1: „Sturm in mir / Sturm zwischen uns“ (Gefühle – Streitverhalten – Hilfe)

  • AB 2: Bildfolge Noah (Teil 1 + komplett) – schneiden/ordnen/kleben + Satzstarter

  • AB 3: „Draußen Chaos – drinnen Schutz“ (T-Chart + Transfer „Bei uns hilft…“)

  • AB 4: „Regenbogen bedeutet…“ (ankreuzen/zuordnen richtig–falsch + kurzer Deutungssatz)

  • AB 5: „Mein Neuanfang-Plan“ (Versöhnungsleiter + persönlicher Vorsatz)

Medien und Material

Passende Materialien aus der ru-digital Mediendatenbank

Lehrplanbezüge & Kompetenzen

Bezüge zum katholischen Religionsunterricht bzw. zu den entsprechenden Unterrichten in den jeweiligen Bundesländern.

Die Einheit „Nach dem Sturm kommt Farbe“ passt sehr gut zu den Standards der Klassen 1/2 im Bildungsplan Katholische Religionslehre, weil sie konsequent von Grunderfahrungen der Kinder ausgeht und diese mit einer biblischen Erzählung sowie Symboldeutung verbindet. Inhaltlich knüpft Stunde 1 („Sturm in mir / Sturm zwischen uns“) direkt an den Bereich Mensch an: Kinder sprechen über Gefühle, Gedanken und Erlebnisse (z. B. Geborgenheit/Angst, Vertrauen/Misstrauen) und lernen, wie ein achtsames Miteinander gelingen kann. Die Versöhnungsarbeit (Versöhnungsleiter, Rollenspiele) vertieft dieses Feld, indem Kinder Handlungswege für Konflikte im Klassenalltag einüben und so das christliche Menschenbild in konkretes Zusammenleben übersetzen. Die Stunden 2–4 (Bildfolge Noah/Sintflut, „Draußen Chaos – drinnen Schutz“, Regenbogen als Zeichen) sind besonders anschlussfähig an Bibel und Gott: Die Kinder nacherzählen biblische Geschichten bildgestützt, setzen sich mit der biblischen Erzählabsicht auseinander (Chaos–Schutz–Neuanfang) und bringen eigene Fragen und Deutungen ein; zugleich entdecken sie, dass in biblischen Texten Erfahrungen von Menschen mit Gott erzählt werden und dass religiöse Sprache auch bildhaft und symbolisch arbeitet. Der Regenbogen wird kompetenzorientiert als Zeichen erschlossen (nicht nur „basteln“), was die Fähigkeit stärkt, religiös bedeutsame Zeichen zu verstehen und zu deuten. Der thematische Ausblick „Bund gilt allen Lebewesen – Schöpfung bewahren“ lässt sich im Bereich Welt und Verantwortung verankern (Welt als Geschenk, Gefährdung wahrnehmen, eigener Beitrag zum Umgang mit allem Lebendigen). Kompetenzbezogen werden die prozessbezogenen Bereiche deutlich abgedeckt: Wahrnehmen und Darstellen (Gefühle/Streitphänomene benennen; Bilder beschreiben), Deuten (Sintflut als Chaosbild; Regenbogen als Hoffnungszeichen), Kommunizieren (Gesprächs- und Rollenspielregeln, Ich-Sätze, Zuhören), Urteilen (Missverständnisse klären: „nie mehr Streit“ vs. „Neuanfang möglich“; faire Lösungen abwägen) und Gestalten (Hoffnungskarten, Plakat, Werkstattprodukte als Lernanker).

Quelle: Ministerium für Kultus, Jugend und Sport Baden-Württemberg: Bildungsplan 2016 – Katholische Religionslehre Grundschule, Stuttgart 2016.

Die Einheit „Nach dem Sturm kommt Farbe“ ist im Lehrplan für Katholische Religionslehre 1/2 sehr direkt anschlussfähig, weil sie sowohl die Lebenswelt der Kinder (Gefühle, Streit, Neuanfang) als auch eine zentrale biblische Bundeserzählung (Noach und Regenbogen) kompetenzorientiert erschließt. Inhaltlich trifft sie besonders genau den Lernbereich 5: Die Heilige Schrift – biblische Glaubenserfahrungen, weil dort ausdrücklich „Gottes Bund mit den Menschen: Noach und das Zeichen des Regenbogens (nach Gen 6–9)“ als Inhalt genannt ist: Genau das wird in den Stunden 2–4 über Bildfolge, Erzählschienen, „Draußen/Drinnen“-Deutung und Symbolarbeit umgesetzt. Dazu passen die Kompetenzerwartungen, dass Kinder die Bibel als Glaubenszeugnis wertschätzen, biblische Geschichten des Alten Testaments erzählen und in gestalterischen Formen eigene Zugänge zur Botschaft von Gottes Nähe finden; ebenso, dass sie „Höhen und Tiefen des Lebens“ mit der Frage verbinden, wie biblische Botschaft Hilfe, Zuspruch und Orientierung geben kann – was in deiner Einheit durch die Brücke „Chaos – Schutz – Hoffnung – Neuanfang“ und durch die Versöhnungsarbeit im Klassenalltag sehr konkret eingelöst wird. Zugleich greift Stunde 1 sowie der Schwerpunkt „Versöhnung üben“ (Stunde 5) stark in Lernbereich 1: Jeder Mensch – einmalig und gemeinschaftsbezogen hinein: Kinder nehmen Gefühle wahr, erkennen den Wert von Beziehungen und üben wertschätzendes, hilfsbereites Handeln; die Versöhnungsleiter (Stopp – Ich-Satz – Zuhören – Entschuldigen – Wiedergutmachen – Neuanfang) macht diese sozialen Kompetenzen als religiös motivierte Haltung praktisch. Über Lernbereich 4: Ausdrucksformen des Glaubens – Bilder und Symbole ist die Symbolarbeit zum Regenbogen sehr gut verankert, weil die Kinder dort lernen, dass Gegenstände und Zeichen eine besondere Bedeutung tragen können und mit Gedanken an Gott verbunden werden; die Regenbogen-Hoffnungskarte und der Merksatz („Gott sagt Ja zum Leben – wir können neu anfangen“) sind genau solche kompetenzorientierten Zeichenhandlungen. Ergänzend lässt sich die Deutung „Gott begleitet in allen Lebenssituationen“ aus Lernbereich 3: Nach Gott fragen – Gottesvorstellungen und biblische Glaubenszeugnisse aufnehmen, weil die Einheit die Noah-Erzählung ausdrücklich nicht als Straflogik, sondern als Weg von Gottes Bewahrung und Zusage deutet. Insgesamt werden damit im bayerischen Kompetenzverständnis besonders gestärkt: Wahrnehmen und zum Ausdruck bringen (Gefühle/Streit benennen), Erzählen und Verstehen biblischer Texte (Bildfolge, Nacherzählung), Deuten (Chaosbild, Bund, Zeichen), Kommunizieren und Zusammenleben gestalten (Konfliktgespräche, Rollenspiele) sowie Gestalten (Hoffnungskarten, Werkstattprodukte als Lernanker).

Quelle: Bayerisches Staatsministerium für Unterricht und Kultus / Staatsinstitut für Schulqualität und Bildungsforschung (ISB): LehrplanPLUS Grundschule – Katholische Religionslehre Jahrgangsstufen 1/2 (Lehrplanauszüge, Stand 14.10.2025), München 2025.

Die Einheit „Nach dem Sturm kommt Farbe“ lässt sich im Berliner Kontext sehr stimmig an den länderübergreifenden Rahmenplan Grundschule Katholische Religion anschließen, weil sie zentrale Themenfelder der Jahrgangsstufen 1/2 miteinander vernetzt: Ausgehend von Familie/Schule (Stunde 1: „Sturm in mir – Sturm zwischen uns“) greifen die Kinder ihre Alltagserfahrungen von Gefühlen, Regeln und Konflikten auf und lernen, wie Zusammenleben gelingen kann. Genau hier unterstützt der Rahmenplan die Entwicklung sozialer Handlungskompetenz, indem Kinder Regeln vereinbaren, Perspektiven einnehmen und Konflikte lösen lernen. Die Stunden 2–4 erschließen die biblische Tradition in kindgemäßer Form und passen besonders in die Themenfelder Welt der Bibel und Gott: Die Noah-Erzählung wird bildgestützt erzählt, geordnet und in eigenen Worten wiedergegeben; zugleich knüpft die Einheit ausdrücklich an die im Rahmenplan benannte Linie „Gott schließt einen Bund mit Noah“ an und macht die Zusage Gottes als Hoffnungsperspektive (Schutz im Chaos, Neuanfang) verstehbar. Das Themenfeld Symbolverständnis wird im Kern getroffen, weil der Regenbogen nicht nur gestaltet, sondern als Zeichen gedeutet wird: Kinder unterscheiden tragfähige Deutungen von Missverständnissen („Zeichen der Hoffnung/Neuanfang“ statt „nie mehr Streit“) und halten die Bedeutung in Merksatz und Hoffnungskarte fest. Auch die Versöhnungsarbeit (Stunde 5) passt sehr direkt zu den ausgewiesenen Kompetenzen des Rahmenplans: Kinder beschreiben Formen der Versöhnung und Wiedergutmachung, erproben sie in Rollenspielen und übertragen sie als „Versöhnungsleiter“ in den Klassenalltag. Kompetenzbezogen bündelt die Reihe damit typische prozesshafte Ziele des Plans: religiöse und alltägliche Erfahrungen sprachlich/bildlich ausdrücken (Gefühle, Konflikte), biblische Inhalte erschließen und erzählen (Bildfolge Noah), Symbole als Orientierungs- und Handlungsmuster deuten (Regenbogen) sowie Versöhnung konkret gestalten (Entschuldigen, Wiedergutmachen, Neuanfang vereinbaren).

Quelle: Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und Familie Berlin (u. a.): Rahmenplan Grundschule – Katholische Religion (länderübergreifend erarbeitet), o. O. o. J.

Die Einheit „Nach dem Sturm kommt Farbe“ ist für den Religionsunterricht der Grundschule sehr gut anschlussfähig, weil sie zentrale Lernbereiche des Rahmenplans miteinander verbindet: Miteinander leben (Gefühle wahrnehmen, Streit wahrnehmen und bearbeiten), Sich orientieren (Hoffnung/Neuanfang als tragfähige Deutungsperspektive) und Verantwortlich sein (Frieden, Rücksicht, Regeln, ggf. Schöpfungsverantwortung als Ausblick). Inhaltlich greift Stunde 1 („Sturm in mir – Sturm zwischen uns“) unmittelbar die im Rahmenplan angelegte Arbeit an der Lebenswelt in Familie und Schule auf: Kinder benennen Unterschiede im Zusammenleben, lernen Geborgenheit/Verlässlichkeit als Gegenbilder zu „Sturm“ kennen und finden alltagsnahe Wege, wie Zusammenleben gelingen kann. Daran schließt Stunde 5 mit der Versöhnungsleiter besonders passgenau an, weil der Rahmenplan ausdrücklich vorsieht, dass Kinder Formen der Versöhnung und Wiedergutmachung kennen, beschreiben und einüben; deine Rollenspiele mit Ich-Sätzen, Zuhören, Entschuldigen und Wiedergutmachen setzen das praktisch um und stärken zugleich Empathie und Regelbewusstsein. Die Stunden 2–4 sind zudem klar im biblischen Lernen verortbar: Der Rahmenplan führt den Gedanken „einen Bund schließen“ ausdrücklich am Beispiel Noah/Regenbogen und „Bund mit Noah“; genau hier arbeitet deine Einheit kompetenzorientiert, indem Kinder die Noahgeschichte bildgestützt erschließen, ordnen und nacherzählen, die Sintflut didaktisch reduziert als Chaosbild deuten (Draußen/Drinnen) und den Regenbogen als Zeichen verstehen. Damit wird zugleich ein weiterer Kompetenzschwerpunkt des Rahmenplans getroffen: Kinder sollen christliche Symbole von anderen Zeichen unterscheiden und sie als Handlungs- und Orientierungsmuster deuten – der Regenbogen wird in deiner Reihe nicht nur gestaltet, sondern als Hoffnungs- und Neuanfangszeichen sprachlich gesichert (Merksatz) und in Handeln übersetzt (Versöhnungsschritte im Klassenalltag). Auch die sprachliche Bildarbeit („Sturm“ als Innen-/Außenbild) passt zur Rahmenplan-Erwartung, Bildworte deuten zu können und religiöse Sprache in eigenen Worten/Bildern auszudrücken.

Quelle: Ministerium für Bildung, Wissenschaft und Kultur des Landes Mecklenburg-Vorpommern: Rahmenplan Grundschule – Katholische Religion, Schwerin o. J.

t.b.a.

Die Einheit „Nach dem Sturm kommt Farbe“ passt im Hamburger Religionsunterricht für alle sehr stimmig, weil sie die im Bildungsplan angelegte Kompetenzlogik (Dialog-, Urteils- und Orientierungskompetenz) konsequent mit kindnahen Lernwegen verbindet. Schon Stunde 1 („Sturm in mir / Sturm zwischen uns“) arbeitet deutlich im Bereich der Orientierungskompetenz – nach dem Menschen fragen (M): Kinder nehmen eigene Gefühle wahr, lernen Sprache für innere Zustände und verstehen, wie Emotionen Beziehungen beeinflussen. Die folgenden Schritte (Hoffnungshelfer, Schutz-Strategien) stärken außerdem die Orientierungskompetenz – nach der Verantwortung des Menschen in der Welt fragen (V), weil Konflikte nicht nur benannt, sondern als gemeinsame Aufgabe der Klasse bearbeitet werden (Regeln, Rücksicht, Wiedergutmachung, Neuanfang). Die Noah-Erzählung (Stunden 2–4) knüpft fachlich an nach Religionen fragen (R) und nach Gott/Göttlichem/Transzendenz fragen (G) an: Die Kinder erschließen eine biblische Überlieferung bildgestützt, erzählen sie in eigenen Worten und entdecken, dass religiöse Tradition Erfahrungen von Menschen mit Gott deutet (Chaos – Bewahrung – Neuanfang). Besonders passend ist die Symbolarbeit zum Regenbogen, weil der Bildungsplan Orientierung ausdrücklich auch über Zeichen, Deutungen und Lebensrelevanz versteht: Der Regenbogen wird als Zeichen reflektiert, Missverständnisse werden geklärt („nie mehr Streit“ vs. „Neuanfang ist möglich“), und die Bedeutung wird in einem Merksatz und in Hoffnungskarten sprachlich gesichert. Die Einheit nutzt dabei in hohem Maß die Dialogkompetenz (D), weil Kinder in geregelten Gesprächsformen Perspektiven austauschen (Was hilft bei Streit? Was bedeutet der Regenbogen für Christen – und welche Hoffnungszeichen kenne ich?) und Vielfalt respektvoll wahrnehmen; zugleich wird Urteilskompetenz (U) angebahnt, indem Kinder Deutungen prüfen, begründen und für den eigenen Alltag fruchtbar machen. Der Kompetenzzuwachs wird schließlich in Stunde 5 besonders sichtbar, wenn Versöhnung nicht nur thematisiert, sondern über die Versöhnungsleiter als handlungsleitendes Modell eingeübt wird (Stopp, Ich-Satz, Zuhören, Entschuldigen, Wiedergutmachen, Neuanfang) und damit religiöse Orientierung in konkretes soziales Handeln übersetzt wird; die Werkstatt (Stunde 6) sichert dies durch Wiederholung in unterschiedlichen Zugängen (erzählen – deuten – gestalten – anwenden).

Quelle: Freie und Hansestadt Hamburg / Behörde für Schule und Berufsbildung: Bildungsplan Grundschule – Religion (Religionsunterricht für alle), Hamburg 2022 (i. d. F. vom 01.08.2025).

