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Primarstufe

Klassenstufe 1/2

Frage nach Gott

Staunen über Gottes Schöpfung

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Primarstufe

Klassenstufe 1/2 – Frage nach Gott

Staunen über Gottes Schöpfung

Die Welt mit allen Sinnen entdecken

Die Unterrichtseinheit „Staunen über Gottes Schöpfung – Die Welt mit allen Sinnen entdecken“ führt Kinder der ersten Klasse behutsam an eine religiöse Grundhaltung heran, die vom Wahrnehmen, Staunen und Wertschätzen der Welt geprägt ist. Ausgangspunkt sind die eigenen Erfahrungen der Kinder mit ihrer Umwelt: dem Schulhof, der Natur, vertrauten Wegen und alltäglichen Beobachtungen. Diese Erfahrungen werden bewusst aufgegriffen, vertieft und miteinander geteilt, sodass die Kinder lernen, ihre Wahrnehmungen ernst zu nehmen und sprachlich oder gestalterisch auszudrücken.

Im Zentrum der Einheit steht das Staunen als Zugang zum religiösen Lernen. Die Kinder erleben ihre Umwelt zunächst ohne Erklärung oder Bewertung. Erst im weiteren Verlauf wird eine religiöse Deutung als Angebot eingeführt: Christen glauben, dass diese Welt von Gott geschaffen ist. Diese Glaubensaussage wird nicht erläutert oder überprüft, sondern öffnet einen Deutungsraum, in dem die Welt als wertvoll und geschenkt wahrgenommen werden kann.

In der abschließenden Phase der Einheit wird das Staunen in Dank überführt. Die Kinder begegnen einem biblischen Schöpfungstext in Auszügen (Psalm 104) und erfahren, dass Menschen schon lange Worte gefunden haben, um Gott für die Welt zu danken. Eigene Dankgedanken knüpfen an diese biblische Sprache an und ermöglichen eine persönliche religiöse Antwort.

Die Unterrichtseinheit ist bewusst offen angelegt. Sie verzichtet auf festgelegte Ergebnisse und legt den Schwerpunkt auf Wahrnehmung, Austausch und persönliche Ausdrucksformen. Auf diese Weise unterstützt sie Kinder dabei, erste religiöse Deutungen zu entwickeln, ohne sie festzulegen oder zu überfordern.

Didaktische Perspektiven

Die Unterrichtsstunde folgt einem subjektorientierten Ansatz. Religiöses Lernen geschieht erfahrungsbezogen und nicht belehrend. Anschaulichkeit, Symbolik und sinnliche Zugänge stehen im Vordergrund, da sie Kindern dieser Altersstufe einen Zugang ermöglichen, der noch nicht stark sprachlich oder abstrakt geprägt ist. Die Lehrkraft übernimmt dabei eine moderierende Rolle: Sie eröffnet Erfahrungsräume (z. B. durch den Unterrichtsgang), schützt diese vor Überforderung und fasst am Ende Wahrnehmungen sprachlich zusammen, ohne sie zu bewerten.

Pädagogisch-didaktische Leitgedanken:

Das pädagogisch-didaktische Handeln in dieser Unterrichtseinheit ist darauf ausgerichtet, den Kindern einen offenen und erfahrungsbezogenen Zugang zum religiösen Lernen zu ermöglichen. Wahrnehmen und Staunen stehen am Anfang des Lernprozesses. Die Kinder sollen ihre Umwelt zunächst aufmerksam betrachten, ohne dass ihre Beobachtungen sofort eingeordnet, erklärt oder bewertet werden. Gefühle, Eindrücke und Entdeckungen dürfen für sich stehen und erhalten Raum im gemeinsamen Gespräch.

Die Einheit verzichtet bewusst auf eindeutige Ergebnisse oder richtige Antworten. Unterschiedliche Wahrnehmungen werden nebeneinander stehen gelassen und als gleichwertig anerkannt. Religiöse Deutungen werden nicht eingefordert, sondern als Angebote formuliert, die angenommen, weitergedacht oder auch offen gelassen werden können. Auf diese Weise wird vermieden, Kinder festzulegen oder zu überfordern.

Im Mittelpunkt steht der Lernprozess selbst. Entscheidend ist nicht ein sichtbares Produkt, sondern das bewusste Schauen, das Teilen von Eindrücken und das gemeinsame Innehalten. Die Lehrkraft achtet darauf, diesen Prozessen ausreichend Zeit zu geben und sie nicht zugunsten von Ergebnissen zu verkürzen. Eine ruhige, wertschätzende Lernatmosphäre bildet dabei die Grundlage dafür, dass Kinder sich äußern, einander zuhören und unterschiedliche Sichtweisen respektieren können.

Lebensweltbezug der Kinder:

Die Kinder begegnen der Schöpfung in ihrem unmittelbaren Lebensumfeld: auf dem Schulhof, im Park, auf dem Weg zur Schule oder im eigenen Garten. Diese vertrauten Räume werden im Unterricht bewusst neu wahrgenommen. Für die Durchführung ist es sinnvoll, den Klassenraum – wenn möglich – kurz zu verlassen oder mit Naturmaterialien zu arbeiten, damit Schöpfung nicht abstrakt bleibt, sondern konkret erfahrbar wird. Eigene Fundstücke oder ein sogenannter „Schatz im Kopf“ ermöglichen auch Kindern eine Teilnahme, die aus motorischen oder organisatorischen Gründen nichts mitbringen können.

Theologischer Kern:

Die Welt wird als gute Schöpfung verstanden. Diese Sichtweise greift die biblische Grundüberzeugung auf, dass die Welt nicht zufällig oder gleichgültig ist, sondern gewollt, bejaht und als „gut“ angesehen wird. Die Aussage „Gott hat die Welt gemacht“ wird nicht erklärt oder begründet, sondern als Glaubensaussage eingeführt, die einen Sinn- und Deutungsrahmen eröffnet. Sie lädt dazu ein, die Welt als Geschenk wahrzunehmen.

Dank und Staunen sind in diesem Zusammenhang grundlegende religiöse Antwortformen. Sie entsprechen biblischen Ausdrucksweisen, wie sie insbesondere in den Schöpfungspsalmen begegnen. Dort wird die Welt nicht erklärt, sondern in Bildern betrachtet, benannt und Gott dafür gelobt. Diese Form religiöser Sprache ist für Kinder der ersten Klasse gut anschlussfähig, da sie wahrnehmungsnah, bildhaft und wiederholend ist.

Innerhalb der Unterrichtseinheit bietet sich insbesondere in der dritten Stunde eine explizitere Anbindung an einen biblischen Text an. Psalm 104 eignet sich hierfür, da er zentrale Elemente der Schöpfung (Licht, Himmel, Wasser, Pflanzen, Tiere, Menschen) in einer Sprache aufgreift, die Staunen und Dank ausdrückt, ohne belehrend zu sein.

Methodische Hinweise

Die Unterrichtseinheit ist so angelegt, dass sie sich über mehrere Unterrichtsstunden entfalten kann. Wiederkehrende methodische Elemente (Sitzkreis, Naturerkundung, Schöpfungstisch, kurze Gesprächsphasen, Rituale) geben den Kindern Orientierung und Sicherheit. Gleichzeitig ermöglicht die offene Anlage der Einheit, Schwerpunkte je nach Lerngruppe, Jahreszeit oder Rahmenbedingungen zu variieren. Die Lehrkraft achtet darauf, Beobachtungs- und Austauschphasen nicht zu verdichten, sondern den Kindern Zeit zu lassen, eigene Wahrnehmungen zu entwickeln und zu teilen.

Differenzierungsmöglichkeiten:

Die Unterrichtseinheit ist so angelegt, dass Kinder mit unterschiedlichen Voraussetzungen auf vielfältige Weise teilnehmen können. Sprachliche Differenzierung erfolgt dadurch, dass Beiträge nicht zwingend sprachlich formuliert werden müssen. Satzanfänge wie „Ich staune über …“, „Ich freue mich über …“ oder „Das finde ich schön, weil …“ bieten sprachliche Orientierung, ohne Druck aufzubauen. Kinder können ihre Wahrnehmungen ebenso durch Zeigen, Legen von Materialien oder bildnerische Gestaltung ausdrücken.

Auch auf kognitiver Ebene eröffnet die Einheit unterschiedliche Zugänge. Während einige Kinder zunächst benennen, was sie sehen oder entdecken, können andere bereits beschreiben, vergleichen oder erste Begründungen formulieren. Diese unterschiedlichen Tiefen der Auseinandersetzung werden gleichwertig nebeneinander stehen gelassen. In späteren Phasen kann die Lehrkraft einzelne Impulse gezielt vertiefen, ohne die Offenheit der Einheit aufzugeben.

Soziale Differenzierung zeigt sich in der flexiblen Gestaltung der Arbeits- und Gesprächsformen. Gemeinsame Phasen im Sitzkreis wechseln sich mit Einzel- oder Partnerphasen ab. Das wiederholte Sammeln und gemeinsame Betrachten der Schöpfungstische unterstützt Kinder dabei, einander zuzuhören, Beiträge anderer wahrzunehmen und wertzuschätzen.

Symbolarbeit:

Der Schöpfungstisch bzw. das Bodenbild begleitet die gesamte Unterrichtseinheit. Er wird in jeder Stunde erweitert oder neu akzentuiert und dient als sichtbarer Lern- und Erinnerungsort. Naturmaterialien, Fundstücke oder Bilder machen die abstrakte Idee von „Schöpfung“ konkret und erfahrbar.

Gespräch & Reflexion:

Gesprächsphasen sind kurz, regelmäßig und offen angelegt. Die Lehrkraft greift Beobachtungen aus vorherigen Stunden wieder auf und verknüpft sie mit neuen Eindrücken. So entsteht über die Einheit hinweg eine vertiefende Reflexion, ohne dass einzelne Wahrnehmungen bewertet oder festgelegt werden.

Kreative Gestaltung & Bewegung:

Bewegung (Unterrichtsgang, Erkunden des Raumes) ist ein wiederkehrendes Element der Einheit. Kreative Gestaltungen wie freies Malen, Legen oder Sammeln können in einzelnen Stunden stärker oder schwächer gewichtet werden und dienen der Vertiefung sowie der Beruhigung.

Rituale & Struktur:

Wiederkehrende Rituale (Sitzkreis, kurzer Sprechvers, Stille) rahmen jede Stunde der Einheit. Sie schaffen Verlässlichkeit und helfen den Kindern, sich auf Inhalte einzulassen und Übergänge bewusst zu gestalten.

Verlaufsübersicht

Ziel der Stunde
Die Kinder nehmen ihre Umwelt bewusst mit allen Sinnen wahr und entdecken Dinge, über die sie staunen können. Sie erfahren, dass ihre Wahrnehmungen wichtig sind und geteilt werden dürfen.

Einstieg (ca. 5–7 Minuten)
Im Sitzkreis eröffnet die Lehrkraft die Einheit mit einem ruhigen Impuls (z. B. „Heute geht es ums Staunen“). Kurze Gesprächsanlässe („Worüber hast du dich schon einmal gewundert?“ / „Was findest du draußen schön?“) aktivieren Vorwissen und Erfahrungen. Bewertungen werden vermieden.

Erkundungsphase (ca. 15–20 Minuten)
Wenn möglich, verlässt die Lerngruppe kurz den Klassenraum (Schulhof, Garten, unmittelbare Umgebung). Die Kinder erhalten einen klaren Auftrag: einen kleinen Gegenstand finden oder einen „Schatz im Kopf“ sammeln, über den sie staunen. Vorab werden Regeln zum achtsamen Umgang mit der Natur besprochen. Alternativ wird im Klassenraum mit vorbereiteten Naturmaterialien gearbeitet.

Sammeln und Austauschen (ca. 10–12 Minuten)
Zurück im Sitzkreis legen die Kinder ihre Fundstücke auf ein Tuch in der Mitte oder erzählen von ihrem „Schatz im Kopf“. Satzanfänge („Ich staune über …“, „Ich freue mich über …“) unterstützen das Sprechen. Die Lehrkraft achtet auf eine ruhige Gesprächsführung und würdigt alle Beiträge.

Abschluss (ca. 3–5 Minuten)
Ein kurzer gemeinsamer Sprechvers, eine Stille oder eine einfache Dankformel markiert das Ende der Stunde. Der Schöpfungstisch bleibt im Raum stehen.

Ziel der Stunde
Die Kinder vertiefen ihre Wahrnehmungen, entdecken weitere Aspekte von Vielfalt und Schönheit und beginnen, diese als wertvoll zu betrachten.

Einstieg (ca. 5 Minuten)
Gemeinsamer Blick auf den bestehenden Schöpfungstisch. Kurze Erinnerung: „Was haben wir letzte Stunde gesammelt? Worüber haben wir gestaunt?“

Vertiefende Wahrnehmungsphase (ca. 15–20 Minuten)
Erneute Erkundung, ggf. an einem anderen Ort oder mit einem anderen Schwerpunkt (z. B. Geräusche, Farben, Formen). Alternativ: Arbeit mit Bildimpulsen oder zusätzlichen Materialien im Klassenraum.

Austausch und Erweiterung des Schöpfungstisches (ca. 10–12 Minuten)
Neue Eindrücke werden ergänzt. Die Lehrkraft lenkt den Blick behutsam auf Vielfalt (groß/klein, laut/leise, bunt/schlicht), ohne zu bewerten.

Behutsame religiöse Deutung (ca. 5–8 Minuten)
Die Lehrkraft bündelt die Eindrücke und formuliert eine kurze Deutung als Angebot (z. B. „Christen glauben: Gott hat diese Welt gemacht.“). Freiwillige Dankäußerungen sind möglich.

Abschluss (ca. 3–5 Minuten)
Ritual oder ruhige Phase; ggf. freies Malen zu „Ich staune über …“.

Ziel der Stunde
Die Kinder bringen ihr Staunen bewusst in eine Form des Dankens. Sie lernen einen biblischen Schöpfungstext in Auszügen kennen und erfahren, dass Menschen schon lange Worte gefunden haben, um Gott für die Welt zu danken.

Einstieg (ca. 5 Minuten)
Gemeinsamer Rückblick auf den Schöpfungstisch: „Was ist uns besonders wichtig geworden?“ Die gesammelten Dinge werden noch einmal betrachtet.

Begegnung mit Psalm 104 (ca. 10–15 Minuten)
Die Lehrkraft erklärt kurz, dass es in der Bibel Texte gibt, in denen Menschen Gott für die Welt danken. In kindgerechter Auswahl oder Nacherzählung werden einzelne Verse aus Psalm 104 vorgelesen oder gesprochen (z. B. zu Licht, Himmel, Wasser, Pflanzen, Tieren, Menschen). Der Text wird nicht analysiert. Die Kinder hören zu, wiederholen einzelne Wörter oder zeigen auf passende Dinge am Schöpfungstisch.

Mögliche Impulse:

  • „Was aus dem Psalm haben wir hier auf unserem Tisch?“

  • „Was davon kennst du aus deiner Welt?“

Gesprächs- und Vertiefungsphase (ca. 10 Minuten)
Die Kinder äußern, wofür sie Gott danken möchten. Eigene Dank-Sätze können gesprochen, diktiert oder mit Satzanfängen unterstützt werden („Danke, Gott, für …“).

Gestalterische Vertiefung (ca. 10–15 Minuten)
Die Kinder gestalten ein Bild, ein Dank-Blatt oder ein gemeinsames Klassen-Schöpfungslob, das Elemente aus Psalm 104 und eigene Worte verbindet.

Abschluss (ca. 5 Minuten)
Gemeinsamer Dank oder kurzer Psalmvers, Abschlussritual und bewusster Abschluss der Einheit.

Sicherung & Evaluation

Lernaufgaben

Die Lernaufgaben sind über die gesamte Unterrichtseinheit hinweg offen angelegt und orientieren sich an Wahrnehmung, Austausch und persönlichem Ausdruck. Sie sind nicht als schriftliche Arbeitsaufträge zu verstehen, sondern als Lerngelegenheiten im Unterrichtsprozess.

  • Die Kinder nehmen ihre Umwelt mit allen Sinnen wahr (sehen, hören, fühlen, riechen) und richten ihre Aufmerksamkeit bewusst auf Details.

  • Sie wählen Dinge oder Eindrücke aus, über die sie staunen, und bringen diese in geeigneter Form ein (Fundstück, Erzählung, Bild, Geste).

  • In der dritten Stunde formulieren die Kinder eigene Dankgedanken, angeregt durch die Begegnung mit Psalm 104.

  • Die Lernaufgaben ermöglichen unterschiedliche Beteiligungsformen und verzichten bewusst auf Vergleich oder Bewertung.

Sicherung

Die Sicherung erfolgt prozessbegleitend und gemeinschaftsbezogen, nicht über kontrollierende Ergebnisse.

  • Der Schöpfungstisch dient als zentrale Sicherungsform: Er sammelt die Wahrnehmungen der Kinder sichtbar und wächst über die Einheit hinweg.

  • Mündliche Beiträge („Ich staune über …“, „Danke, Gott, für …“) sichern das Erlebte sprachlich.

  • Gestalterische Produkte (Bilder, Dank-Seiten, gemeinsames Schöpfungslob) können ergänzend eingesetzt werden, sind jedoch optional.

Evaluation

Die Evaluation erfolgt informell und beobachtend und richtet sich nicht auf Leistung, sondern auf Beteiligung und Lernprozesse.

  • Die Lehrkraft beobachtet Aufmerksamkeit, Engagement und Bereitschaft zum Austausch.

  • Gesprächsrunden am Ende einzelner Stunden („Worüber hast du heute gestaunt?“) geben Einblick in individuelle Lernwege.

  • Rückmeldungen der Kinder werden genutzt, um Tempo, Methoden oder Schwerpunkte der Einheit ggf. anzupassen.

Materialien & Medien

Arbeitsblätter und Gestaltungsvorlagen

Die Materialien unterstützen die Kinder dabei, Wahrnehmungen zu sammeln, zu ordnen und sprachlich oder gestalterisch auszudrücken. Sie dienen nicht der Ergebniskontrolle, sondern der Vertiefung von Erfahrung, Austausch und religiöser Deutung. Die Auswahl ist bewusst überschaubar gehalten, damit die Materialien Orientierung geben und nicht vom eigentlichen Lernprozess ablenken.

  • Staun-Seite „Ich staune über …“
    Offene Gestaltungsseite mit viel freiem Platz zum Malen oder Zeichnen. Einsatz vor allem in Stunde 1 oder 2 zur individuellen Sicherung von Wahrnehmungen. Keine Linien oder Aufgabenstellungen, um Druck zu vermeiden.

  • Dank-Seite „Danke, Gott, für …“
    Gestaltungsblatt für Stunde 3. Kinder können einen Dank-Satz schreiben, diktieren oder malen. Motive wie Sonne, Wasser, Pflanzen oder Tiere können angedeutet sein und greifen Inhalte aus Psalm 104 auf, ohne Textvorgabe.

  • Satzstreifen / Satzkarten
    Kurze Satzanfänge zur sprachlichen Unterstützung:
    „Ich staune über …“
    „Ich freue mich über …“
    „Danke, Gott, für …“Einsatz im Sitzkreis oder am Schöpfungstisch, mündlich oder sichtbar ausgelegt.

  • Blanko-Blatt / Heftseite (Alternative)
    Als flexible Alternative zu vorbereiteten Vorlagen. Ermöglicht spontanes Malen oder Schreiben, wenn keine Kopien genutzt werden sollen.

Medien und Material

Die im Folgenden genannten Medien und Materialien sind eng auf die Ziele und Inhalte der Unterrichtseinheit abgestimmt. Sie unterstützen Wahrnehmung, Gespräch und religiöse Deutung und helfen den Kindern, ihre Erfahrungen zu ordnen und auszudrücken. Dabei steht nicht die Vollständigkeit oder Vielfalt der Materialien im Vordergrund, sondern ihre gezielte und ruhige Nutzung.

  • Schöpfungstisch / Bodenbild
    Zentrales Element der gesamten Einheit. Ein Tuch in der Mitte (z. B. grün, blau oder naturfarben) markiert den gemeinsamen Lernraum. Naturmaterialien und Fundstücke werden dort gesammelt und sichtbar gemacht. Der Tisch wächst über mehrere Stunden hinweg und dient als Lern- und Erinnerungsort.

  • Naturmaterialien
    Steine, Blätter, Zapfen, Federn oder kleine Äste aus der Umgebung. Sie ermöglichen sinnliche Wahrnehmung und konkrete Zugänge zum Thema Schöpfung.

  • Naturkiste (Alternative zum Unterrichtsgang)
    Vorbereitete Kiste mit Naturmaterialien für Schlechtwettertage oder für Lerngruppen, die den Klassenraum nicht verlassen können.

  • Lupen / Sammelschalen (optional)
    Zur genauen Betrachtung kleiner Naturgegenstände. Unterstützen das bewusste Sehen und Entdecken.

  • Biblischer Text: Psalm 104 (in Auswahl)
    Kindgerechte Auswahl oder Nacherzählung einzelner Verse (z. B. zu Licht, Wasser, Pflanzen, Tieren, Menschen). Der Psalm wird abschnittsweise eingebracht und mit dem Schöpfungstisch verknüpft. Eine Analyse des Textes erfolgt nicht.

  • Psalm- oder Wortkarten
    Karten mit einzelnen Worten oder sinngemäßen Zeilen aus Psalm 104 zur visuellen Unterstützung und Wiederholung.

  • Bildmaterial
    Naturbilder (Himmel, Wasser, Pflanzen, Tiere) zur Unterstützung der Wahrnehmung oder als Impuls, insbesondere in Stunde 2 oder 3.

Passende Materialien aus der ru-digital Mediendatenbank

Lehrplanbezüge & Kompetenzen

Bezüge zum katholischen Religionsunterricht bzw. zu den entsprechenden Unterrichten in den jeweiligen Bundesländern.

Die Einheit passt sehr gut in den Bildungsplan, weil sie den Kompetenzaufbau in Klasse 1/2 konsequent vom Wahrnehmen und Staunen her eröffnet und erst danach eine religiöse Deutung anbietet. Inhaltlich knüpft sie direkt an den Bereich „Welt und Verantwortung“ an, in dem Kinder für den Wert der Schöpfung sensibel werden und lernen sollen, Freude, Lob und Dank im Blick auf alles Lebendige auszudrücken. Genau dies geschieht durch den Unterrichtsgang, den Schöpfungstisch bzw. das Bodenbild sowie die wiederkehrenden Staun- und Dankrunden („Ich staune über …“, „Danke, Gott, für …“). Die zentrale Deutung der Einheit – die Welt als Geschenk – ist ausdrücklich anschlussfähig, da der Bildungsplan vorsieht, dass Kinder beschreiben, wie die Welt in biblischen Schöpfungstexten als Gabe Gottes verstanden wird. Die Formulierung „Christen glauben: Gott hat die Welt gemacht“ entspricht dabei der altersgemäßen Vorgabe, Glaubensaussagen als Deutungsangebote einzuführen, ohne sie zu erklären oder zu begründen. Kompetenzseitig werden insbesondere die prozessbezogenen Kompetenzen des Wahrnehmens und Darstellens (sinnliches Erkunden, Sammeln und Einbringen eigener Entdeckungen), des Deutens (erste religiöse Deutungen zur Welt als Schöpfung Gottes aufnehmen) sowie des Gestaltens (Schöpfungstisch, Bilder, Dankseiten, gemeinsames Schöpfungslob) gefördert. Mit der optionalen dritten Stunde zur Begegnung mit Psalm 104 wird zudem der biblische Lernbereich angebahnt: Die Kinder lernen, dass Menschen schon lange Worte gefunden haben, um Gott für die Welt zu danken, und bringen biblische Sprache mit eigenen Erfahrungen in Verbindung. Die Einheit eröffnet darüber hinaus erste Zugänge zur Verantwortung für die Schöpfung, indem sie achtsamen Umgang mit Natur thematisiert, ohne diesen normativ zu verengen.


Quelle: Ministerium für Kultus, Jugend und Sport Baden-Württemberg: Bildungsplan 2016 – Katholische Religionslehre Grundschule, Stuttgart 2016.

Die Unterrichtseinheit ist sehr gut an den LehrplanPLUS für den katholischen Religionsunterricht in der Grundschule anschlussfähig, da sie das religiöse Lernen in Jahrgangsstufe 1 konsequent von der kindlichen Wahrnehmung und Erfahrung her entwickelt. Inhaltlich knüpft sie insbesondere an den Lernbereich „Menschsein vor Gott“ sowie an den Themenkreis „Schöpfung – die Welt als Geschenk Gottes“ an. Der Lehrplan betont, dass Kinder ihre Umwelt staunend wahrnehmen und über Erfahrungen von Schönheit, Vielfalt und Lebendigkeit ins Fragen und Nachdenken kommen sollen; genau dies wird durch das bewusste Sehen, Hören, Fühlen und Sammeln von Eindrücken in der Einheit umgesetzt. Die Kinder erfahren, dass ihre persönlichen Wahrnehmungen wertvoll sind und im gemeinsamen Austausch Raum haben. Die behutsame religiöse Deutung „Christen glauben, dass Gott die Welt geschaffen hat“ entspricht dem bayerischen Anspruch, Glaubensaussagen nicht belehrend zu vermitteln, sondern als Deutungsangebote einzubringen, die an Erfahrungen anknüpfen. Mit der Begegnung mit Psalm 104 wird zudem der biblische Zugang eröffnet, indem die Kinder wahrnehmen, dass Menschen Gott seit jeher für die Welt danken und loben; der Psalm wird dabei nicht analysiert, sondern als poetische Sprache des Staunens und Dankens erfahrbar gemacht. Kompetenzbezogen fördert die Einheit vor allem die Fähigkeit, eigene Erfahrungen und Gefühle wahrzunehmen und auszudrücken, religiöse Deutungen kennenzulernen und mit eigenen Erfahrungen in Beziehung zu setzen sowie einfache Formen religiöser Sprache und Gestaltung zu erproben (z. B. Dank-Sätze, Bilder, Schöpfungstisch). Darüber hinaus werden dialogische und soziale Kompetenzen gestärkt, da die Kinder lernen, einander zuzuhören, unterschiedliche Wahrnehmungen stehen zu lassen und gemeinsame Rituale des Innehaltens und Dankens mitzugestalten. Die Einheit entspricht damit dem bayerischen Ziel, religiöse Sensibilität, Ausdrucksfähigkeit und erste religiöse Orientierung altersgemäß und erfahrungsbezogen aufzubauen.
Quelle: Bayerisches Staatsministerium für Unterricht und Kultus: LehrplanPLUS Grundschule – Katholische Religionslehre, München 2014.

Die Unterrichtseinheit weist eine hohe Passung zum Rahmenlehrplan für den Religionsunterricht in der Grundschule auf, da sie religiöses Lernen konsequent von den Erfahrungen und Wahrnehmungen der Kinder her entfaltet. Inhaltlich knüpft sie insbesondere an den Themenbereich an, in dem Kinder ihre Welt bewusst wahrnehmen, über Erfahrungen von Schönheit, Staunen und Dank ins Gespräch kommen und diese Erfahrungen in Beziehung zu religiösen Deutungen setzen. Der Rahmenlehrplan betont, dass Kinder lernen sollen, ihre Umwelt aufmerksam zu betrachten und darüber ins Fragen, Erzählen und Gestalten zu kommen; genau dies geschieht durch den sinnlichen Zugang, den Unterrichtsgang, das Sammeln von Eindrücken sowie den gemeinsamen Austausch im Sitzkreis. Die Einführung der Aussage „Christen glauben, dass Gott die Welt geschaffen hat“ entspricht dem Berliner Ansatz, religiöse Inhalte nicht normierend, sondern als eine mögliche Deutung von Welt anzubieten, die neben anderen Sichtweisen stehen darf. Mit der Begegnung mit Psalm 104 wird ein biblischer Text eingeführt, der in poetischer Sprache das Staunen über die Welt ausdrückt und damit besonders gut an die Erfahrungswelt von Kindern in Klasse 1 anknüpft. Kompetenzseitig fördert die Einheit vor allem die Fähigkeit, eigene Wahrnehmungen und Gefühle auszudrücken, religiöse Sprache hörend kennenzulernen, einfache religiöse Deutungen zu verstehen sowie sich gestalterisch und dialogisch mit religiösen Themen auseinanderzusetzen. Darüber hinaus werden soziale Kompetenzen gestärkt, indem Kinder lernen, einander zuzuhören, unterschiedliche Wahrnehmungen zu respektieren und gemeinsame Rituale des Innehaltens und Dankens zu gestalten. Die Einheit entspricht damit dem Berliner Anspruch eines offenen, erfahrungsbezogenen Religionsunterrichts, der religiöse Bildung als Deutungs- und Orientierungsangebot versteht.
Quelle: Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und Familie Berlin: Rahmenlehrplan Grundschule – Religionsunterricht, Berlin 2015.

Die Unterrichtseinheit lässt sich sehr gut an die Vorgaben des Rahmenplans für den Religionsunterricht in der Grundschule anknüpfen, da dieser einen stark erfahrungs- und subjektorientierten Zugang zum religiösen Lernen in den Klassen 1/2 betont. Inhaltlich greift die Einheit den im Rahmenplan zentralen Gedanken auf, dass Kinder ihre Lebenswelt aufmerksam wahrnehmen und über Erfahrungen von Staunen, Freude und Dank erste religiöse Zugänge entwickeln. Das bewusste Erkunden der Umgebung, das Sammeln von Eindrücken und das Teilen persönlicher Wahrnehmungen entsprechen dem Anspruch, religiöses Lernen an der konkreten Lebenswelt der Kinder zu verankern. Die Deutung der Welt als Schöpfung Gottes wird altersgemäß als Glaubensperspektive eingeführt und nicht erklärend oder belehrend entfaltet, was dem Rahmenplan entspricht, der religiöse Aussagen als Angebote versteht, die Kinder in Beziehung zu ihren Erfahrungen setzen können. Mit der Begegnung mit Psalm 104 wird ein biblischer Text aufgegriffen, der im Rahmenplan als Beispiel für eine poetische und bildhafte Ausdrucksform religiösen Glaubens anschlussfähig ist; die Kinder erfahren, dass Menschen Gott für die Welt danken und loben, und knüpfen daran mit eigenen Dankgedanken an. Kompetenzbezogen fördert die Einheit insbesondere die Fähigkeit, eigene Erfahrungen wahrzunehmen und sprachlich oder gestalterisch auszudrücken, religiöse Symbole und Texte in ihrer Grundbedeutung kennenzulernen sowie sich dialogisch mit anderen über religiöse Fragen auszutauschen. Darüber hinaus werden personale und soziale Kompetenzen gestärkt, indem Kinder lernen, ihre Sichtweisen einzubringen, andere wahrzunehmen und gemeinsame Rituale des Staunens und Dankens mitzugestalten. Die Einheit unterstützt damit die im Rahmenplan formulierte Zielsetzung, Kinder behutsam zu einer religiösen Deutungsfähigkeit und zu einer wertschätzenden Haltung gegenüber der Welt anzuleiten.
Quelle: Ministerium für Bildung, Wissenschaft und Kultur Mecklenburg-Vorpommern: Rahmenplan Grundschule – Katholischer Religionsunterricht, Schwerin 2019 (für Brandenburg entsprechend herangezogen).

t.b.a.