Die Einheit „Nach dem Sturm kommt Farbe“ passt im hessischen Kerncurriculum Katholische Religion Primarstufe sehr gut, weil sie die dort angelegte Verbindung aus Lebensweltorientierung, biblischem Lernen und kompetenzbezogener Deutung konsequent umsetzt. Inhaltlich ist sie besonders klar in den Inhaltsfeldern Mensch und Welt, Bibel und Tradition und Gott verankert: In Stunde 1 und 5 arbeiten die Kinder an „Sturm in mir / Sturm zwischen uns“, an Regeln für gelingendes Miteinander und an Versöhnungsschritten – das knüpft direkt an „Mensch und Welt“ an (Zusammenleben, Verantwortung, Umgang mit Fehlverhalten sowie die christliche Perspektive von Vergebung/Neuanfang). Die Stunden 2–4 erschließen die Noah-Erzählung bildgestützt und kindgemäß (Chaosbild, Schutzraum Arche, Warten, Neuanfang) und treffen damit den Kern von Bibel und Tradition: biblische Überlieferungen werden verstanden, geordnet, erzählt und als Glaubenszeugnis mit Bedeutung für das eigene Leben erschlossen. Die Symbolarbeit zum Regenbogen als Zeichen und Zusage („Gott sagt Ja zum Leben“) ist zugleich eine starke Anknüpfung an Gott: Kinder kommen mit einem Gottesbild in Kontakt, das nicht auf Straflogik reduziert wird, sondern Gottes Bewahrung, Zuspruch und verlässliche Nähe betont. Kompetenzbezogen deckt die Einheit die vier hessischen Kompetenzbereiche sehr sichtbar ab: In der Wahrnehmungskompetenz nehmen die Kinder religiöse Grunderfahrungen (Angst, Streit, Hoffnung) sowie Zeichen/Symbole (Regenbogen) wahr, beschreiben sie und bringen eigene Fragen ein. In der Deutungskompetenz deuten sie die Noahgeschichte und den Regenbogen als Hoffnungs- und Neuanfangszeichen, erschließen biblische Glaubenszeugnisse und setzen sie bewusst in Beziehung zum Klassenalltag („Was schützt bei uns, wenn es stürmt?“). In der Partizipationskompetenz üben sie Empathie, Zuhören und Gesprächsregeln, formulieren Ich-Sätze und erarbeiten „christliche Grundregeln für gelingendes Miteinander“, die sie an konkreten Konfliktsituationen erproben (Rollenspiele, Versöhnungsleiter). In der Urteilskompetenz reflektieren sie Missverständnisse (z. B. „nie mehr Streit“), prüfen Deutungen, leiten handlungsleitende Schritte ab (Wiedergutmachung/Neuanfang) und vertreten zunehmend einen eigenen Standpunkt, was im Neuanfang-Plan und in den Werkstattaufgaben (Stunde 6) besonders greifbar wird.

Quelle: Hessisches Kultusministerium: Kerncurriculum Hessen – Katholische Religion Primarstufe, Wiesbaden 2011.

Die Einheit „Nach dem Sturm kommt Farbe“ ist im Rahmenplan Katholische Religion Grundschule sehr gut verankert, weil sie zwei zentrale Linien des Plans konsequent verbindet: Lebenswelt (Familie/Schule, Miteinander) und biblisch-symbolisches Lernen. Inhaltlich knüpfen Stunde 1 und besonders Stunde 5 direkt an das Themenfeld „Leben erfahren: Familie – Schule“ an, in dem für die Jahrgangsstufen 1/2 u. a. das Benennen von Unterschieden im Zusammenleben sowie ausdrücklich das Kennenlernen von Formen der Versöhnung und Wiedergutmachung als Zielperspektive formuliert wird; genau das leistet deine „Versöhnungsleiter“ mit Stoppsignal, Ich-Sätzen, Zuhören, Entschuldigen, Wiedergutmachung und Neuanfang als alltagstauglichem Handlungsweg. Gleichzeitig wird der Bereich „Sich orientieren“ gestärkt, weil die Kinder Regeln und „wegweisende Worte“ als Hilfe für das Zusammenleben erschließen und in konkrete Klassensituationen übertragen (Sturm zwischen uns → Schutzraum/Strategien). Die Stunden 2–4 passen sehr präzise zum Themenfeld „Glauben erfahren: Gott“, denn dort ist der Inhalt „Gott schließt einen Bund mit Noah“ ausdrücklich genannt: Die Noah-Erzählung wird in deiner Reihe bildgestützt geordnet und erzählt, die Flut wird didaktisch reduziert als Chaosbild verstanden (Draußen/Drinnen), und der Weg auf Hoffnung hin (Warten – Neuanfang) wird als biblische Deutungsperspektive transparent gemacht. Die Symbolarbeit in Stunde 4 greift das Themenfeld „Leben erschließen: Symbolverständnis“ auf: Kinder sollen Symbole kennen, erfahren und deuten lernen sowie Symbole als „verdichtete Form von Lebens-, Glaubens- und Gotteserfahrung“ verstehen – genau das geschieht, wenn der Regenbogen nicht nur gestaltet, sondern als Zeichen des Bundes/Hoffnung sprachlich gesichert (Merksatz) und anschließend als Erinnerungsanker für Versöhnung und Neuanfang genutzt wird. Kompetenzbezogen erfüllt die Einheit die im Plan ausgewiesenen Standards für Ende Klasse 4 bereits altersangemessen angebahnt: Kinder nehmen sich und andere wahr und bringen Erfahrungen zum Ausdruck (Gefühle/Streit), lassen sich auf Texte/Bilder ein, deuten sie und gestalten eigene Ausdrucksformen (Bildfolge, Regenbogenkarte), beteiligen sich an Gesprächen und Symbolhandlungen (Gesprächskultur, Zeichenarbeit), erwerben grundlegende Zugänge zu biblischen Texten (Nacherzählung/Deutung), erkennen Probleme des menschlichen Miteinanders und können Lösungswege nachvollziehen (Versöhnungsschritte) sowie zeigen Einfühlungsvermögen (Rollenspiel mit Beobachterauftrag).

Quelle: Ministerium für Bildung, Wissenschaft und Kultur des Landes Mecklenburg-Vorpommern: Rahmenplan Grundschule – Katholische Religion, Schwerin o. J.

Die Einheit „Nach dem Sturm kommt Farbe“ ist im Kerncurriculum Katholische Religion Grundschule sehr gut anschlussfähig, weil sie zwei im Doppeljahrgang 1/2 ausdrücklich ausgewiesene Schwerpunkte zusammenführt: biblische Gotteserfahrungen und friedliches Miteinander mit Streit und Versöhnung. Inhaltlich trifft die Reihe besonders den Kompetenzbereich „Nach Gott fragen“, denn für Schuljahrgang 1/2 sind dort als mögliche Inhalte u. a. „biblische Gottesvorstellungen: Gott begleitet, bewahrt, hilft“ genannt – und als exemplarischer Bibeltext ausdrücklich „Noah (Gen 6,1–9,17 in Auszügen)“. Genau diese Linie setzt deine Einheit um, indem die Sintflut didaktisch reduziert als Chaosbild erschlossen wird (Stunden 2–3), die Arche als Schutzraum (drinnen/draußen) und der Weg zum Neuanfang sichtbar werden, und der Regenbogen als Zeichen einer verlässlichen Zusage Gottes („Ja zum Leben“) gedeutet und sprachlich gesichert wird (Stunde 4). Gleichzeitig passt der starke Alltags-Transfer (Sturm in mir / Sturm zwischen uns) sehr direkt zum Kompetenzbereich „Nach der Verantwortung des Menschen in der Welt fragen“, weil dort für 1/2 als Inhalte „Regeln und Rituale“, „Streit und Versöhnung“ sowie „Konfliktsituationen in der Lebenswelt“ ausgewiesen sind: Die Versöhnungsleiter, die Rollenspiele und der Neuanfang-Plan (Stunde 5) konkretisieren diese Inhalte handlungsorientiert und geben der Klasse ein gemeinsames, einübbares Vorgehen für Konflikte. Zusätzlich lässt sich Stunde 1 gut im Kompetenzbereich „Nach dem Menschen fragen“ verorten, weil hier Wahrnehmung und sprachlicher Ausdruck von Gefühlen sowie Wege gelingenden Zusammenlebens angebahnt werden. Kompetenzbezogen deckt die Einheit die im KC beschriebenen prozessbezogenen Kompetenzen sehr geschlossen ab: Wahrnehmungs- und Darstellungskompetenz (Gefühle/Streit benennen; Bilder beschreiben), Deutungskompetenz (biblische Geschichte und Zeichen erschließen und für Lebenssituationen deuten), Gestaltungskompetenz (Hoffnungskarten, Plakat, Werkstattprodukte als kreative Übertragung), Dialogkompetenz (respektvoller Austausch, Perspektivwechsel, Gesprächsregeln; Rollenspiel mit Beobachterauftrag) und Urteilskompetenz (Deutungen prüfen, Missverständnisse klären – z. B. „nie mehr Streit“ – und begründete Schritte für Versöhnung/Neuanfang auswählen). So entspricht die Reihe sehr genau der niedersächsischen Logik: biblisches Lernen, Symbolverstehen und ethisch-soziales Handeln werden sichtbar miteinander verschränkt.

Quelle: Niedersächsisches Kultusministerium: Kerncurriculum für die Grundschule – Katholische Religion (Anhörfassung), Hannover 2019.

Die Einheit „Nach dem Sturm kommt Farbe“ passt sehr gut zu den Inhaltsfeldern und Kompetenzerwartungen des Lehrplans Katholische Religionslehre Grundschule in NRW, weil sie die biblische Erzählkompetenz mit Symboldeutung und sozialem Lernen (Versöhnung) verbindet. Inhaltlich ist sie klar im Inhaltsfeld „Die Bibel als Buch des Lebens – biblische Geschichten verstehen“ verortbar: Die Kinder erschließen die Noah-Erzählung über Bildfolgen, ordnen zentrale Stationen, erzählen in eigenen Worten und erkennen, dass biblische Texte Erfahrungen von Menschen mit Gott deuten. Dabei wird die Sintflut didaktisch reduziert als Bild für Chaos und Unordnung („draußen/drinnen“) und nicht als Katastrophenspektakel inszeniert; das entspricht dem Grundschulansatz, biblische Texte kindgemäß zu erschließen und zugleich Deutungsperspektiven zu eröffnen. Sehr anschlussfähig ist außerdem das Inhaltsfeld „Gott begleitet Menschen – Vertrauen, Schutz, Hoffnung“: Der Fokus auf Bewahrung, Zusage und Neuanfang (Bund, „Gott will Leben“) stützt ein Gottesbild, das Kinder in existenziellen Alltagserfahrungen (Angst, Streit, Wut) orientieren kann, ohne moralische Straflogik in den Mittelpunkt zu stellen. Die Symbolarbeit in Stunde 4 trifft das Inhaltsfeld „Zeichen und Symbole des Glaubens“, weil der Regenbogen als Zeichen verstanden, sprachlich gesichert und in ein Handlungsmodell übersetzt wird (Hoffnungskarte als Lernanker, Klassenplakat als Erinnerungshilfe). Stunde 1 und vor allem Stunde 5 knüpfen stark an das Inhaltsfeld „Miteinander leben – Verantwortung und Versöhnung“ an: Kinder reflektieren Konflikte im Alltag, üben Schritte der Versöhnung (Entschuldigen, Wiedergutmachen, Neuanfang) und lernen, dass Frieden und gerechtes Miteinander eingeübt werden können. Kompetenzbezogen werden die im NRW-Lehrplan typischen prozessbezogenen Kompetenzen systematisch aufgebaut: Wahrnehmen und Beschreiben (eigene Gefühle, Konfliktsituationen, Bildimpulse), Deuten (Noahgeschichte als Hoffnungserzählung; Regenbogen als Zeichen der Zusage), Kommunizieren (Gesprächsregeln, Ich-Botschaften, Zuhören; Erzählen mit Satzstartern), Gestalten (Regenbogenkarte, Bildfolge-Collage, Werkstattprodukte) und Urteilen/Handeln (Schritte der Versöhnung begründet auswählen, in Rollenspielen erproben und im Klassenalltag als Klassenabsprachen sichern). Insgesamt ist die Passung besonders stark, weil die Einheit genau die NRW-Zielrichtung erfüllt: Kinder sollen biblische Traditionen verstehen und zugleich religiöse Deutungen in verantwortliches Handeln im Zusammenleben übersetzen.

Quelle: Ministerium für Schule und Bildung des Landes Nordrhein-Westfalen: Lehrplan Katholische Religionslehre Grundschule, Düsseldorf 2021.

Die Einheit „Nach dem Sturm kommt Farbe“ ist im rheinland-pfälzischen Rahmenplan Grundschule – Teilrahmenplan Katholische Religion sehr gut anschlussfähig, weil sie die dort angelegten Gegenstandsbereiche „Mensch und Welt“ sowie „Biblische Botschaft“ eng miteinander verschränkt. Inhaltlich greift Stunde 1 („Sturm in mir / Sturm zwischen uns“) zentrale Linien aus „Mensch und Welt“ auf: Kinder nehmen eigene Gefühle, Hoffnungen und Sehnsüchte wahr und bringen sie zum Ausdruck (z. B. Wunsch nach Frieden, Gerechtigkeit, Geborgenheit), sie üben sprachliche und bildliche Ausdrucksformen und erkennen, dass Fragen und Suchen zum Menschsein gehören. Die späteren Schritte zur Konfliktbearbeitung (Hoffnungshelfer, Klassenregeln, Versöhnungsleiter) knüpfen daran an, indem Kinder alltagsnah lernen, wie ein respektvolles Miteinander gelingt und wie nach Streit Versöhnung, Wiedergutmachung und Neuanfang möglich werden. Der Kern der Einheit (Stunden 2–4) trifft den Gegenstandsbereich „Biblische Botschaft“ besonders präzise: Der Rahmenplan erwartet, dass Kinder ausgewählte biblische Erzählungen so verstehen, dass es nicht um reine historische Berichte geht, sondern um zeitlos Gültiges über den Menschen – und nennt dabei ausdrücklich „die Erzählung von der Arche Noah“ mit dem Verständnis, dass Gott seinen Bund mit allen Menschen schließt und als rettender, bewahrender und verzeihender Gott erkennbar wird. Genau das leistet deine didaktische Reduktion (Chaosbild statt Katastrophendramatik, Arche als Schutzraum, Warten, Neuanfang, Bund/Zeichen). Zugleich fördert die Reihe typische Kompetenzen des Rahmenplans im Umgang mit biblischer Sprache: Kinder arbeiten mit Bildfolge und Erzählstruktur („Zuerst – Dann – Am Ende“), lernen biblische Sprache auch als symbolisch/metaphorisch zu verstehen (Sturm/Chaos als Deutebild) und deuten Zeichen – hier den Regenbogen – als erinnerndes Hoffnungszeichen. Kompetenzbezogen werden damit besonders gestärkt: die Fähigkeit, Erfahrungen wahrzunehmen und auszudrücken (Gefühle/Streit), biblische Texte bildgestützt zu erschließen und zu erzählen (Noahsequenz), religiöse Bild- und Zeichensprache zu deuten (Regenbogen/Bund) sowie daraus Handlungsorientierung für das Zusammenleben zu gewinnen (Versöhnungsschritte als „Neuanfang“ im Klassenalltag).

Quelle: Ministerium für Bildung, Wissenschaft, Jugend und Kultur Rheinland-Pfalz: Rahmenplan Grundschule – Teilrahmenplan Weiterentwicklung Katholische Religion der Grundschule, Mainz 2010.