Die Unterrichtseinheit ist sehr gut mit den Fachanforderungen Religion für die Grundschule anschlussfähig, da sie religiöses Lernen konsequent erfahrungsbezogen, dialogisch und offen gestaltet. Inhaltlich knüpft sie an den Themenbereich an, in dem Kinder ihre Welt wahrnehmen, deuten und wertschätzen sowie religiöse Vorstellungen als mögliche Deutungen von Wirklichkeit kennenlernen. Das bewusste Staunen über Natur und Umwelt, das Sammeln und Betrachten von Fundstücken sowie der Austausch über persönliche Eindrücke entsprechen dem Hamburger Verständnis von religiöser Bildung als Auseinandersetzung mit Sinn- und Deutungsfragen ausgehend von der Lebenswelt der Kinder. Die Aussage „Christen glauben, dass Gott die Welt geschaffen hat“ wird im Sinne der Fachanforderungen nicht als Festlegung, sondern als religiöse Perspektive eingeführt, die neben anderen Sichtweisen stehen darf. Die Begegnung mit Psalm 104 unterstützt den vorgesehenen Zugang zu biblischen Texten als Ausdruck menschlicher Erfahrungen mit Gott, indem der Psalm als poetische Sprache des Staunens und Dankens erfahrbar wird. Kompetenzbezogen fördert die Einheit vor allem Wahrnehmungs- und Ausdruckskompetenzen, indem Kinder eigene Erfahrungen verbalisieren oder gestalterisch ausdrücken, sowie Deutungskompetenzen, indem sie religiöse Vorstellungen kennenlernen und mit eigenen Erfahrungen in Beziehung setzen. Ebenso werden Dialog- und Urteilskompetenzen angebahnt, da die Kinder lernen, unterschiedliche Wahrnehmungen zu akzeptieren, zuzuhören und sich respektvoll auszutauschen. Die Einheit entspricht damit dem Hamburger Ziel, religiöse Bildung als offenen Prozess zu gestalten, der Kinder zu Aufmerksamkeit, Wertschätzung und verantwortlichem Umgang mit ihrer Welt befähigt.
Quelle: Freie und Hansestadt Hamburg, Behörde für Schule und Berufsbildung: Fachanforderungen Religion Grundschule, Hamburg 2022.

Die Unterrichtseinheit ist sehr gut an die Kerncurricula und Leitlinien für den katholischen Religionsunterricht in der Grundschule anschlussfähig, da sie religiöses Lernen ausdrücklich von der Wahrnehmungs- und Erfahrungswelt der Kinder her entfaltet. Inhaltlich greift sie den im hessischen Curriculum zentralen Zugang auf, dass Kinder ihre Umwelt bewusst wahrnehmen, über Erfahrungen von Staunen, Schönheit und Dank ins Gespräch kommen und diese Erfahrungen schrittweise religiös deuten. Das Erkunden der Umgebung, das Sammeln von Eindrücken und das gemeinsame Betrachten am Schöpfungstisch entsprechen dem Anspruch, religiöse Themen lebensnah und handlungsorientiert zu erschließen. Die Aussage „Christen glauben, dass Gott die Welt geschaffen hat“ wird dabei – in Übereinstimmung mit den hessischen Vorgaben – als Glaubensperspektive eingeführt und nicht als erklärende oder überprüfbare Aussage vermittelt. Mit der Begegnung mit Psalm 104 wird ein biblischer Text aufgegriffen, der im hessischen Religionsunterricht der Eingangsstufe als poetische Ausdrucksform von Lob, Dank und Staunen vorgesehen ist und Kindern ermöglicht, biblische Sprache mit eigenen Erfahrungen zu verbinden. Kompetenzbezogen fördert die Einheit insbesondere die Wahrnehmungs- und Ausdruckskompetenz, indem Kinder Eindrücke benennen, darstellen und kreativ umsetzen, sowie die Deutungskompetenz, indem sie religiöse Vorstellungen von Schöpfung kennenlernen und in Beziehung zu ihrem eigenen Erleben setzen. Darüber hinaus werden kommunikative und soziale Kompetenzen gestärkt, da die Kinder lernen, einander zuzuhören, unterschiedliche Sichtweisen zu respektieren und gemeinsame Rituale des Innehaltens und Dankens zu gestalten. Insgesamt entspricht die Einheit dem hessischen Ziel, Kinder behutsam an religiöse Grundhaltungen wie Staunen, Dankbarkeit und Wertschätzung der Welt heranzuführen.
Quelle: Hessisches Kultusministerium: Kerncurriculum Katholische Religion Grundschule, Wiesbaden 2011.

 
Die Unterrichtseinheit passt sehr gut zum Rahmenplan für den katholischen Religionsunterricht in der Grundschule, da dieser für die Klassen 1/2 einen deutlich erfahrungsbezogenen, subjektorientierten und offenen Zugang zum religiösen Lernen vorsieht. Inhaltlich greift die Einheit den zentralen Ansatz des Rahmenplans auf, dass Kinder ihre Lebenswelt aufmerksam wahrnehmen, über Erfahrungen von Staunen, Freude und Dank sprechen und diese Erfahrungen schrittweise religiös deuten. Das bewusste Erkunden der Umgebung, das Sammeln und Betrachten von Naturmaterialien sowie der Austausch im Sitzkreis entsprechen dem Ziel, religiöse Lernprozesse eng an die konkrete Erfahrungswelt der Kinder zu binden. Die Einführung der Glaubensaussage „Christen glauben, dass Gott die Welt geschaffen hat“ ist anschlussfähig, da der Rahmenplan religiöse Aussagen ausdrücklich als Deutungsangebote versteht, die Kinder annehmen, weiterdenken oder offenlassen dürfen. Mit der Begegnung mit Psalm 104 wird ein biblischer Text aufgegriffen, der im Rahmenplan als geeignete Form religiöser Sprache für Kinder benannt ist: Der Psalm bringt Staunen, Lob und Dank über die Welt zum Ausdruck und ermöglicht es den Kindern, biblische Bilder mit eigenen Wahrnehmungen zu verknüpfen. Kompetenzbezogen fördert die Einheit insbesondere die Fähigkeit, eigene Erfahrungen wahrzunehmen und sprachlich oder gestalterisch auszudrücken, religiöse Symbole und Texte in ihren Grundbedeutungen kennenzulernen sowie sich dialogisch mit anderen über religiöse Fragen auszutauschen. Darüber hinaus werden personale und soziale Kompetenzen gestärkt, da die Kinder lernen, ihre eigenen Eindrücke einzubringen, andere Sichtweisen zu respektieren und gemeinsame Rituale des Innehaltens und Dankens mitzugestalten. Die Einheit unterstützt damit die Zielsetzung des Rahmenplans, Kinder behutsam zu religiöser Deutungsfähigkeit, Wertschätzung der Welt und Achtsamkeit gegenüber der Schöpfung hinzuführen.
Quelle: Ministerium für Bildung, Wissenschaft und Kultur Mecklenburg-Vorpommern: Rahmenplan Grundschule – Katholischer Religionsunterricht, Schwerin 2019.

Die Unterrichtseinheit weist eine sehr hohe Passung zum Kerncurriculum Katholische Religion für die Grundschule auf, da dieses für die Klassen 1/2 einen erfahrungsbezogenen und subjektorientierten Zugang zum religiösen Lernen vorsieht. Inhaltlich knüpft die Einheit besonders an den Bereich an, in dem Kinder ihre Lebenswelt wahrnehmen, beschreiben und als wertvoll erfahren sollen. Das bewusste Staunen über Natur und Umwelt, das Erkunden mit allen Sinnen sowie das Sammeln und Teilen persönlicher Eindrücke entsprechen dem Anspruch des Kerncurriculums, religiöse Lernprozesse an der konkreten Erfahrungswelt der Kinder zu verankern. Die Einführung der Glaubensaussage „Christen glauben, dass Gott die Welt geschaffen hat“ ist anschlussfähig, da das Curriculum vorsieht, dass Kinder religiöse Deutungen kennenlernen, ohne zu ihnen verpflichtet zu werden, und diese mit eigenen Erfahrungen in Beziehung setzen. Die Begegnung mit Psalm 104 greift den vorgesehenen Zugang zu biblischen Texten auf, die als Ausdruck von Lob, Dank und Staunen verstanden werden; der Psalm wird dabei nicht erklärend erschlossen, sondern als poetische Sprache erfahrbar gemacht. Kompetenzbezogen fördert die Einheit vor allem die Fähigkeit, eigene Wahrnehmungen und Gefühle auszudrücken, religiöse Symbole und Texte in ihren Grundbedeutungen kennenzulernen sowie erste religiöse Deutungen nachzuvollziehen. Darüber hinaus werden kommunikative und soziale Kompetenzen gestärkt, indem Kinder lernen, einander zuzuhören, unterschiedliche Wahrnehmungen stehen zu lassen und gemeinsam Rituale des Innehaltens und Dankens zu gestalten. Die Einheit unterstützt damit die Zielsetzung des niedersächsischen Kerncurriculums, Kinder zu Staunen, Wertschätzung und einem achtsamen Umgang mit der Welt anzuleiten.
Quelle: Niedersächsisches Kultusministerium: Kerncurriculum für die Grundschule – Katholische Religion, Hannover 2019.

Die Unterrichtseinheit ist sehr gut an den Lehrplan für den katholischen Religionsunterricht in der Grundschule anschlussfähig, da dieser für die Schuleingangsphase einen erfahrungsbezogenen, kindorientierten und offenen Zugang zu religiösem Lernen betont. Inhaltlich knüpft die Einheit insbesondere an den Inhaltsbereich an, in dem Kinder ihre Umwelt aufmerksam wahrnehmen, über Erfahrungen von Staunen, Freude und Dank sprechen und diese Erfahrungen in Beziehung zu religiösen Deutungen setzen. Das Erkunden der Umgebung, das Sammeln von Fundstücken sowie das gemeinsame Betrachten und Besprechen am Schöpfungstisch entsprechen dem Anspruch des Lehrplans, religiöse Lernprozesse an der Lebenswelt der Kinder auszurichten. Die Aussage „Christen glauben, dass Gott die Welt geschaffen hat“ wird im Sinne des nordrhein-westfälischen Lehrplans als Glaubensperspektive eingeführt, die Orientierung anbietet, ohne festzulegen oder zu überfordern. Mit der Begegnung mit Psalm 104 wird ein biblischer Text aufgegriffen, der den vorgesehenen Zugang zu biblischen Überlieferungen unterstützt, indem Kinder erfahren, dass Menschen Gott für die Welt loben und danken und dafür bildhafte Sprache verwenden. Kompetenzbezogen fördert die Einheit vor allem Wahrnehmungs- und Darstellungskompetenzen, indem Kinder eigene Erfahrungen benennen, zeigen oder gestalten, sowie Deutungskompetenzen, indem sie religiöse Vorstellungen von Schöpfung kennenlernen und mit ihrem eigenen Erleben verbinden. Darüber hinaus werden kommunikative und soziale Kompetenzen gestärkt, da die Kinder lernen, im Gespräch zuzuhören, unterschiedliche Sichtweisen zu respektieren und gemeinsame Rituale des Innehaltens und Dankens zu vollziehen. Die Einheit entspricht damit dem Ziel des Lehrplans, Kinder schrittweise zu religiöser Sensibilität, Ausdrucksfähigkeit und Orientierung zu führen.
Quelle: Ministerium für Schule und Bildung des Landes Nordrhein-Westfalen: Lehrplan Katholische Religionslehre Grundschule, Düsseldorf 2021.

Die Unterrichtseinheit ist sehr gut an den Teilrahmenplan für den katholischen Religionsunterricht in der Grundschule anschlussfähig, da dieser für die Klassenstufen 1/2 einen stark erfahrungs- und kindorientierten Zugang zum religiösen Lernen vorsieht. Inhaltlich greift die Einheit den im Teilrahmenplan zentralen Ansatz auf, dass Kinder ihre Umwelt bewusst wahrnehmen, über Erfahrungen von Staunen, Freude und Dank ins Gespräch kommen und diese Erfahrungen schrittweise religiös deuten. Das Erkunden der unmittelbaren Umgebung, das Sammeln von Eindrücken sowie das gemeinsame Betrachten und Gestalten des Schöpfungstisches entsprechen dem Anspruch, religiöse Inhalte an der Lebenswelt der Kinder zu entfalten. Die Aussage „Christen glauben, dass Gott die Welt geschaffen hat“ wird dabei – im Sinne des rheinland-pfälzischen Religionsunterrichts – als Glaubensperspektive eingeführt, die Orientierung anbietet, ohne normierend zu wirken. Mit der Begegnung mit Psalm 104 wird ein biblischer Text aufgegriffen, der im Teilrahmenplan als geeigneter Zugang zu Lob- und Dankformen des Glaubens ausgewiesen ist; der Psalm ermöglicht den Kindern, bildhafte biblische Sprache mit eigenen Wahrnehmungen von Natur und Welt zu verbinden. Kompetenzbezogen fördert die Einheit insbesondere die Fähigkeit, eigene Erfahrungen wahrzunehmen und auszudrücken, religiöse Symbole und Texte in ihren Grundbedeutungen kennenzulernen sowie einfache religiöse Deutungen nachzuvollziehen. Darüber hinaus werden kommunikative und soziale Kompetenzen gestärkt, da die Kinder lernen, einander zuzuhören, unterschiedliche Wahrnehmungen zu respektieren und gemeinsam Rituale des Staunens und Dankens zu gestalten. Insgesamt unterstützt die Einheit die im Teilrahmenplan formulierte Zielsetzung, Kinder zu einer wertschätzenden Haltung gegenüber der Welt und zu ersten religiösen Ausdrucksformen hinzuführen.
Quelle: Ministerium für Bildung Rheinland-Pfalz: Teilrahmenplan Katholische Religion Grundschule, Mainz 2014.

Die Unterrichtseinheit ist sehr gut an den Lehrplan für den katholischen Religionsunterricht in der Grundschule im Saarland anschlussfähig, da dieser für die Klassenstufen 1/2 einen erfahrungsorientierten und kindgemäßen Zugang zum religiösen Lernen betont. Inhaltlich knüpft die Einheit an den Themenbereich an, in dem Kinder ihre Umwelt wahrnehmen, über Erfahrungen von Staunen, Freude und Dank sprechen und diese Erfahrungen mit religiösen Deutungen in Verbindung bringen. Das bewusste Erkunden der Umgebung, das Sammeln von Fundstücken sowie das gemeinsame Betrachten und Gestalten des Schöpfungstisches entsprechen dem Anspruch des Lehrplans, religiöse Lernprozesse an der konkreten Lebenswelt der Kinder auszurichten. Die Aussage „Christen glauben, dass Gott die Welt geschaffen hat“ wird dabei als Glaubensaussage eingeführt, die Orientierung bietet, ohne festzulegen oder zu überfordern. Mit der Begegnung mit Psalm 104 wird ein biblischer Text aufgegriffen, der im saarländischen Lehrplan als Ausdruck von Lob und Dank vorgesehen ist und Kindern ermöglicht, biblische Sprache als Form des Staunens über die Welt kennenzulernen. Kompetenzbezogen fördert die Einheit insbesondere Wahrnehmungs- und Ausdruckskompetenzen, indem Kinder eigene Eindrücke benennen, darstellen und kreativ umsetzen, sowie Deutungskompetenzen, indem sie religiöse Vorstellungen von Schöpfung kennenlernen und mit eigenen Erfahrungen in Beziehung setzen. Darüber hinaus werden kommunikative und soziale Kompetenzen gestärkt, da die Kinder lernen, einander zuzuhören, unterschiedliche Wahrnehmungen zu respektieren und gemeinsame Rituale des Innehaltens und Dankens zu gestalten. Die Einheit unterstützt damit die Zielsetzung des saarländischen Lehrplans, Kinder behutsam zu religiöser Sensibilität, Dankbarkeit und Wertschätzung der Welt anzuleiten.
Quelle: Ministerium für Bildung und Kultur des Saarlandes: Lehrplan Katholische Religion Grundschule, Saarbrücken 2012.