Die Einheit „Nach dem Sturm kommt Farbe“ passt im Saarländischen Lehrplan sehr gut, weil sie zentrale Linien des Gegenstandsbereichs „Mensch und Welt“ altersangemessen aufgreift und in einen klaren Lernweg übersetzt: In Stunde 1 werden die „Welten der Gefühle“ sowie Erfahrungen im Zusammenleben aufgenommen („Sturm in mir / Sturm zwischen uns“); in Stunde 5 wird daran konsequent angeknüpft, indem Kinder Konflikte austragen lernen, Schuldzusammenhänge in Beziehungen erkennen und konkrete Formen von Wiedergutmachung und Versöhnung (Versöhnungsleiter, Rollenspiele) erproben und auf den Klassenalltag übertragen. Genau solche Kompetenzerwartungen (Konflikte beschreiben, Störung von Beziehungen durch Schuld erkennen, Wiedergutmachung/Versöhnung auf das eigene Leben beziehen) werden im Lehrplan für „Mensch und Welt“ ausdrücklich hervorgehoben. Zugleich ist die Symbol- und Metaphernarbeit der Einheit in diesem Gegenstandsbereich stark anschlussfähig: Die Kinder deuten die Bildspur „Sturm/Chaos – Schutz – Neuanfang“ und besonders den Regenbogen als „wichtiges Symbol des Lebens“ und als „zentrale Metapher“ (Zeichen verstehen, Missverständnisse klären, Merksatz formulieren, Hoffnungskarte gestalten). Theologisch wird der Fokus „Gott will Leben / Neuanfang“ zudem im Gegenstandsbereich „Die Frage nach Gott“ plausibel angebunden: Kinder verknüpfen eigene Erfahrungen (Angst, Streit, Hoffnung) mit biblischen Erzählungen von Gott und bringen ihre Vorstellungen sprachlich und kreativ zum Ausdruck. Kompetenzbezogen deckt die Einheit sehr geschlossen die im Lehrplan vorangestellten prozessbezogenen Kompetenzen ab: Sie fördert wahrnehmen und entdecken (Gefühle/Beziehungssituationen wahrnehmen; Zeichen und Symbole entdecken), sich ausdrücken, einander mitteilen und Leben gestalten (Ich-Sätze, Gesprächsregeln, Neuanfang-Plan), deuten und übertragen (biblische Botschaft und Symbol Regenbogen in Bezug zum eigenen Leben setzen), Anteil nehmen und Verantwortung übernehmen (Perspektivwechsel, Einfühlungsvermögen, Verantwortung im Miteinander) sowie Auskunft geben (biblische Grundinhalte und Symbolbedeutungen altersgemäß erklären, Bildfolge erzählen). Als sinnvolle Erweiterung (wenn du die Reihe stärker „lehrplanbreit“ vernetzen willst) kann die in der Einheit ohnehin angelegte Klassenregel-Arbeit zusätzlich mit der im Gegenstandsbereich „Biblische Botschaft“ betonten Wertorientierung (grundlegende Weisungen/Regeln für gelingendes Zusammenleben) verbunden werden – ohne den Kern der Noah-/Regenbogen-Spur zu verändern.

Quelle: Ministerium für Bildung und Kultur des Saarlandes: Lehrplan Katholische Religion Grundschule, Saarbrücken 2018.

Die Einheit „Nach dem Sturm kommt Farbe“ passt im sächsischen Lehrplan für Klassenstufen 1/2 sehr überzeugend, weil sie die Lernbereiche „Miteinander leben“, „Das Geheimnis entdecken“ und besonders „Die biblische Botschaft kennen lernen“ in einer durchgängigen Lernspur verbindet. Inhaltlich ist die Passung im Lernbereich „Die biblische Botschaft kennen lernen“ besonders eindeutig: Für 1/2 ist dort die Erzählung von Noah explizit vorgesehen – „Geschichte von Noah, der großen Flut und dem Überleben in der Arche hören und gestalten“; zudem wird der „Regenbogen als Bundeszeichen des neuen Anfangs“ ausdrücklich genannt. Genau das setzt deine Reihe in den Stunden 2–4 um (Bildfolge ordnen und erzählen, Sintflut als Chaosbild „draußen/drinnen“ deuten, Regenbogen als Zeichen sichern und in Hoffnungskarten übertragen). Gleichzeitig trifft Stunde 1 (Gefühle, „Sturm in mir“) und der Versöhnungsschwerpunkt in Stunde 5 den Lernbereich „Miteinander leben“ sehr gut: Der Lehrplan betont für die Schuleingangsphase das Beschreiben eigener Gefühle und Bedürfnisse, das Wahrnehmen der anderen sowie das Entwickeln von Wegen, mit Leid/Enttäuschung/Traurigkeit umzugehen – und er rahmt dies ausdrücklich als werteorientiertes Lernen in Gemeinschaft. In deiner Einheit wird das konkret als Konfliktkompetenz aufgebaut (Hoffnungshelfer, Klassenregeln, Versöhnungsleiter, Rollenspiele) und zugleich religiös gerahmt (Neuanfang als Chance, nicht als moralischer Druck). Der Lernbereich „Das Geheimnis entdecken“ wird besonders dort berührt, wo du Symbol- und Bildsprache systematisch aufbaust (Sturm als Metapher, Regenbogen als Zeichen, Merksatz, kreative Gestaltung): Der Lehrplan formuliert für 1/2 ausdrücklich die Entwicklung von Sprach- und Symbolfähigkeit sowie den Zugang zu elementaren Formen der Deutung und Gestaltung. Kompetenzbezogen fördert die Einheit damit im Sinne des Lehrplans besonders: (1) religiöse Sprach- und Symbolfähigkeit (Zeichen „Regenbogen“ verstehen und deuten, Merksatz formulieren), (2) biblische Grundkenntnisse und Erzählkompetenz (Noah-Sequenz ordnen, nacherzählen, gestalten), (3) Werteorientierung und Gemeinschaftsfähigkeit (Konflikte gewaltfrei bearbeiten, Versöhnungsschritte einüben) sowie (4) Gestaltungsfähigkeit (Bildfolge-Collage, Hoffnungskarten, Plakat/Werkstattprodukte als Lernanker). Als inhaltliche Erweiterung passt außerdem der Wahlbereich „Stillung des Seesturms“ sehr gut als biblisches Parallelmotiv zur „Sturm“-Bildspur deiner Einheit, ohne den Noah-Fokus zu ersetzen.

Quelle: Sächsisches Staatsministerium für Kultus: Lehrplan Grundschule – Katholische Religion (2004/2009/2019; Inkrafttreten 1. August 2019), Dresden 2019.

Die Einheit „Nach dem Sturm kommt Farbe“ ist im Fachlehrplan Katholischer Religionsunterricht der Grundschule sehr gut anschlussfähig, weil sie mehrere Inhaltsbereiche des Lehrplans für Schuljahrgang 2 zugleich bedient und über eine klare Lernspur (Sturm–Schutz–Neuanfang–Zeichen–Versöhnung) miteinander verbindet. Schon der Einstieg „Sturm in mir / Sturm zwischen uns“ knüpft tragfähig an den Bereich Sinnangebote und Orientierungshilfen an: Kinder nehmen sich und andere als wertvoll wahr, lernen, dass belastende Erfahrungen zum Leben gehören, und gewinnen Orientierung – hier besonders passend über die Teilkompetenz, Vergebung als Weg zu sehen, mit Schuld umzugehen, sowie über das Vertrauen, das an biblischen Gestalten sichtbar wird (u. a. Noah). Die biblische Erzählerschließung in den Stunden 2–3 (Bildfolge ordnen, erzählen, „Draußen Chaos – drinnen Schutz“) passt sehr direkt zu Arbeiten mit der Bibel und Erschließen biblischer Texte: Die Kinder ordnen biblische Texte dem Alten Testament zu, arbeiten mit einfachen Such- und Ordnungsstrategien und setzen sich mit Handlungsweisen biblischer Figuren auseinander, indem sie Erlebnisse aus der eigenen Lebenswelt in biblischen Geschichten wiederfinden und vergleichen; genau das leistet deine bildgestützte Nacherzählung mit Satzstartern und die Deutung der Flut als „Chaosbild“, das Angstarmut mit Sinnerschließung verbindet. Besonders stark ist die Passung im Bereich Christliche Ethik, weil die Einheit die Teilkompetenz des Schuljahrgangs 2 sehr konkret einübt, friedliche Lösungen für Alltagskonflikte zu beschreiben: Die Versöhnungsleiter (Stopp–Ich-Satz–Zuhören–Entschuldigen–Wiedergutmachen–Neuanfang), Rollenspiele und der „Neuanfang-Plan“ übersetzen die Lehrplanperspektive „Regeln des Zusammenlebens und Umgang mit Konflikten“ in ein handhabbares Klassenmodell. Die Symbolarbeit (Regenbogen als Zeichen) ist zudem hervorragend im Bereich Religiöse Sprache und Symbole verortbar: Kinder sollen im Schuljahrgang 2 mit biblischen Sprachbildern und Symbolen umgehen, ausgewählte Symbole verstehen und auf eigene Erfahrungen beziehen; hier sind im Grundwissen ausdrücklich biblische Sprachbilder wie Arche und Bund sowie Symbole wie Regenbogen genannt – genau diese Verbindung aus Deuten (Zeichen) und Gestalten (Hoffnungskarte/Klassenplakat) setzt deine Stunde 4 um. Prozessbezogen stärkt die Reihe dabei konsequent die im Lehrplan ausgewiesenen Kompetenzen der religiösen Wahrnehmung (Gefühle, Zeichen, Symbolsprache deuten), der religiösen Gestaltung (eigene Ausdrucksformen finden, Hoffnung sichtbar machen) und der Urteilsbildung (Deutungen prüfen, Handlungsoptionen für Konflikte entwickeln) – und das altersangemessen über Visualisierung, Gesprächskultur und wiederkehrende Sicherungen.

Quelle: Ministerium für Bildung des Landes Sachsen-Anhalt: Fachlehrplan Grundschule – Katholischer Religionsunterricht, Stand 01.08.2019, Magdeburg 2019.

Die Einheit „Nach dem Sturm kommt Farbe“ ist mit den Fachanforderungen Katholische Religion Primarstufe sehr gut kompatibel, weil sie prozessbezogene Kompetenzen (Wahrnehmen/Darstellen, Deuten, Urteilen, Kommunizieren, Gestalten) konsequent mit tragfähigen Inhalten verknüpft. Inhaltlich trifft Stunde 1 („Sturm in mir – Sturm zwischen uns“) den Kompetenzbereich Mensch und Welt besonders genau: Kinder beschreiben Eigenschaften, Fähigkeiten, Gefühle und Beziehungen und ordnen „stürmische“ Erfahrungen als Grunderfahrungen ein; zugleich ist der Schwerpunkt auf Regeln, Achtsamkeit, Respekt, Streit und Versöhnung sowie Schuld und Vergebung ein direkter Anschluss an den Teil „Verantwortung für das Zusammenleben“. Die Versöhnungsleiter in Stunde 5 (Stopp–Ich-Satz–Zuhören–Entschuldigen–Wiedergutmachen–Neuanfang) konkretisiert diese Anforderungen als einübbares Handlungsmodell und unterstützt damit ausdrücklich auch die Fähigkeit, Handlungsweisen ethisch zu beurteilen und begründet zu entscheiden, was in Konflikten hilft. Die biblische Spur (Stunden 2–4) ist in Schleswig-Holstein auf mehreren Ebenen anschlussfähig: Im Kompetenzbereich Mensch und Welt sind „biblische Hoffnungsworte und -bilder“ als Deutungshorizont genannt – darunter ausdrücklich Gottes Bund mit Noah (Gen 9,8–17) – und genau diese Hoffnungsperspektive setzt die Reihe um, indem sie die Flut als Chaosbild (draußen/drinnen) erschließt und auf Schutz, Warten und Neuanfang hin deutet. Im Kompetenzbereich Die Frage nach Gott passt die Einheit, weil Kinder Gottesrede und Bildsprache kennenlernen und biblische Glaubenszeugnisse (u. a. Bund mit Noah) als Zusage von Bewahrung und Lebensschutz verstehen; der Regenbogen wird dabei kompetenzorientiert als Zeichen gedeutet (nicht nur gestaltet), inklusive Klärung typischer Missverständnisse („nie mehr Streit“ vs. „Neuanfang möglich“). Im Kompetenzbereich Biblische Botschaft und Sprache arbeitet die Einheit außerdem exemplarisch an bildhafter/metaphorischer Rede (Sturm als Deutebild), an der Erzählkompetenz (Bildfolge ordnen/nacherzählen) und an kreativen Zugängen (Hoffnungskarte, Werkstatt), was die Fachanforderungen ausdrücklich als Gestaltungs- und Deutekompetenz fordern. Kompetenzbezogen werden so besonders sichtbar gefördert: Wahrnehmen und Darstellen (Gefühle/Konfliktsituationen und Bildimpulse erfassen), Deuten (Noahgeschichte und Regenbogen als Hoffnungszeichen erschließen), Kommunizieren (Gesprächsregeln, Perspektivwechsel, Rollenspiel), Urteilen (Konfliktlösungen abwägen, Wiedergutmachung begründen) und Gestalten (Symbolarbeit Regenbogen als Lernanker, Produkte zur Sicherung und zum Transfer in den Klassenalltag).

Quelle: Ministerium für Bildung, Wissenschaft und Kultur des Landes Schleswig-Holstein: Fachanforderungen Katholische Religion Primarstufe/Grundschule, Kiel (Juni) 2020.

Die Einheit „Nach dem Sturm kommt Farbe“ passt im Thüringer Lehrplan Katholische Religionslehre für die Grundschule sehr klar, weil sie zentrale Kompetenzziele der Schuleingangsphase direkt aufgreift und zugleich einen ausdrücklich genannten biblischen Bezug vertieft. Inhaltlich ist der Anschluss im Lernbereich 2.1 „Miteinander leben“ besonders stark: Der Lehrplan betont, dass Kinder Bedürfnisse und Gefühle wahrnehmen, ausdrücken und angemessen darauf reagieren lernen, Vertrauen aufbauen und Grundlagen für gelingendes Miteinander bedenken. Genau das leisten Stunde 1 („Sturm in mir / Sturm zwischen uns“) und die durchgängigen Sprach- und Bildhilfen (Gefühlskarten, Satzstarter, Hoffnungshelfer). Zugleich passt der Schwerpunkt „Versöhnung“ (Stunde 5) sehr direkt zum Lehrplanprofil, das ausdrücklich hervorhebt: Kinder erkennen Gottes Bereitschaft zur Vergebung und Versöhnung, empfinden Versöhnung als befreiend und verstehen sie als Chance für einen Neuanfang – genau diese Neuanfangsperspektive wird in deiner Reihe konsequent mit dem Regenbogen verbunden und in konkrete Handlungsschritte übersetzt (Versöhnungsleiter, Wiedergutmachung, Neuanfang-Vereinbarung). Kompetenzbezogen greifst du dabei auch die im Lehrplan ausgewiesenen Methoden- und Sozialkompetenzen auf: Kinder sollen eingeübte Strategien anwenden (z. B. helfen, entschuldigen, trösten), Regeln des Zusammenlebens erkennen, aufstellen und begründen, sowie Strategien wie Streitschlichtung und Gesprächsführung entwickeln und situationsgerecht nutzen – deine Rollenspiele mit Beobachterauftrag und die gemeinsame Sicherung als Klassenhandlungsplan treffen das sehr genau. Der zweite große Anschluss liegt im Lernbereich 2.3 „Die biblische Botschaft entdecken“: Hier wird explizit genannt, dass Kinder ausgewählte alttestamentliche Geschichten wiedergeben, u. a. Noah (Gen 6–9), und daran darstellen können, dass Menschen auf Gott vertrauen dürfen und Gott Leben zum Guten wendet. Genau das wird in den Stunden 2–4 umgesetzt (Bildfolge ordnen/nacherzählen, Chaosbild „draußen/drinnen“, Arche als Schutzraum, Weg zum Neuanfang), ohne Angstdramatisierung, aber mit klarer Deutungsspur. Die Symbolarbeit zum Regenbogen stärkt zusätzlich die im Lehrplan mehrfach betonte Fähigkeit, religiöse Zeichen, Symbole und biblische Bilder zu verstehen und auf das eigene Leben zu beziehen (Merksatz, Hoffnungskarte als Lernanker). Als optionale Vertiefung ist auch der Ausblick „Schöpfung bewahren“ gut lehrplankonform, weil der Lernbereich 2.6 „In Gottes Welt zu Hause sein“ die Verantwortung für die Schöpfung und respektvolles Miteinander betont – hier lässt sich der Gedanke „Bund gilt allem Lebendigen“ als Brücke nutzen, ohne den Kern der Einheit zu verändern.

Quelle: Thüringer Ministerium für Bildung, Wissenschaft und Kultur: Lehrplan für die Grundschule und für die Förderschule mit dem Bildungsgang der Grundschule – Katholische Religionslehre, Erfurt 2010.

Die Einheit „Nach dem Sturm kommt Farbe“ passt sehr gut zu den Kirchlichen Richtlinien zu Bildungsstandards (DBK) für die Grundschule/Primarstufe, weil sie genau die dort vorgesehene Verzahnung aus prozessbezogenen Kompetenzen (wahrnehmen, deuten, urteilen, kommunizieren, gestalten, teilhaben) mit inhaltlichen Bereichen (u. a. Mensch und Welt, Die Frage nach Gott, Bibel und Tradition, Religion in der pluralen Gesellschaft) in einer klaren Lernspur umsetzt. Inhaltlich liegt der stärkste Anschluss im Bereich „Mensch und Welt“: Die Stunden 1 und 5 führen Kinder über „Sturm in mir / Sturm zwischen uns“ zu erfahrungsbezogener Reflexion und zu konkreten Schritten von Schuld, Vergebung und Versöhnung (Versöhnungsleiter, Wiedergutmachung, Neuanfang). Genau hier zielen die Standards darauf, dass Kinder (altersangemessen angebahnt in 1/2, ausgebaut bis Ende 4) Erlebnisse und Gefühle sprachfähig machen, Regeln für gelingendes Zusammenleben begründen und Wege der Konfliktlösung sowie Versöhnung verstehen und anwenden. Der Bereich „Die Frage nach Gott“ wird stimmig über die Symbolspur erschlossen: Der Regenbogen wird nicht nur gestaltet, sondern als Zeichen gedeutet („Gott sagt Ja zum Leben – wir können neu anfangen“), und die Bildsprache („Sturm/Chaos – Schutz – Neuanfang“) wird bewusst als religiöse Deutesprache aufgebaut. Das entspricht dem Standard, dass Kinder Gottesvorstellungen austauschen, sprachlich verantwortet von Gott sprechen und verstehen, warum in Religion mit Bildern, Metaphern und Symbolen gearbeitet wird. Der Bereich „Bibel und Tradition“ ist durch die bildgestützte Erzählerschließung zentral: Die Kinder ordnen die Noah-Erzählung als biblische Geschichte, erzählen sie entlang der Bildfolge, deuten Grunderfahrungen (Chaos, Warten, Hoffnung) im Spiegel der Erzählung und sichern die Bedeutung des Zeichens (Regenbogen). Damit wird biblische Kompetenz nicht nur als „Nacherzählen“, sondern als Verstehen, Deuten und kreatives Auseinandersetzen mit existenziellen Erfahrungen angebahnt, wie es die Standards vorsehen. Prozessbezogen ist die Einheit außerdem besonders stark, weil sie alle grundlegenden Kompetenzdimensionen in einer kindgemäßen Abfolge aktiviert: wahrnehmen (Gefühle, Streit-Situationen, Bildimpulse), deuten (Sintflut als Chaosbild, Regenbogen als Zeichen), kommunizieren (Gesprächsregeln, Ich-Sätze, Erzählen mit Satzstartern), urteilen (Missverständnisse prüfen, geeignete Versöhnungsschritte auswählen), gestalten (Hoffnungskarte/Plakat als Lernanker) und teilhaben (gemeinsame Klassenabsprachen und soziale Vollzüge des Neuanfangs im Alltag). Auch der inklusive Zugang („Für Christen ist …“ und zugleich Raum für eigene Hoffnungszeichen) ist anschlussfähig an den Standardhorizont „Religion in der pluralen Gesellschaft“, weil er Dialog- und Respektfähigkeit mit fachlicher Klarheit verbindet.

Quelle: Sekretariat der Deutschen Bischofskonferenz (Hg.): Kirchliche Richtlinien zu Bildungsstandards für den katholischen Religionsunterricht in der Grundschule/Primarstufe. Die deutschen Bischöfe Nr. 114, Bonn 2024.

Anmerkungen:
* Die Zuordnung für die Bundesländer Mecklenburg-Vorpommern, Bremen, Berlin und Brandenburg basieren auf dem gemeinsam entwickelten Rahmenplan Grundschule – Katholische Religion, herausgegeben Ministerium für Bildung, Wissenschaft und Kultur des Landes Mecklenburg-Vorpommern.
** Mit dem Schuljahr 2025/2026 beginnt die schrittweise Einführung des christlichen Religionsunterrichts (CRU) in Niedersachsen, das noch nicht in Kraft getretene Kerncurriculum ist noch nicht bedacht!

Konfessionelle Kooperation

Bezüge zu exemplarischen Arbeitsplänen & -hilfen

Die Bezüge auf die Arbeitshilfen dienen dir zur Gestaltung von Religionsunterricht in konfessioneller Kooperation.

Die Unterrichtseinheit „Nach dem Sturm kommt Farbe“ passt sehr gut zum konfessionell-kooperativen Religionsunterricht in Klasse 1/2, weil sie zentrale Lernwege des Beispielcurriculums aufgreift: Kinder erzählen von eigenen Erfahrungen, ordnen Gefühle und Konflikte und verbinden dies mit biblischem Erzählen, Deuten und Handeln. Inhaltlich knüpft die Reihe direkt an die Kompetenz an, „von frohen und traurigen Erlebnissen“ zu erzählen – ausdrücklich auch im Horizont von „Streit und Versöhnung, Angst und Geborgenheit, Trauer und Trost“ (3.1.1(2)); genau das ist der Ausgangspunkt deiner Stunde 1 („Sturm in mir – Sturm zwischen uns“) und wird in den folgenden Stunden immer wieder in den Klassenalltag zurückübersetzt. Für die biblische Arbeit (Bildfolge ordnen, nacherzählen, Deutung sichern) ist die Einheit ebenso stimmig, weil die Kinder biblische Geschichten nacherzählen (3.1.3(3)), und weil sie an ausgewählten Geschichten aufzeigen, wie diese von Gott und Menschen erzählen (3.1.3(2)); die Bildfolgenarbeit, die Tafelspur und die Werkstattstationen (Stunde 6) bedienen genau diese Kompetenzen. Besonders passend ist außerdem, dass die Reihe biblische Erfahrungen mit Gott bewusst nicht als „Straflogik“ erzählt, sondern als Zusage und Begleitung: Im Beispielcurriculum B wird dazu die Kompetenz formuliert, „Gottes Versprechen, dass er zu den Menschen steht, auf vielfältige Weise zum Ausdruck“ zu bringen – ausdrücklich mit dem Beispiel Noah (1. Mose 6,5–9,17 in Auszügen) (3.1.1(5)); damit ist dein Schwerpunkt „Hoffnung/Neuanfang“ curricular sauber anschlussfähig. Die Symbolarbeit am Regenbogen (Stunde 4) verbindet sich überzeugend mit den prozessbezogenen Kompetenzen, Grundformen religiöser Sprache ganzheitlich zu erschließen (Symbol/Bild) (2.2.1), und die Versöhnungsleiter (Stunde 5) stärkt das soziale Lernen im Sinne eines achtsamen Miteinanders im Schulalltag (2.5.4). Insgesamt unterstützt die Einheit damit sowohl inhaltsbezogene Kompetenzen (Erfahrungen, biblisches Erzählen/Deuten, Gottes Zusage) als auch prozessbezogene Kompetenzen (religiöse Ausdrucksformen deuten, Handeln im Alltag reflektieren und gestalten) – und ist damit für Koko in BW sehr gut geeignet. Quelle: Konfessionelle Kooperation – Beispielcurriculum A für die Grundschule – Klassen 1/2, Stand 07.03.2024;

t.b.a.

t.b.a.

Für Rheinland-Pfalz zeigt die Unterrichtseinheit eine sehr hohe Passung zu den Vorgaben für den konfessionell kooperativen Religionsunterricht in der Grundschule, wie sie im vorliegenden Arbeitsplan/Entwurf zur konfessionellen Kooperation ausgewiesen sind. Der rheinland-pfälzische Ansatz legt besonderen Wert auf gemeinsame Lerngegenstände, eine kindorientierte Erschließung religiöser Praxis sowie auf eine didaktisch sensible Gestaltung religiöser Vollzüge im schulischen Kontext. Genau diese Grundlinien greift deine Einheit in konsequenter Weise auf.

Inhaltlich ist das Thema Gebet als Reden mit Gott klar im zentralen Gegenstandsbereich „Mensch – Gott – Welt“ verortet. Der Arbeitsplan benennt ausdrücklich, dass Kinder in den Klassen 1/2 erfahren sollen, dass Menschen sich Gott anvertrauen, ihm danken, um Hilfe bitten und ihr Leben vor Gott zur Sprache bringen. Deine Einheit setzt dies lebensweltlich um, indem sie vom Reden mit einem Freund, vom Zuhören und vom Anvertrauen ausgeht und Gebet als Beziehungs- und Vertrauensgeschehen erschließt. Besonders stimmig ist dabei, dass Gebet nicht funktionalisiert oder eingeübt wird, sondern als Deutungsangebot für kindliche Erfahrungen eröffnet wird.

Auf der Ebene der inhaltlichen Kompetenzen wird im rheinland-pfälzischen Konzept betont, dass Kinder Grundformen religiöser Praxis kennenlernen und deuten sollen. Die von dir herausgearbeiteten Formen Danken – Bitten – Loben entsprechen diesen Vorgaben unmittelbar. Durch die wiederholte Erprobung in unterschiedlichen Ausdrucksformen (Sprechen, Malen, Schreiben, Stille, Ritual, Lied) erfahren die Kinder Gebet als vielfältige Ausdrucksform, die nicht an bestimmte Worte oder Leistungen gebunden ist. Die Schatztruhe/Gebetsbox als Schutzsymbol greift dabei das im Arbeitsplan zentrale Anliegen auf, religiöse Praxis kindgerecht, freiwillig und geschützt zu gestalten.

Auch die prozessbezogenen Kompetenzen des rheinland-pfälzischen Arbeitsplans werden breit abgedeckt. Die Kinder lernen, eigene Gefühle, Wünsche und Erfahrungen wahrzunehmen und auszudrücken, sie hören anderen zu, respektieren unterschiedliche Sichtweisen und reflektieren ihr Tun in Gesprächs- und Reflexionsphasen. Besonders wichtig ist dabei die Fähigkeit, religiöse Sprache vorsichtig zu erproben, ohne sie übernehmen zu müssen – ein Kernanliegen des konfessionell kooperativen Religionsunterrichts in Rheinland-Pfalz, das deine Einheit durch das konsequente „Du darfst – du musst nicht“ didaktisch überzeugend umsetzt.

Konfessionell-kooperativ ist die Einheit sehr tragfähig, weil sie keine konfessionellen Sonderformen voraussetzt, sondern das gemeinsame christliche Grundverständnis von Gebet in den Mittelpunkt stellt. Zugleich bleibt sie offen für Kinder mit distanzierter oder nichtreligiöser Haltung. Damit entspricht sie dem Ziel des rheinland-pfälzischen Modells, einen Religionsunterricht zu gestalten, der gemeinsam verantwortet, pluralitätssensibel und dialogisch ist.

Quelle: Ministerium für Bildung Rheinland-Pfalz: Konfessionelle Kooperation im Religionsunterricht der Grundschule – Arbeitsplan / Vorarbeiten, Rheinland-Pfalz.

Die Einheit „Nach dem Sturm kommt Farbe“ lässt sich im Saarland sehr gut im Horizont der Vorarbeiten zum Arbeitsplan für konfessionell-kooperativen RU verorten, weil sie genau die dort angelegte Verbindung aus Lebenswelt, Regeln des Miteinanders, biblischem Erzählen und Symboldeutung aufgreift. Bereits der Einstieg über Gefühle, Streit-Auslöser und „Hoffnungshelfer“ knüpft an die Kompetenz an, „Grundregeln des gelingenden Miteinanders“ zu nennen und anzuwenden, und zugleich „elementare Sprach- und Ausdrucksformen“ zu erklären bzw. zu nutzen (Quartal 1.1): Die Stunde 1 arbeitet genau daran, wie Kinder Gefühle sprachlich/bildlich ausdrücken, Konflikte benennen und gemeinsame Regeln/Stoppsignale entwickeln. Der biblische Kern der Reihe ist im Arbeitsplan ausdrücklich anschlussfähig, weil im Quartal 2.1 unter dem Inhaltsfeld „Leben in der Familie – in der Gemeinschaft“ und im Zusammenhang von „Erntedank / Dankbarkeit für materielle und immaterielle Lebensgrundlagen“ auch „Noah und der Regenbogen“ vorgesehen ist; kompetenzseitig wird hier (katholisch) das Beschreiben unterschiedlicher Lebenswelten sowie Erwartungen/Interessen angebahnt und (evangelisch) die Deutung „des Regenbogens als Zusage Gottes an die Menschen“ benannt. Genau diese Linie setzt deine Reihe konsequent um: Die Kinder erzählen die Noah-Erzählung bildgestützt (Stunden 2–3) als „Chaosbild“ und deuten anschließend den Regenbogen als Zeichen der Zusage und des Neuanfangs (Stunde 4), ohne eine Straflogik zu erzeugen; damit wird die im Plan markierte Symboldeutung nicht nur erwähnt, sondern in einen klaren Lernweg (Chaos – Schutz – Neuanfang – Zeichen) überführt. Der zweite Schwerpunkt der Einheit – Versöhnung konkret einüben – ist ebenfalls curricular gut anschlussfähig, weil im Arbeitsplan an anderen Stellen Kompetenzen zur Störung von Beziehungen durch Schuld sowie Inhalte zu „Gefühlen … und Vergebung“ angelegt sind (z. B. im Kontext „Josef und seine Brüder“), und weil im Quartal 3.4 mit „Jakob und Esau“ ausdrücklich „Geschwisterstreit … Versöhnung“ als Lernanlass genannt wird: Deine Versöhnungsleiter und die Rollenspiele (Stunde 5) leisten hier eine sehr praxisnahe Umsetzung, indem Kinder Versöhnung als Schrittfolge erproben (Stopp – Ich-Satz – Zuhören – Entschuldigen – Wiedergutmachen – Neuanfang) und in einen persönlichen Neuanfang-Plan übertragen. Für eine Vertiefung (insbesondere in Klasse 2) passt außerdem der übergreifende Kompetenzhorizont, „biblische Erzählungen als Ausdruck grundlegender Erfahrungen menschlichen Lebens“ zu deuten (Quartal 4.1): Genau so wird die Sintflut in deiner didaktischen Reduktion behandelt – als starkes Erzählbild für „großes Durcheinander“, das Kinder mit eigenen Konflikt- und Ohnmachtserfahrungen verbinden können, während der Regenbogen als Hoffnungs- und Erinnerungszeichen den Transfer in den Alltag trägt. Quelle: Vorarbeiten für eine Handreichung Konfessionell-kooperativer Religionsunterricht Grundschule Saarland (Klasse 1–4), o. J.

Bezüge zum evangelischen Religionsunterricht

Sie dienen dir und deinen Kolleg:innen als Hilfe zur Erstellung schuleigener Arbeitspläne für konfessionellen Religionsunterricht in Kooperation (bspw. in Nordrhein-Westfalen) und Unterricht in gemischt-konfessionellen Lerngruppen.