Die Unterrichtseinheit ist sehr gut an den Lehrplan Katholische Religion für die Grundschule in Sachsen anschlussfähig, da dieser für die Klassenstufen 1/2 einen stark erfahrungsbezogenen und kindorientierten Zugang zum religiösen Lernen vorsieht. Inhaltlich knüpft die Einheit an den Lernbereich an, in dem Kinder ihre Umwelt aufmerksam wahrnehmen, über Erfahrungen von Staunen, Freude und Dank ins Gespräch kommen und diese Erfahrungen mit religiösen Deutungen verbinden. Das Erkunden der Umgebung mit allen Sinnen, das Sammeln von Eindrücken sowie das gemeinsame Betrachten und Gestalten eines Schöpfungstisches entsprechen dem Anspruch des sächsischen Lehrplans, religiöse Inhalte aus der Lebenswelt der Kinder heraus zu entwickeln. Die Einführung der Aussage „Christen glauben, dass Gott die Welt geschaffen hat“ entspricht dem im Lehrplan vorgesehenen Umgang mit Glaubensaussagen, die als Deutungsangebote verstanden werden und nicht erklärend oder überprüfend vermittelt werden sollen. Mit der Begegnung mit Psalm 104 wird ein biblischer Text aufgegriffen, der im Lehrplan als Ausdruck von Lob, Dank und Staunen über die Schöpfung anschlussfähig ist und Kindern ermöglicht, biblische Sprache mit eigenen Erfahrungen zu verknüpfen. Kompetenzbezogen fördert die Einheit insbesondere die Fähigkeit, eigene Wahrnehmungen und Gefühle auszudrücken, religiöse Texte und Symbole in ihrer Grundbedeutung kennenzulernen sowie erste religiöse Deutungen nachzuvollziehen. Darüber hinaus werden kommunikative und soziale Kompetenzen gestärkt, da die Kinder lernen, einander zuzuhören, unterschiedliche Wahrnehmungen zu respektieren und gemeinsame Rituale des Staunens und Dankens zu gestalten. Die Einheit unterstützt damit die im sächsischen Lehrplan formulierte Zielsetzung, Kinder schrittweise zu religiöser Sensibilität, Ausdrucksfähigkeit und Wertschätzung der Welt zu führen.
Quelle: Sächsisches Staatsministerium für Kultus: Lehrplan Katholische Religion Grundschule, Dresden 2019.

Die Unterrichtseinheit ist sehr gut an den Lehrplan für den katholischen Religionsunterricht in der Grundschule in Sachsen-Anhalt anschlussfähig, da dieser für die Klassenstufen 1/2 einen erfahrungsbezogenen, offenen und kindgemäßen Zugang zum religiösen Lernen betont. Inhaltlich greift die Einheit den im Lehrplan zentralen Ansatz auf, dass Kinder ihre Umwelt bewusst wahrnehmen, über Erfahrungen von Staunen, Freude und Dank ins Gespräch kommen und diese Erfahrungen in Beziehung zu religiösen Deutungen setzen. Das Erkunden der Umgebung, das Sammeln von Fundstücken sowie das gemeinsame Betrachten und Gestalten des Schöpfungstisches entsprechen dem Anspruch des Lehrplans, religiöse Inhalte an der Lebenswelt der Kinder zu entfalten. Die Aussage „Christen glauben, dass Gott die Welt geschaffen hat“ wird dabei als Glaubensaussage eingeführt, die Orientierung bietet, ohne festzulegen oder zu überfordern. Mit der Begegnung mit Psalm 104 wird ein biblischer Text aufgegriffen, der im Lehrplan als geeigneter Zugang zu Lob- und Dankformen des Glaubens ausgewiesen ist; der Psalm ermöglicht den Kindern, bildhafte biblische Sprache mit eigenen Wahrnehmungen von Natur und Welt zu verbinden. Kompetenzbezogen fördert die Einheit insbesondere die Fähigkeit, eigene Erfahrungen wahrzunehmen und auszudrücken, religiöse Texte und Symbole in ihren Grundbedeutungen kennenzulernen sowie einfache religiöse Deutungen nachzuvollziehen. Darüber hinaus werden kommunikative und soziale Kompetenzen gestärkt, da die Kinder lernen, einander zuzuhören, unterschiedliche Wahrnehmungen zu respektieren und gemeinsame Rituale des Innehaltens und Dankens zu gestalten. Insgesamt unterstützt die Einheit die im Lehrplan formulierte Zielsetzung, Kinder zu Staunen, Dankbarkeit und Wertschätzung der Welt anzuleiten.
Quelle: Ministerium für Bildung des Landes Sachsen-Anhalt: Lehrplan Katholische Religion Grundschule, Magdeburg 2019.

Die Unterrichtseinheit ist sehr gut an die Fachanforderungen Katholische Religion für die Primarstufe anschlussfähig, da diese einen konsequent erfahrungsbezogenen, dialogischen und kindorientierten Religionsunterricht in den Klassen 1/2 vorsehen. Inhaltlich knüpft die Einheit an den Themenbereich an, in dem Kinder ihre Welt wahrnehmen, beschreiben und als wertvoll erfahren sowie erste religiöse Deutungen kennenlernen. Das bewusste Staunen über Natur und Umwelt, das Erkunden mit allen Sinnen und das Sammeln persönlicher Eindrücke entsprechen dem Anspruch der Fachanforderungen, religiöse Lernprozesse von der Lebenswelt der Kinder her zu entwickeln. Die Einführung der Glaubensaussage „Christen glauben, dass Gott die Welt geschaffen hat“ ist anschlussfähig, da religiöse Vorstellungen ausdrücklich als Perspektiven eingeführt werden sollen, die Orientierung bieten, ohne festzulegen. Mit der Begegnung mit Psalm 104 wird ein biblischer Text aufgegriffen, der in den Fachanforderungen als Ausdruck von Lob, Dank und Vertrauen benannt ist und Kindern ermöglicht, biblische Sprache als Antwort auf Erfahrungen von Staunen zu verstehen. Kompetenzbezogen fördert die Einheit insbesondere Wahrnehmungs- und Ausdruckskompetenzen, indem Kinder Eindrücke sprachlich, gestalterisch oder symbolisch ausdrücken, sowie Deutungskompetenzen, indem sie religiöse Vorstellungen von Schöpfung kennenlernen und mit eigenen Erfahrungen in Beziehung setzen. Darüber hinaus werden Dialog- und Sozialkompetenzen gestärkt, da die Kinder lernen, einander zuzuhören, unterschiedliche Wahrnehmungen zu respektieren und gemeinsame Rituale des Innehaltens und Dankens zu gestalten. Die Einheit entspricht damit dem Ziel der Fachanforderungen, Kinder zu Aufmerksamkeit, Wertschätzung der Welt und zu ersten religiösen Ausdrucks- und Deutungsfähigkeiten zu befähigen.
Quelle: Ministerium für Bildung, Wissenschaft und Kultur des Landes Schleswig-Holstein: Fachanforderungen Katholische Religion Primarstufe, Kiel 2020.

Die Unterrichtseinheit ist sehr gut an den Lehrplan für den katholischen Religionsunterricht in der Grundschule in Thüringen anschlussfähig, da dieser für die Klassenstufen 1/2 einen stark erfahrungsbezogenen und kindgemäßen Zugang zum religiösen Lernen vorsieht. Inhaltlich greift die Einheit den im Lehrplan zentralen Gedanken auf, dass Kinder ihre Umwelt bewusst wahrnehmen, über Erfahrungen von Staunen, Freude und Dank sprechen und diese Erfahrungen schrittweise religiös deuten. Das Erkunden der Umgebung mit allen Sinnen, das Sammeln von Eindrücken sowie das gemeinsame Betrachten und Gestalten des Schöpfungstisches entsprechen dem Anspruch, religiöse Lernprozesse an der Lebenswelt der Kinder zu orientieren. Die Aussage „Christen glauben, dass Gott die Welt geschaffen hat“ wird dabei als Glaubensperspektive eingeführt, die Orientierung bietet, ohne belehrend oder festlegend zu wirken. Mit der Begegnung mit Psalm 104 wird ein biblischer Text aufgegriffen, der im Thüringer Lehrplan als geeigneter Zugang zu Lob, Dank und Staunen über die Schöpfung vorgesehen ist und Kindern ermöglicht, biblische Sprache mit eigenen Wahrnehmungen zu verbinden. Kompetenzbezogen fördert die Einheit insbesondere die Fähigkeit, eigene Wahrnehmungen und Gefühle auszudrücken, religiöse Texte und Symbole in ihren Grundbedeutungen kennenzulernen sowie erste religiöse Deutungen nachzuvollziehen. Darüber hinaus werden kommunikative und soziale Kompetenzen gestärkt, da die Kinder lernen, einander zuzuhören, unterschiedliche Wahrnehmungen zu respektieren und gemeinsame Rituale des Innehaltens und Dankens zu gestalten. Die Einheit unterstützt damit die im Thüringer Lehrplan formulierte Zielsetzung, Kinder zu religiöser Sensibilität, Dankbarkeit und Wertschätzung der Welt anzuleiten.
Quelle: Thüringer Ministerium für Bildung, Jugend und Sport: Lehrplan Katholische Religionslehre Grundschule, Erfurt 2010.

Die Unterrichtseinheit „Gott ist wie … – Bilder von Gott entdecken und gestalten“ entspricht in besonderer Weise den kirchlichen Vorgaben der Deutschen Bischofskonferenz für den katholischen Religionsunterricht in der Grundschule. Die DBK betont, dass der Religionsunterricht Kinder in ihrer religiösen Sprach- und Deutungsfähigkeit fördern soll und dabei von ihren Erfahrungen, Fragen und Ausdrucksmöglichkeiten ausgeht. Für die Schuleingangsphase wird ausdrücklich hervorgehoben, dass religiöses Lernen nicht belehrend, sondern einladend, dialogisch und bildhaft zu gestalten ist.

Inhaltlich entspricht die Einheit dem kirchlichen Anliegen, Kindern erste Zugänge zum christlichen Gottesverständnis zu eröffnen, ohne Gott festzulegen oder zu vereindeutigen. Die Arbeit mit der offenen Formulierung „Gott ist wie …“ greift das theologische Grundverständnis der DBK auf, dass Gott im christlichen Glauben vor allem in Bildern, Gleichnissen und Symbolen zur Sprache kommt. Das biblische Bild vom guten Hirten sowie die Erzählung vom verlorenen Schaf (Ps 23; Lk 15) sind zentrale biblische Zeugnisse, die auch von der DBK als besonders geeignete Texte für Kinder benannt werden, da sie Gottes Nähe, Sorge und Zuwendung kindgerecht ausdrücken.

Die Einheit folgt zudem dem kirchlichen Grundsatz, dass der Religionsunterricht Raum für persönliche Aneignung bieten muss. Kinder dürfen eigene Gottesbilder entwickeln, diese ausdrücken und im Austausch mit anderen reflektieren. Dabei wird deutlich, dass Gottesbilder vorläufig sind und sich im Laufe des Lebens verändern können. Diese Offenheit entspricht der kirchlichen Perspektive, nach der Glauben nicht als abgeschlossenes Wissen, sondern als wachsender Deutungsprozess verstanden wird.

Kompetenzbezogen unterstützt die Einheit die von der DBK geforderte Entwicklung religiöser Grundfähigkeiten in der Schuleingangsphase. Die Kinder lernen, religiöse Inhalte wahrzunehmen, biblische Geschichten zu hören und zu erzählen, eigene Gedanken und Gefühle in Worte oder Bilder zu fassen und andere Vorstellungen respektvoll wahrzunehmen. Durch kreative und symbolische Ausdrucksformen werden sie befähigt, erste persönliche Bezüge zum christlichen Glauben herzustellen. Die Einheit trägt damit zur religiösen Sprachfähigkeit, zur Dialogfähigkeit und zur behutsamen Einführung in die christliche Glaubenstradition bei.

Quelle:
Deutsche Bischofskonferenz: Der Religionsunterricht vor neuen Herausforderungen. Die katholische Sicht, Bonn 2005;
Deutsche Bischofskonferenz: Kirchliche Richtlinien zu Bildungsstandards für den katholischen Religionsunterricht in der Primarstufe, Bonn.

Anmerkungen:
* Die Zuordnung für die Bundesländer Mecklenburg-Vorpommern, Bremen, Berlin und Brandenburg basieren auf dem gemeinsam entwickelten Rahmenplan Grundschule – Katholische Religion, herausgegeben Ministerium für Bildung, Wissenschaft und Kultur des Landes Mecklenburg-Vorpommern.
** Mit dem Schuljahr 2025/2026 beginnt die schrittweise Einführung des christlichen Religionsunterrichts (CRU) in Niedersachsen, das noch nicht in Kraft getretene Kerncurriculum ist noch nicht bedacht!

Konfessionelle Kooperation

Bezüge zu exemplarischen Arbeitsplänen & -hilfen

Die Bezüge auf die Arbeitshilfen dienen dir zur Gestaltung von Religionsunterricht in konfessioneller Kooperation.

Die Unterrichtseinheit „Staunen über Gottes Schöpfung – Die Welt mit allen Sinnen entdecken“ weist eine sehr hohe Passung zu den Vorgaben für den konfessionell-kooperativen Religionsunterricht in der Grundschule in Baden-Württemberg auf. Sie knüpft inhaltlich insbesondere an den Themenbereich Leben in Gottes Welt an, der im Beispielcurriculum für die Klassen 1/2 zentral verortet ist. Die Einheit greift die Perspektive auf, dass Kinder ihre Welt als vielfältig, schön und wertvoll wahrnehmen und diese Wahrnehmungen bewusst beschreiben und teilen. Damit wird die im Curriculum formulierte Anforderung aufgenommen, dass Kinder die Vielfalt und Schönheit der Welt entdecken und sich selbst als Teil dieser Welt verstehen.

Der Schwerpunkt auf Wahrnehmung, Staunen und Wertschätzung entspricht dem didaktischen Grundgedanken des Curriculums, religiöses Lernen erfahrungsbezogen anzulegen. Indem die Kinder ihre Umwelt zunächst ohne Bewertung erkunden und erst anschließend eine religiöse Deutung als Angebot kennenlernen („Christen glauben: Gott hat die Welt gemacht“), wird die Welt als Gottes Schöpfung bzw. als Geschenk Gottes erschlossen, ohne belehrend oder festlegend zu wirken. Diese Offenheit ist für den konfessionell-kooperativen Unterricht besonders anschlussfähig, da sie unterschiedliche Zugänge zulässt und gemeinsame Lernräume eröffnet.

Die optionale dritte Stunde mit der Begegnung mit Psalm 104 stellt eine besonders klare curriculare Anknüpfung dar. Das Beispielcurriculum sieht ausdrücklich vor, dass Kinder anhand ausgewählter biblischer Schöpfungstexte erfahren, wie Menschen die Welt als Werk Gottes deuten und darauf mit Lob, Freude und Dank reagieren. Die kindgerechte Begegnung mit Psalmworten sowie das Formulieren eigener Dankgedanken greifen diese Vorgabe unmittelbar auf. Das Staunen über die Welt wird so konsequent in eine religiöse Antwortform überführt, ohne dass eine inhaltliche Analyse des Textes erforderlich ist.

Auch die angebahnte Perspektive des Dankens und Bewahrens entspricht den curricularen Zielsetzungen. Die Einheit legt erste Grundlagen dafür, dass Kinder die Welt als wertvoll wahrnehmen und einen achtsamen Umgang mit Natur und Umwelt entwickeln. Verantwortung wird dabei nicht moralisch eingefordert, sondern wächst aus dem Erleben von Wertschätzung und Dankbarkeit heraus, was dem altersgemäßen Zugang des Curriculums entspricht.

Auf der Ebene der prozessbezogenen Kompetenzen unterstützt die Einheit in besonderer Weise das Wahrnehmen und Beschreiben religiöser Spuren im eigenen Leben. Durch das bewusste Schauen, Sammeln, Erzählen und Gestalten lernen die Kinder, eigene Erfahrungen sprachlich oder kreativ auszudrücken und die Erfahrungen anderer wahrzunehmen. Gesprächsphasen im Sitzkreis, Rituale, Stille sowie die Arbeit mit Symbolen (Schöpfungstisch, Naturmaterialien) fördern zudem die Kompetenz, grundlegende religiöse Ausdrucksformen kennenzulernen und zu nutzen.

Darüber hinaus werden Kompetenzen im Umgang mit religiöser Sprache angebahnt. Satzanfänge wie „Ich staune über …“ oder „Danke, Gott, für …“ sowie die Begegnung mit Psalmworten ermöglichen es den Kindern, einfache religiöse Sprache zu verstehen und selbst zu verwenden. Die Einheit unterstützt damit auch die Fähigkeit, biblische Überlieferungen in kindgemäßer Weise nachzuvollziehen und in eigene Ausdrucksformen zu überführen.

Insgesamt erfüllt die Unterrichtseinheit sowohl die inhaltlichen Vorgaben als auch die kompetenzorientierten Zielsetzungen des konfessionell-kooperativen Religionsunterrichts in Baden-Württemberg in sehr stimmiger Weise. Sie verbindet Wahrnehmung, Erfahrung, religiöse Deutung und Ausdruck auf altersgemäße und konfessionell anschlussfähige Weise.

Quelle:
Ministerium für Kultus, Jugend und Sport Baden-Württemberg: Konfessionelle Kooperation – Beispielcurriculum A für die Grundschule – Klassen 1/2, Stuttgart 2024.

t.b.a.

t.b.a.

Die Unterrichtseinheit „Staunen über Gottes Schöpfung – Die Welt mit allen Sinnen entdecken“ weist eine sehr hohe Passung zum Arbeitsplan für die konfessionelle Kooperation im Religionsunterricht der Grundschule in Rheinland-Pfalz auf. Der Arbeitsplan betont für die Klassenstufe 1 ausdrücklich einen erfahrungsbezogenen, subjektorientierten Zugang zum religiösen Lernen, der bei den Wahrnehmungen, Fragen und Erfahrungen der Kinder ansetzt. Genau dies leistet die Einheit, indem sie das bewusste Wahrnehmen der Umwelt (sehen, hören, fühlen) in den Mittelpunkt stellt und Staunen als grundlegende religiöse Haltung eröffnet.

Inhaltlich knüpft die Einheit an den Themenbereich Schöpfung – Welt als Lebensraum und Gabe an, der im rheinland-pfälzischen Arbeitsplan für den konfessionell-kooperativen Religionsunterricht als zentrales Lernfeld benannt ist. Die Kinder entdecken die Welt zunächst ohne Deutung, beschreiben ihre Eindrücke und erleben Vielfalt, Schönheit und Lebendigkeit. Diese Herangehensweise entspricht der Vorgabe, dass Kinder lernen, die Welt als Lebensraum wahrzunehmen und wertzuschätzen, bevor religiöse Deutungen eingeführt werden. Die anschließende Formulierung „Christen glauben: Gott hat diese Welt geschaffen“ wird – wie im Arbeitsplan intendiert – als Glaubensaussage und Deutungsangebot kenntlich gemacht und nicht als erklärende oder überprüfbare Tatsache vermittelt.

Die Einheit greift damit ein zentrales Anliegen der konfessionellen Kooperation in Rheinland-Pfalz auf: Religiöse Inhalte werden so erschlossen, dass sie anschlussfähig für Kinder unterschiedlicher konfessioneller und religiöser Hintergründe bleiben. Die offene Sprache, das Zulassen unterschiedlicher Zugänge und das Nebeneinanderstehenlassen von Wahrnehmungen entsprechen dem Ziel, einen gemeinsamen Lernraum zu eröffnen, ohne Unterschiede zu nivellieren oder Kinder festzulegen.

Die Begegnung mit Psalm 104 in der optionalen dritten Stunde stellt eine klare curriculare Anbindung dar. Der Arbeitsplan sieht vor, dass Kinder biblische Texte als Ausdruck des Glaubens von Menschen kennenlernen, insbesondere dort, wo diese Texte Staunen, Dank und Lob über die Welt zum Ausdruck bringen. Die Auswahl einzelner Psalmverse und deren Verbindung mit dem Schöpfungstisch ermöglichen es den Kindern, biblische Sprache als Antwort auf erfahrene Wirklichkeit zu verstehen. Eigene Dankäußerungen knüpfen daran an und unterstützen die Entwicklung einer persönlichen religiösen Ausdrucksfähigkeit.

Auf der Ebene der Kompetenzen fördert die Einheit insbesondere die Fähigkeit, eigene Erfahrungen wahrzunehmen, zu benennen und mit anderen zu teilen. Die Kinder lernen, über ihre Umwelt zu sprechen, zuzuhören und unterschiedliche Wahrnehmungen zu respektieren. Dies entspricht der im Arbeitsplan hervorgehobenen kommunikativen Kompetenz, die für den konfessionell-kooperativen Unterricht grundlegend ist. Darüber hinaus werden religiöse Ausdruckskompetenzen angebahnt, indem die Kinder einfache Formen von Dank, Staunen und Stille kennenlernen und selbst gestalten.

Auch die Kompetenz, biblische Inhalte in kindgemäßer Weise zu erschließen, wird unterstützt. Die Kinder hören Psalmworte, erkennen darin vertraute Elemente ihrer eigenen Umwelt wieder und bringen Text und Erfahrung miteinander in Verbindung. Dabei steht nicht das Textverständnis im analytischen Sinn im Vordergrund, sondern das Wiedererkennen, Mitsprechen und Gestalten – ein Zugang, der dem Entwicklungsstand von Kindern der ersten Klasse entspricht und im Arbeitsplan ausdrücklich vorgesehen ist.

Schließlich eröffnet die Einheit eine erste Perspektive auf Verantwortung und Bewahrung der Schöpfung, ohne moralischen Druck aufzubauen. Aus dem Staunen und dem Dank heraus kann ein achtsamer Umgang mit der Welt angebahnt werden, was dem rheinland-pfälzischen Verständnis von religiöser Bildung als ganzheitlichem Prozess entspricht, der Wahrnehmung, Deutung und Handeln miteinander verbindet.

Insgesamt ist die Unterrichtseinheit in Inhalt, Didaktik und Kompetenzorientierung sehr stimmig mit den Vorgaben für den konfessionell-kooperativen Religionsunterricht in Rheinland-Pfalz vereinbar und eignet sich in besonderer Weise für den Einsatz in Klassenstufe 1.

Quelle:
Ministerium für Bildung Rheinland-Pfalz: Arbeitsplan für den Religionsunterricht in konfessioneller Kooperation – Grundschule (Klasse 1), Mainz.

Die Unterrichtseinheit „Staunen über Gottes Schöpfung – Die Welt mit allen Sinnen entdecken“ ist inhaltlich und didaktisch sehr gut an die Vorgaben für den konfessionell-kooperativen Religionsunterricht im Saarland anschlussfähig. Die Vorarbeiten für eine Handreichung zur konfessionellen Kooperation im Religionsunterricht der Grundschule betonen ausdrücklich, dass religiöses Lernen in den Klassenstufen 1 und 2 erfahrungsbezogen, wahrnehmungsorientiert und kindgemäß angelegt sein soll. Genau dies setzt die Einheit um, indem sie das bewusste Wahrnehmen der Umwelt in den Mittelpunkt stellt und Staunen als grundlegende religiöse Haltung erschließt.

Inhaltlich knüpft die Einheit an den Themenbereich Schöpfung und Weltwahrnehmung an, der in den saarländischen Vorarbeiten als zentrales Lernfeld benannt wird. Kinder sollen ihre Umwelt als Lebensraum entdecken, beschreiben und wertschätzen. Die Unterrichtseinheit greift dies auf, indem sie den Blick auf alltägliche und vertraute Umgebungen lenkt (Schulhof, Naturmaterialien, Wege zur Schule) und diese neu erschließen lässt. Die Welt wird nicht erklärt, sondern zunächst wahrgenommen – ein Ansatz, der dem saarländischen Verständnis von religiösem Lernen als offenem Prozess entspricht.

Die behutsame Einführung der Glaubensaussage „Christen glauben: Gott hat die Welt geschaffen“ ist mit der Zielsetzung des konfessionell-kooperativen Religionsunterrichts im Saarland gut vereinbar. Religiöse Deutungen sollen als Angebote kenntlich gemacht werden und Raum für unterschiedliche Zugänge lassen. Die Einheit vermeidet dogmatische Festlegungen und eröffnet stattdessen einen gemeinsamen Deutungsraum, in dem Kinder mit unterschiedlichen konfessionellen oder religiösen Hintergründen teilnehmen können. Damit wird der im saarländischen Kontext zentrale Gedanke der Dialog- und Anschlussfähigkeit konsequent umgesetzt.

Die optionale Begegnung mit Psalm 104 entspricht den in den Vorarbeiten formulierten inhaltlichen Erwartungen, dass Kinder biblische Texte als Ausdruck menschlicher Gottesbeziehung kennenlernen. Schöpfungspsalmen werden dabei ausdrücklich als geeignete Texte genannt, da sie die Welt nicht erklären, sondern in Bildern benennen und Gott dafür loben. Die Einheit greift dies auf, indem sie Psalmworte mit den gesammelten Eindrücken der Kinder verknüpft und so eine Brücke zwischen eigener Erfahrung und biblischer Sprache schlägt. Eigene Dankformulierungen der Kinder führen diese Perspektive weiter und unterstützen eine persönliche religiöse Antwort.

Auf der Ebene der Kompetenzen fördert die Einheit im saarländischen Sinne vor allem die Fähigkeit, eigene Erfahrungen wahrzunehmen, zu verbalisieren und in Beziehung zu religiösen Deutungen zu setzen. Die Kinder lernen, Eindrücke zu sammeln, im Gespräch mitzuteilen und die Wahrnehmungen anderer zu respektieren. Dies entspricht der in den Vorarbeiten hervorgehobenen kommunikativen Kompetenz, die für den konfessionell-kooperativen Unterricht grundlegend ist.

Darüber hinaus werden Kompetenzen im Bereich religiöser Ausdrucksformen angebahnt. Durch Rituale, Stille, Dank-Sätze, Symbolarbeit (Schöpfungstisch, Bodenbild) und kreative Gestaltung erfahren die Kinder, dass religiöse Inhalte nicht nur gesprochen, sondern auch gezeigt, gestaltet und erlebt werden können. Diese ganzheitliche Ausrichtung entspricht dem saarländischen Kompetenzverständnis, das Wahrnehmen, Deuten und Gestalten eng miteinander verbindet.

Auch der Aspekt der Verantwortung für die Schöpfung ist in der Einheit angelegt und entspricht den saarländischen Vorgaben. Verantwortung wird nicht abstrakt eingefordert, sondern wächst aus dem Erleben von Wertschätzung und Dankbarkeit. Die Kinder lernen, achtsam mit Naturmaterialien umzugehen und die Welt als schützenswert wahrzunehmen – ein Zugang, der dem Entwicklungsstand der Klassenstufe 1 entspricht und im saarländischen Religionsunterricht ausdrücklich angestrebt wird.

Insgesamt zeigt sich, dass die Unterrichtseinheit die in den saarländischen Vorarbeiten formulierten inhaltlichen Schwerpunkte, didaktischen Leitlinien und Kompetenzziele sehr stimmig aufgreift. Sie eignet sich in besonderer Weise für den konfessionell-kooperativen Religionsunterricht in der Grundschule, da sie Offenheit, Erfahrung, religiöse Deutung und gemeinsames Lernen miteinander verbindet.

Quelle:
Ministerium für Bildung und Kultur Saarland: Vorarbeiten für eine Handreichung zur konfessionellen Kooperation im Religionsunterricht der Grundschule (Klassen 1–4), Saarbrücken.

Bezüge zum evangelischen Religionsunterricht

Sie dienen dir und deinen Kolleg:innen als Hilfe zur Erstellung schuleigener Arbeitspläne für konfessionellen Religionsunterricht in Kooperation (bspw. in Nordrhein-Westfalen) und Unterricht in gemischt-konfessionellen Lerngruppen.

Die Unterrichtseinheit „Staunen über Gottes Schöpfung – Die Welt mit allen Sinnen entdecken“ weist eine sehr hohe Passung zum Bildungsplan Evangelische Religionslehre Grundschule Baden-Württemberg (2016) auf, insbesondere für die Klassenstufen 1/2. Inhaltlich ist die Einheit eindeutig dem Themenbereich „Welt und Verantwortung“ zuzuordnen. Der Bildungsplan sieht vor, dass Kinder die Vielfalt und Schönheit der Welt wahrnehmen, beschreiben und wertschätzen. Genau hier setzt die Einheit an, indem sie Kinder zu bewusster sinnlicher Wahrnehmung ihrer Umwelt anleitet und das Staunen als grundlegende religiöse Haltung etabliert. Die Erkundung der unmittelbaren Lebenswelt (Schulhof, Naturmaterialien), das Sammeln von Eindrücken sowie der Schöpfungstisch entsprechen dem im Bildungsplan betonten lebensweltlichen Zugang.

Ein weiterer zentraler inhaltlicher Anschluss liegt in der Deutung der Welt als Schöpfung Gottes. Der Bildungsplan formuliert, dass Kinder erste religiöse Vorstellungen davon entwickeln sollen, dass Christen die Welt als von Gott geschaffen und als gut ansehen. Diese Glaubensaussage wird in der Einheit bewusst nicht erklärend oder überprüfend, sondern als Deutungsangebot eingeführt („Christen glauben: Gott hat diese Welt gemacht“) und entspricht damit der intendierten Offenheit des Plans. Die optionale dritte Stunde mit der Begegnung mit Psalm 104 greift explizit die Vorgabe auf, biblische Schöpfungstexte kindgerecht einzubeziehen und die Welt nicht erklärend, sondern lobend und dankend zu betrachten.

Kompetenzorientiert werden mehrere im Bildungsplan ausgewiesene Bereiche angesprochen. Im Bereich Wahrnehmen und Darstellen lernen die Kinder, Phänomene ihrer Umwelt aufmerksam zu beobachten und sprachlich, gestalterisch oder nonverbal auszudrücken. Durch Satzanfänge, Erzählrunden und kreative Gestaltungen wird diese Kompetenz altersgemäß angebahnt. Im Bereich Deuten entwickeln die Kinder erste religiöse Deutungen, indem sie ihre Erfahrungen mit der Glaubensperspektive „Schöpfung“ in Beziehung setzen, ohne zu festen Aussagen gedrängt zu werden. Der Bereich Gestalten und Handeln wird insbesondere durch Rituale, Dankformeln, Stilleübungen und gestalterische Ausdrucksformen angesprochen, in denen Kinder Formen religiöser Praxis kennenlernen und mitvollziehen können.