Die Einheit „Nach dem Sturm kommt Farbe“ passt sehr gut zum Bildungsplan 2016 Evangelische Religionslehre (Klassen 1/2), weil sie konsequent von kindlichen Grunderfahrungen (Gefühle, Streit, Angst/Überforderung) ausgeht und diese religiös deutend mit einer biblischen Hoffnungsgeschichte verbindet. Inhaltlich knüpft sie im Standardbereich „Mensch“ an, weil die Kinder ihre eigenen Gefühle und Konflikterfahrungen wahrnehmen, versprachlichen und in ein achtsames Miteinander überführen (z. B. „Sturm in mir / Sturm zwischen uns“ und Versöhnungsschritte)

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. Besonders stimmig ist die biblische Anbindung: Noah wird im Bildungsplan explizit als Beispiel genannt, um Gottes Versprechen, dass er zu den Menschen steht, auf vielfältige Weise auszudrücken (Noah, Gen 6,5–9,17 in Auszügen) – genau hier setzt eure Regenbogen- und Hoffnungsarbeit an . Die Erschließung über Bildfolge, Ordnen, Nacherzählen und Deuten entspricht zudem direkt dem Kompetenzbereich „Bibel“: Kinder sollen biblischen Erzählungen zuhören, Geschichten in eigenen Worten nacherzählen, Bezüge zu eigenen Erfahrungen entdecken und Deutungen zum Ausdruck bringen – das leistet eure Bildsequenz-Arbeit (Stunden 2/6) samt Satzstartern und kreativer Sicherungen sehr passgenau . Der Regenbogen als Zeichen wird in der Einheit nicht nur gestaltet, sondern als Erinnerungszeichen gedeutet; damit werden prozessbezogene Kompetenzen besonders klar erreicht: Wahrnehmen und Darstellen (Gefühls- und Konfliktlagen beschreiben), Deuten (Symbol „Regenbogen“ und biblische Erzählung als Deutungshorizont verstehen), Urteilen (aus Erfahrungen wie Streit, Ungerechtigkeit, Hoffnung Handlungsmöglichkeiten entwickeln), Kommunizieren/Dialogfähig-Sein (Ich-Sätze, Zuhören, Perspektivwechsel), sowie Gestalten und Handeln (Hoffnungskarten, Versöhnungsleiter, Rollenspiel als Einübung von Handlungsoptionen) . Auch eure Erweiterungsoption „Schöpfung bewahren“ ist curricular anschlussfähig, weil der Bereich „Welt und Verantwortung“ in Klassen 1/2 die Wahrnehmung von Schönheit und Gefährdung der Welt, die Deutung der Welt als Schöpfung sowie verantwortliches Handeln gegenüber Menschen, Tieren und Pflanzen vorsieht – das lässt sich aus dem Noah-Bundgedanken („Ja zum Leben“) altersgemäß weiterführen . Didaktisch wichtig im evangelischen Kontext ist (und bei euch bereits angelegt), die Flut nicht als einfache Straflogik zu dramatisieren, sondern die Lernspur „Chaos – Schutz – Neuanfang – Zeichen – Versöhnung“ zu halten; damit bleibt die Deutung theologisch tragfähig und zugleich kindgerecht angstarm und kompetenzorientiert.
Quelle: Ministerium für Kultus, Jugend und Sport Baden-Württemberg: Bildungsplan 2016 – Evangelische Religionslehre Grundschule, Stuttgart 2016.

Die Einheit passt in Bayern sehr gut in den LehrplanPLUS Evangelische Religionslehre für die Jahrgangsstufen 1/2, weil sie zentrale Lern- und Kompetenzlinien des Faches bündelt: Lebenswelt (Gefühle/Streit), biblisches Erzählen/Deuten und handlungsorientierte Orientierung für das Miteinander. Besonders direkt trifft sie den Lernbereich „Mit anderen gut zusammenleben“: Die Kinder nehmen eigene Gefühle und Bedürfnisse wahr, bringen sie in Worte, erkennen Gefühle anderer, fragen nach Ursachen von Streit und entwickeln Handlungsmöglichkeiten zur Lösung – genau das bildet eure Lernspur „Sturm in mir / Sturm zwischen uns“ sowie die konkrete Einübung über Versöhnungsleiter und Rollenspiele ab. Dazu kommt der Kompetenzaspekt, Beziehungen als Grundlage gelingender Gemeinschaft zu verstehen und respektvoll-achtsam zu handeln – was ihr durch die wiederkehrende „Schutz im Chaos“-Logik (Draußen/Drinnen) und durch die vereinbarten Versöhnungsschritte besonders alltagsnah operationalisiert. Inhaltlich und kompetenzorientiert ist die Einheit außerdem gut im Lernbereich „Nach Gott fragen – Gott begleitet“ verankert: Kinder sollen eigene Vorstellungen von Gott in unterschiedlichen Formen ausdrücken, biblische Sprachbilder zur Gottesbeziehung mit eigenen Vorstellungen vergleichen und in biblischen Geschichten Antwortangebote auf die Frage nach Gottes verlässlicher Begleitung auch in schwierigen Situationen entdecken; eure Noah-Erzählspur (Chaos – Bewahrung – Neuanfang) leistet genau diese Begleitungs- und Zusageperspektive, und die Symbolarbeit am Regenbogen trainiert das „Denken in Zeichen“ als Zugang biblischer Symbolsprache. Dass in den in der Projektdatei abgebildeten Lehrplanauszügen 1/2 der Noah-Text nicht als verpflichtende Einzelgeschichte ausgewiesen ist, ist dabei kein Hindernis: Der Lehrplan fordert ausdrücklich den Umgang mit biblischen Sprachbildern/Symbolen und die Erschließung biblischer Geschichten als Deutungsangebote für schwierige Lebenssituationen – und genau dafür ist Noah ein tragfähiges Exempel. Hinzu kommt der Lernbereich „Die Bibel als besonderes Buch entdecken“: Dort geht es um die Bibel als „Geschichte Gottes mit den Menschen“ und um Grunderfahrungen (z. B. Angst/Vertrauen, Angenommensein, Vergebung) in biblischen Geschichten; eure Bildfolge, das Ordnen/Nacherzählen, das Deuten (Chaosbild; Zeichencharakter) und das Übertragen auf die Klasse sind eine sehr passende Kompetenz-Umsetzung. Ebenfalls curricular stimmig ist die Anbindung an „Unsere Welt – Gottes Schöpfung“: Die Kinder nehmen die Welt in Schönheit und Verletzlichkeit wahr, bringen Gedanken kreativ zum Ausdruck und entwickeln Möglichkeiten, ihre Welt mitzugestalten; eure Erweiterungsoption „Schöpfung bewahren“ sowie der Fokus „Gott sagt Ja zum Leben“ lässt sich hier schlüssig als Transferperspektive anschließen (z. B. Lebensschutz, achtsamer Umgang mit Wasser/Lebensmitteln als konkrete Gestaltungsdimension). Schließlich ist die Leitidee „Weg aus Angst hin zu Mut und neuem Leben“ als theologische Hoffnungsspur im bayerischen Lehrplan auch über Lernbereich „Jesus Christus – Gott wird Mensch“ anschlussfähig (als thematische Resonanz, nicht als Ersatz): Dort wird beschrieben, dass in Passion/Ostern ein Weg „aus Trauer, Angst und Tod hin zu Mut und neuem Leben“ sichtbar wird – eure Einheit arbeitet altersgemäß mit derselben Grundbewegung (Sturm/Chaos → Schutz → Neuanfang) und stärkt so religiöse Deutekompetenz und Handlungsorientierung.
Quelle: Staatsinstitut für Schulqualität und Bildungsforschung (ISB) Bayern: LehrplanPLUS PDF-Sammlung – Lehrplanauszüge Grundschule Evangelische Religionslehre 1/2, Stand 14.10.2025.

Die Einheit „Nach dem Sturm kommt Farbe“ ist im EKBO-Rahmenlehrplan (der als Teil C für Berlin gilt) sehr gut anschlussfähig, weil sie genau die leitende Struktur der sieben Lebensfragen aufgreift: Ausgehend von kindlichen Erfahrungen (Gefühle, Streit, Angst/Überforderung) führt sie in eine biblische Deutungsperspektive (Noah/Chaos–Schutz–Neuanfang) und zurück in alltagspraktisches Handeln (Versöhnungsschritte). Inhaltlich liegt der stärkste Anker in Lebensfrage 3 – Fragen nach einem gelingenden Miteinander: Der Rahmenlehrplan beschreibt hier explizit, dass Kinder Gewalt und ungelöste Konflikte erleben, und dass der Religionsunterricht biblische Geschichten bereitstellt, die vom Streiten und Sich-Versöhnen, vom Schuldig-Werden und Verzeihen erzählen und so Kriterien für lebensförderndes Handeln sichtbar machen – genau das operationalisiert eure Versöhnungsleiter samt Rollenspielen und Transfer in den Klassenalltag. Gleichzeitig ist die Einheit klar an Lebensfrage 2 – Fragen nach dem Umgang mit Veränderungen anschließbar, weil sie die Grundbewegung „Chaos – Warten – Neuanfang“ als Bewältigung von Umbrüchen aufgreift: Der Lehrplan markiert hier das Symbol „Weg“, thematisiert Aufbruch/Umkehr, Hoffnung angesichts des Nicht-Planbaren und die Frage, wie Lebenswege gestaltet werden können – eure Lernspur (Sturm → Schutz → Neuanfang) passt in diese Deutungslinie sehr stimmig. Besonders überzeugend ist eure starke Symbol- und Sprachspur („Sturm“ als Bild für innere/soziale Dynamiken; „Regenbogen“ als Zeichen der Hoffnung): Der Rahmenlehrplan betont Religionsunterricht als Sprachschule und hebt hervor, dass religiöse Sprache Metaphernsprache ist und als Zeichensystem gelernt werden muss; zudem sind für Jg. 1–6 verbindliche Inhalte wie „Für Gott eine Sprache finden – Metaphern und Bilder“ vorgesehen – das wird durch eure Bildarbeit, Merksätze und Deutungsgespräche sehr gut eingelöst. Kompetenzerwartungen lassen sich im EKBO-Modell direkt an euren Methoden ablesen: Wahrnehmen und deuten (Gefühle/Streit als existenziell bedeutsame Phänomene wahrnehmen; Regenbogen als Zeichen deuten), Erzählen und darstellen (Bildfolge ordnen, nacherzählen, darstellen), Urteilen und kommunizieren (Konflikte sprachlich klären, Ich-Sätze, Zuhören, Aushandeln von „Was hilft?“) sowie Teilhaben und gestalten (Hoffnungskarten, Klassenplakat, Versöhnungsplan als handlungsorientierte Gestaltung). Zusätzlich stärkt ihr verbindliche Inhaltsfelder für Jg. 1–6 wie „Gotteserfahrungen in biblischen Erzählungen von Neid und Streit“, „Ohne Regeln geht es nicht – Dekalog und Goldene Regel“ sowie „Schuld, Beichte, Versöhnung“, weil eure Einheit Konfliktdynamiken nicht moralisch abkürzt, sondern konkret bearbeitbar macht (Stopp–Ich-Satz–Zuhören–Wiedergutmachen–Neuanfang) und damit Regel- und Versöhnungskompetenz praktisch einübt.
Quelle: Evangelische Kirche Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz (EKBO): Rahmenlehrplan für den Evangelischen Religionsunterricht in den Jahrgangsstufen 1 bis 10, 2. überarbeitete Auflage 2024, Berlin 2024.

Für Brandenburg ist die Einheit sehr gut anschlussfähig, weil der Rahmenlehrplan der EKBO ausdrücklich als Teil C des staatlichen Rahmenlehrplans gilt und im Dokument eigene „Regelungen für das Land Brandenburg“ ausweist. Inhaltlich trifft eure Lernspur besonders die Struktur über die Lebensfragen: Mit „Sturm in mir / Sturm zwischen uns“ und der Versöhnungsleiter arbeitet ihr direkt in Lebensfrage 3 (Fragen nach einem gelingenden Miteinander) – hier kann der RU Konflikt, Schuld/Verletzung, Verzeihen und Neuanfang als lebensrelevante Deutungsthemen bearbeiten und in alltagsfähige Schritte übersetzen (Stopp – Ich-Satz – Zuhören – Wiedergutmachen – Neuanfang). Gleichzeitig liegt ein starker Anker in Lebensfrage 2 (Fragen nach dem Umgang mit Veränderungen), weil eure Sequenz „Chaos – Warten – Neuanfang“ die Erfahrung aufnimmt, dass etwas aus dem Ruder läuft, und nach Wegen sucht, wie Leben wieder geordnet und hoffnungsvoll weitergehen kann; das passt besonders gut zu dem verbindlichen Inhalt „Teschuwa/Umkehr – Fehler machen und neu anfangen“, den ihr in Stunde 5 sehr konkret und kindgerecht umsetzt. Für die Kompetenzseite passt eure Methodik nahezu lehrbuchhaft zum Kompetenzmodell mit den vier Bereichen Wahrnehmen und deuten, Erzählen und darstellen, Urteilen und kommunizieren sowie Teilhaben und gestalten: (1) Wahrnehmen/Deuten über Wetter-/Gefühlskarten, „Sturm“-Metapher und Symboldeutung Regenbogen; (2) Erzählen/Darstellen über Bildfolge ordnen, nacherzählen, mit Sprechblasen/Standbildern arbeiten; (3) Urteilen/Kommunizieren über Gesprächsregeln, Perspektivwechsel, Auswertung der Rollenspiele („Welcher Schritt hat geholfen?“); (4) Teilhaben/Gestalten über Hoffnungskarten, Klassenplakat und die sichtbare Versöhnungsleiter als Handlungsorientierung für den Alltag. Besonders stark ist zudem eure konsequente Symbol- und Sprachbildung: Der Rahmenlehrplan setzt für Jg. 1–6 verbindlich „Für Gott eine Sprache finden – Metaphern und Bilder“ und fördert damit genau das, was ihr mit der Leitmetapher „Sturm“ und dem Zeichen „Regenbogen“ (als Erinnerungszeichen für Hoffnung/Neuanfang) einübt.
Quelle: Evangelische Kirche Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz (EKBO): Rahmenlehrplan für den Evangelischen Religionsunterricht in den Jahrgangsstufen 1 bis 10, 2. überarbeitete Auflage 2024, Berlin 2024.

Die Einheit „Nach dem Sturm kommt Farbe“ ist für Hessen sehr gut anschlussfähig, weil sie den im Kerncurriculum angelegten Zusammenhang aus Lebenswelt – biblischer Tradition – Deutung – Handeln konsequent umsetzt: Kinder nehmen eigene Gefühle und Konflikterfahrungen wahr („Sturm in mir / Sturm zwischen uns“), erschließen daran eine biblische Geschichte als Deutungsangebot (Noah/Flut als Chaosbild; Schutz in der Arche; Neuanfang) und übertragen die gewonnenen Einsichten in konkretes Handeln (Versöhnungsleiter, Rollenspiele, Neuanfang-Plan). Inhaltlich verortet sich die Reihe besonders stimmig in den Inhaltsfeldern „Mensch und Welt“, „Bibel“ und „Gott“: Im Feld „Mensch und Welt“ geht es um Identität, Leben in Gemeinschaft, Möglichkeiten und Grenzen sowie um Haltungen und Handlungskonzepte im Miteinander – genau das bearbeitet eure Einheit über die sprach- und bildgestützte Arbeit an Gefühlen, Streitmustern und Versöhnungsschritten. Im Feld „Bibel“ wird ausdrücklich erwartet, dass biblische Erzählungen als überlieferte Erfahrungen von Menschen mit Gott erschlossen, in die Gegenwart übertragen und gedeutet werden; eure Bildfolge (ordnen – erzählen – deuten) erfüllt diesen Zugang sehr klar. Dass Noah als geeigneter biblischer Bezug in der Primarstufe vorgesehen ist, wird im hessischen Leitfaden zudem ausdrücklich durch die Nennung „Noah (1. Mose 6–9)“ in den biblischen Bezügen bestätigt – die Auswahl der Noah-Erzählung ist also curricular naheliegend. Das Feld „Gott“ passt, weil der Regenbogen als Zeichen nicht nur gebastelt, sondern als Ausdruck von Gottesbeziehung und Hoffnungsdeutung bearbeitet wird (Gottes Zuwendung, Orientierung durch Gotteserfahrungen in biblischen Geschichten, Kommunikation auch mithilfe von Symbolen). Kompetenzbezogen greift die Einheit mehrere hessische Kompetenzbereiche in einer sehr „sichtbaren“ Lernprogression auf: Wahrnehmen und beschreiben (Gefühle/„Sturm“-Metapher, Konfliktsituationen erkennen), Fragen und begründen (Warum wird es „stürmisch“? Was hilft? Was bedeutet ein Zeichen?), Deuten und verstehen (Bibelgeschichten als Gotteserfahrungen einordnen und deuten; Symbol Regenbogen als Hoffnungszeichen verstehen), Kommunizieren und Anteil nehmen (Ich-Sätze, Zuhören, Perspektivwechsel; Möglichkeiten verantwortungsvollen Umgangs miteinander sprachlich aushandeln), Ausdrücken und gestalten (Hoffnungskarten/Plakat als gestaltender Ausdruck religiöser Deutung) sowie Handeln und teilhaben (Versöhnungsschritte praktisch erproben; verantwortliches Handeln im Miteinander). Gerade die Versöhnungsleiter und die Rollenspiel-Übungen sind dabei eine sehr passende Konkretisierung des Standards, „Möglichkeiten verantwortungsvollen Umgangs miteinander zu kommunizieren und Anteil zu nehmen“ – und sie machen Kompetenzzuwachs im Unterricht gut beobachtbar (wie ihr es in Evaluation/Sicherung ohnehin angelegt habt).