Darüber hinaus entspricht die Einheit dem im Bildungsplan betonten subjektorientierten und offenen Religionsunterricht. Unterschiedliche Wahrnehmungen und Deutungen werden zugelassen, religiöse Sprache wird behutsam eingeführt, und der Lernprozess steht vor einem festgelegten Ergebnis. Damit erfüllt die Unterrichtseinheit sowohl die inhaltlichen als auch die kompetenzbezogenen Zielsetzungen des Bildungsplans in besonderer Weise.

Quelle: Ministerium für Kultus, Jugend und Sport Baden-Württemberg: Bildungsplan 2016 – Evangelische Religionslehre Grundschule, Stuttgart 2016.

Die Unterrichtseinheit „Staunen über Gottes Schöpfung – Die Welt mit allen Sinnen entdecken“ ist im LehrplanPLUS Grundschule Bayern für den Evangelischen Religionsunterricht sehr gut anschlussfähig, insbesondere im Lernbereich „Nach Gott fragen – Welt wahrnehmen und deuten“ der Jahrgangsstufen 1/2. Der Lehrplan betont ausdrücklich, dass religiöses Lernen bei der aufmerksamen Wahrnehmung der Lebenswelt der Kinder ansetzt. Das bewusste Sehen, Hören, Fühlen und Entdecken der Umwelt, wie es in der Einheit zentral angelegt ist, entspricht der Zielsetzung, Kinder zum Staunen über die Welt zu führen und ihnen zu ermöglichen, diese Erfahrungen als religiös bedeutsam wahrzunehmen.

Inhaltlich knüpft die Einheit eng an die Vorgabe an, dass Kinder ihre Umwelt als vielfältig, schön und wertvoll erfahren und beschreiben sollen. Der LehrplanPLUS hebt hervor, dass diese Erfahrungen zunächst vor-sprachlich und erfahrungsbezogen erfolgen dürfen und nicht vorschnell religiös erklärt werden müssen. Genau diesem Ansatz folgt die Einheit, indem sie das Staunen als Grundhaltung in den Mittelpunkt stellt und religiöse Deutung erst später und ausdrücklich als Glaubensperspektive anbietet („Christinnen und Christen glauben, dass Gott die Welt geschaffen hat“). Damit wird der im bayerischen Lehrplan geforderte offene Umgang mit religiösen Aussagen eingehalten.

Ein weiterer inhaltlicher Bezugspunkt liegt in der Begegnung mit biblischen Texten zur Schöpfung. Der LehrplanPLUS sieht vor, dass Kinder in den Jahrgangsstufen 1/2 ausgewählten biblischen Texten begegnen, die die Welt als Schöpfung Gottes beschreiben und Lob, Dank und Freude zum Ausdruck bringen. Die Arbeit mit Psalm 104 in Auszügen entspricht dieser Zielsetzung in besonderer Weise, da der Psalm eine bildhafte, wahrnehmungsnahe Sprache verwendet und sich gut mit den eigenen Erfahrungen der Kinder verbinden lässt. Die Überführung des Staunens in Dankformen greift damit eine zentrale Intention des Lehrplans auf.

Kompetenzorientiert unterstützt die Einheit mehrere der im LehrplanPLUS formulierten Kompetenzerwartungen. Im Bereich der Wahrnehmungs- und Ausdruckskompetenz lernen die Kinder, ihre Umwelt aufmerksam zu betrachten und Eindrücke sprachlich, gestalterisch oder symbolisch auszudrücken. Die offenen Gesprächsphasen, der Schöpfungstisch und kreative Gestaltungen fördern diese Kompetenz auf altersgemäße Weise. Im Bereich der Deutungskompetenz setzen sich die Kinder mit der Frage auseinander, wie Menschen – insbesondere Christen – die Welt verstehen, ohne dass eine Festlegung oder Bewertung erfolgt. Darüber hinaus wird die Handlungs- und Gestaltungskompetenz angebahnt, indem Kinder Formen des Dankens, der Stille und des gemeinschaftlichen Lobes kennenlernen und mitvollziehen.

Nicht zuletzt entspricht die Einheit dem im bayerischen Lehrplan hervorgehobenen Anspruch, religiöses Lernen prozessorientiert, ergebnisoffen und kindgemäß zu gestalten. Die Betonung von Erfahrung, Austausch und persönlichem Ausdruck sowie der respektvolle Umgang mit unterschiedlichen religiösen Hintergründen machen die Einheit besonders gut kompatibel mit den didaktischen Leitlinien des LehrplanPLUS.

Quelle: Bayerisches Staatsministerium für Unterricht und Kultus: LehrplanPLUS Grundschule – Evangelischer Religionsunterricht, München 2014.

Die Unterrichtseinheit „Staunen über Gottes Schöpfung – Die Welt mit allen Sinnen entdecken“ zeigt eine sehr hohe Passung zum Rahmenlehrplan Evangelischer Religionsunterricht der Evangelischen Kirche Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz (EKBO) für die Schulanfangsphase (Jahrgangsstufen 1/2). Der Berliner Lehrplan versteht religiöses Lernen ausdrücklich als erfahrungsbezogenen, offenen und dialogischen Prozess, der bei den Wahrnehmungen und Fragen der Kinder ansetzt – genau diesem Grundverständnis folgt die Einheit konsequent.

Inhaltlich lässt sich die Einheit vor allem dem Themenfeld „Die Welt als Gottes Schöpfung wahrnehmen“ zuordnen. Der Rahmenlehrplan sieht vor, dass Kinder ihre Umwelt aufmerksam beobachten, über Schönheit, Vielfalt und Lebendigkeit staunen und diese Erfahrungen in Beziehung zu religiösen Deutungen setzen können. Das bewusste Wahrnehmen mit allen Sinnen, der Unterrichtsgang, das Sammeln von Naturmaterialien und der Schöpfungstisch greifen diese Zielsetzung unmittelbar auf. Besonders passend ist der im Lehrplan betonte Gedanke, dass religiöse Lernprozesse nicht mit Erklärungen beginnen, sondern mit Erfahrung, Staunen und Innehalten.

Zentral anschlussfähig ist auch der Umgang mit religiösen Aussagen. Der Berliner Rahmenlehrplan fordert, Glaubensaussagen als Angebote kenntlich zu machen und Kinder nicht auf bestimmte Deutungen festzulegen. Die Formulierung „Christen glauben, dass Gott die Welt geschaffen hat“ entspricht exakt dieser Haltung. Die Einheit eröffnet einen Deutungsraum, ohne Zustimmung einzufordern, und lässt auch nicht-religiöse oder anders religiöse Perspektiven ausdrücklich zu – ein wichtiger Aspekt im pluralen Berliner Kontext.

Die Begegnung mit Psalm 104 in Auszügen knüpft inhaltlich an den vorgesehenen Bereich „Biblische Texte als Ausdruck von Lob, Dank und Vertrauen“ an. Der Lehrplan betont, dass Kinder biblische Texte nicht analysieren, sondern hörend, staunend und gestaltend erschließen sollen. Die Auswahl einzelner Psalmverse, die Verbindung mit dem Schöpfungstisch sowie das gemeinsame Danken entsprechen dieser rezeptiven und erfahrungsnahen Zugangsweise.

Kompetenzbezogen werden mehrere zentrale Kompetenzbereiche des Berliner Lehrplans gefördert. Im Bereich Wahrnehmen und Beschreiben lernen die Kinder, ihre Umwelt bewusst wahrzunehmen und Eindrücke mitzuteilen – sprachlich, gestalterisch oder nonverbal. Der Bereich Deuten und in Beziehung setzen wird angesprochen, indem die Kinder erfahren, dass Menschen ihre Welt religiös deuten, und diese Perspektive mit eigenen Erfahrungen verknüpfen können. Darüber hinaus fördert die Einheit die Dialog- und Ausdruckskompetenz, da Kinder lernen, einander zuzuhören, unterschiedliche Wahrnehmungen zu respektieren und eigene Gedanken in einer wertschätzenden Gemeinschaft zu äußern. Durch Rituale, Dankformen und Stillephasen wird schließlich auch die religiöse Handlungskompetenz elementar angebahnt.

Insgesamt entspricht die Einheit in hohem Maße dem Berliner Verständnis eines offenen, erfahrungsorientierten und inklusiven Religionsunterrichts, der Staunen, Wahrnehmung und persönliche Deutung in den Mittelpunkt stellt und religiöse Traditionen als Gesprächsangebote einbringt.

Quelle: Evangelische Kirche Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz: Rahmenlehrplan für den Evangelischen Religionsunterricht in der Grundschule, Berlin.

Die Unterrichtseinheit „Staunen über Gottes Schöpfung – Die Welt mit allen Sinnen entdecken“ ist sehr gut anschlussfähig an den Rahmenlehrplan Evangelischer Religionsunterricht für die Grundschule in Brandenburg, insbesondere für die Jahrgangsstufen 1/2. Der brandenburgische Lehrplan betont in besonderer Weise den erfahrungsorientierten Zugang zum religiösen Lernen und versteht Staunen, Wahrnehmen und Fragen als zentrale Ausgangspunkte religiöser Bildungsprozesse – genau hier setzt die Einheit systematisch an.

Inhaltlich lässt sich die Einheit dem Themenbereich „Die Welt wahrnehmen und als Schöpfung deuten“ zuordnen. Der Lehrplan sieht vor, dass Kinder ihre Umwelt bewusst wahrnehmen, über Naturphänomene staunen und erste religiöse Deutungen kennenlernen, ohne diese übernehmen zu müssen. Das Erkunden der unmittelbaren Umgebung, das Sammeln von Eindrücken und das gemeinsame Betrachten am Schöpfungstisch entsprechen dem im Lehrplan formulierten Ziel, Natur nicht abstrakt, sondern konkret und sinnlich zu erschließen. Besonders passend ist, dass die Einheit das Staunen zunächst ohne religiöse Erklärung zulässt und religiöse Deutung erst später als Angebot einführt.

Ein zentraler Anschluss besteht auch im Bereich Dank, Lob und Wertschätzung der Welt. Der brandenburgische Lehrplan benennt ausdrücklich, dass Kinder Formen kennenlernen sollen, wie Menschen ihre Dankbarkeit für das Leben und die Welt ausdrücken. Die Überführung des Staunens in Dankgedanken sowie die Arbeit mit Psalm 104 in Auszügen greifen diese Zielsetzung unmittelbar auf. Der Psalm wird dabei – lehrplankonform – nicht analysiert, sondern als poetischer Ausdruck von Dank und Staunen erschlossen.

Kompetenzorientiert fördert die Einheit mehrere im Lehrplan ausgewiesene Kompetenzbereiche. Im Bereich Wahrnehmen und Mitteilen lernen die Kinder, Eindrücke aus ihrer Lebenswelt bewusst wahrzunehmen und auf unterschiedliche Weise auszudrücken. Der Bereich Deuten wird angesprochen, indem Kinder erfahren, dass Christen die Welt als Schöpfung Gottes verstehen, und diese Perspektive mit eigenen Erfahrungen in Beziehung setzen können. Darüber hinaus wird die soziale und kommunikative Kompetenz gestärkt, da die Kinder im gemeinsamen Austausch lernen, zuzuhören, unterschiedliche Wahrnehmungen zu respektieren und eigene Beiträge einzubringen. Durch Rituale, Stillephasen und Dankformen wird außerdem eine erste religiöse Handlungskompetenz angebahnt.

Besonders gut passt die Einheit zur im brandenburgischen Lehrplan betonten Ergebnisoffenheit des Religionsunterrichts. Unterschiedliche religiöse oder nichtreligiöse Hintergründe der Kinder werden berücksichtigt, Glaubensaussagen werden als Perspektiven kenntlich gemacht, und persönliche Zugänge stehen im Mittelpunkt. Damit erfüllt die Einheit sowohl die inhaltlichen als auch die kompetenzbezogenen Anforderungen des Lehrplans in hohem Maße.

Quelle: Ministerium für Bildung, Jugend und Sport des Landes Brandenburg: Rahmenlehrplan Evangelischer Religionsunterricht Grundschule, Potsdam.

Die Unterrichtseinheit „Staunen über Gottes Schöpfung – Die Welt mit allen Sinnen entdecken“ weist eine sehr hohe Passung zum Kerncurriculum Evangelische Religion Grundschule in Hessen auf, insbesondere für die Jahrgangsstufen 1/2. Das hessische Kerncurriculum betont, dass religiöses Lernen bei den Erfahrungen, Wahrnehmungen und Fragen der Kinder ansetzt und dass religiöse Deutungen behutsam und altersgemäß eingeführt werden sollen. Genau diesem Grundverständnis folgt die Einheit konsequent.

Inhaltlich ist die Einheit vor allem dem Themenbereich „Nach Gott fragen – Welt wahrnehmen und verstehen“ zuzuordnen. Das Kerncurriculum sieht vor, dass Kinder ihre Umwelt aufmerksam wahrnehmen, über Schönheit, Vielfalt und Lebendigkeit staunen und diese Erfahrungen in Beziehung zur christlichen Vorstellung von der Schöpfung Gottes setzen. Die bewusste Sinneswahrnehmung, das Erkunden der unmittelbaren Umgebung und das Sammeln von Naturmaterialien greifen diese Zielsetzung unmittelbar auf. Besonders anschlussfähig ist, dass die Einheit das Staunen als eigenständige Erfahrung ernst nimmt und religiöse Deutung zunächst nicht einfordert, sondern als Deutungsangebot formuliert.

Ein zentraler inhaltlicher Bezugspunkt ist zudem der Umgang mit biblischen Schöpfungstexten. Das hessische Kerncurriculum sieht vor, dass Kinder ausgewählten biblischen Texten begegnen, in denen Menschen ihre Welt als Schöpfung Gottes loben und dafür danken. Die Arbeit mit Psalm 104 in Auszügen entspricht dieser Zielsetzung in besonderer Weise, da der Psalm eine bildhafte, wahrnehmungsnahe Sprache verwendet und Lob und Dank ausdrückt, ohne erklärend oder belehrend zu sein. Die Überführung des Staunens in Dankformen greift damit eine zentrale Intention des Curriculums auf.

Kompetenzorientiert fördert die Einheit mehrere im hessischen Kerncurriculum ausgewiesene Kompetenzbereiche. Im Bereich Wahrnehmen und Beschreiben lernen die Kinder, Eindrücke aus ihrer Umwelt bewusst wahrzunehmen und sprachlich, gestalterisch oder symbolisch auszudrücken. Der Bereich Deuten wird angesprochen, indem die Kinder erfahren, dass Christen die Welt als Schöpfung Gottes verstehen, und diese Perspektive mit ihren eigenen Erfahrungen in Beziehung setzen können. Darüber hinaus wird die Kommunikations- und Dialogkompetenz gestärkt, da die Kinder lernen, einander zuzuhören, unterschiedliche Wahrnehmungen zu respektieren und eigene Gedanken einzubringen. Durch Rituale, Stillephasen und Dankformeln wird schließlich auch eine erste religiöse Handlungskompetenz angebahnt.

Insgesamt entspricht die Unterrichtseinheit in hohem Maße den im hessischen Kerncurriculum formulierten Zielsetzungen eines offenen, erfahrungsbezogenen und inklusiven Religionsunterrichts, der Kinder zu Staunen, Wahrnehmen und ersten religiösen Deutungen einlädt, ohne sie festzulegen.

Quelle: Hessisches Kultusministerium: Kerncurriculum Evangelische Religion für die Grundschule, Wiesbaden 2011.

Die Unterrichtseinheit „Staunen über Gottes Schöpfung – Die Welt mit allen Sinnen entdecken“ ist sehr gut kompatibel mit dem Rahmenplan Evangelische Religion für die Grundschule in Mecklenburg-Vorpommern, insbesondere für die Jahrgangsstufen 1/2. Der Rahmenplan betont, dass religiöses Lernen bei den unmittelbaren Erfahrungen der Kinder ansetzt und dass Wahrnehmung, Staunen und Fragen grundlegende Zugänge zum Glauben darstellen. Diese didaktische Grundausrichtung wird in der Einheit konsequent umgesetzt.

Inhaltlich ist die Einheit vor allem dem Themenfeld „Gott und die Welt – Schöpfung wahrnehmen“ zuzuordnen. Der Rahmenplan sieht vor, dass Kinder ihre Umwelt bewusst wahrnehmen, über Naturphänomene staunen und erste Vorstellungen davon entwickeln, dass Christen die Welt als Schöpfung Gottes verstehen. Die Erkundung des Schulumfeldes, das Sammeln von Naturmaterialien und der gemeinsame Schöpfungstisch greifen diese Zielsetzung unmittelbar auf. Besonders passend ist, dass religiöse Deutungen nicht vorausgesetzt, sondern als Angebot formuliert werden, wodurch unterschiedliche religiöse oder nichtreligiöse Hintergründe berücksichtigt werden.

Ein weiterer zentraler Anschluss besteht im Bereich Dank, Lob und Wertschätzung. Der Rahmenplan benennt ausdrücklich, dass Kinder Formen kennenlernen sollen, in denen Menschen Gott für die Welt danken. Die Begegnung mit Psalm 104 in Auszügen sowie die Möglichkeit, eigene Dankgedanken zu formulieren, entsprechen dieser Vorgabe in besonderer Weise. Der Psalm wird dabei nicht erklärend behandelt, sondern als poetischer Ausdruck von Staunen und Dank erfahrbar gemacht.

Kompetenzbezogen fördert die Einheit mehrere im Rahmenplan ausgewiesene Kompetenzbereiche. Im Bereich Wahrnehmen und Beschreiben lernen die Kinder, Eindrücke aus ihrer Lebenswelt aufmerksam wahrzunehmen und mitzuteilen. Der Bereich Deuten wird angesprochen, indem die Kinder erfahren, dass Christen die Welt als von Gott geschaffen verstehen, und diese Perspektive mit eigenen Erfahrungen in Beziehung setzen können. Darüber hinaus wird die soziale und kommunikative Kompetenz gestärkt, da die Kinder im gemeinsamen Austausch lernen, zuzuhören, unterschiedliche Wahrnehmungen zu respektieren und eigene Beiträge einzubringen. Durch Rituale, Stillephasen und Dankformen wird außerdem eine erste religiöse Handlungskompetenz angebahnt.

Besonders gut passt die Einheit zur im Rahmenplan hervorgehobenen Offenheit und Ergebnisorientierung auf den Lernprozess, nicht auf festgelegte Antworten. Die subjektorientierte, erfahrungsbezogene Anlage der Einheit unterstützt Kinder dabei, erste religiöse Deutungen zu entwickeln, ohne sie festzulegen oder zu überfordern, und entspricht damit in hohem Maße den Zielsetzungen des evangelischen Religionsunterrichts in Mecklenburg-Vorpommern.

Quelle: Ministerium für Bildung, Wissenschaft und Kultur Mecklenburg-Vorpommern: Rahmenplan Evangelische Religion Grundschule, Schwerin.

Die Unterrichtseinheit „Staunen über Gottes Schöpfung – Die Welt mit allen Sinnen entdecken“ ist sehr gut anschlussfähig an den Lehrplan Evangelische Religionslehre für die Primarstufe in Nordrhein-Westfalen, insbesondere für die Schuleingangsphase (Klassen 1/2). Der Lehrplan betont ausdrücklich, dass religiöses Lernen bei den Erfahrungen, Wahrnehmungen und Fragen der Kinder ansetzt und dass Kinder die Welt zunächst staunend und beschreibend erschließen sollen, bevor religiöse Deutungen eingeführt werden. Genau diesem didaktischen Grundverständnis folgt die Einheit konsequent.

Inhaltlich ist die Einheit vor allem dem Inhaltsfeld „Gott, Mensch, Welt“ zuzuordnen, insbesondere dem Schwerpunkt Schöpfung und Verantwortung. Der Lehrplan sieht vor, dass Kinder die Vielfalt, Schönheit und Lebendigkeit der Welt wahrnehmen und entdecken, dass Christen diese Welt als Schöpfung Gottes verstehen. Die bewusste Sinneswahrnehmung, der Unterrichtsgang, das Sammeln von Naturmaterialien und der Schöpfungstisch greifen diese Zielsetzungen unmittelbar auf. Besonders lehrplankonform ist, dass die Aussage „Gott hat die Welt geschaffen“ nicht als Tatsache vermittelt, sondern als christliche Glaubensüberzeugung kenntlich gemacht wird.

Ein weiterer zentraler Anschluss besteht im Umgang mit biblischen Texten zur Schöpfung. Der Lehrplan fordert, dass Kinder ausgewählten biblischen Texten begegnen, in denen Menschen Gott für die Welt loben und danken. Die Arbeit mit Psalm 104 in Auszügen erfüllt diese Vorgabe in besonderer Weise. Der Psalm wird nicht analytisch behandelt, sondern hörend, betrachtend und gestaltend erschlossen und mit den eigenen Wahrnehmungen der Kinder verknüpft. Die Überführung des Staunens in Dankformen entspricht damit einer zentralen Intention des Lehrplans.

Kompetenzorientiert fördert die Einheit mehrere der im Lehrplan ausgewiesenen Kompetenzen. Im Bereich Wahrnehmen, Beschreiben und Darstellen lernen die Kinder, ihre Umwelt aufmerksam wahrzunehmen und Eindrücke sprachlich, gestalterisch oder symbolisch auszudrücken. Der Bereich Deuten wird angesprochen, indem Kinder erfahren, dass Menschen ihre Welt religiös deuten, und diese Perspektive mit eigenen Erfahrungen in Beziehung setzen. Darüber hinaus wird die Dialog- und Kommunikationskompetenz gestärkt, da Kinder lernen, einander zuzuhören, unterschiedliche Wahrnehmungen zu respektieren und eigene Gedanken einzubringen. Durch Rituale, Stillephasen und Dankformeln wird zudem eine erste religiöse Handlungskompetenz angebahnt.

Insgesamt entspricht die Einheit in hohem Maße dem nordrhein-westfälischen Verständnis eines offenen, erfahrungsbezogenen und kindgemäßen Religionsunterrichts, der Staunen, Wahrnehmung und persönliche Deutung in den Mittelpunkt stellt und religiöse Traditionen als Deutungsangebote einführt.

Quelle: Ministerium für Schule und Bildung des Landes Nordrhein-Westfalen: Lehrplan für die Primarstufe in Nordrhein-Westfalen – Evangelische Religionslehre, Düsseldorf 2021.

Die Unterrichtseinheit „Staunen über Gottes Schöpfung – Die Welt mit allen Sinnen entdecken“ weist eine sehr hohe Passung zum Teilrahmenplan Evangelische Religion für die Grundschule in Rheinland-Pfalz auf, insbesondere für die Klassenstufen 1/2. Der rheinland-pfälzische Lehrplan betont, dass religiöses Lernen bei den Erfahrungen und Wahrnehmungen der Kinder ansetzt und dass Kinder ihre Umwelt zunächst staunend, beschreibend und fragend erschließen sollen. Dieses Grundverständnis wird in der Einheit konsequent aufgegriffen.

Inhaltlich ist die Einheit dem Lernbereich „Welt wahrnehmen – Schöpfung entdecken“ zuzuordnen. Der Teilrahmenplan sieht vor, dass Kinder die Vielfalt, Schönheit und Lebendigkeit der Welt wahrnehmen und entdecken, dass Christen diese Welt als Schöpfung Gottes verstehen. Die Erkundung der unmittelbaren Umgebung, das Sammeln von Naturmaterialien und der Schöpfungstisch greifen diese Zielsetzungen unmittelbar auf. Besonders anschlussfähig ist dabei, dass religiöse Deutung nicht vorausgesetzt, sondern als Glaubensperspektive eingeführt wird.

Ein weiterer inhaltlicher Bezugspunkt ist der Umgang mit biblischen Texten zur Schöpfung. Der Teilrahmenplan benennt ausdrücklich Psalmen als geeignete Textform, um Lob, Dank und Staunen über die Welt zum Ausdruck zu bringen. Die Arbeit mit Psalm 104 in Auszügen entspricht dieser Vorgabe in besonderer Weise. Der Psalm wird nicht erklärend analysiert, sondern als poetischer Ausdruck von Dank und Freude erschlossen und mit den eigenen Erfahrungen der Kinder verbunden.

Kompetenzorientiert fördert die Einheit mehrere der im Teilrahmenplan ausgewiesenen Kompetenzbereiche. Im Bereich Wahrnehmen und Beschreiben lernen die Kinder, Eindrücke aus ihrer Umwelt bewusst wahrzunehmen und sprachlich oder gestalterisch auszudrücken. Der Bereich Deuten wird angesprochen, indem Kinder erfahren, dass Christen ihre Welt religiös deuten, und diese Perspektive mit eigenen Wahrnehmungen in Beziehung setzen können. Darüber hinaus wird die kommunikative und soziale Kompetenz gestärkt, da Kinder im gemeinsamen Austausch lernen, zuzuhören, unterschiedliche Sichtweisen zu respektieren und eigene Beiträge einzubringen. Durch Rituale, Dankformen und Stillephasen wird zudem eine erste religiöse Handlungskompetenz angebahnt.

Die Einheit entspricht insgesamt dem im rheinland-pfälzischen Lehrplan betonten Anspruch eines offenen, prozessorientierten und kindgemäßen Religionsunterrichts, der religiöse Traditionen als Deutungsangebote versteht und persönliche Zugänge der Kinder in den Mittelpunkt stellt.

Quelle: Ministerium für Bildung, Wissenschaft, Weiterbildung und Kultur Rheinland-Pfalz: Teilrahmenplan Evangelische Religion Grundschule, Mainz.

Die Unterrichtseinheit „Staunen über Gottes Schöpfung – Die Welt mit allen Sinnen entdecken“ ist sehr gut anschlussfähig an den Lehrplan Evangelische Religion für die Grundschule im Saarland, insbesondere für die Klassenstufen 1/2. Der saarländische Lehrplan betont, dass religiöses Lernen bei den Erfahrungen, Wahrnehmungen und Gefühlen der Kinder ansetzt und dass Staunen, Fragen und Entdecken grundlegende Zugänge zum Glauben darstellen. Diese didaktische Grundorientierung wird in der Einheit konsequent umgesetzt.

Inhaltlich lässt sich die Einheit dem Themenbereich „Gott – Mensch – Welt“ mit dem Schwerpunkt Schöpfung zuordnen. Der Lehrplan sieht vor, dass Kinder die Schönheit, Vielfalt und Lebendigkeit der Welt wahrnehmen und entdecken, dass Christen diese Welt als Schöpfung Gottes verstehen. Die bewusste Sinneswahrnehmung, der Unterrichtsgang, das Sammeln von Naturmaterialien sowie der Schöpfungstisch greifen diese Zielsetzungen unmittelbar auf. Besonders lehrplankonform ist, dass die religiöse Deutung nicht belehrend erfolgt, sondern als Glaubensperspektive eingeführt wird, die Kinder annehmen oder offenlassen dürfen.

Ein weiterer zentraler Anschluss besteht im Bereich Dank, Lob und Freude über die Welt. Der Lehrplan nennt Psalmen ausdrücklich als geeignete biblische Texte, um Kindern Formen religiösen Dankens und Lobens nahezubringen. Die Arbeit mit Psalm 104 in Auszügen entspricht dieser Vorgabe in besonderer Weise, da der Psalm die Welt in Bildern beschreibt und Staunen sowie Dank zum Ausdruck bringt. Die Überführung der Wahrnehmungen der Kinder in eigene Dankgedanken greift diese Intention direkt auf.

Kompetenzorientiert werden mehrere im Lehrplan ausgewiesene Kompetenzen gefördert. Im Bereich Wahrnehmen und Beschreiben lernen die Kinder, ihre Umwelt aufmerksam wahrzunehmen und Eindrücke mitzuteilen. Der Bereich Deuten wird angesprochen, indem Kinder erfahren, dass Christen die Welt als von Gott geschaffen verstehen, und diese Perspektive mit eigenen Erfahrungen in Beziehung setzen. Darüber hinaus stärkt die Einheit die kommunikative und soziale Kompetenz, da die Kinder im Austausch lernen, einander zuzuhören und unterschiedliche Wahrnehmungen zu respektieren. Durch Rituale, Stillephasen und Dankformen wird zudem eine erste religiöse Handlungskompetenz angebahnt.

Insgesamt entspricht die Einheit dem saarländischen Lehrplanverständnis eines offenen, kindgemäßen und erfahrungsbezogenen Religionsunterrichts, der persönliche Zugänge zulässt und religiöse Traditionen als Deutungsangebote einführt.

Quelle: Ministerium für Bildung und Kultur des Saarlandes: Lehrplan Evangelische Religion Grundschule, Saarbrücken.

Die Unterrichtseinheit „Staunen über Gottes Schöpfung – Die Welt mit allen Sinnen entdecken“ weist eine sehr hohe Passung zum Lehrplan Evangelische Religion für die Grundschule in Sachsen auf, insbesondere für die Klassenstufen 1/2. Der sächsische Lehrplan betont, dass religiöses Lernen bei den Erfahrungen, Wahrnehmungen und Fragen der Kinder ansetzt und dass Staunen und Achtsamkeit grundlegende Zugänge zur religiösen Bildung darstellen. Diese didaktische Grundausrichtung wird in der Einheit konsequent aufgegriffen.

Inhaltlich ist die Einheit vor allem dem Lernbereich „Nach Gott fragen – Welt wahrnehmen“ zuzuordnen. Der Lehrplan sieht vor, dass Kinder die Schönheit, Vielfalt und Ordnung der Welt entdecken und erfahren, dass Christen diese Welt als Schöpfung Gottes verstehen. Die bewusste Wahrnehmung mit allen Sinnen, das Erkunden der Umgebung und das Sammeln von Naturmaterialien greifen diese Zielsetzungen unmittelbar auf. Besonders anschlussfähig ist, dass religiöse Deutung nicht vorausgesetzt, sondern als Glaubensperspektive eingeführt wird.

Ein weiterer zentraler inhaltlicher Bezugspunkt ist der Umgang mit biblischen Schöpfungstexten. Der sächsische Lehrplan benennt Psalmen ausdrücklich als geeignete Texte, um Kindern Dank, Lob und Freude über die Welt nahezubringen. Die Arbeit mit Psalm 104 in Auszügen entspricht dieser Vorgabe in besonderer Weise. Der Psalm wird dabei nicht erklärend analysiert, sondern als poetischer Ausdruck von Staunen und Dank erschlossen und mit den eigenen Erfahrungen der Kinder verbunden.

Kompetenzorientiert fördert die Einheit mehrere der im Lehrplan ausgewiesenen Kompetenzen. Im Bereich Wahrnehmen und Beschreiben lernen die Kinder, ihre Umwelt aufmerksam wahrzunehmen und Eindrücke sprachlich oder gestalterisch auszudrücken. Der Bereich Deuten wird angesprochen, indem Kinder erfahren, dass Christen ihre Welt religiös deuten, und diese Perspektive mit eigenen Wahrnehmungen in Beziehung setzen können. Darüber hinaus wird die kommunikative und soziale Kompetenz gestärkt, da die Kinder im gemeinsamen Austausch lernen, zuzuhören, unterschiedliche Sichtweisen zu respektieren und eigene Beiträge einzubringen. Durch Rituale, Stillephasen und Dankformen wird zudem eine erste religiöse Handlungskompetenz angebahnt.