Quelle: Hessisches Kultusministerium: Bildungsstandards und Inhaltsfelder – Das neue Kerncurriculum für Hessen, Primarstufe, Evangelische Religion, Wiesbaden 2011.
Quelle: Institut für Qualitätsentwicklung (IQ) Hessen: Leitfaden – Maßgebliche Orientierungstexte zum Kerncurriculum, Primarstufe, Evangelische Religion, Wiesbaden 2011.

Die Einheit „Nach dem Sturm kommt Farbe“ passt in Mecklenburg-Vorpommern sehr gut zum didaktischen Grundmodell „Erfahrung – Erinnerung – Erneuerung“: Kinder starten bei eigenen „Sturm“-Erfahrungen (Gefühle, Streit), beziehen diese auf biblische Erinnerungen und gewinnen daraus Handlungsoptionen für Neuanfang und Versöhnung. Inhaltlich lässt sich schon Stunde 1 („Sturm in mir / Sturm zwischen uns“) unmittelbar an das Themenfeld „Vertrauen erfahren, Vertrauen schenken“ anschließen, weil hier Angsterfahrungen sprachfähig gemacht und Vertrauen als Gegenbewegung erschlossen wird; eure Wetter-/Gefühlssprache und die Metapher „Sturm“ bilden dafür einen sehr kindgerechten Zugang. Für die Stunden 2–4 (Chaosbild Wasser/Schutz/Neuanfang, Zeichenarbeit) ist die Reihe ebenfalls gut kompatibel, weil der Rahmenplan darauf zielt, dass Kinder ausgewählte biblische Geschichten kennen, Erfahrungen mit ihnen verknüpfen und vor allem religiöse Symbole sowie die Bild- und Zeichensprache des Glaubens erschließen; genau das leistet eure Arbeit mit Bildfolgen (ordnen/nacherzählen), dem Schema „Draußen–Drinnen“ (Chaos/Schutz) und der Deutung des Regenbogens als Zeichen der Hoffnung und Verlässlichkeit. Besonders stark ist die Anschlussfähigkeit der Stunden 5–6 (Versöhnungsleiter, Rollenspiele, Neuanfang-Plan), weil das Kernthema „Streiten und Vertragen – Aggression und Konflikte“ ausdrücklich auf die Einsicht und Einübung zielt, dass Streit gewaltfrei bearbeitet und Versöhnungsschritte gelernt werden können – eure Leiter (Stopp, Ich-Satz, Zuhören, Entschuldigen, Wiedergutmachen, Neuanfang) macht diese Kompetenz für Kinder praktisch handhabbar und im Alltag abrufbar. Insgesamt fördert die Einheit damit in MV zentral: religiöse Sprach- und Deutekompetenz (Metaphern/Symbole verstehen und nutzen), Erzählkompetenz (Bibelgeschichte erschließen und wiedergeben) sowie personale und soziale Kompetenz (Gefühle wahrnehmen, Konflikte bearbeiten, Versöhnung einüben).

Quelle: Ministerium für Bildung, Wissenschaft und Kultur des Landes Mecklenburg-Vorpommern: Rahmenplan Grundschule – Evangelische Religion, Schwerin (Rahmenplan / rp-evrel-gs).

Die Einheit „Nach dem Sturm kommt Farbe“ ist im Kerncurriculum Evangelische Religion Grundschule Niedersachsen (Doppeljahrgänge 1/2) sehr gut anschlussfähig, weil sie exemplarisch zeigt, wie prozessbezogene und inhaltsbezogene Kompetenzen miteinander verschränkt aufgebaut werden: Ausgehend von kindlichen Erfahrungen (Gefühle, Streit, Überforderung) werden biblische Deutungsangebote erschlossen (Noah/Flut als Chaosbild; Arche als Schutzraum; Regenbogen als Zeichen) und in handlungsfähige Schritte für den Alltag übertragen (Versöhnungsleiter, Rollenspiele, Neuanfang-Plan). Inhaltlich greift die Einheit zuerst den Kompetenzbereich „Nach dem Menschen fragen“ auf, weil Kinder ihre Gefühle (Wut, Angst, Traurigkeit) wahrnehmen und ausdrücken, Erfahrungen in Gemeinschaft (Klasse/Freundschaft) reflektieren und daraus eine achtsame Haltung gegenüber anderen entwickeln – eure Stunde 1 („Sturm in mir / Sturm zwischen uns“) mit Sprachhilfen und Visualisierungen trifft diesen Zugang sehr direkt. Sie passt zugleich stark zu „Nach Gott fragen“, weil für Schuljahrgang 1/2 ausdrücklich biblische Gottesvorstellungen wie „Gott begleitet, bewahrt, hilft“ als Lerninhalt vorgesehen sind – mit Noah (Gen 6,1–9,17 in Auszügen) als exemplarischem Bibeltext; eure Symbolarbeit am Regenbogen und die Lernspur „Chaos – Schutz – Neuanfang“ konkretisieren diese Gottesvorstellung kindgerecht, ohne in eine einfache Straflogik zu kippen. Ein dritter, besonders tragfähiger Anker liegt im Bereich „Nach der Verantwortung des Menschen in der Welt fragen“: Für 1/2 werden dort ausdrücklich „Regeln und Rituale“, „Konfliktsituationen in der Lebenswelt“, sowie „Streit und Versöhnung“ genannt; genau hier setzt eure Versöhnungsleiter an, indem sie Konflikte als lernbare Situationen bearbeitet und Versöhnungsschritte praktisch einübt (Stopp – Ich-Satz – Zuhören – Entschuldigen – Wiedergutmachen – Neuanfang). Kompetenzbezogen fördert die Einheit damit sehr klar die fünf prozessbezogenen Kompetenzbereiche des niedersächsischen Kerncurriculums: Wahrnehmungs- und Darstellungskompetenz (Gefühle/„Sturm“-Metapher wahrnehmen und ausdrücken), Deutungskompetenz (biblische Geschichte und Symbol „Regenbogen“ verstehen und auf Lebenssituationen beziehen), Gestaltungskompetenz (Hoffnungskarten/Plakat als Ausdruck religiöser Deutung), Dialogkompetenz (Kreisgespräch, Perspektivwechsel, sprachlich gestützte Versöhnungsdialoge) und Urteilskompetenz (Strategien zur Konfliktlösung begründet auswählen und reflektieren, „welcher Schritt hat geholfen?“).

Quelle: Niedersächsisches Kultusministerium: Kerncurriculum für die Grundschule – Evangelische Religion (Anhörfassung), Niedersachsen 2019 (Stand: 04.09.2019).

Die Einheit „Nach dem Sturm kommt Farbe“ ist im Lehrplan Evangelische Religionslehre Primarstufe NRW sehr gut verankert, weil sie die im Lehrplan beschriebenen Bereiche integrativ verbindet: Ausgehend von kindlichen Grunderfahrungen (Wut, Angst, Traurigkeit; Streit in der Klasse) erschließen die Kinder biblische Deutungsangebote und übersetzen diese in Orientierung für ihr Handeln. Besonders stark ist die Passung zum Bereich „Miteinander leben in Gottes Schöpfung“ (Ich – Du – Wir): Hier sollen Kinder von frohen und traurigen Erlebnissen mit anderen erzählen und Gefühle benennen, menschliche Grundfragen des Zusammenlebens (auch in Texten) ermitteln und mit eigenen Erfahrungen vergleichen sowie an konkreten Situationen gemeinschaftsförderliches und gemeinschaftshinderliches Verhalten unterscheiden – genau das leisten Stunde 1 („Sturm in mir / Sturm zwischen uns“) und die durchgängige Konfliktspur bis hin zur Versöhnungsleiter. Auch der Schritt, aus erarbeiteten Einsichten christliche Wegweisungen für gelingendes Zusammenleben abzuleiten (z. B. Goldene Regel/10 Gebote) ist mit eurer Sicherung „Was hilft, damit Sturm kleiner wird?“ und der verbindlichen Vereinbarung „Stopp – Ich-Satz – Zuhören“ sehr gut anschlussfähig. Inhaltlich trägt die Einheit außerdem den Bereich „Die Frage nach Gott“: Im Teilbereich „Reden von Gott“ sollen Kinder eigene Gottesvorstellungen entwickeln, sie mithilfe von Bildern/Symbolen/Metaphern ausdrücken und mit biblischen Vorstellungen ins Gespräch bringen – eure konsequente Symbol- und Bildspur (Sturm als Metapher; Regenbogen als Zeichen) erfüllt diese Kompetenz sehr passend. Im Teilbereich „Gott begleitet auf dem Lebensweg“ ist zentral, dass Kinder an biblischen Beispielen Gottvertrauen, Trost und Zuversicht in schwierigen Lebenssituationen erschließen; eure Deutung der Sintflut als „Chaosbild“ (ohne Katastrophendramatisierung) und der Weg über Schutz, Warten und Neuanfang hin zum Regenbogen als Hoffnungszeichen konkretisieren genau diese Zielrichtung. Der Bereich „Die Bibel“ wird durch eure Bildfolge-Arbeit (ordnen – erzählen – deuten – übertragen) ebenfalls klar erreicht: Die Kinder erfahren biblische Texte als Deutungsangebote, üben Nacherzählen und begreifen, dass biblische Texte Auslegung brauchen und unterschiedliche Deutungen ermöglichen – was ihr über Merksätze, richtig/falsch-Aussagen und gemeinsame Deutungssicherung methodisch gut abbildet. Schließlich lässt sich die Regenbogenarbeit zusätzlich an „Kirche und Gemeinde“ rückbinden, weil der Lehrplan fordert, religiöse Bilder, Gegenstände, Zeichen und Symbole wahrzunehmen und ihre Bedeutung zu erläutern: Der Regenbogen wird bei euch genau so als Erinnerungszeichen verstanden und in den Alltag der Klasse (Plakat/Hoffnungskarten) überführt. Insgesamt fördert die Einheit damit im NRW-Sinn besonders sichtbar: Wahrnehmen und sprachlich Ausdrücken (Gefühle/Konflikte), Erzählen und Darstellen (Bibelgeschichte), Deuten (Symbol/Zeichen), Kommunizieren und begründet Handeln (Versöhnungsschritte einüben und reflektieren) – und sie ist dadurch sowohl kompetenzorientiert als auch in der Schuleingangsphase sehr praktikabel.

Quelle: Ministerium für Schule und Bildung des Landes Nordrhein-Westfalen: Lehrplan für die Primarstufe in Nordrhein-Westfalen – Fach Evangelische Religionslehre (Auszug aus Heft 2012 der Schriftenreihe „Schule in NRW“, RdErl. v. 01.07.2021), Düsseldorf 2021.

Die Einheit „Nach dem Sturm kommt Farbe“ ist im Teilrahmenplan Evangelische Religion für die Grundschule Rheinland-Pfalz sehr gut anschlussfähig, weil sie die dort angelegte Kompetenzorientierung konsequent umsetzt: vom Wahrnehmen eigener Erfahrungen über das Erschließen biblischer Deutungsangebote hin zu handlungsleitenden Konsequenzen im Klassenalltag. Bereits Stunde 1 („Sturm in mir / Sturm zwischen uns“) trifft den Kern von Kompetenz 1 („eigenes Selbst- und Weltverständnis wahrnehmen, zum Ausdruck bringen und an biblischen Texten spiegeln“): Kinder nehmen Gefühle wie Wut/Angst/Traurigkeit wahr und artikulieren sie (verbal/nonverbal) und lernen, Grunderfahrungen in Beziehung zu biblischen Erzählwelten zu setzen. Besonders stark ist eure Symbol- und Sprachspur (Sturm-Metapher, Regenbogen als Zeichen), weil sie direkt Kompetenz 2 adressiert („Grundformen religiöser Sprache … in Symbolen … unterscheiden, deuten und gestalten“): Ihr macht Bildhaftigkeit von Sprache explizit, arbeitet mit biblisch-christlichen Symbolen (hier besonders „Wasser“ und „Regenbogen“) und führt die Kinder vom Wahrnehmen über das Deuten zum Gestalten (Hoffnungskarten/Plakat). Inhaltlich ist die Reihe zudem klar im Gegenstandsbereich „Frage nach verantwortlichem Handeln in der Welt“ verankert: Der Orientierungsrahmen nennt für die Klassen 1/2 ausdrücklich „Aggression und Konflikte“ sowie „Möglichkeiten des friedvollen Umgangs miteinander“ – genau das operationalisiert eure Versöhnungsleiter (Stopp – Ich-Satz – Zuhören – Entschuldigen – Wiedergutmachen – Neuanfang) samt Rollenspielen und Reflexion („Welcher Schritt hat geholfen?“). Zusätzlich passt eure Wasser-/Chaos-Perspektive (ohne Katastrophendramatisierung) sehr gut zu der ebenfalls für 1/2 vorgesehenen Anknüpfung „Wasser als kostbares Gut“ und ermöglicht einen sinnvollen Anschluss (z. B. achtsamer Umgang mit Wasser/Leben schützen). Dass „Gottes Bund mit Noah“ in den Anregungen eher für 3/4 ausgewiesen wird, steht der Verwendung in 1/2 nicht entgegen, weil der Rahmenplan Noah zugleich als verpflichtend einzubeziehenden biblischen Text nennt; eure didaktische Reduktion (Chaosbild – Schutz – Warten – Neuanfang – Zeichen) ist dafür gerade im Anfangsunterricht sehr passend. Kompetenzseitig wird darüber hinaus Kompetenz 3 berührt (zentrale Motive des Glaubens wie Angenommensein, Schuld/Vergebung, Nächstenliebe beschreiben): Eure Einheit führt den theologischen Kern „Gott sagt Ja zum Leben“ nicht abstrakt ein, sondern macht ihn als Hoffnung und Neuanfang im Miteinander konkret, wodurch Kinder aus dem Glauben heraus Orientierung für Konflikte gewinnen. Schließlich unterstützt ihr auch Kompetenz 6 (lebensförderliche und lebensfeindliche Ansprüche unterscheiden), indem Kinder Unfrieden/Unrecht benennen, Alternativen erproben und daraus handlungsfähige Vereinbarungen für die Klasse ableiten. Insgesamt ist die Passung in Rheinland-Pfalz besonders stark, weil eure Einheit genau die im Rahmenplan genannten allgemeinen Handlungen im RU sichtbar macht: wahrnehmen und beschreiben, deuten und verstehen, gestalten und handeln, kommunizieren und beurteilen sowie teilhaben und entscheiden – und diese Schritte über die sechs Stunden hinweg systematisch aufbaut.

Quelle: Ministerium für Bildung, Wissenschaft, Jugend und Kultur Rheinland-Pfalz: Teilrahmenplan Grundschule – Evangelische Religion, Mainz (TRP_Re_ev_GS).