Insgesamt entspricht die Einheit dem sächsischen Lehrplanverständnis eines offenen, erfahrungsbezogenen und kindgemäßen Religionsunterrichts, der persönliche Zugänge zulässt und religiöse Traditionen als Deutungsangebote einführt.

Quelle: Sächsisches Staatsministerium für Kultus: Lehrplan Evangelische Religion Grundschule, Dresden 2019.

Die Unterrichtseinheit „Staunen über Gottes Schöpfung – Die Welt mit allen Sinnen entdecken“ ist sehr gut anschlussfähig an den Lehrplan Evangelische Religion für die Grundschule in Sachsen-Anhalt, insbesondere für die Klassenstufen 1/2. Der Lehrplan betont, dass religiöses Lernen bei den Erfahrungen, Wahrnehmungen und Fragen der Kinder ansetzt und dass Staunen, Wahrnehmen und Innehalten zentrale Zugänge zum Glauben darstellen. Diese didaktische Grundausrichtung wird in der Einheit konsequent umgesetzt.

Inhaltlich lässt sich die Einheit dem Lernbereich „Gott und die Welt – Schöpfung entdecken“ zuordnen. Der Lehrplan sieht vor, dass Kinder die Vielfalt und Schönheit der Welt wahrnehmen und erfahren, dass Christen diese Welt als Schöpfung Gottes verstehen. Die bewusste Sinneswahrnehmung, das Erkunden der Umgebung, das Sammeln von Naturmaterialien und der Schöpfungstisch greifen diese Zielsetzungen unmittelbar auf. Besonders passend ist, dass religiöse Deutung nicht belehrend erfolgt, sondern als Glaubensperspektive eingeführt wird, die Kinder annehmen oder offenlassen dürfen.

Ein weiterer zentraler Anschluss besteht im Bereich Dank und Lob über die Welt. Der Lehrplan nennt Psalmen ausdrücklich als geeignete biblische Texte, um Kindern Formen religiösen Dankens und Lobens zu eröffnen. Die Arbeit mit Psalm 104 in Auszügen entspricht dieser Vorgabe in besonderer Weise. Der Psalm wird nicht analysiert, sondern als poetischer Ausdruck von Staunen und Dank erschlossen und mit den eigenen Wahrnehmungen der Kinder verknüpft.

Kompetenzorientiert fördert die Einheit mehrere der im Lehrplan ausgewiesenen Kompetenzen. Im Bereich Wahrnehmen und Beschreiben lernen die Kinder, Eindrücke aus ihrer Umwelt aufmerksam wahrzunehmen und mitzuteilen. Der Bereich Deuten wird angesprochen, indem Kinder erfahren, dass Christen die Welt religiös deuten, und diese Perspektive mit eigenen Erfahrungen in Beziehung setzen können. Darüber hinaus wird die kommunikative und soziale Kompetenz gestärkt, da die Kinder im Austausch lernen, zuzuhören, unterschiedliche Wahrnehmungen zu respektieren und eigene Beiträge einzubringen. Durch Rituale, Stillephasen und Dankformen wird zudem eine erste religiöse Handlungskompetenz angebahnt.

Insgesamt entspricht die Einheit dem sachsen-anhaltischen Lehrplanverständnis eines offenen, erfahrungsbezogenen und kindgemäßen Religionsunterrichts, der persönliche Zugänge zulässt und religiöse Traditionen als Deutungsangebote einführt.

Quelle: Ministerium für Bildung des Landes Sachsen-Anhalt: Lehrplan Evangelische Religion Grundschule, Magdeburg 2019.

Die Unterrichtseinheit „Staunen über Gottes Schöpfung – Die Welt mit allen Sinnen entdecken“ zeigt eine sehr hohe Passung zu den Fachanforderungen Evangelische Religion Primarstufe in Schleswig-Holstein, insbesondere für die Jahrgangsstufen 1/2. Die Fachanforderungen betonen ausdrücklich, dass religiöses Lernen bei der aufmerksamen Wahrnehmung der Lebenswelt der Kinder ansetzt und dass Staunen, Innehalten und Wahrnehmen grundlegende religiöse Lernformen sind. Diese Grundausrichtung wird in der Einheit konsequent umgesetzt.

Inhaltlich ist die Einheit dem Inhaltsbereich „Gott, Mensch und Welt“ mit dem Schwerpunkt Schöpfung zuzuordnen. Die Fachanforderungen sehen vor, dass Kinder die Vielfalt, Schönheit und Verletzlichkeit der Welt entdecken und erfahren, dass Christen diese Welt als Schöpfung Gottes verstehen. Die bewusste Sinneswahrnehmung, der Unterrichtsgang, das Sammeln von Naturmaterialien und der Schöpfungstisch greifen diese Zielsetzungen unmittelbar auf. Besonders passend ist, dass religiöse Deutung nicht eingefordert, sondern als christliche Glaubensperspektive kenntlich gemacht wird.

Ein zentraler inhaltlicher Anschluss besteht im Umgang mit biblischen Texten. Die Fachanforderungen nennen Psalmen ausdrücklich als geeignete Textform, um Lob, Dank und Staunen über die Welt zum Ausdruck zu bringen. Die Arbeit mit Psalm 104 in Auszügen entspricht dieser Vorgabe in besonderer Weise. Der Psalm wird hörend, betrachtend und gestaltend erschlossen und mit den Wahrnehmungen der Kinder verbunden, ohne analytische Anforderungen zu stellen.

Kompetenzorientiert fördert die Einheit mehrere der in Schleswig-Holstein ausgewiesenen Kompetenzbereiche. Im Bereich Wahrnehmen und Beschreiben lernen die Kinder, Eindrücke aus ihrer Umwelt aufmerksam wahrzunehmen und sprachlich oder gestalterisch auszudrücken. Der Bereich Deuten wird angesprochen, indem Kinder erfahren, dass Christen ihre Welt religiös deuten, und diese Perspektive mit eigenen Erfahrungen in Beziehung setzen können. Darüber hinaus wird die Dialog- und Kommunikationskompetenz gestärkt, da Kinder lernen, einander zuzuhören, unterschiedliche Wahrnehmungen zu respektieren und eigene Gedanken einzubringen. Durch Rituale, Stillephasen und Dankformen wird zudem eine erste religiöse Handlungskompetenz angebahnt.

Die Einheit entspricht insgesamt dem in Schleswig-Holstein formulierten Anspruch eines offenen, prozessorientierten und kompetenzorientierten Religionsunterrichts, der persönliche Zugänge zulässt und religiöse Traditionen als Deutungsangebote einführt.

Quelle: Ministerium für Bildung, Wissenschaft und Kultur des Landes Schleswig-Holstein: Fachanforderungen Evangelische Religion Primarstufe, Kiel 2020.

Die Unterrichtseinheit „Staunen über Gottes Schöpfung – Die Welt mit allen Sinnen entdecken“ weist eine sehr hohe Passung zum Lehrplan Evangelische Religionslehre für die Grundschule in Thüringen auf, insbesondere für die Klassenstufen 1/2. Der Thüringer Lehrplan betont, dass religiöses Lernen bei den Erfahrungen, Wahrnehmungen und Fragen der Kinder ansetzt und dass Staunen, Wahrnehmen und Innehalten grundlegende Zugänge religiösen Lernens darstellen. Diese didaktische Grundausrichtung wird in der Einheit konsequent aufgegriffen.

Inhaltlich ist die Einheit vor allem dem Lernbereich „Gott und die Welt“ zuzuordnen. Der Lehrplan sieht vor, dass Kinder die Schönheit, Vielfalt und Lebendigkeit der Welt wahrnehmen und entdecken, dass Christen diese Welt als Schöpfung Gottes verstehen. Die bewusste Sinneswahrnehmung, das Erkunden der unmittelbaren Umgebung, das Sammeln von Naturmaterialien und der Schöpfungstisch greifen diese Zielsetzungen unmittelbar auf. Besonders lehrplankonform ist, dass religiöse Deutung nicht belehrend erfolgt, sondern als Glaubensaussage eingeführt wird, die Kinder annehmen oder offenlassen dürfen.

Ein weiterer zentraler inhaltlicher Anschluss besteht im Umgang mit biblischen Texten zur Schöpfung. Der Thüringer Lehrplan benennt Psalmen ausdrücklich als geeignete Texte, um Kindern Formen von Dank, Lob und Freude über die Welt zu eröffnen. Die Begegnung mit Psalm 104 in Auszügen entspricht dieser Vorgabe in besonderer Weise. Der Psalm wird nicht analysiert, sondern als poetischer Ausdruck von Staunen und Dank erschlossen und mit den eigenen Wahrnehmungen der Kinder verbunden.

Kompetenzorientiert fördert die Einheit mehrere der im Lehrplan ausgewiesenen Kompetenzen. Im Bereich Wahrnehmen und Beschreiben lernen die Kinder, Eindrücke aus ihrer Umwelt aufmerksam wahrzunehmen und mitzuteilen. Der Bereich Deuten wird angesprochen, indem Kinder erfahren, dass Christen ihre Welt religiös deuten, und diese Perspektive mit eigenen Erfahrungen in Beziehung setzen können. Darüber hinaus wird die kommunikative und soziale Kompetenz gestärkt, da die Kinder im gemeinsamen Austausch lernen, zuzuhören, unterschiedliche Wahrnehmungen zu respektieren und eigene Beiträge einzubringen. Durch Rituale, Stillephasen und Dankformen wird zudem eine erste religiöse Handlungskompetenz angebahnt.

Insgesamt entspricht die Einheit dem thüringischen Lehrplanverständnis eines offenen, erfahrungsbezogenen und kindgemäßen Religionsunterrichts, der persönliche Zugänge zulässt und religiöse Traditionen als Deutungsangebote einführt.

Quelle: Thüringer Ministerium für Bildung, Jugend und Sport: Lehrplan Evangelische Religionslehre Grundschule, Erfurt 2010.

Heterogenität

Die folgenden Hinweise beziehen sich konkret auf die vorliegende Unterrichtseinheit zu Gottesbildern, insbesondere auf die Arbeit mit dem Hirtenbild, der Geschichte vom verlorenen Schaf sowie auf die offenen Gestaltungs- und Gesprächsphasen. Ziel ist es, allen Kindern eine aktive Teilnahme an diesen Lernprozessen zu ermöglichen.

  • Religiöse Vielfalt:
    In der Lerngruppe können Kinder mit unterschiedlichen religiösen oder nichtreligiösen Hintergründen zusammenkommen. Die Einheit verwendet daher eine offene Sprache und macht religiöse Aussagen als christliche Glaubensperspektive kenntlich (z. B. „Christen glauben …“). Kinder dürfen eigene Vorstellungen einbringen oder sich zurückhalten, ohne sich festlegen zu müssen.

  • Sprachliche Vielfalt:
    Da viele Kinder in Klasse 1 noch über begrenzte sprachliche Ausdrucksmöglichkeiten verfügen oder Deutsch als Zweitsprache lernen, wird Sprache unterstützend eingesetzt. Satzanfänge, Wiederholungen und visuelle Materialien erleichtern die Beteiligung. Beiträge können auch nonverbal erfolgen, etwa durch Zeigen, Legen oder Malen.

  • Motorische Unterstützung:
    Nicht alle Kinder können oder möchten sich aktiv am Sammeln von Materialien beteiligen. Alternativen wie der „Schatz im Kopf“, vorbereitete Materialkisten oder das Zeigen auf Bilder ermöglichen allen Kindern eine gleichwertige Teilnahme.

  • Kognitive Differenzierung:
    Die offenen Aufgaben erlauben unterschiedliche Zugänge: vom einfachen Benennen über Beschreiben bis hin zu ersten Deutungen oder Vergleichen. Die Lehrkraft passt Impulse und Nachfragen dem jeweiligen Entwicklungsstand der Kinder an, ohne Beiträge zu bewerten.

  • Emotionale und soziale Inklusion:
    Rituale, feste Gesprächsregeln und eine wertschätzende Atmosphäre geben Sicherheit. Kinder erfahren, dass ihre Wahrnehmungen ernst genommen werden und dass es unterschiedliche Sichtweisen geben darf. Gemeinsame Aktivitäten wie der Schöpfungstisch fördern Zugehörigkeit.

  • Barrierearme Gestaltung:
    Die Einheit ist klar strukturiert, nutzt wenig Text und viele anschauliche Materialien. Wiederkehrende Abläufe, einfache Aufgabenstellungen und flexible Materialien erleichtern den Zugang für alle Kinder und ermöglichen eine inklusive Lernumgebung.

Interdisziplinäres Arbeiten

  • Deutsch
    Die Unterrichtseinheit eröffnet vielfältige Sprechanlässe, die eng mit den Erfahrungen der Kinder verbunden sind. Bereits beim Sammeln und Betrachten der Naturmaterialien werden Wörter für Farben, Formen, Geräusche und Gefühle benötigt und eingeübt. Satzanfänge wie „Ich staune über …“ oder „Ich freue mich über …“ helfen den Kindern, in ganzen Sätzen zu sprechen, ohne sprachlich überfordert zu werden. Im gemeinsamen Gespräch lernen sie zuzuhören, andere ausreden zu lassen und eigene Beiträge verständlich zu formulieren. Besonders in der dritten Stunde werden mit den Dank-Sätzen sprachliche Ausdrucksformen angebahnt, die zwischen Alltagssprache und religiöser Sprache vermitteln.

  • Kunst
    Im gestalterischen Arbeiten setzen die Kinder ihre Wahrnehmungen in Bilder und Formen um. Beim Malen oder Legen mit Naturmaterialien steht nicht das Ergebnis, sondern der individuelle Ausdruck im Vordergrund. Farben, Linien und Anordnungen spiegeln persönliche Eindrücke wider, etwa wenn ein Kind den Himmel besonders groß malt oder ein Fundstück in den Mittelpunkt legt. Die Einheit knüpft damit an das freie Gestalten im Kunstunterricht an und stärkt die Fähigkeit, innere Bilder sichtbar zu machen.

  • Musik
    Musikalische Elemente unterstützen die Atmosphäre der Einheit. Ruhige Musik oder kurze Sprechverse helfen den Kindern, zur Ruhe zu kommen und Übergänge zwischen den Phasen wahrzunehmen. In Verbindung mit Dank und Staunen können einzelne Liedzeilen oder rhythmisch gesprochene Texte eingesetzt werden, um Gefühle auszudrücken, für die Worte allein noch schwerfallen. Auch bewusste Stille wird als Gestaltungselement genutzt und als gemeinsames Erlebnis erfahren.

  • Sachunterricht
    Die Einheit greift zentrale Inhalte des Sachunterrichts auf, indem die Kinder ihre natürliche Umgebung beobachten und erkunden. Pflanzen, Tiere, Steine oder Wasser werden nicht erklärend behandelt, sondern zunächst wahrgenommen und beschrieben. Dadurch wird ein erster Zugang zu Naturbeobachtung und Umweltbewusstsein angebahnt. In der dritten Stunde kann der achtsame Umgang mit der Natur thematisiert werden, etwa wenn darüber gesprochen wird, warum Fundstücke wieder zurückgelegt oder Pflanzen nicht beschädigt werden sollen.

  • Soziales Lernen
    Gemeinsame Rituale, Gesprächsregeln und der Schöpfungstisch als gemeinsamer Mittelpunkt fördern das soziale Lernen. Die Kinder erfahren, dass unterschiedliche Wahrnehmungen nebeneinander stehen dürfen und respektiert werden. Beim Teilen von Entdeckungen üben sie Rücksichtnahme und Wertschätzung. Das gemeinsame Staunen und Danken stärkt das Gemeinschaftsgefühl und trägt zu einer positiven Lernatmosphäre bei.