Die Einheit „Nach dem Sturm kommt Farbe“ ist im saarländischen Lehrplan Evangelische Religion Grundschule sehr gut anschlussfähig, weil sie die dort angelegte Verbindung von Lebenswelt, Bibelbezug, Symbolverstehen und sozialem Lernen konsequent ausbuchstabiert. Schon euer Einstieg „Sturm in mir / Sturm zwischen uns“ trifft den Lernbereich „Ich – Du – Wir“ (Klassenstufen 1/2) direkt: Kinder sollen existentielle Gefühle wie Angst, Mut, Freude und Leid artikulieren und einfache Regeln für das Zusammenleben entwickeln – genau das leisten eure Wetter-/Gefühlskarten, Satzstarter und die Sammlung „Was hilft, damit Sturm kleiner wird?“. Inhaltlich trägt die Noah- und Regenbogenperspektive im Saarland besonders stark über den Bereich Symbol- und Deutekompetenz: Der Lehrplan benennt den Regenbogen ausdrücklich als Symbol der Erhaltung der Schöpfung und betont, dass bei der Erarbeitung der Noah-Erzählung vom Ende her zu lesen ist – von Gottes Zusage, dass die Lebensgrundlagen (Saat/Ernte, Jahreszeiten) Bestand haben; das passt punktgenau zu eurer Deutung „Gott sagt Ja zum Leben – Neuanfang ist möglich“ und stützt eure Entscheidung, die Flut nicht zu dramatisieren, sondern als „Chaosbild“ zu erschließen und konsequent auf Schutz/Neuanfang zuzuführen. Noch konkreter wird die Passung im Lernbereich „Feste und Feiern – Erntedank“ (Klassenstufen 1/2): Dort ist als verbindliche Kompetenzerwartung formuliert, dass Kinder den Regenbogen als Zeichen der Zusage Gottes deuten, die Lebensgrundlagen von Menschen und Tieren zu erhalten – mit dem expliziten Bibelbezug Gen 9,12–17. Eure Stunde 4 (Zeichenbegriff klären, Deutung sichern, Hoffnungskarte gestalten) setzt diese Kompetenz praktisch exakt um. Kompetenzorientiert passt eure ganze Unterrichtslogik zudem zu den prozessorientierten Kompetenzen des Saarland-Lehrplans: Ihr arbeitet sichtbar mit Wahrnehmen und Beschreiben (Gefühle/Konflikte wahrnehmen und versprachlichen), Verstehen und Deuten (biblische Geschichte und Symbol als Deutungsangebote erschließen und mit eigenen Erfahrungen verknüpfen), Kommunizieren und Teilhaben (Zuhören, Ich-Sätze, Perspektivwechsel, Auswertung „Welcher Schritt hat geholfen?“) sowie Gestalten und Handeln (Hoffnungskarten, Klassenplakat, Versöhnungsleiter als handlungsleitende Struktur). Sehr stimmig ist auch eure Bildfolgen-Arbeit (ordnen, erzählen, sichern, wiederholen in der Werkstatt), weil der Lehrplan die Bibeldidaktik ausdrücklich als variantenreich und kindgerecht (mit Bildern/Imagination/Identifikation) beschreibt und grundlegende Bibelkompetenzen wie „mit Hilfe von Bildern Bibelgeschichten nacherzählen“ und „biblische Erzählungen/Symbole altersgemäß deuten“ als Zielperspektive der Grundschule formuliert.

Quelle: Ministerium für Bildung und Kultur des Saarlandes: Lehrplan Evangelische Religion – Grundschule, Saarbrücken 2016.

: Die Einheit „Nach dem Sturm kommt Farbe“ ist im sächsischen Lehrplan Evangelische Religion (Klassenstufen 1/2) sehr gut anschlussfähig, weil sie die dort angelegte Grundbewegung „Erfahrungen aussprechen – religiöse Dimension entdecken – im Dialog mit der christlichen Tradition deuten – für das Leben Orientierung gewinnen“ konsequent umsetzt.

Inhaltlich trifft ihr Einstieg „Sturm in mir / Sturm zwischen uns“ den Lernbereich „Miteinander leben“ besonders direkt: Für 1/2 werden Zugehörigkeit zur Gemeinschaft, die schützende Funktion von Gemeinschaft, Regeln für ein achtsames Miteinander sowie das Wahrnehmen und Ausdrücken von Gefühlen und Bedürfnissen als zentrale Lernziele/Lerninhalte ausgewiesen – genau das leisten Wetter-/Gefühlskarten, Satzstarter, Tafelspur und eure Sammlung „Was hilft, damit Sturm kleiner wird?“. Eure Versöhnungsleiter (Stopp–Ich-Satz–Zuhören–Entschuldigen–Wiedergutmachen–Neuanfang) setzt außerdem die im Lehrplan betonte Entwicklung eines eigenen Umgangs mit Angst, Leid und Konflikten sehr praxisnah um und macht dabei überfachliche Ziele wie Kommunikationsfähigkeit, Sozialkompetenz und Werteorientierung sichtbar erreichbar. Der Lernbereich „Nach Gott und dem Sinn der Welt fragen“ wird durch eure Zeichen- und Deutearbeit ebenfalls gut bedient: Der Lehrplan zielt in der Schuleingangsphase darauf, dass Kinder Gottes Zusage/Liebe als lebensstärkende Perspektive kennenlernen und existenzielle Fragen kindgerecht (auch im Sinn eines ersten „Theologisierens“) bearbeiten; eure Regenbogen-Stunde (Zeichenbegriff klären, Deutung sichern, Hoffnungskarte als Lernanker) passt hier als Symbol- und Deutekompetenz sehr stimmig hinein – auch wenn „Regenbogen/Noah“ nicht als festes Beispiel im 1/2-Teil ausgewiesen ist, erfüllt eure Einheit genau die intendierte Kompetenzrichtung „Zusage Gottes – Hoffnung – Neuanfang“ in einer für Kinder nachvollziehbaren Bildsprache. Für den Lernbereich „Die biblische Botschaft kennen lernen“ ist euer methodischer Zugriff (Bildfolge ordnen, erzählen, deuten, übertragen; Werkstatt zur Sicherung) klar lehrplankonform, weil der Lehrplan in 1/2 durchgehend mit den Operatoren „Einblick gewinnen“, „Kennen“, „Übertragen“ und „Sich positionieren“ arbeitet: Genau diese Progression bildet ihr ab, indem Kinder erst Erlebnisse beschreiben, dann biblische Bilder als Deutungsangebote erschließen und schließlich handlungsorientiert Konsequenzen für das Klassenleben entwickeln.

Quelle: Sächsisches Staatsministerium für Kultus: Lehrplan Grundschule – Evangelische Religion (2004/2009/2019), Dresden 2019 (in Kraft seit 1. August 2019).

Die Einheit „Nach dem Sturm kommt Farbe“ passt in Sachsen-Anhalt sehr gut, weil der Fachlehrplan (Grundschule) die Entwicklung religiöser Kompetenzen ausdrücklich über die Bereiche „Sinnangebote und Orientierungshilfen“, „Erschließen biblischer Texte“, „Christliche Ethik“ sowie „Religiöse Sprache und Symbole“ anlegt – und eure Reihe genau diese Bereiche in einer klaren Lernprogression verbindet: von der Lebenswelt über die biblische Deutung hin zur Handlungskompetenz. Inhaltlich ist eure Noah-Spur (Chaos – Schutz – Warten – Neuanfang) im Bereich „Erschließen biblischer Texte“ unmittelbar anschlussfähig, weil hier für Ende Schuljahrgang 2 erwartet wird, dass Kinder sich mit Handlungsweisen in biblischen Geschichten auseinandersetzen und diese mit eigenen Erfahrungen vergleichen, Erlebnisse aus der eigenen Lebenswelt in biblischen Geschichten wiederfinden und verstehen, wie in biblischen Geschichten von Gott und Gottes Verheißungen geredet wird; zudem ist Noah ausdrücklich als „Anfangsgeschichte“ als flexibel anwendbares Grundwissen benannt. Eure Bildfolgenarbeit (ordnen – erzählen – deuten) und das Schema „Draußen Chaos – drinnen Schutz“ treffen diese Anforderungen sehr direkt. Besonders stark ist die Passung im Bereich „Christliche Ethik“: Für Schuljahrgang 2 ist dort u. a. vorgesehen, friedliche Lösungen für Alltagskonflikte zu beschreiben, Verhalten in Alltagserzählungen und biblischen Geschichten mit eigenen Vorstellungen zu vergleichen und zu beurteilen sowie Gottes Liebe als Grundlage zwischenmenschlicher Beziehungen zu erkennen. Genau das setzt ihr mit der Versöhnungsleiter (Stopp – Ich-Satz – Zuhören – Entschuldigen – Wiedergutmachen – Neuanfang) und den kurzen Rollenspiel-Übungszyklen praktisch um; zugleich wird der Transfer in den Klassenalltag (Neuanfang-Plan, Vereinbarungen) als „Handlungswissen“ gesichert. Ebenso präzise anschlussfähig ist eure Regenbogen-Stunde im Bereich „Religiöse Sprache und Symbole“: Der Lehrplan fordert für Ende Jg. 2 den Umgang mit biblischen Sprachbildern und Symbolen (ausgewählte Symbole verstehen), eigene Erfahrungen in biblischen Klage-/Dank-/Vertrauensäußerungen wiederzufinden sowie eigene Gottesvorstellungen zu äußern; als Grundwissen sind ausdrücklich biblische Sprachbilder wie „Arche“ und „Bund“ sowie Symbole wie „Regenbogen“ genannt. Eure Deutung „Regenbogen = Zeichen, das an Gottes Zusage und Hoffnung erinnert“ (mit klarer sprachlicher Sicherung und anschließendem Gestalten als Lernanker) erfüllt diese Symbol- und Deutekompetenz sehr passgenau. Kompetenzbezogen lässt sich die Einheit insgesamt direkt an die prozessbezogenen Kompetenzdimensionen des Lehrplans anschließen: religiöse Wahrnehmung (religiösen Gehalt von Erfahrungen erschließen; Sinngehalt von Symbolisierungen erkennen), religiöse Deutung (Orientierung entwerfen, nach Gottes Zuwendung fragen, Gefährdungen und Grenzen des Lebens in Sinnzusammenhänge einordnen), religiöse Gestaltung (eigene Ausdrucksformen finden; religiöse Symbolik in eigenen Lebenssituationen anwenden) und religiöse Urteilskompetenz (ethische Handlungs- und Wertorientierungen erkennen und begründet vertreten). Damit ist eure Reihe für Sachsen-Anhalt sowohl inhaltlich als auch kompetenzorientiert sehr gut lehrplankonform – und gerade für Klasse 1/2 didaktisch stimmig, weil sie angstarm erzählt, stark visualisiert und konsequent auf Neuanfang und Versöhnung hin arbeitet.

Quelle: Ministerium für Bildung des Landes Sachsen-Anhalt: Fachlehrplan Grundschule – Evangelischer Religionsunterricht, Stand 01.08.2019 (In Kraft seit 2007, Anpassung 2019), Magdeburg 2019.

Die Einheit „Nach dem Sturm kommt Farbe“ ist in Schleswig-Holstein sehr gut anschlussfähig an die Fachanforderungen Evangelische Religion Primarstufe, weil sie die dort beschriebenen prozessbezogenen Kompetenzen sichtbar durchdekliniert: Kinder wahrnehmen und darstellen (Gefühle/„Sturm“-Metapher benennen, Konfliktsituationen beschreiben), deuten (biblische Geschichte als Deutungsangebot verstehen; Regenbogen als religiös bedeutsames Zeichen erschließen), kommunizieren (Gesprächsregeln, Ich-Sätze, Zuhören, Perspektivwechsel), gestalten (Hoffnungskarten/Plakat als Ausdruck eigener Deutung) und urteilen (Konfliktlösungen begründet auswählen, „welcher Schritt hat geholfen?“). Inhaltlich ist die Reihe besonders im inhaltsbezogenen Kompetenzbereich „Die Frage nach dem Menschen und dem richtigen Handeln“ verankert, weil ihr Streit nicht moralisch abkürzt, sondern als reale Lebenssituation aufgreift und in eine konkrete Handlungsorientierung überführt (Versöhnungsleiter: Stopp – Ich-Satz – Zuhören – Entschuldigen – Wiedergutmachen – Neuanfang). Gleichzeitig liegt ein sehr tragfähiger Anker im Kompetenzbereich „Die Frage nach Gott“: Die Fachanforderungen machen deutlich, dass Kinder sich mit der Vielschichtigkeit biblischer Rede von Gott auseinandersetzen sollen (z. B. Gott als Bewahrer/Retter – exemplarisch u. a. an Noah) und dass biblische Erzählungen als Sprachangebote für elementare menschliche Gefühle und Fragen erschlossen werden; genau dazu passt eure angstarm erzählte Noah-Spur (Chaosbild – Schutzraum – Warten – Neuanfang) und die Deutung des Regenbogens als Zeichen der Hoffnung und Verlässlichkeit. Zudem bedient die Einheit den Bereich „Religiöse Schriften und Ausdrucksformen“ besonders überzeugend: Ihr arbeitet konsequent mit Bildfolge, Erzählgerüsten und Symbolarbeit und macht damit erfahrbar, wie religiöse Sprache in Bildern, Zeichen und Metaphern Sinn eröffnet – ohne dass Kinder schon abstrakt-theologisch argumentieren müssen. Insgesamt ist die Einheit damit in Schleswig-Holstein sehr lehrplankonform: Sie verbindet biblisches Lernen, Symbolkompetenz und ethisches Lernen so, dass Kinder sowohl religiöse Deutefähigkeit als auch konkrete Friedens- und Versöhnungskompetenz für den Klassenalltag entwickeln.

Quelle: Ministerium für Bildung, Wissenschaft und Kultur des Landes Schleswig-Holstein: Fachanforderungen Evangelische Religion Primarstufe/Grundschule, Kiel 2020.

Die Einheit „Nach dem Sturm kommt Farbe“ passt in Thüringen sehr gut in den Lehrplan Evangelische Religionslehre (Grundschule), insbesondere in den Lernbereich „Die Frage der Kinder nach Gott und den Menschen“. Dort wird ausdrücklich darauf abgezielt, dass Kinder ausgehend von ihren eigenen Fragen und Vorstellungen („Warum gibt es Krieg und Streit?“, „Warum gibt es Naturkatastrophen?“) mit biblischen Geschichten ins Gespräch kommen und deren Grunderfahrungen (Angst und Mut, Verzweiflung und Hoffnung, Freude und Klage) als lebensrelevante Orientierung entdecken. Genau das leistet eure Lernspur „Sturm in mir – Sturm zwischen uns – Sturm in der Welt“: Sie nimmt kindliche Konflikt- und Überforderungsgefühle ernst, erschließt die Sintflut als starkes Chaosbild (ohne Dramatisierung) und führt konsequent zur Perspektive „Schutz – Warten – Neuanfang“. Inhaltlich ist die Noah-Erzählung im Lehrplan zudem direkt anschlussfähig, weil in der Sachkompetenz für die Schuleingangsphase ausdrücklich genannt wird, dass Kinder Grunderfahrungen in Geschichten des Alten Testaments wiedererkennen sollen, u. a. „Schuld und Angst (z. B. Noah)“, und zugleich „Möglichkeiten zur Lösung von Konflikten“ nennen bzw. beschreiben sollen – das trifft eure Versöhnungsarbeit (Versöhnungsleiter, Rollenspiel, Neuanfang-Plan) sehr präzise. Ebenso stark ist die Passung der Symbolarbeit: In der Sachkompetenz wird ausdrücklich gefordert, biblische Zusagen „mit Hilfe von Symbolen“ zu verstehen und zu deuten, exemplarisch genannt wird „Gottes Bund im Regenbogen“; eure Stunde 4 (Zeichenbegriff klären, Deutung sichern, Hoffnungskarte gestalten) erfüllt diese Kompetenz unmittelbar und macht sie für Kinder handlungsfähig. Methodenkompetenz wird durch eure durchgängige Visualisierung ebenfalls sehr gut aufgebaut (Bilder ordnen, biblische Geschichten nacherzählen, religiöse Sprache und Symbole deuten, darstellendes Spiel erproben), während die Selbst- und Sozialkompetenz durch die alltagsnahe Konfliktbearbeitung und das Einüben von Hilfe, Verantwortung und Rücksichtnahme gestärkt wird (zuhören, um Entschuldigung bitten, Wiedergutmachen vereinbaren, gemeinsam zu einem Neuanfang kommen). Insgesamt trifft die Einheit damit in Thüringen sowohl die inhaltlichen Anknüpfungen (AT-Geschichten als Orientierungsangebote; Noah; Bund/Regenbogen; Konflikt und Versöhnung) als auch die Kompetenzlogik (Sach-, Methoden-, Selbst-/Sozialkompetenz) sehr stimmig.

Quelle: Thüringer Ministerium für Bildung, Wissenschaft und Kultur: Lehrplan für die Grundschule und für die Förderschule mit dem Bildungsgang der Grundschule – Evangelische Religionslehre, Erfurt 2010.

Heterogenität

Die Einheit ist von ihrem Grundverständnis her inklusiv und offen angelegt. Sie trägt der Tatsache Rechnung, dass Kinder mit unterschiedlichen religiösen, sprachlichen, kognitiven, motorischen sowie emotional-sozialen Voraussetzungen am Religionsunterricht teilnehmen.

  • Religiöse Vielfalt: Die Einheit wird so formuliert, dass sie in religiös gemischten Lerngruppen einladend bleibt. Die Lehrkraft spricht daher bewusst in einer offenen, nicht vereinnahmenden Weise: „Für Christen ist der Regenbogen in der Noahgeschichte ein Zeichen für Gottes Versprechen und Hoffnung.“ Kinder anderer religiöser oder nichtreligiöser Hintergründe dürfen ergänzen, welche Hoffnungszeichen sie kennen oder welche Bedeutungen Regenbogen in ihrem Leben haben (z. B. „nach dem Regen wird es wieder hell“, „Farben machen Mut“). Wichtig ist dabei eine klare Gesprächsregel: Deutungen werden respektvoll gehört, niemand muss sich religiös positionieren. Zugleich bleibt die fachliche Spur der Stunde 4 gesichert (Regenbogen als Zeichen im biblischen Text), indem sie über Merksatz und AB 4 gemeinsam festgehalten wird.

  • Sprachliche Vielfalt: In dieser Einheit werden Aufgaben so gestaltet, dass Kinder mit unterschiedlichen Deutschkenntnissen (DaZ/DaF) und unterschiedlicher Sprachentwicklung sicher mitarbeiten können. Zentral ist, dass Antworten nicht nur schriftlich möglich sind: Bei AB 1 („Sturm in mir / Sturm zwischen uns“) können Kinder Gefühle und Situationen zeichnen oder passende Wetter-/Gefühlssymbole auswählen. Bei der Bildfolge in Stunden 2 und 6 ist das Erzählen auch mündlich möglich; Satzstarter („Zuerst… Dann… Danach… Am Ende…“) und eine kleine Wortbank (z. B. Regen, Wasser, Arche, warten, helfen, Regenbogen, neu anfangen) unterstützen. In Stunde 3 (T‑Chart „Draußen/Drinnen“) können Kinder Begriffe aus Wortkarten zuordnen statt frei schreiben. In Stunde 4 erleichtern klare, kurze Aussagen bei AB 4 sowie der gemeinsame Merksatz die Symboldeutung. In Stunde 5 werden Rollenspiele durch feste Satzbausteine („Stopp“, „Ich fühle…“, „Es tut mir leid…“) sprachlich abgesichert. Insgesamt werden kurze Operatoren verwendet (ankreuzen, malen, verbinden, ordnen), damit Aufgaben verständlich bleiben und sprachliche Hürden nicht das religiöse Lernen blockieren.

  • Motorische Unterstützung: Die Materialien und Aufgabenformate können so angepasst werden, dass Kinder mit feinmotorischen Schwierigkeiten (z. B. beim Schneiden, Kleben, Schreiben) ohne Frust mitarbeiten können. Bei der Bildfolge (Stunden 2/6) können Bilder als Sticker oder bereits vorgeschnittene Kärtchen bereitliegen; alternativ wird die Bildfolge als Drag-&-Drop (interaktives PDF/Whiteboard/Tablet) angeboten. Statt langer Schreibaufträge reichen Ankreuzen, Verbinden, Stempeln oder das Ergänzen einzelner Wörter. In Partnerarbeit übernimmt ein Kind die Schneide-/Klebeaufgabe, das andere erzählt oder ordnet (Rollenverteilung). Auch bei der Regenbogenkarte (Stunde 4) kann mit breiten Stiften, vorgedruckten Farbbögen oder Klettpunkten gearbeitet werden. Wichtig ist, dass das Lernziel (erzählen, deuten, übertragen) im Mittelpunkt bleibt – nicht die Basteltechnik.

  • Kognitive Differenzierung: Die Einheit ermöglicht unterschiedliche Zugänge zur gleichen Kernidee, indem Umfang und Anspruch der Aufgaben flexibel variiert werden. Bei der Bildfolge (Stunden 2 und 6) arbeiten einige Kinder mit einer reduzierten Sequenz von 4 Schlüsselbildern (Unrecht/Streit – Noah/Arche – Regen/Flut – Regenbogen/Neuanfang), während andere die komplette 8er-Sequenz ordnen und zusätzlich 1 Satz pro Bild formulieren. In Stunde 3 (T-Chart „Draußen/Drinnen“) reicht auf Basisebene das Eintragen von 2–3 Begriffen oder das Zuordnen von Wortkarten; auf Erweiterungsebene ergänzen Kinder eine Transferzeile („Bei uns schützt…“) oder formulieren einen kurzen Zusammenhangssatz („Wenn es draußen Chaos ist, hilft drinnen…“). In Stunde 4 wird AB 4 in zwei Niveaus angeboten: Basisversion mit wenigen, klaren Aussagen zum Ankreuzen/Zuordnen; Erweiterung mit zusätzlicher Aufgabe („Schreibe einen Satz: Der Regenbogen ist ein Zeichen für…“) bzw. einer Begründung („…weil…“). Für schnelle Kinder eignen sich kleine Zusatzaufträge, die nah am Unterricht bleiben: eine eigene Deutung auf der Regenbogenkarte präzisieren, ein Missverständnis erklären („Warum heißt das nicht: nie mehr Streit?“) oder ein Beispiel für Neuanfang/Versöhnung aus dem Schulalltag notieren. So können alle Kinder die zentrale Deutung (Hoffnung/Neuanfang) erreichen, ohne über- oder unterfordert zu werden.

  • Emotionale und soziale Inklusion: Die Einheit achtet darauf, dass Kinder sich emotional sicher fühlen und sozial teilhaben können, ohne sich preisgeben zu müssen. Deshalb gilt in Gesprächsphasen (besonders Stunde 1 und Stunde 5): Niemand muss eigene Konflikte erzählen; Beiträge dürfen auch allgemein bleiben („Manche Kinder…“, „In der Pause…“) und es gibt eine klare Pass-Option. Bei sensiblen Themen (Streit, Ausgeschlossensein, Angst) steuert die Lehrkraft die Gesprächsführung eng, achtet auf wertschätzende Reaktionen und stoppt abwertende Kommentare sofort. Zum Flut-Thema werden Bilder und Sprache bewusst angstarm gewählt: keine dramatischen Darstellungen, keine Details von Zerstörung; die Sintflut wird als „großes Durcheinander“ beschrieben und immer mit dem Gegenbild „Schutz“ (Arche) verbunden (Stunden 2–3). Kinder, die sich ängstigen, können in stillen Formaten arbeiten (z. B. Bilder ordnen, malen, Hoffnungskarte gestalten) und erhalten klare Orientierung („Wir schauen nur dieses Bild an – danach sprechen wir über Schutz und Neuanfang“). Sozial unterstützt die Reihe durch kooperative Aufgaben (Stunde 3) und die Rollenspiel-Organisation in Dreiergruppen (Stunde 5), sodass auch zurückhaltende Kinder zuerst beobachten und dann in kleinen Rollen aktiv werden können. So wird Inklusion praktisch: emotional geschützt, sozial beteiligt, ohne Überforderung.

Interdisziplinäres Arbeiten

  • Deutsch: Die Einheit bietet zahlreiche Anknüpfungspunkte für den Deutschunterricht, weil sie konsequent mit Bildern als Erzählanlass arbeitet. In den Stunden 2 und 6 üben die Kinder das Nacherzählen entlang der Bildfolge (mit Erzählschienen wie „Zuerst… Dann… Danach… Am Ende…“) und erweitern so Wortschatz, Satzbau und Erzählstruktur. In Stunde 3 können kurze Bildbeschreibungen („Ich sehe…“) und einfache Begründungen („…weil…“) angebahnt werden. Für Stunde 2 oder 3 eignet sich außerdem eine Sprechblasen-Aufgabe („Was sagen die Menschen? Was sagt Noah?“), sodass Kinder direkte Rede erproben, auch in vereinfachter Form (Malen + ein Wort/kurzer Satz). Die Regenbogen-Hoffnungskarte (Stunde 4) kann als Schreibanlass genutzt werden („Ich hoffe… / Ich wünsche…“), während in Stunde 5 dialogische Sprache für Konfliktlösung (Ich-Sätze, Entschuldigung) eingeübt wird. So werden Erzählen, Beschreiben und dialogisches Sprechen inhaltlich stimmig mit der Religionsstunde verknüpft.

  • Kunst/Werken: Im Kunstunterricht lässt sich die Einheit besonders gut vertiefen, weil der Regenbogen als Symbol sowohl farben- und formorientiert als auch bedeutungsorientiert gestaltet werden kann. Passend zu Stunde 4 können die Kinder eine Regenbogen-Hoffnungskarte künstlerisch ausarbeiten (Aquarell/Wachsmalkreide, Farbübergänge, Collage-Technik mit gerissenen Farbstreifen) und dabei üben, wie Farben „nach dem Sturm“ wieder Ruhe und Hoffnung ausdrücken. Aus den Karten kann im Klassenraum ein gemeinsames Werk entstehen: ein großes Regenbogen-Plakat („Unser Regenbogen-Weg zum Frieden“), in das die Karten oder Farbstreifen eingefügt werden. In Anknüpfung an Stunden 2–3 eignet sich außerdem eine Bildfolgen-Collage: Die Kinder kleben die Schlüsselbilder (4er- oder 8er-Sequenz) auf ein Leporello und ergänzen Hintergründe (Regen/Chaos – ruhigere Farben – Land/Grün – Regenbogen), sodass der Lernweg visuell erkennbar wird. Für differenzierte Zugänge bieten sich Materialvarianten an (Stempeln, Schablonen, Reißen statt Schneiden, große Formate), damit auch Kinder mit motorischen Hürden erfolgreich gestalten können.

  • Musik: Auch im Musikunterricht lässt sich die Einheit stimmig aufgreifen, vor allem über Klangbilder und kurze, strukturierte Geräuschimpulse, die den Lernweg der Reihe unterstützen. Passend zu Stunde 2 (Beginn der Sintflut) kann die Klasse ein kurzes „Regen wird stärker“-Klangbild gestalten: zuerst leises Tropfen (Finger schnipsen), dann stärkerer Regen (Finger auf Tisch), Wind (leises Rauschen), schließlich ein klares Stopp-Signal – verbunden mit der Beobachtungsfrage: „Wie klingt es, wenn es draußen chaotisch wird?“ In Stunde 3 (Warten im Chaos) kann ein zweites Klangbild den Wechsel verdeutlichen: „Draußen Sturm – drinnen ruhiger“ (z. B. zwei Klanggruppen: Außenklänge/Innenklänge). Dabei wird nicht dramatisiert, sondern der Gegensatz „Chaos – Schutz“ hörbar gemacht. Ergänzend lässt sich der Neuanfang in Stunde 4 musikalisch markieren: ein ruhiger Klangteppich, ein kurzes „Aufatmen“-Motiv oder ein einfaches Farben-Spiel („Welche Klangfarbe passt zu Hoffnung?“). Wichtig ist die klare zeitliche Begrenzung (1–3 Minuten) und die direkte Rückbindung an die Einheit („Was hat sich im Klang verändert – wie in der Geschichte?“). So wird Musik zu einem unterstützenden Zugang, der Wahrnehmung, Konzentration und Symbolverständnis fördert, ohne in Feierformen überzugehen.

  • Sachunterricht: Im Sachunterricht kann die Einheit besonders über Wetterphänomene und naturwissenschaftliche Basiserfahrungen vertieft werden – ohne den theologischen Kern zu ersetzen. Passend zu Stunde 2–3 (Regen/Sintflut als Chaosbild) können die Kinder Wetter- und Regensymbole kennenlernen (Wolkenarten in einfacher Form, Regenstärke, „viel Regen“ vs. „leichter Regen“) und beobachten, wie sich Wasser verhält (z. B. „Wasser sammelt sich“, „Wasser läuft ab“ – mit Schalen, Schwämmen, Papier). Der Schwerpunkt liegt dabei auf Wahrnehmung und Sprache: „Was passiert, wenn es lange regnet?“ – als sachunterrichtliche Ergänzung zur Bildarbeit. In direkter Anbindung an Stunde 4 eignet sich ein kurzes, leichtes Regenbogen-Experiment (Licht/Wasser): Regenbogenfoto vergleichen mit einem selbst erzeugten Farbspektrum (Taschenlampe + CD/Prisma; alternativ: Wassernebel im Sonnenlicht am Fenster). Die Kinder beschreiben, was sie sehen (Farben, Reihenfolge) und formulieren einfache Sachzusammenhänge („Licht kann sich in Farben zeigen“). Anschließend wird der Rückbezug zur Religionsstunde klar markiert: Im Sachunterricht erklären wir ein Naturphänomen – im Religionsunterricht deuten wir den Regenbogen als Zeichen der Hoffnung in der Noahgeschichte. So entsteht eine stimmige, überfachliche Verbindung, die den Lernweg der Einheit unterstützt.

  • Soziales Lernen: Die Einheit ist inhaltlich und methodisch eng mit sozialem Lernen verbunden, weil sie den biblischen Lernweg (Chaos → Schutz → Neuanfang) konsequent in Konfliktkompetenz übersetzt. In Stunde 1 wird soziales Lernen angebahnt, indem Kinder Gefühle wahrnehmen („Sturm in mir“) und typische Konfliktsituationen aus dem Klassenalltag benennen („Sturm zwischen uns“), ohne dass persönliche Geschichten offengelegt werden müssen. Daraus entstehen erste, alltagstaugliche „Hoffnungshelfer“ (z. B. Stopp, Abstand, Hilfe holen), die später wieder aufgegriffen werden. In Stunden 2–3 wird das Motiv „Schutz im Chaos“ sozialpädagogisch konkret: Die Kinder lernen am Gegensatz Draußen/Drinnen, dass Schutz nicht nur ein Ort ist, sondern auch durch Regeln, Zusammenhalt und gegenseitige Hilfe entsteht. In Stunde 5 wird soziales Lernen dann ausdrücklich handlungsorientiert: Mit der Versöhnungsleiter erhalten die Kinder ein gemeinsames, leicht verständliches Vorgehen zur Konfliktlösung (Stopp – Ich‑Satz – Zuhören – Entschuldigen – Wiedergutmachen – Neuanfang). Rollenspiele ermöglichen ein geschütztes Üben, und durch den Beobachterauftrag („Welcher Schritt hat geholfen?“) wird Empathie gefördert: Kinder achten darauf, wie es dem anderen geht und was Konflikte entschärft. Der Aspekt Wiedergutmachung wird konkret gefasst (z. B. etwas zurückgeben, helfen, einen Schaden reparieren, ein faires Angebot machen), damit Versöhnung nicht nur aus Worten besteht. Das Klassenplakat („Unser Regenbogen‑Weg zum Frieden“) und die Hoffnungskarten aus Stunde 4 dienen anschließend als praktische Erinnerungsstütze, sodass die erarbeiteten Schritte im Alltag der Klasse abrufbar bleiben.